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Weiß nicht weiter - studium oder weiterarbeiten?

G

Gast

Gast
Hallo zusammen,

ich brauche mal eure Meinung zu meinem folgenden Problem. Ich (m) 24, arbeite momentan als Vertriebskaufmann in einer großen Firma. BIn jetz dort seit 1 1/2 Jahren eingestellt. Hatte vorgehabt nach meiner Ausbildung zu studieren da ich keine Aussicht auf ne Übernahme hatte! Jetz hab ich einen unbefristetetn Vertrag, aber so richtig füllt mich dieser Job nicht aus! Ich denke mir oft, dass ich doch hätte sofort studieren gehen sollen...! Jetz weiß ich einfach nicht was ich machen soll, alles hinschmeißen und für ein Studentenleben entscheiden? Vorab, nebenbei zu studieren habe ich nicht vor, da ich mir denke, dass wenn ich studieren gehen sollte, dann richtig damit man ja auch was vom studenten leben hat (semesterferien etc ;) finanziel denke ich mal dass man sich mit nebenjobs über wasser halten kann...!

Klar kann man sich denken klasse festen job gutes geld etc, aber wenn ich mir denke dass ich das 40 jahre machen muss...klar man hat auch gewisse aufstiegschancen aber was nutzt mir das wenn ich in meinem job nicht glücklich bin? hab zwar ein paar "glücksmomente" wo ich mir dann denke ja ist alles super aber irgendwie fehlt mir was...ich weiß ja nicht ob es manchen hier auch so geht...weiß auch echt nicht was ich machen soll, weiterarbeiten ? studieren? was anders machen?

würde mich über ein paar kommentare bzw mehrere freuen.

gruß

stefan
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Gast,
wieso machst du nicht das eine und das andere? Die Fernuni Hagen z.B. bietet ein breites Programm und das ist durchaus neben dem Beruf zu schaffen.
Gruß, Werner
 
P

Pokerface

Gast
Nicht immer ist das Studentenleben so wie man sich das so allgemein als nicht-Student vorstellt. Semesterferien sind sogut wie garnicht da man ja nen Ferienjob brauch um (je nach Bundesland) die Studientegbühren+Rückmeldegebühren von ~700€ im halben Jahr zusammen zu bekommen. Da sind da noch keine Preise für Schreibmaterialien usw eingerechnet. So da fehlt dann noch eine Bude in der Stadt wo du studieren willst oder du hast das Glück und deine Eltern wohnen noch recht nahe so dass du mit Bus und Bahn schnell hinfahren kannst. Dann brauchste noch was zu essen und vielleicht 1mal im Monat nen netten Abend mit Leuten verbringen. Das kostet alles Geld und du verdienst nix. Meist hat man die Semesterferien über auch noch Hausübungen oder Ausarbeitungen zu machen also muß man neben dem Nebenjob auch noch lernen und rumschreiben. Auto usw kannst du auch vergessen denn den Sprit wirst du nicht bezahlen können (Steuer und Versicherung lass ich mal weg sind ja nur Peanuts...).

Das war jetzt nur mal so grob die finanzielle Seite. Wenn du dann noch solche Wald und Wiesen Studiums machen willst wie z.b. BWL oder Leeramt (extra so geschrieben ;) ) dann wirste auch nach dem Studium viel Spaß haben weil diese Fächer sind überrannt und der Markt soweit gesättigt also mußte vorher schon sehen das du was studierst was dir später mehr Geld bringt als du jetzt bekommst.

So und zuletzt noch der unkalkulierbare Schwierigkeitsfaktor. Man denkt vielleicht ich hab ne Ausbildung im Bereich XY und wenn ich jetzt das Studium im gleichen Bereich mache dann kann das ja nicht so schwer sein ich kann ja schon die Hälfte... und genau da liegt eine große Gefahr denn nicht wenige kippen ihr Studium weil sie nach wenigen Wochen/Monaten merken das es absolut nicht das ist was sie sich vorgestellt haben. Noch dazu muß man soviel Sinnlosen Stoff in sich reinballern nur um es mal gehört zu haben das mans chon beim lernen nach dem Sinn sucht und es deshalb umso schwerer ist und man einen langen Atem brauch.


Fazit:
Ich sag mal wenn du es wirklich willst, dann informiere dich vorher richtig gut was die Anforderungen sind usw. Solltest du noch reiche Eltern oder ne reiche Oma haben die dir das alles finanzieren will/kann, dann immer hin und viel Spaß beim "lockeren Leben". Sollte dich aber keiner unterstützen können dann überleg dir gut was du machst, denn ne unbefristeten Arbeitsvertrag bekommt man heute nicht mehr so locker von der Stange.

P.S. Auch das mit dem Bachelor ist so ne Sache. Der ist fast nichts Wert heute meist steht man viiiel besser da wenn man noch den Master hinterher macht und da sind die Zugangsvoraussetzungen eine Hürde.


[edit]
axso was noch fehlt. Warst du beim Bund oder Zivi? Dann hast du nen kleinen Vorteil denn ab 25 Jahren mußt du dich privat Krankenversichern was nochmal 300€ im halben Jahr bedeutet. Wenn du Bund oder Zivi gemacht hast werden die X Monate noch auf das alter von 25 Jahren angerechnet und dann wirst du erst zur Kasse gebeten ...
 
Zuletzt bearbeitet:

Baltimore

Mitglied
Hallo Gast!

Also ich stimme Pokerface insoweit zu, als du das wirklich von deiner Situation abhängig machen solltest. Je nach dem wie viel Geld du hast, ob du auf Unterstützung zählen kannst, welches Fach dich interessiert und wie lange das Stuium dauern könnte, welche Stadt, Uni, Gebühren, Wohnung etc. Und wie du das ggf. deiner Freundin beibringst :D

Andererseits hast du vielleicht etwas Geld gespart!? Wenn du der Meinung bist, dass du gut über die Runden kommst und du auch etwas motiviert bist, dann kannst du es ruhig machen.

Außerdem bist du erst 24, wenn du mit 29-30 fertig wirst, dann haste was geschafft.
 
N

Neofene

Gast
Auch das mit dem Bachelor ist so ne Sache. Der ist fast nichts Wert heute....
Aufhören solchen Unsinn zu verbreiten, ja? Ist einfach nicht wahr. Meine Kommis, die fertig sind, haben mit einem FH-Bachelor super Jobs und sehr gute Verdienste. Also nicht einfach so, daher schreiben...:eek:.

[...]

@ Threadsteller: Würde an deiner Stelle Fernuni Hagen machen, ist die günstigste. Mache mal einen Semester ein Test-Studium. Du kannst immer noch von Teilzeitstudent zum Vollzeit werden.


Neofene
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
G

Gast

Gast
Nicht immer ist das Studentenleben so wie man sich das so allgemein als nicht-Student vorstellt. Semesterferien sind sogut wie garnicht da man ja nen Ferienjob brauch um (je nach Bundesland) die Studientegbühren+Rückmeldegebühren von ~700€ im halben Jahr zusammen zu bekommen. Da sind da noch keine Preise für Schreibmaterialien usw eingerechnet. So da fehlt dann noch eine Bude in der Stadt wo du studieren willst oder du hast das Glück und deine Eltern wohnen noch recht nahe so dass du mit Bus und Bahn schnell hinfahren kannst. Dann brauchste noch was zu essen und vielleicht 1mal im Monat nen netten Abend mit Leuten verbringen. Das kostet alles Geld und du verdienst nix. Meist hat man die Semesterferien über auch noch Hausübungen oder Ausarbeitungen zu machen also muß man neben dem Nebenjob auch noch lernen und rumschreiben. Auto usw kannst du auch vergessen denn den Sprit wirst du nicht bezahlen können (Steuer und Versicherung lass ich mal weg sind ja nur Peanuts...).

Das war jetzt nur mal so grob die finanzielle Seite. Wenn du dann noch solche Wald und Wiesen Studiums machen willst wie z.b. BWL oder Leeramt (extra so geschrieben ;) ) dann wirste auch nach dem Studium viel Spaß haben weil diese Fächer sind überrannt und der Markt soweit gesättigt also mußte vorher schon sehen das du was studierst was dir später mehr Geld bringt als du jetzt bekommst.

So und zuletzt noch der unkalkulierbare Schwierigkeitsfaktor. Man denkt vielleicht ich hab ne Ausbildung im Bereich XY und wenn ich jetzt das Studium im gleichen Bereich mache dann kann das ja nicht so schwer sein ich kann ja schon die Hälfte... und genau da liegt eine große Gefahr denn nicht wenige kippen ihr Studium weil sie nach wenigen Wochen/Monaten merken das es absolut nicht das ist was sie sich vorgestellt haben. Noch dazu muß man soviel Sinnlosen Stoff in sich reinballern nur um es mal gehört zu haben das mans chon beim lernen nach dem Sinn sucht und es deshalb umso schwerer ist und man einen langen Atem brauch.


Fazit:
Ich sag mal wenn du es wirklich willst, dann informiere dich vorher richtig gut was die Anforderungen sind usw. Solltest du noch reiche Eltern oder ne reiche Oma haben die dir das alles finanzieren will/kann, dann immer hin und viel Spaß beim "lockeren Leben". Sollte dich aber keiner unterstützen können dann überleg dir gut was du machst, denn ne unbefristeten Arbeitsvertrag bekommt man heute nicht mehr so locker von der Stange.

P.S. Auch das mit dem Bachelor ist so ne Sache. Der ist fast nichts Wert heute meist steht man viiiel besser da wenn man noch den Master hinterher macht und da sind die Zugangsvoraussetzungen eine Hürde.


[edit]
axso was noch fehlt. Warst du beim Bund oder Zivi? Dann hast du nen kleinen Vorteil denn ab 25 Jahren mußt du dich privat Krankenversichern was nochmal 300€ im halben Jahr bedeutet. Wenn du Bund oder Zivi gemacht hast werden die X Monate noch auf das alter von 25 Jahren angerechnet und dann wirst du erst zur Kasse gebeten ...
Aufhören solchen Unsinn zu verbreiten, ja? Ist einfach nicht wahr. Meine Kommis, die fertig sind, haben mit einem FH-Bachelor super Jobs und sehr gute Verdienste. Also nicht einfach so, daher schreiben...:eek:.

[...]

@ Threadsteller: Würde an deiner Stelle Fernuni Hagen machen, ist die günstigste. Mache mal einen Semester ein Test-Studium. Du kannst immer noch von Teilzeitstudent zum Vollzeit werden.


Neofene
Da stimme ich Neofene aber zu. Bevor du über die Bachelor-Studiengänge urteilst, solltest du dich über sie genauestens informieren und seriöse Quellen nutzen. So ein dummes Nachplappern von anderen die nichts konkretes wissen ist gerade für einen Studierenden höchst peinlich!! Da hilft dir auch kein Diplom.

Ausserdem ist noch zu unterscheiden ob der Abschluss an einer Fachhochschule oder Universität absolviert wird. Der Master der FH ist gleichwertig mit dem Diplom an der Uni. Der Master ist dann wissenschaftlich orientiert.

Dazu kommt noch - so jedenfalls bei uns - das wir von anfang an überall Noten bekommen und jede einzige im Abschluss zu sehen ist. Nix Scheine die man nur bestehen muss und die Note fehlt und die man XMal wiederholen darf.
 
G

Gast

Gast
Hallo!

erstmal vielen Dank für eure zahlreichen Antworten! Ich denke mal das ein Fernstudium nicht in frage kommt. Also wenn studieren dann richtig!
Finanziel gesehen denke ich mal dass ich mich mit nebenjobs über wasser halten kann! studien gebühren kann ich ja noch ansparen!!

die Frage ist nur, ob ich danach wieder was vernünftiges bekomme und ob das was ich machen möchte überhaupt geht! würde nämlich gerne wiwi an der fh studieren und meinen master of education anner uni
um so berufsschullehrer zu werden! aber ob das geht und klappt kann mir bisher keiner beantworten!

ihr wisst da auch nichts nähereres zu oder?
 
P

Pokerface

Gast
Geht an deine Uni/FH und dort an die Info und lass dich beraten. Die haben da extra Mitarbeiter abgestellt die dir diese Fragen beantworten können.
 

deadwood

Aktives Mitglied
Hallo,

eine Job-Garantie gibt es m.E. mit keinem Studienabschluss auf Anhieb,
auch wenn momentan wieder das Geschrei in Wirtschaft und Politik groß ist,
dass dieses Land händeringend z.B. Ingenieure benötigt.
Sicherlich ist die Aussicht, längere Zeit arbeitslos zu bleiben, mit einem technischen Studium momentan sehr viel geringer.
Aber man sollte nichts auf die momentane Arbeitsmarktlage geben und sein Studium nicht nach dem Markt ausrichten.
Moden sowie die Konjunktur können sich im Monatszyklus ändern,
und was heute der letzte Hype ist, kann morgen schon wieder totgesagt und vergessen sein.
Ich glaube, was allein bei der Studienwahl ausschlaggebend sein sollte,
ist ein wirkliches Interesse an dem gewählten Fach.
Nur dann wird man sich auch mit Freude der garantiert aufkommenden Büffelei, den Anstrengungen und Entbehrungen hingeben.
Mit der richtigen Einstellung sollte man auch mit einem Abschluss in einem vermeintlichen Wald- und Wiesen-Fach später seinen Weg machen.
Auch sollte man mit der falschen Suggestion aufräumen, den das Wort Semesterferien vermittelt.
Nicht umsonst heisst es Vorlesungsfreie Zeit, bezeichnet also nur die Abwesenheit von Vorlesungen und Übungen.
Selbst wenn Du nicht für Deinen Unterhalt in dieser Zeit jobben müsstest
wirst Du aller Erfahrung nach in dieser Zeit schwer mit Prüfungsvorbereitungen, Studienarbeiten oder nachzureichenden Übungen etc. ausgelastet sein, wenn Dein Anspruch besteht, einigermaßen in der Regelstudienzeit zu bleiben.

Es ist wirklich schwer jemandem zu raten, ob ein Studium für ihn sinnvoll ist oder nicht.
Bedenke, dass selbst für eine Karriere in Deinem bisherigen Job
(mit dem Du aber ja nicht so glücklich zu sein scheinst)
ein Diplom, Bachlor, Master oder als was immer das neumodische Zeug heute gern verbrämt wird (habe gelesen, dass nicht wenige Uni-Fachbereiche gerne wieder zum alten Diplomstudiengang zurückkehren würden ;))
nicht unbedingt eine Beschleunigung bedeuten muss
(eine Ausnahme mag noch teilweise der Öffentliche Dienst als Arbeitgeber sein, wo bislang Besoldungsgruppengrenzen ohne einen entsprechenden Abschluss nicht zu überschreiten sind).
Im Gegenteil, Du musst auch den Verdienst- und potentiellen Aufstiegsausfall in mindestens den nächsten fünf Jahren berücksichtigen,
solltest Du Dich für ein Studium entschließen (von wegfallenden Versicherungszeiten für Rente gar nicht erst zu reden; es werden m.W. insgesamt nur noch drei Ausbildungsjahre angerechnet, die Du schon mit Deiner Lehre abgedeckt haben solltest)
Soweit ich weiss sind die Verdienstunterschiede zwischen diplomierten/examinierten und nicht-akademisch-belasteten Beschäftigten in der freien Wirtschaft auch nicht so gravierend.

Wenn ich z.B. meine insgesamt in academia verbrachten ca. sieben Jahre rückblickend allein vom ökonomischen Nutzen betrachte,
so ist mein Dipl.-Ing. effektiv ein einziger Reinfall.
Für meinen jetzigen Job ist er völlig irrelevant und wurde von meinem Arbeitgeber bei meiner Eingruppierung u. Vergütung in keinster Weise honoriert.
Im Gegenteil hatte ich nur Verdienstausfall und Ausfall von Versicherungsjahren dadurch (auf letzteres gebe ich in heutiger Zeit eh keinen Pfifferling mehr).

Eigentlich kann man nur guten Gewissens raten,
dass das eigene Interesse alleinigen Ausschlag geben sollte.
 

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