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was tun wenn die Pflegemutter nicht mitspielt?

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Gast

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Hallo! Mein Sohn (4) der seit Geburt bei einer Pflegemama lebt, soll zu mir zurückgeführt werden.
Nun ist es aber so, das die Pflegemutter da nicht mitspielt und wir vermuten, das sie in ein Drama ausbricht
wenn sie von den Vorbereitungen erfährt und dadurch das Wohl meines Kindes gefährdet.
Was kann man in diesem Fall machen?
Wäre in diesem Fall eine sofortige Trennung von der Pflegemutter nicht besser für das Kind?
 

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Gast

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Hallo!

Besprich dich mit dem Jugendamt mal genauer, die machen das ja nicht zum ersten Mal. Wer hier wen mit welcher Geschwindigkeit voneinander trennt, ist nicht deine Sache allein, sondern sollte sehr wohl mit allen Parteien abgestimmt werden. Natürlich willst du dein Kind zurück, aber ich finde in deiner kurzen Notiz hier, klingt das alles etwas kalt...versch dich doch mal in eine Frau hineinzuversetzen, die von Geburt an ein Kind bei sich hat. Die wird doch schon ne starke Bindung zu dem Kind aufgebaut haben und das Kind auch zu ihr. Kann schon sein, dass sie Terz macht, aber das ist bei diesem Alter und der Dauer des Aufenthalts wohl auch normal. Mach dir mal lieber Gedanken drüber, wie dein Kind leiden könnte, da es vermutlich die andere Frau als Mutter ansieht. Wenn du alles gemäß den Anforderungen des Jugendamtes machst, dann kann dir die andere Frau ja nichts. Dein Kind wird aber sehr wohl leiden!!!! Lass dich recht und vom Jugendamt beraten und mach dir Gedanken um dein Kind...
 

Persil

Aktives Mitglied
Also lieber Gast, wenn dein Kind bereits seit der Entbindung in Pflege ist, wird es auch nicht so plötzlich von jetzt auf gleich zu dir zurückgegeben.
Du kannst getrost davon ausgehen, das die Rückkehr nach 4 Jahren ein langandauernder Prozess werden wird.
Es ist für mich auch nicht nachvollziehbar, wieso die Pflegeeltern noch nicht in die Vorbereitungen eingebunden sind - sie erfahren es (so meine Erfahrungen) in aller Regel eher als die leiblichen Eltern.
Unter welchen Gesichtspunkten wurde denn dein Junge von diesen Eltern aufgenommen - Kurzzeitpflege, Langzeit- oder Bereitschaftspflege, adoptionswillig .....hattest du Kontakt zum Kind während der Pflege?
 
E

eisblume90

Gast
Hallo Gast,

erst einmal herzlich willkommen!
Also ich kann als Erzieherin in den Startlöchern nur aus beruflicher Sicht sprechen, nicht aus der Sicht einer Mutter, aber ich hoffe, ich kann dir trotzdem irgendwie weiterhelfen.
Ich denke nicht, dass es das beste wäre, deinen Sohn sofort von der Pflegemutter wegzureißen.
Sie ist seit 4 Jahren seine Bezugsperson.
Für ihn würde wahrscheinlich eine Welt zusammenbrechen.
Wir vergessen manchmal, wie zerbrechlich so eine kleine Kinderseele ist.
Das war nicht auf dich bezogen, sondern allgemein gesagt.
Er ist 4 Jahre alt.
Man müsste ihm erklären, warum er so plötzlich von seiner Pflegemutter weg muss.
Was soll man ihm sagen?
Deine Pflegemama wird weinen, wenn du gehst?
Was wird er antworten?
Wahrscheinlich wird er sagen, dass er auch weinen wird, wenn er von ihr weg muss.
Die ersten drei Lebensjahre eines Kindes sind entscheidend für eine sichere Bindung zur Bezugsperson, die im Falle deines Sohnes momentan nun mal seine Pflegemutter ist.
Er wird es nicht verstehen.
Er ist einfach noch zu klein.
Kinder, denen in dieser Entwicklungsstufe die wichtigste Bezugsperson entzogen wird, denken meist, dass sie schuld daran sind.
Sie müssen irgend etwas Schlimmes verbrochen haben, damit die Bezugsperson sie nicht mehr haben will.
Das ist natürlich vollkommener Schwachsinn, aber das ist kindliches Denken.
Ich würde dir aus der Ferne raten, eine langsame, dem Kindeswohl gemäße Zusammenführung in Anspruch zu nehmen.
Aber wie gesagt, nur aus der Ferne.
Ich weiß ja nicht, wie die genauen Umstände sind.
Hattest du während der 4-jährigen Pflegeschaft regelmäßigen Kontakt zu deinem Sohn?

Viele liebe Grüße,
Eisblume
 
G

Gast

Gast
Hallo! Mein Sohn (4) der seit Geburt bei einer Pflegemama lebt, soll zu mir zurückgeführt werden.
Nun ist es aber so, das die Pflegemutter da nicht mitspielt und wir vermuten, das sie in ein Drama ausbricht
wenn sie von den Vorbereitungen erfährt und dadurch das Wohl meines Kindes gefährdet.
Was kann man in diesem Fall machen?
Wäre in diesem Fall eine sofortige Trennung von der Pflegemutter nicht besser für das Kind?
Bitte etwas genauer, wie zum Beispiel:

Weshalb war er bei einer Pflegemama ?

Hattest Du INTENSIVEN Kontakt zu Deinem Sohn in den 4 Jahren (oder halt mal so ab und zu) ?

Sieht er Dich als Hauptbezugsperson an ?

Weshalb soll er jetzt zu Dir ? Hat sich in Deiner "Familiensituation" etwas wesentliches geändert ?

Sieht er die Pflegemama als seine Mama an ?

Weiß er, daß er bei einer Pflegemama ist und nicht sozusagen bei seiner eigenen Mama ?

War er in den 4 Jahren öfters schon bei Dir oder wäre es eine weitestgehend neue, fremde Situation für ihn ?

Würde er gerne zu Dir kommen ?

Wer hat diese "Rückführung" (in diesem Zusammenhang ein fast menschenverachtendes Wort) veranlaßt ?

usw. usw. usw.

Solange nicht mindestens diese Punkte klar sind kann man ganz sicher - außer allgemeinem Gerede - nichts zu Deinen Ausführungen sagen.
 
B

Baileys

Gast
Hi

ich würde ggf auch schaun ob es nicht besser wäre,
Dein Kind bei der Pflegemutter zulassen und dein Kind vielleicht oft zusehen.
So hast Du immer noch nähe und das Kind die Nähe der Pflegemutter wo er die ganzen Jahre war.
Die auf ihn aufgepaßt hat und sich gekümmert hat.Wenn er krank war.

Ich weiß das es weh tut ,
aber bitte habe das Wohl des Kindes im Auge.

Als Mutter sollte Dir daran gelegen sein das Dein Kind glücklich wird.

Wenn Dein Kind nicht weiß das Du die Mutter bist,
bist Du für dein Kind eine Fremde.

Dein Kind wird zwar Körperlich bei Dir sein,
aber nicht geistig und wenn Du ganz viel Pech hast,
wird es Dich hassen und Dich niemals lieben.

Und das könnte früher oder später zur Reibereien führen.

Und es könnte sich dann auch die eine oder andere Störung entwickeln.

LG
Baileys
 
D

DeOx

Gast
Eines ist sicher: Wenn schon eine Rückführung eingeleitet wird, was man wirklich selten genug hört, gibt es nicht ein Argument für den Verbleib des Kindes bei den Pflegeeltern.

Das Kind kann auch nichts dafür, dass es vorsätzlich von der leiblichen Mutter entfremdet wird, und sollte es irgendwann die wahre Geschichte erfahren, die Hintergründe und Zusammenhänge, wird es froh sein, dort ohne allzu viel Schaden genommen zu haben, rausgekommen zu sein.

Dass ein Kind in dem Alter das (noch) nicht versteht, bedeutet auch, dass man das reichlich auszunutzen versteht.

Ist ja schon unglaublich, dass gerade dieselben Leute im Prinzip, die für Entfremdungen sorgen, das hinterher zum Nachteil des Kindes auslegen (dürfen).
 
Zuletzt bearbeitet:
B

Baileys

Gast
Hi

manchmal hat es seine Gründe warum dieser Schritt gegangen wird.
Und Kinder nicht bei den Eltern leben.Sondern diese in Pflegefamilien untergebracht werden.

Wir wissen nicht warum, es soweit kam.

Und auch nicht welche Gründe die Pflegefamilie hat , aber sie wird sicherlich Gründe haben.
Sonst würden sie das doch nicht machen , oder?

Manchmal ist es besser alles so zu lassen wie es ist,
denn es muss nicht sein das es mit einem Schaden aus der Pflegefamilie kommt.
Es kann sogar sein das das Kind dort Glücklich ist , und in guter Obhut aufwächst.

Was allerdings passieren kann , das wenn das Kind zurück geführt wird,
ein Schaden entsteht.

Kinder in dem Alter verstehen schon sehr gut.
Denn es sind eigenständige Menschen.
Die sich jedoch den Willen der Erwachsenen beugen müssen.

Es gibt durchaus sehr Willenstarke Kinder die sich in dem Alter schon ,
durchaus nicht manipulieren lassen.

LG
Baileys
 
D

DeOx

Gast
Grundsätzlich haben Kinder ein Recht auf ihre Eltern und umgekehrt, das ist grundgesetzlich verankert.

Man kann nicht den Eltern die Kinder vorenthalten und die Eltern den Kindern, um hinterher zu sagen: das Kind hat sich an die PE gewöhnt und es wäre nicht gut, es dort herauszureißen.

Das sind die perfiden Tricks, die dem ominösen Kindeswohl schaden.;)
 
B

Baileys

Gast
Hi

Grundschätzlich ja.

Aber würdest Du vielleicht Dein Kind jemanden ausliefern ,
wo Du weißt das hier das Kind einen Schaden nimmt ?
Stell Dir mal vor Du hast einen gewaltbereiten Partner oder auch einen der Sexuell
übergreift .

Würdest Du hier jemand Dein Kind ausliefern ?
Nur weil das Kind ein Recht auf seine Eltern hat?
Oder die Eltern das Recht auf das Kind?

(Möchte hier kurz festhalten das ich den TE hier nichts unterstellen möchte, sondern es sich um ein Beispiel handelt)

Was ist denn Kindeswohl?
Das es dem Kind gut geht.
Und das denke ich wird es die erste Zeit nicht.
Man weiß jedoch nicht genug , um die Zeit die hier zusammen verbracht wurde.

Vielleicht hat die Pflegefamilie das Kind ja auch schon drauf vorbereitet,
und das Kind hat gesagt das es nicht dort weg will.
Man sollte den Wunsch eines anderen Menschen respektieren und auch akzeptieren.
Ist dieser Mensch auch noch so klein.

Man muss nicht den Willen des Kindes brechen um seine Ziele durchzusetzen.

Wie wäre es z.b wenn die in die gleiche Stadt ziehen würden?
Und sich das Kind immer entscheiden könnte wo es hin möchte?
Das wäre eine Methode die sicherlich sinnvoller wäre.
Der Wille des Kindes wird nicht gebrochen.
Und alle Partein haben nähe zum Kind.
Und das Kind wird so stärker , weil alle zusammen halten und sich vielleicht auch ergänzen.

LG
Baileys
 

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