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Was tun um mit beständig wiederaufbrechenden Wunden besser klar zu kommen?

Gretchen Wieners

Aktives Mitglied
hallo,

stehe (mal wieder) vor folgendem problem:
es gibt bei mir so einige themen/sachen, die mich, wenn ich mich (wenn auch meistens
unbeabsichtigt) gefühlsmäßig darauf einlasse, richtig fertig/traurig machen.

1)das kennt ihr bestimmt auch, ich rede von dem gefühlszustand wo man merkt, dass man
kurz vorm weinen ist. hört man dann z.b. nur kurz eine musik, die das gefühl auch noch
unterstreicht oder jemand sagt nur einen kurzen satz, der genau den wunden punkt trifft,
heult man dann wirklich weil man nicht mehr anders kann.

2) dann gibt es aber auch noch einen zustand (zumindest bei mir), wo man zwar merkt,
dass man durch das belastende thema zwar noch aufgewühlt ist irgendwie, aber es einem
schon wieder besser geht, der wunde punkt liegt nicht mehr ganz so offen. man kann
wieder ganz gut mit anderen kommunizieren und sachen machen, aber man spürt schon
noch, dass es latent wieder aufbrechen könnte.

3)und dann noch den besten zustand, dass man gefühlsmäßig wirklich vollen abstand dazu hat, dass man es zwar keineswegs vergessen hat und auch vom verstand her bewusst darüber nachdenken kann, aber es einen deswegen nicht dünnhäutiger werden lässt o.ä.
------------------------------------------------------------

ich wollte jetzt fragen, in dem zweiten zustand, da wo es also noch so latent vorhanden ist, "wo zwar schon wieder ne decke drüber ist, die aber noch nich dick genug is", was kann man da machen, damit sie schnell wieder dick genug wird/ man die sachen möglichst schnell wieder im inneren vergraben kann, damit keine gefahr mehr besteht?
oder kann man da eigentlich gar nichts machen und nur abwarten und das beste hoffen?

danke schon mal!
 
Zuletzt bearbeitet:

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Felix23

Mitglied
Hallo Gretchen,
wir leben ja in einer Kultur in der Schmerz und Leid oft verdrängt werden und nach außen hin eine heile Fassade vorgespielt wird. Trotzdem glaube ich, dass jeder Mensch in seinem Leben durch mehrere Krisen durch muß.
Wenn Dich etwas immer wieder beschäftigt ist das wahrscheinlich ein Signal deiner Seele , dass du dieses Thema noch nicht abgearbeitet hast. Wenn Du weinen kannst ist das ein gutes Zeichen finde ich. Trauerprozesse dauern eben ihre Zeit und man kann sie nicht künstlich beschleunigen.

Ich mache zur Zeit auch eine schwere Zeit durch und ich weiß wie es ist wenn man ungeduldig ist und endlich
wieder glücklich sein möchte...Patentrezepte gibt es leider nicht, dem einen hilft Tagebuchschreiben , dem
anderen Malen , dem nächsten eine Therapie...Ich wünsche dir jedenfalls viel Kraft zum bewältigen deiner Trauer : Felix
 
S

Schmetterlingsflattern

Gast
ich glaube beim zweiten punkt ists wichtig, zu hintefragen was das alles mit einem macht. also das verabeiten. ich versuche das immer mit meinem inneen kind. ich frage mich dann selbst, was brauchst du jetzt und wie kannst du momentan am besten damit umgehen.
ich werde still und schaue in mich hinein,was mir meine gefühle sagen wollen.
wenn ich dann noch weinen muss,mache ich das, wenn ich reden muss, suche ich mir jemanden oder führe in gedanken selbstgespräche.....ich versuche mir das zu geben oder zu holen was ich brauche.
ich glaube das der zweite punkt,der punkt der verarbeitung ist oder?....man hat etwas erlebt und ist afgewühlt, hat sich gefangen und lebt wieder "normal".. doch da ist noch ein kleiner rest,der einen fest hält.
das geht glaube ich mit der zeit weg, wenn man immer mal wiedr über den punkt nachdenkt und es ungefähr so macht wie ich sbeschrieben habe. für mich klappt das so ganz gut.
 

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