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Was stimmt nicht mit mir? Ich gehoere nirgendwo hin

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Gast

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Hallo da draussen,

Ich frage mich in letzter Zeit immer mehr wo eigentlich mein Platz in dieser Welt ist. Irgendwie fuehle ich mich nie irgendwo dazugehoerig.
Ich fange einfach mal von vorne an. Schon im Kindergarten hatte ich nicht besonders viele Freunde und habe mir oefter mal von den"coolen" Kids einen dummen Spruch einfangen muessen. In der Grundschule wurde ich dann in der ersten und zweiten Klasse an Bushalte stelle immer gemobbt. Es war nie etwas schlimmes, nur hier und da wurde mir meine muetze geklaut oder mein schulranzen weggenommen. Irgendwann habe ich mich dann mit meinen Fingernaegeln gewehrt und wurde in Ruhe gelassen, das dann aber auch zu 100%. In meiner Klasse hatte ich immer noch ein paar Freunde, aber es wurden immer weniger, je aelter ich wurde. Die Jungs mochten mich sowieso nie und wollten nichts mit mir zu tun haben. Ich kam nur mit Maedchen klar. Aber auch das wurde weniger. In der 8.Klasse hatte ich dann 4 Freundinnen mit denen ich ab und zu etwas unternahm. Allerdings sind wir dann umgezogen und in der neuen Schule ging das ganze wieder von vorne los. Ich hatte mein freundesgruppchen, aber der REst der klasse wollte noch nichtmal mit mir reden. Daraufhin habe ich Schule gewechselt in der Hoffnung dass sich das aendert, aber es wurde noch schlimmer. Ich fing an festzustellen, dass ich unglaublich langweilig sein muss, den niemand wollte mit mir reden. Und selbst mit meinen Tischnachbarn und meinen neuen klassenkameraden die neugierig waren hatte ich schwierigkeiten eine Unterhaltung im Gange zu halten.
Danach kam ein Austausch und auch hier stand ich vor dem exakt selben Problem. Ich war gut genug fuer andere zum rumhaengen wenn gerade niemand anders in der Naehe war, aber sobald sich ein anderes gesicht sehen liess, schwups war die Person weg.
Als ich zurueck kam bin ich wieder umgezogen, wieder hatte ich die Hoffnung diesmal Anschluss zu finden. Und tatsaechlich kam ich in eine Clique rein, in der ich mich wohlfuehlte. Aus irgendeinem Grund habe ich mit derjenigen die den Ton angab Freundschaft geschlossen als wir uns auf der Klassenfahrt betrunken haben und wurde danach akzeptiert. Aber der Rest der klasse schloss mich wieder aus, obwohl ich in der Gruppe der angesagtesten Maedels meines Jahrgangs war.
Und so geht die Geschichte weiter, nach dem Abi waehrend meines FSJs, waehrend meines Studiums, einfach immer.

Das Schlimme ist, dass es immer schlimmer wird. Frueher hatte ich wenigstens immer noch eine beste Freundin mit der ich ueber alles reden koennte und einen kleinen Freundeskreis mit ich Dinge unternehmen konnte. Aber inzwischen habe ich niemanden mehr.
Ich gehe gerne aus, und wenn ich neue Leute kennenlerne versuche ich aufgeschlossen auf sie zuzugehen. Und viele fragen mich dann nach meiner Nummer und sagen sie melden sich am Freitag zum feiern, und dann hoere ich nie wieder was. Und wenn doch dann einmal und nie wieder. Und ich verstehe einfach nicht was mit mir nciht stimmt.
Das aller seltsamste ist, dass meine 3 Ex freunde und mein momentaner Freund alle total beliebt sind. Genau das Gegenteil von mir. Selbstbewusst, nicht arrogant, aber es sind Personen die einfach jeder mag, die absolut keine Probleme haben mit anderen Leuten zu reden. Ich frage mich wieso so jemand mit mir zusammen sein kann, aber nicht einfach nur befreundet?
Und wieso ausgerechnet solche Typen?
Normalerweise gehe ich eher ein bisschen in der Masse unter. Ich war zum Beispiel in einem Komittee und oft waehrend Diskussionen, wenn ich etwas sagte, wurde ich kurz angeguckt und dann ging die Unterhaltung weiter, als ob nie etwas passiert waere. Oft kam dann 5 minuten spaeter meine Idee von jemand anders und wurde mit lautem Hurra begruesst. Was stimmt mit mir nicht? Was loese ich in Menschen aus, dass sie nur begrenzt mit mir zu tun haben wollen und es bevorzugen mcih zu ignorieren?
Ich fuehle mich so leer und antriebslos. Ich liebe es auszugehen und eine schoene Zeit zu haben, ins Kino zu gehen, verrueckte Dinge zu machen und Abenteuer zu erleben, hey man ist nur einmal in den 20ern. Aber das alles sind Dinge die man nicht alleine machen kann, bzw die ich nicht alleine machen moechte. Ich fuehle mich so unglaublich einsam und hoffnungslos.

Dazu kommt dass ich auf dem Gymnasium immer relativ gut in allem war, nie die beste aber immer mindestens in den top 10. Und jetzt auf einmal an der Uni falle ich durch alle meine Pruefungen durch. Ich habe kein Interesse an nichts mehr, nciths macht mich so richtig gluecklich oder fesselt und fasziniert micht. Das einzige was ich noch gerne tue ist mir ein glas Wein einzuschenken und einen Film zu gucken.
Ich habe so eine unglaubliche Leere in mir und stelle mein gesamtes Dasein in frage und das schon seit Jahren. Der kleine Funke Hoffnung auf Besserung wird immer kleiner und kleiner und ich habe Angst davor dass er ganz erlischt.
Dabei ist alles was ich mir wuensche, irgendwo dazu zugehoeren und gemocht zu werden, fuer die person die ich bin. Manchmal frage ich mich ob ich zu oberflaechlich bin. Ich weiss oft nicht was ich sagen soll, bzw es faellt mir viel zu spaet ein. (Das ist auch der Grund warum dieser ganze Text so hoffnunglos unstrukturiert ist.) Und ich denke dass das mich daran hindert eine Verbindung zu anderen Menschen aufzubauen, auch zu meinem Freund habe ich das nciht wirklich. Er meinte letzten Monat dass er Zweifel an einer gemeinsamen Zukunft hat.
Zum psychologen kann ich nicht, da ich mir das nciht leisten kann und meine Versicherung das nicht zahlt.
Aber ich verstehe einfach nicht was mit mir nicht stimmt. Ich wuerde so gerne mit jemandem tauschen. Ich habe objektiv betrachtet ein unglaublich tolles Leben, mehrere Auslandserfahrungen, spreche 5 Sprachen, bin intelligent, sehe nicht schlecht aus, habe eine gute Figur, das Glueck in der Lage zu sein selber mein Auslandsstudium zu finanzieren, habe einen der begehrten Erasmusplaetze bekommen, in der Regel bin ich relativ erfolgreich mit Nebenjobs etc., aber ich kann all das nicht geniessen, ich bin so unglaublich ungluecklich. Was macht mich so unsympatisch?
Ich weiss, dieser ganze Text ging jetzt nur ich ich ich, aber auch das bin ich normalerweise nicht. Wenn ich dann doch mal mit einer Person weiter als bis zum Wetter im Gespraech komme geht es meistens nur um die andere Person.

An die, die sich tatsaechlich meinen ganzen Roman hier durchgelesen haben, tut mir leid, dass es so ein langes Chaos geworden ist, aber es musste doch alles einmal raus.
Vielleicht gibt es ja doch Menschen wie mich irgendwo da draussen denen es aehnlich geht oder die tips fuer mich haben. Ich kann das einfach nicht mehr lange. Ich ueberlege immer oefter einfach von hier zu verschwinden und nie wieder zurueckzukommen. Vermissen wuerden mich die wenigsten.

Danke fuers zuhoeren,
Bounty
 

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Eremit61

Mitglied
Hallo Bounty,

es kann schonmal Jahrzente dauern, bis man seinen Platz im Leben gefunden hat.

Du bist klug und hast einen guten Weg vor Dir.
Konzentrier Dich darauf.
Nimm die Menschen in Deiner Umgebung nicht so wichtig, Du bist wichtig.
Wenn Du mit dem belanglosen Gequatsche der anderen nix am Hut hast, dann klink Dich da aus.
Es wird Leute geben, die Deinen Rat schätzen werden auf fachlichem Gebiet und daraus kann sich dann auch freundschalftliches ergeben.
Versuch nichts zu erzwingen, dann wird es sowieso nichts.

Denk an Deine Zukunft und den Job, der Rest findet sich als Nebenprodukt.

Viel Erfolg

von
Chris;)
 
G

Gast

Gast
Aber genau das ist ja mein Problem. Ich sehe einfach keinen Sinn mehr in der Zukunft, ich bekomme immer wieder und wieder gesagt spaeter wird alles besser. Aber ich glaube nicht mehr daran. Auf der neuen Schule wird alles besser, wenn du aus der Pubertaet raus bist wird alles besser, an der Uni wird alles besser. Aber genau das Gegenteil ist der Fall, es wird immer schlimmer. Wo liegt denn ueberhaupt der Sinn in schoenen Dingen, wenn man niemanden hat mit dem man sie teilen kann?
Und fuer mich sind die Menschen in meiner Umgebung sehr wichtig. Ich bin kein Einzelgaenger, fuehle mich zumindest nicht wohl damit immer einsam und aussen vorgelassen zu sein.

Es ist ja nicht dass ich mit den anderen nichts am Hut haben will, sondern genau umgekehrt. Ich werde immer ausgeschlossen. Als ob ich eine Stempel auf der stirn haette "vorsicht freak".

Mir faellt es einfach jeden Tag schwerer die Motivation zu finden aufzustehen und was fuer die Uni zu machen. Bloss damit ich mir spaeter ein Leben ohne Freunde finanzieren kann. Das ist so deprimierend, ich sehe einfach kein Ziel mehr fuer mich, nichts an dem ich mich festhalten kann.
 
G

Gast

Gast
Der ganze Text klingt so nach "mir". Ich habe den Text gelesen und habe mich tatsächlich erst gefragt, ob ich das geschrieben habe.....

Eine Lösung auf das Problem, oder herausgefunden, WARUM mich alle nach so kurzer Zeit meiden, habe ich noch nicht gefunden...
Aber es ist schön zu hören, dass es noch andere Menschen, mit GENAU demselben Lebenslauf gibt, wie ich.


Darf ich fragen, wie alt du bist ?
 

Eremit61

Mitglied
Hallo Bounty,
es gibt doch garantiert etwas in Deinem Leben, woran Du noch Spaß hast.
Irgendein Hobby, oder eine Neigung hat doch (fast) jeder Mensch.
Wie wäre es, wenn Du Dich darauf konzentrierst.
Oder wenn du etwas Neues ausprobierst, was Dich schon länger interessiert, wozu Du aber noch den Anstoß brauchtest.
Schreib Geschichten, mal ein Bild, sammle Steine, mach Turmspringen oder fang an Rallay zu fahren.
Mach einen Kochkurs, hilf bei der Flüchtlingsbetreuung, arbeite bei der Tafel mit.
Überall dort kennt Dich keiner und Du kannst neutral anfangen und wirst dort Anerkennung finden.

Im Laufe des Lebens wirst Du feststellen, dass nur Du wichtig bist.
Man kann gern für andere da sein und helfen, man kann gern viele Freunde haben, aber am Ende zählst nur Du.
Es gibt nunmal auch Menschen, die keine Herdentiere sind.

Denk nicht immer solchen Blödsinn von Dir.
Es ist normal Selbstzweifel zu haben, aber zu neunundneunzig Prozent sind das übertriebene Selbstfantasien.
Schau nicht darauf, wie andere über Dich denken "könnten" (denn das weißt Du ja garnicht), sondern lebe Dein Leben wie Du es für richtig hältst.
Lebe nicht so, wie es andere eventuell mögen könnten.

Es ist nunmal so, dass man eine vernünftige Ausbildung braucht, um finanziell abgesichert zu sein.
Du hast nach Deinem Abschluß ein ganzes Leben Zeit, um einen richtig guten Job für Dich zu finden.
Einen der Spaß macht und nebenbei noch Geld bringt.
Wenn das eine nicht passt, suchst Du das nächste.

So, nun setz Dich auf den Hintern und lerne!


Gruß

der Chris;)
 
G

Gast

Gast
Kann es sein, dass du etwas arrogant auf Leute wirkst?
Es scheint so, dass du hier aufzählst wie "toll" du bist, als müsstest du irgendetwas kompensieren.
Als würde es etwas zählen oder als wäre es wichtig dafür Freunde zu finden.
Als wärst du etwas Besseres mit deinem Auslandssemester oder als wäre es wichtig dafür Freunde zu finden dass du eine "gute Figur" hast.

Niemand mag eingebildete Menschen!
Mit so einer arroganten Person wäre ich auch
nicht gern befreundet.

Und nur mal so: Später im Berufsleben werden Kontakte, Freunde und wie man sich mit Mitarbeitern versteht und wie man sich einbringt auch wichtig sein.
Dein Studium nützt nichts, wenn du keine Sozialkompetenz hast!

Arbeite daran und versuche weniger eingebildet zu wirken.
 

Venger

Mitglied
Also dieses sich EInreden, dass später alles besser wird, kenn ich aus eigener Erfahrung. Ich war in der Mittlestufe wohl einer der unbeliebtesten auf der ganzen Schule. Ich hatte mit fast niemandem Kontakt.
Diese Eigenschaft bin ich dann auch nicht mehr losgeworden später in der Oberstufe.
Jetzt hab ich das Studieren angefangen und es geht mir überhaupt nicht besser als in der Schule.

Ich bin gerade ziemlich down und denk jetzt schon an einen Wechsel. Genau wie du hab ich auch keine wirklichen Ziele für die Zukunft.

Du klingst so, als würde dir dein Studium auch nicht wirklich gefallen. Hast du denn irgeneine Alternative zu diesem Fach?
Das zweite, was mir aufgefallen ist,ist, dass du offenbar sehr viel auf die Meinung anderer Leute gibst. Das hab ich früher auch mal, aber wenn man sich dann ne Zeit lang so als "loone wolf" durchschlägt, ändert sich das. Für die anderen ist man dann halt dieser unsoziale komische Typ, der nie aus sich rausgeht, aber mich stört das nicht mehr.

Offenbar ist dir dein Umfeld aber sehr wichtig. Was genau dann falschläuft, da kann ich bei den wenigen Informationen, die du dazu gegeben hast, nicht sagen. Aber, dass du arrogant rüberkommst, wie mein Vorredner schreibt, glaub ich nicht. Aus meiner Erfahrung sind das eher die Sorte Leute, die den ganzen Tag nur Scheße labern (nicht nur betrunken). Gerade die sind aber komischerweise sehr beliebt.
 
G

Gast

Gast
Ich denke nicht dass ich arrogant bin, dafuer ist mein Selbstbewusstsein viel zu gering. Ich wollte nur ein bisschen schildern, wieso ich objektiv betrachtet eine super ausgangsposition fuer win tolles Leben haben um das mich viele beneiden. Zumindest sagt man mir das. Aber dass mich das eben nun einmal nicht fuellt. Ich habe so eine Leere in mir und es wird immer schlimmer.


Schon als Kind war ich immer alleine, aber ich konnte mich an den Dingen die ich erlebte erfreuen und sie geniessen. aber mit der Zeit wird das immer weniger und weniger. Und Chris, ich habe schon so viele Dinge ausprobiert, aber es gibt nichts mehr das mich wirklich dauerhaft interessiert. Ich langweile mich unglaublich schnell und es gibt nichts das noch meine Aufmerksamkeit erweckt. Das einzige was hilft ist mir einen film anzugucken und einfach fuer eine weile nciht denken zu muessen, sport zu machen oder zu kochen und zu backen bzw zu essen. Allerdings faellt es mir schwer zu kochen, da es dann niemanden gibt der mein Essen essen moechte und alles selber zu essen kann ich nicht. Es sei denn es ist kuchen xD (ich habe Bulimie). Und eigentlich liebe ich mannschaftssportarten, aber das drumherum macht immer alles kaputt.
Ab und zu mache ich mal was mit Leuten und ich habe Spass und geniese das Leben und ich wuensche mir einfach so sehr, dass das wie von anderen mein Alltag sein koennte.

Frueher hat mich so ziemlich alles fasziniert. Ich habe halbe Lexika verschlungen, staendig auf der Suche nach mehr Info, wollte alles lernen, habe alles ausprobiert, Geschichten fuer meine Eltern geschrieben, Tiere genaeht, ich hatte meinen eigenen Garten aus dem wir im Sommer Gemuese geerntet haben, ich habe an meinem Fahrrad rumgebastelt, meine Zimmerwand gestrichen etc., aber irgendwann wurde es weniger und jetzt denke ich mir ja klingt ja alles ganz interessant aber die Anstrengung ist mir dann doch irgendwie zu gross. Und wenn ich mich doch mal aufrappel um irgendwas zu machen langweile ich mich oft dabei.
Mein Studium ja, jeder sagt mir dass es ja so interessant ist. und nein es ist nicht schlecht, aber es interessiert mich nicht mehr oder weniger als alles andere. Ich denke vor 10 Jahren haette ich das alles super spannend gefunden. Aber es fuehlt sich ein bisschen an als haette ich einfach saemtliche Emotionen verloren. Ich verwandele mich mehr und mehr in einen gefuehlosen Stein. Und frueher habe ich geweint wenn ich ein totes Tier auf der Strasse gesehen habe und sie allesamt in meinem Garten beerdigt. Aber inzwischen beruehrt mich nichts mehr wirklich. Ich werde leicht wuetend oder lache schnell fange schnell an zu weinen, aber das sind mehr koerperliche Reaktionen, die ich selber gar nicht so richtig fuehle.Ich weiss auch nicht so richtig wie ich das erklaeren kann.

Ich bin in meiner gesamten schulzeit auf 7 verschiedenen Schulen gewesen, war ein Jahr im Ausland fuer mein FSJ, studiere im Ausland, habe ein halbes jahr Erasmus hinter mir, hatte zig Nebejobs und jedesmal dachte ich, hey diesmal wird alles anders, aber das war einfach nie der Fall. und ich habe das Gefuehl das jedes mal ein kleines Stueck in mir einfach irgendwie verschwand. Und das alles traegt zu dieser Leere die ich in mir habe bei.

Ich verstehe einfach nicht was an mir so falsch ist das mich keiner mag. So einen schlechten Charakter habe ich nicht. Jeder den ich kenne hat Freunde. Ausser mir.
Und um nochmal zu demjenigen zurueckzukommen der meinte dass ich arrogant bin. Mir ist durchaus bewusst dass es um zwischenmenschliche Beziehungen geht, genau das ist ja mein Punkt. Ich weiss einfach nicht was ich falsch mache. Wie kann es sein das wenn ich etwas in einer Gruppe sage mich mein Nachbar anguckt mit nem "was willst du denn Gesicht" und wenn genau dasselbe zwei Minuten von jemand anders wiederholt wird die gesamte Gruppe Beifall klatscht.

Und ja Venger, mir ist mein Umfeld wichtig. Ich denke das wir Menschen, zumindest die Mehrheit, soziale Wesen sind, die einander noetig haben. Und wenn ich von anderen nicht akzeptiert werde ist das fuer mich nicht okay, ich moechte dazugehoeren. Aber die Frage die ich mir mein ganzes leben lang gestellt habe ist, wieso bin ich so anders als der gesamte Rest?
/
Aber Venger, wie kommst du damit klar? Und der andere Gast? (ich bin 24 uebrigens) Wie uebersteht ihr den Tag?? Machmal fuehle ich mich als waere ich unsichtbar. Es sei denn ich mache etwas peinliches dann guckt auf einmal jeder.
Auf jeden fall vielen Dank fuer die vielen Antworten, es tut gut zu hoeren dass ich nicht der einzige Freak auf diesem Planten bin :D

Liebe Gruesse,
Bounty

PS
Sorry dass es schon wieder so lang geworden ist. Es tut nur einfach gut, mir das alles endlich mal von der Seele zu schreiben..
 
H

host

Gast
hey du,

mir tut wirklich leid, dass du dich so einsam fühlst.
ich kenne das ganze, dass man etwas sagt, angeguckt und trotzdem nicht beachtet wird sehr gut. ist jedes mal n bisschen wie n schlag in die fresse. auch dass es dir schwer fällt gespräche aufrecht zu halten. liegt vielleicht auch daran, dass du momentan niemanden hast, mit dem du sorglos plaudern kannst, ohne dabei großartig nachzudenken, was du genau sagst.

ich stell mal ne kleine vermutung auf, vielleicht bringt sie dich irgendwo weiter.
also erst mal finde ich dich nicht eingebildet. aber ich glaube, es könnte einige menschen verschrecken, dass du so intelligent bist. viele menschen haben ein stark ausgeprägtes konkurrenz denken, auch wenn sies nicht zugeben möchten. ist ja eigentlich ganz normal, man will sich einfach in der welt irgendwo behaupten können. ich erlebs vor allem mit anderen frauen. wenn eine besser aussieht, als die andere, schubsen die einen sofort in die schublade "erzfeindin und konkurrentin auf lebenszeit"... was auch einfache psychologie ist. man ist dann einfach unsympathisch, ohne einen gerechtfertigten grund zu haben.
so, noch dazu spielt der erste eindruck eine sehr große rolle. total viele menschen kriegen es nicht gebacken, jemanden aus der schublade wieder herauszunehmen, nachdem sie sie dort hinein verbannt haben. das heißt, wenn du den ersten eindruck verk_ckst und n "freak" bist, dann bleibst du das auch erst mal. ich weiß nicht, wie du auf menschen im ersten moment wirkst, aber versuch dich das mal zu fragen und diese frage auch sachlich zu beantworten, ohne deine gefühle mit im spiel zu haben.
wenn du natürlich von dir selber erzählst, hey, ich kann fünf sprachen sprechen! und es wirkt auf den anderen eingebildet, oder arrogant, dann wird er sicherlich nicht so gerne etwas mit dir zu tun haben wollen.
außerdem strahlen viele menschen unbewusst eine gewisse verzweiflung aus. ich weiß nicht, ob dir das mal bei anderen menschen aufgefallen ist. aber mit solchen leuten will man ungewollt eher weniger etwas zu tun wollen. versuch mal zu ergründen, ob du dir selber verkrampft, oder verzweifelt in der gegenwart von anderen vorkommst.
ich würde dir ehrlich gesagt eine therapie mal nahelegen. das könnte dir sehr helfen, herauszufinden, wie du auf andere menschen wirkst und auch warum. außerdem könntest du lernen, wie du mit deinen gefühlen besser umgehst und wieder freude am leben hast. versuch dich mal zu informieren, ob es nicht doch irgendwie einen weg geht. und wenn es erst mal nur ne beratungsstelle ist. es wäre ja immerhin ein anfang.

du musst das ganze selber anpacken und daran arbeiten, vielleicht auch an dir. ich weiß, das ist nicht, was du hören willst, aber man kann nicht nur die anderen beschuldigen, man selber steckt ja auch drin. also bitte kein trübsal blasen, so schwer es auch fällt!

ich hoffe, MEIN text ist nicht zu unstrukturiert und du konntest ein bisschen schlau aus dem ganzen werden. vielleicht hab ich dich auf den ein oder anderen gedanken gebracht.

du schaffst das
MfG
 
G

Gast

Gast
Du kommst halt ganz einfach deshalb anders rüber - wahrscheinlich negativer, gehemmter, verkrampfter, unsicherer als andere- weil dich die Erfahrung abgelehnt zu werden, so sehr geprägt hat. Du musst jetzt eben versuchen den Teufelskreis zu durchbrechen.
Wie wärs erstmal mit Volkshochschulkursen anstelle von Vereinen? Dort ist alles etwas unverbindlicher, du musst vielleicht ein bisschen was mit anderen reden, aber doch nicht so kommunikativ sein wie in einem Verein. Dadurch fühlst du dich nicht ganz isoliert und kannst Schritt für Schritt lernen im Umgang mit anderen Menschen entspannter zu werden, etc.
 

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