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Was soll ich nur sinnvolles tun mit meiner Zeit?

trigital

Aktives Mitglied
Hallo Leute,
ich möchte die Leute ansprechen, die vielleicht eine Beschäftigung suchen und eine Zeit haben möchten in der man Frieden und Ausgeglichenheit finden kann, sich mit dem sinnsuchenden Kopf beschäftigen kann und seine Freizeit immer wieder sehr angenehm mit in den Alltag einbauen kann.
Zu dem möchte ich auch von euch eure Vorschläge lesen, wie man diese Idee ausbauen kann!
Es geht darum, wie man die Welt verbessern kann ohne sie verändern zu müssen. Es geht darum, wie man sich die Welt anschauen kann und gefallen an ihr finden kann, weil man sich für die anscheinend unwichtigen Seiten ihres Erscheinens erfreuen kann. Und dennoch kritisch bleiben kann.
Ich möchte erzählen, wie diese Idee bei mir entstanden ist und wie sie mir hilft die Welt nicht aus den Augen zu verlieren.
Ich finde die Natur ein sehr wichtiges Thema, was schon immer so gewesen ist. Ich lebe aber schon längere Zeit in der Großstadt und habe gelernt die Natur aus den Augen zu verlieren, weil es deprimierend ist... war. Aber mit der Zeit habe ich gelernt einen Weg zu finden mich an den kleinen sinnvollen Flecken zu erfreuen und so Ideen zu finden, wie ich die Welt schöner finden würde, wenn man nur ein kleines bisschen drauf achten würde.
Es wirklich nur Kleinigkeiten, die man zur keiner großen Sache machen muß, aber dann vielleicht doch sehr schön in seine Freizeit und Wohnsituation mit einbauen kann. Und bestimmt gibt es hier auch einige, die den Wert schon selber kennen!
Ich finde es philosophisch betrachtet ein wichtiges Thema sich über das Phänomen Stadt Gedanken zu machen. Weil in der Stadt steht eigentlich hauptsächlich der Mensch im Vordergrund und seine Bedürfnisse. Man lebt und baut so, wie es für das Stadtleben praktisch ist und sinnvoll erscheint. Aber ich finde, dass man da aus den Augen verliert, welche Rolle die Stadt in der Welt eigentlich einnimmt, wenn man die menschlichen Interessen dabei vergisst (1).
Aber ich hab mir in meiner Suche auf Freizeitfüllung damit beschäftigt und hab Ideen gesucht, was man verändern könnte. Für sich, wo man nicht weiß, was man machen soll. Und mir ist aufgefallen, dass es in der Stadt ziemlich wenig Fensterbänke gibt, die genutzt werden. Und da ist mir in meiner Wohnung aufgefallen, dass sich eigentlich nur eine Fensterbank für eine sinnvolle Nutzung eignet. Weil keine Straße und Gehweg unten ist... weil es könnte was runter fallen und deshalb ist es verboten, was hinzustellen. Es ist also wirklich nicht einfach eine gute Idee zu finden. Aber eine Fensterbank hat sich super gut dafür geeignet. Und so hab ich angefangen in einem großen Blumentopf Kartoffeln gepaart mit Bohnen anzupflanzen. Und es hat wirklich hervorragend funktioniert. Die Kartoffeln haben sich prächtig entwickelt, weil sie auch die warme Erde lieben, die im Blumentopf entsteht, wenn die Sonne draufscheint. Und die Blüten sind auch ganz nett anzusehen. Außerdem wachsen sie sehr schnell und es macht Spaß ihnen beim wachsen zuzuschauen. Und sie zu hegen und zu pflegen ist wirklich eine schöne Zeit. Außerdem ist es mit den Bohnen genauso. Und das Schöne bei der Kombination ist, dass die Bohnen auf der Fensterbank nicht nach oben wachsen können und deshalb vorne runterhängen, was ich finde ein sehr schöner Anblick ist. Auch Bohnen haben eine sehr schöne orchideenartige Blüte, die von unseren Insekten, die es in der Stadt bestimmt sehr schwer haben, genutzt werden können. Und es gibt eine Ernte, die nichts kostet und bestimmt gesünder ist, wie das, was man im Supermarkt kaufen kann. Jedenfalls hat es mir sehr viel mehr Freude bereitet diese meine eigenen Früchte zuzubereiten und ich hatte dabei viel mehr Muse beim kochen, was bei einsamereren Menschen ja leicht passieren kann. Aber ich denke, dass eigentlich viele Menschen eher einsam zu Hause die Zeit verbringen. Und so hab ich gedacht, dass diese Idee vielleicht anderen Menschen auch ihre Zeit verbessern könnte?!
Aber ich habe auch einen tollen Beruf gelernt und habe noch eine Idee gefunden, wie man so mehr Fensterbänke nutzbar machen könnte, die sich vielleicht nicht so dafür eignen. Und ich denke, dass es solche Produkte auch irgendwo im Netz zu finden sind. Ich spreche von Fenstersimsen, die man außen an die Fenster anbringen kann, wo man so eigentlich keine Pflanzen hinstellen kann, weil kein Geländer da ist und es vielleicht nur einen kleinen Absatz außen an der Fassade gibt. Und ich vielleicht gibt es hier einen Heimwerker, der die Mittel und die Zeit hat, um so etwas zu bauen und somit seine Zeit mit einer tollen Beschäftigung füllen kann. Man brauch nur zwei Schraubzwingen und muss irgendwas aus Holz oder Metall zusammenbasteln, die man so außen an die Häuserfassade anbringen kann.
Ich könnte denke ich noch mehr gute Ideen in meinem Kopf heraus kramen, warum oder wie man die Welt aus ökologischer und zukunftsgerichteter Sicht besser finden könnte. Und ich bin mir eben auch sicher, dass sich andere Menschen auch damit ihre Zeit vertreiben. Aber ich sehe meiner Welt leider sehr wenig Anzeichen dafür, dass sich Menschen darüber Gedanken machen oder keinen Weg finden diese Seite in die erfahrbare Welt zu bringen. Leider sehe ich oft Gärtner, die keinen Sinn für die natürliche Welt haben, obwohl eine Garten nun mal das ist(2).
Und zum Glück ist es auch genau anders, wenn ich mir die kleinen natürlichen Stellen in der Welt anschaue. Aber ich habe doch mehr den Eindruck, dass es mehr Zufall ist und bei mir eigentlich mehr eine Leidenschaft.
Aber ich finde es einfach schön auf dem Balkon zu sitzen und zu sehen, wie die Insekten meine Pflänzchen besuchen und das Rukola mehr ist, wie nur eine Salatbeilage und eine höhere Bedeutung für die Welt hat. Eigentlich. Und ich denke, dass jeder Mensch sich eigentlich mehr daran erfreuen sollte und die Muse findet diese Seite in sein Leben zu holen und sich seine Zeit wertvoller zu machen. So hat es mir oft eine schöne Abwechslung in den Tag gebracht, was meine Lebensqualität doch sehr gesteigert hat. Weil es zumindest mein Interesse geweckt hat und meinen sonst eher tristeren Alltag durch eine eher seltenere Abwechslung bereichert hat. Ich denke mit so einem Hintergrund verbringt man mehr schöne Zeit mit den Pflanzen, wie wenn man nur weiß, dass sie schön blühen und man das Richtige getan hat, weil man sie gegossen hat. Diese geistige Ausrichtung erscheint mir von nur sehr kurzer Dauer und spiegelt denke ich nicht so den Wert wieder, wie man ihn eigentlich haben kann.
Ich hoffe meinen langen und doch kritischen Text spricht jemand an und kann mir zeigen, dass auch noch andere Menschen in der Lage sind diesen Gedanken aufzugreifen. Weil sich sicher sein zu können, dass es solche Menschen gibt ist für mich irgendwie nicht genug. Und ich bin froh darüber, dass ich die natürliche Welt, wie sie der Mensch bildet nicht nur kritisch betrachten muß, sondern Ideen finde, wie sie so wie sie ist besser sein könnte, wenn sich der richtige Mensch dafür interessieren würde. Und ich finde es wirklich angenehm für einen selber, wenn man eine Idee haben kann, wie die Welt einfach ein bisschen... besser, schöner, sinnvoller gestaltet ist.
Und ich habe die Hoffnung, dass hier noch mehr Menschen sind, die nicht so richtig wissen, was sie mit ihrer Zeit machen sollen und so eine Beschäftigung finden, die sie vielleicht nicht wirklich weiter bringt im Leben, aber für sie selber doch ein erlebbarer Gewinn sein könnte. Und diesen Menschen möchte ich mit meinen Gedanken zeigen, dass es auch noch andere Menschen gibt, die sich damit beschäftigen. Weil ich habe bei mir selbst schon oft bemerkt, dass es für einen selber hilfreich ist zu wissen, dass man nicht alleine ist auf der Welt mit seinen Werten. Und es ist verdammt schwierig ohne Mittel und Lebensverhältnissen eine machbare Idee zu finden!
lg
 

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trigital

Aktives Mitglied
1) So ist die Stadt eigentlich ein Lebensraum, der der natürlichen prinzipiellen Funktionsweise der Welt entgegengerichtet ist. Eigentlich war da wo Stadt ist mal Natur und das ist schon richtig so, dass es Städte gibt. Und ich muß denke ich auch nicht auf die Probleme eingehen, die die Menschen der Natur machen. Aber es ist nunmal so, dass die Sonne auf die Erde scheint. Die Natur nimmt diese Energie auf und wandelt sie um. Die Stadt macht das genaue Gegenteil. Die Sonne scheint auf die Stadt... auf die Dächer, die mit den Straßen die gesamte Fläche einnehmen und den Dächern geht es eigentlich nur darum die Energie Fern zu halten. Sie sind Isolatoren und es wird versucht, dass alle Wärme möglichst keinen Nutzen bringt. Extrem dargestellt. Weil es gibt ja schon viele Bäume und Grünflächen die anders sind. Aber im großen und ganzen ist es denke ich schon so, wenn man von oben runter schaut. Aber daran kann man so einfach auch nichts ändern und darum soll es bei dem Thread auch nicht gehen!
(2)Sicherlich kann man dann da auch Geranien oder Stiefmütterchen oder so was hinpflanzen. Da wäre aber der ganze Effekt von dem ich geredet hab verloren. Und für die Natur wäre es kein Gewinn, weil es noch genügend andere Pflanzen gibt, die die Leute in ihre Vorgärten setzen, die für unsere einheimischen Tiere überhaupt nicht nutzbar sind. Diese Dinge beobachte ich sehr gerne, wenn ich durch die Stadt fahre und mir die Pflanzenwelt anschaue. Viele Menschen verehren anscheinend Pflanzen, die so für die Welt überhaupt keinen Sinn machen.
Ich kann schon verstehen, dass es Arbeit macht, wenn der Holunderbaum seine Beeren fallen lassen und man lieber Pflanzen hinstellt, die keinen Aufwand benötigen. Aber ich finde, dass man da in seiner Bequemlichkeit über das Ziel hinaus geschossen ist und man sich doch eigentlich die Mühe machen sollte sich mehr am Sinn zu erfreuen bei dem was man macht. Die Hecke im Vorgarten muss man sowieso schneiden. Es sei den man hat einen Steingarten... was auch mal ganz interessant sein kann vom Anblick. Aber eine Tujahecke ist für mich ein typisches Beispiel für den bequemen Umgang in der Stadt mit der Bepflanzung. Sie erfüllt nur den Zweck für den Menschen und für sonst wirklich für überhaupt nichts anderes. Es ist ein reiner Sichtschutz und dafür leider ziemlich gut geeignet. Dabei ist mir aufgefallen, dass den meisten Menschen der Sichtschutz am Ende völlig egal ist und man in seiner Wohnung sitzt und wahrscheinlich kein einziges mal dran denkt, dass es eigentlich so ist. Man hat beim Einrichten des Gartens sich von dem Gedanken begeistern lassen und hat es für eine sinnvolle Idee gehalten. Und danach spielt sie nur noch beim Heckeschneiden eine Rolle. Was aber so bescheuert an der Hecke ist möchte ich erleutern
Eigentlich ist es total komisch, dass man sich für die Tuja entschieden hat. Weil sie ist eigentlich giftig. Sicherlich ist noch kein Kind auf die Idee gekommen die Blätter zu essen, weil der Geruch schon an sich unangenehm ist. Aber eigentlich haben die meisten Menschen ein Problem mit giftigen Pflanzen. Aber das Problem dabei ist wohl eher, dass die Leute gar nicht mehr wissen welche Pflanzen überhaupt giftig sind. Und wenn sie eine Hecke mit Beeren dran sehen, dann sind es sowieso alles Vogelbeeren, die für den Menschen alle giftig sind. So kommt es mir jedenfalls vor. Aber die Pflanze hat auch keine richtige Blüte, die für irgend ein Insekt wichtig sein könnte. Und eine Frucht, wie Beeren oder Nüsse bringen sie auch nicht hervor. Und so fällt mir kein einziges Lebewesen ein, dass von der Tuja irgendwie was hat. Nur der Mensch denkt einmal drüber nach und findet sie gut. Und ich bin noch nie an einer anderen Hecke als Sichtschutz vorbei gelaufen, die nicht so dicht wächst und hab dann gedacht "oh cool. Da kann man ja was durch sehen". Oder hat das von euch schon mal jemand gedacht?
Und der Streu der unter der Hecke entsteht verrottet nur sehr schwer und ist sowieso giftig.
Aber zum Glück ist es ja nicht so, dass überall Tuja wächst und die meisten Menschen verzichten völlig auf einen Sichtschutz. Oft geht es dabei ja auch nur um eine rein optische Sache. Aber eigentlich finde ich, dass wir Menschen uns doch mehr über das Gedanken machen sollten, wie wir die Welt gestallten und ich finde es sollte uns doch mehr mit Sinn erfüllen, wenn wir unsere eigene Welt gestalten. Und so finde ich es sehr schön, wenn ich mal eine Schlehenhecke sehe und ein paar essen kann. Dann geht es mir selbst zumindest etwas besser in der Welt, wenn ich weiß, dass manche Menschen mir sympathische Entscheidungen treffen. Und ich finde, dass das eine wichtige menschliche Eigenschaft ist, wenn man wichtig findet, woran man die Welt und das was die Menschen mit ihr tun gut finden kann.
 

Frau Rossi

Aktives Mitglied
Hallo trigitai.
Ich fand unser Gespräch gestern toll und interessant.
Beim lesen hier im Forum habe ich den Eindruck gewonnen das viele sich Gedanken machen.
Ausserhalb HR erlebe ich viele bewusst aber manchmal ratlos da Denkanstösse fehlen.
Ich persönlich werde mich mal schlau machen ob es etwas essbares gibt das ich über den Winter auf die Aussenfensterbank stelle bevor ich einfach etwas winterhartes pflanze.
 
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