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Was soll ich nun mit meinem Bruder machen?

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Gast

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Hallo alle Zusammen,

Ich bin 36 Jahre alt und seit etwa 8 Jahren mit meinem jüngerem Bruder extrem zerstritten. Unser Verhältnis war nie besonders gut. Er war damals ein Schmarotzer, Unzuverlässig, Aggressiv und Faul. Er hat vor allem meine Mutter regelmäßig terrorisiert und war auch daran schuld, dass sie in physische Behandlung mußte und seitdem ist sie krank. Es kam oft zu Handgreiflichkeiten zwischen uns. Zu diesem Zeitpunkt habe ich dann einen heftigen Streit gehabt und meinem Bruder gesagt, dass er für mich nicht mehr mein Bruder ist sondern nur noch ein Schandfleck unserer Familie.
Nach meinem Auszug vor 7 Jahren hatte ich mit ihm keinen Kontakt mehr und war auch sehr glücklich darüber. Meine Eltern haben sich vor 12 Monaten getrennt und das gemeinsame Haus verkauft, in dem mein Bruder bis zu diesem Zeitpunkt immer noch lebte. Sie gaben ihm etwas von dem Verkauf des Hauses ab, damit er sich noch leben konnte (er war noch im Studium). Er ist in eine WG gezogen und wurde dort vor kurzem rausgeworfen, weil die Mitbewohner mit ihm nicht klar gekommen sind. Er hat die selben negativen Charaktereigenschaften gezeigt, die ich von ihm kenne.
Vor einer Woche habe ich von ihm überraschend einen Brief bekommen, in dem er mich bittet, ob er bei mir wohnen darf bis er einen Job gefunden hat. Er hat sein Studium abgebrochen. Er hat sich auch entschuldigt für das damalige verhalten und gelobt Besserung. Ich wohne mittlerweile seit 5 Jahren mit meiner Freundin zusammen. Meine Freundin möchte mit meinem Bruder ebenfalls nichts mehr zu tun haben und weiß noch nichts von diesem Brief.

Ich weiß er ist immer noch mein kleiner Bruder und daher habe ich ein gewisses Verantwortungsgefühl. Aber ich tendiere dazu, den Brief einfach zu ignorieren. Wie würdet ihr reagieren?
 

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111kleinbuchstabe

Aktives Mitglied
Ganz ignorieren wäre unangemessen. Immerhin hat er sich dazu durchgerungen.

Es gibt doch sicher noch viele Möglichkeiten, die er hat. Genauso könnte er bei der Mutter oder dem Vater unterkommen. Oder in einer anderen WG. Oder ihm würde eine Sozialwohnung zustehen. Da könntest Du Dich informieren und ihm passende Beratungsadressen geben.

Ich denke auch, dass das Unterkommen bei Dir vielleicht anfangs gut geht, aber dann eben die berühmten nebensächlichen Dinge zu grossen Meinungsunterschieden wohl führen werden und dann ist der Salat da. Das ist nicht viel anders wie mit übrigen Familienmitgliedern, die gerne "mal kurz" eine Bleibe suchen und sich dann dauerhaft einnisten.

Das beste, er lässt sich über seine Möglichkeiten beraten und dann ist immer noch die Möglichkeit, es auch anders zu machen.
 

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