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Was möchtet Ihr jetzt mit mir machen?

C

Christian_132

Gast
Was tun, wenn einem die Gesellschaft „abgeschrieben“ hat; eine Rehabilitation nicht mehr möglich ist? Durch unzählige Klinikaufenthalte / Maßnahmen / Einrichtungen etc. habe ich so viele und große (nicht mehr kaschierbare) Lücken im Lebenslauf, dass ich keinerlei Chance mehr auf irgendetwas habe. Suche dringend eine Wohnung, keine Chance. Suche Arbeit, keine Chance, nicht mal eine Reaktion. Von 30 Bewerbungen erhalte ich vielleicht eine Absage. Ich verstehe natürlich, dass ich „unten durch“ bin. Die einzigen, die natürlich mit den Hufen scharren, sind Caritas, Diakonie und Co. Aber in eine Tagesstätte zu gehen, nur weil mich sonst keiner will, sehe ich halt auch nicht ein. Insbesondere da hierbei die Belastung des Steuerzahlers ja noch vergrößert wird. Es grenzt fast an Satire: Aber mein Umfeld zeigt sich hin und wieder davon überrascht, dass ich derzeit nicht in irgendeiner Klinik einsitze und in Ermangelung an Optionen „halt“ nichts mache…

Vielleicht hat noch jemand eine Idee, wie mich die Spezies Menschheit verwerten könnte.
 

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Schroti

Sehr aktives Mitglied
Die einzigen, die natürlich mit den Hufen scharren, sind Caritas, Diakonie und Co.
Was daran missfällt dir?
Ansonsten: Ich arbeitete lange in einem sozialen Brennpunkt und sehe das Problem nicht -viele Menschen beziehen Leistungen, ohne in irgendeiner Form einen Nutzen zu erbringen.
Das ist doch das tolle am Sozialstaat.
Falls es dir zu langweilig wird, kannst du dich vielleicht ehrenamtlich engagieren. Natürlich nur, wenn DU es willst.
Keiner zwingt dich zu irgendwas.
(Eine Wohnung an Erwerbslose vermittelt bei uns das Wohnungsamt nach Ausstellung eines WBSs.)
 
C

Christian_132

Gast
Keiner zwingt dich zu irgendwas.
Natürlich! Das Jobcenter will, dass ich arbeiten gehe und Steuern zahle.
Der Steuerzahler will, dass ich arbeiten gehe und Steuern zahle.
Und darüber hinaus darf ich unsichtbar sein und das Maul halten!
Und es ärgert mich maßlos, dass ich mit meinem Vorhandensein auch "soziale Träger", nun ja, trage, die bestenfalls daran interessiert sind, in die eigene Tasche zu wirtschaften.

In welchem Bundesland lebst du?
RLP...
 

LW84

Aktives Mitglied
Was tun, wenn einem die Gesellschaft „abgeschrieben“ hat; eine Rehabilitation nicht mehr möglich ist? Durch unzählige Klinikaufenthalte / Maßnahmen / Einrichtungen etc. habe ich so viele und große (nicht mehr kaschierbare) Lücken im Lebenslauf, dass ich keinerlei Chance mehr auf irgendetwas habe. Suche dringend eine Wohnung, keine Chance. Suche Arbeit, keine Chance, nicht mal eine Reaktion.
Mich macht das einfach nur traurig und irgendwie auch wütend, wenn Menschen wegen Lücken im Lebenslauf so fallengelassen werden... Ich kann deine Ansichten daher gut verstehen und nur Kraft und Zuversicht wünschen, auch wenn es sicher verdammt schwer fällt.

Keiner zwingt dich zu irgendwas.
(Eine Wohnung an Erwerbslose vermittelt bei uns das Wohnungsamt nach Ausstellung eines WBSs.)
Wieder die Geschichte von der Wohnung, die einfach mal das Amt vermittelt... Ich kann es nicht mehr hören. Und natürlich zwingen etwa das Jobcenter und diverse Träger zu allem möglichen.

Ich arbeitete lange in einem sozialen Brennpunkt und sehe das Problem nicht -
Das muss lange her sein.
 

Knirsch

Aktives Mitglied
Natürlich! Das Jobcenter will, dass ich arbeiten gehe und Steuern zahle.
Der Steuerzahler will, dass ich arbeiten gehe und Steuern zahle.
Und darüber hinaus darf ich unsichtbar sein und das Maul halten!
Und es ärgert mich maßlos, dass ich mit meinem Vorhandensein auch "soziale Träger", nun ja, trage, die bestenfalls daran interessiert sind, in die eigene Tasche zu wirtschaften.


RLP...
Ich versteh schon, dass dich das wütend macht. Aber ich finde, es hat schon etwas Gutes, dass man auch nichts tun kann und versorgt wird, auch wenn Druck ausgeübt wird. Ich wohne nicht in Deutschland und bekomme gar keine Leistungen, weil ich chronisch krank bin und die Versicherungszeiten für die Invalide nicht habe, weil ich dumm genug war zu studieren und das bei uns nicht angerechnet wird. Ich bin von der Großzügigkeit meiner Umgebung abhängig und das macht mich auch wütend. Aber immerhin gibt es diese Umgebung und ich bin heilfroh, nicht auf der Straße leben zu müssen, ohne versichert zu sein, ohne meine Medikation.
Ich erwarte nicht, dass du dankbar bist, in Deutschland zu wohnen und grundsätzlich versorgt zu sein. Es ist bitter, dass jemand, der will, nicht kann. Aber setz dich nicht unter Druck. Du musst nicht verwertet werden. Ja, die Leute sind Deppen und behandeln dich schlecht, weil sie denken, du suchst dir das aus. Aber hier sind genug, die in einer ähnlichen Lage sind und dich verstehen. Und das Ehrenamt steht dir wirklich offen. Dann tust du was, wenn du willst. Und bist viel nützlicher als irgendwer, der vielleicht unnötiges Zeug verkauft, sinnlose Sendungen moderiert oder sonst was. Es ist schwer zu ertragen, aber andere bestimmen nicht deinen Wert. Du tust, was du kannst.
 

LW84

Aktives Mitglied
Ja, das stimmt. Meist ist es dann praktisch nicht so, wie offiziell. Wo wohnst du denn jetzt?
Meinst du mich oder Christian_132? Also ich wohne in einem überteuerten Wohnloch in einer Großstadt, welches dank Befristung auch schon nur schwer zu bekommen war. Weil die Befristung ausgelaufen ist und sich beruflich bis dato keine anschließende Perspektive ergeben hat, würde ich selbst das heute nicht mehr bekommen. Ich weiß auch noch nicht, inwiefern es in ALG2 überhaupt finanziert werden wird. Dann hätte ich ein massives Problem. Zwar kann ich hier, wie du schon schreibst, offiziell auf das Wohnungsamt. Aber natürlich weiß jeder, dass die Wartelisten auf Jahre ausgebucht sind. Wäre es eigentlich für dich eine Option, nach Deutschland, Österreich, Schweiz zu ziehen oder kommt das nicht infrage? Wünsche auch dir viel Kraft und finde es immerhin gut, dass du diese Umgebung hast.
 

Schroti

Sehr aktives Mitglied
Natürlich! Das Jobcenter will, dass ich arbeiten gehe und Steuern zahle.
Oh, ich dachte aufgrund deines Eingangsbeitrag, du seist offiziell erwerbsunfähig. Lass dir das doch zeitnah attestieren. Dann lässt das Jobcenter dich in Ruhe.
Der Steuerzahler will, dass ich arbeiten gehe und Steuern zahle.
Mir ist doch egal, ob du arbeiten gehst oder nicht. Und ich bin Steuerzahlerin. :)
Und darüber hinaus darf ich unsichtbar sein und das Maul halten!
Eine unschöne Ausdrucksweise. Nun ja, du darfst dich natürlich auch engagieren. Politisch. Sozial. Wie auch immer. Und sichtbar werden. Aber müssen tust du das nicht.
Und es ärgert mich maßlos, dass ich mit meinem Vorhandensein auch "soziale Träger", nun ja, trage,
Die verdienen an dir? Zahlst du denen was?
Wenn mich das alles so ärgern würde, täte ich ernsthaft darüber nachdenken, auszuwandern. In ein besseres System. Zu verlieren hast du ja nicht viel.
 

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