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Was kann man machen, damit Sohn (Autist) in der Schule keine Maske nutzt und die Schule nichts von seiner Behinderung erfährt.

Santino

Aktives Mitglied
Außerdem würde diese Abweichung von der Norm eher von einem Soziologen erkannt und von einem Psychologen diagnostiziert werden - auch ein Pädagoge, also ein richtiger, kein Lehrer, würde das nicht unbedingt erkennen.
Fun Fact: Du hast keine Ahnung von Soziologie. Soziologie befasst sich mit gesellschaftlichen Struktur-, Funktions- und Entwicklungszusammenhängen, nicht mit individuellen Entwicklungsstörungen und abweichendem Verhalten. Es gibt zwar spezielle Theorien abweichenden Verhaltens auch in der Soziologie - diese sind aber nicht darauf ausgelegt, als Diagnostikschablone für pädagogisches Personal im Alltag zu fungieren, sondern sollen in erster Linie Erklärungsansätze für die Entstehung von Kriminalität bieten.

Eine Autismus-Spektrum-Störung kann nur von einem fachlich dafür ausgebildeten Diagnostiker erkannt und diagnostiziert werden. Es können sich im Alltag Hinweise darauf zeigen, d.h. der Sohn der TE verhält sich "auffällig" und dies könnte eine Lehrperson durchaus bemerken, allerdings hat das, nun ja, abermals nichts mit Soziologie zu tun, sondern mit vermutlich einer Mischung aus pädagogischem und psychologischem Alltags- und Fachwissen im individuellen Fall der Lehrperson.

Sorry für OT, aber wollte das kurz klarstellen. Gerne kann der Beitrag verschoben werden.
 

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G

Gelöscht 78607

Gast
Auf der einen Seite möchtest du das deinem Sohn die Masken Pflicht abgenommen wird, aber auf der anderen Seite möchtest du noch nicht einmal mit den Lehrern über sein Problem sprechen. Das ist ein Widerspruch in sich. Man kann nicht alles haben.
Außerdem gibt es die Masken Pflicht im Unterricht nicht mehr. Auch in Nordrhein-Westfalen nicht. Sie gilt lediglich für den Aufenthalt auf dem Schulgelände.

Gretta
 

dr.superman

Aktives Mitglied
@Santino
ich meinte, dass Soziologen Devianz erkennen; sie können sie nicht zuordnen, aber sie erkennen die Abweichung von der Herde. Ist wie eine Lampe (n meinem Dipl. Soziologen) Hirn ,die ständig blinkt und signalisiert:
"abweichendes Verhalten.... abweichendes Verhalten.... abweichendes Verhalten...."
aber vielleicht argumentiere ich da auch zu induktiv bzw. vom Einzelfall auf den Typus......
 
Zuletzt bearbeitet:

Santino

Aktives Mitglied
@Santino
ich meinte, dass Soziologen Devianz erkennen; sie können sie nicht zuordnen, aber sie erkennen die Abweichung von der Herde.
Jeder Otto erkennt Devianz, wenn sie nicht gerade so subtil ist, dass sie sozial ohnehin nicht zu Problemen führt. Man muss nicht Soziologie studiert haben um zu merken, dass mit einem Kind etwas nicht stimmt, das im Unterricht (z.B. - will nicht sagen, dass das Kind der TE das tut) bei entsprechender Klassenlautstärke aufsteht, sich auf den Boden setzt, die Ohren zuhält und hin- und herschaukelt.

Aber lass uns das hier nicht fortführen, denn das Thema des Threads ist ja ein anderes. Wenn, schreib mir eine PN. :)
 
Warum kann ein Autist keine Maske tragen? Diese ist für jeden eine Ablekung und er muß ja auch lernen, mit anderen Ablenkungen umzugehen. Ich finde, Du traust ihm da zu wenig zu und forderst zu wenig.
 

Nekura

Mitglied
Eigentlich ist es doch gut, wenn Autisten eine Maske tragen? Ich mein, die haben doch Schwierigkeiten im sozialen Umgang. So können Sie ungewollten sozialen Kontakt vermeiden. Eine Maske kann Vorteile bedeuten, aber auch Nachteile. Lenke den Fokus auf das Gute. Wobei, wenn er sich an die Maske gewöhnt, kann das auch blöd sein, wenn Corona vorbei ist.
 

BlueShepherd

Mitglied
Eigentlich ist es doch gut, wenn Autisten eine Maske tragen? Ich mein, die haben doch Schwierigkeiten im sozialen Umgang. So können Sie ungewollten sozialen Kontakt vermeiden. Eine Maske kann Vorteile bedeuten, aber auch Nachteile. Lenke den Fokus auf das Gute. Wobei, wenn er sich an die Maske gewöhnt, kann das auch blöd sein, wenn Corona vorbei ist.
Die vorteile der Maske für mich als Autist ist tatsächlich das ich mich sicherer fühle. Sie gibt mir genug distanz und ich fühle mich nicht mehr gezwungen auf meine mimik zu achten.

Nachteil für mich ist, das ich in stress situationen die maske als zu stark störend empfinde und sie mich ziemlich schnell zum meltdown bringt. ( Ich bin sehr druck/berührungsempfindlich und kann daher auch nur bestimmte stoffe tragen)

Ich habe mir also angewöhnt, die Maske auch mal in den für mich endspannten situationen zu tragen, wo ich mich sicher fühle. Das ist meistens zuhause vor dem pc oder im park wenn ich mit dem hund raus muss.

Autisten können sich besser an Dinge gewöhnen, wenn man diese in ihre routine einfliessen lässt.

Dies heisst aber nicht das ein Meltdown mit Maske nicht doch noch passieren kann.
 

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