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Was kann ich tun, um wieder Freude am Leben zu finden?

Helikaon

Neues Mitglied
Hallo liebe Community,

ich bin männlich und 17 Jahre alt. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so recht, wo ich anfangen soll, aber ich werde es einfach irgendwie versuchen.

Es begann eigentlich alles vor etwa 2 Jahren in der 10. Klasse, als sich mein Leben vollkommen änderte. In meiner Kindheit wurde ich oft von anderen gehänselt und hatte keine richtigen Freunde. Ich war einfach schon immer irgendwie anders, mied soziale Kontakte und las schon in der Grundschule Unmengen an Büchern. Dann in der 5. Klasse lernte ich einen Klassenkameraden kennen, der mein Leben vollkommen veränderte. Obwohl wir uns anfangs hassten und uns immer gegenseitig beleidigten, merkte wir dann in der 6. Klasse, dass eine besondere Verbindungen zwischen uns beiden besteht. Von da an war alles anders.Wir verbündeten uns gegen die Menschen, die mich zuvor mit ihm gehänselt haben und wurden schnell beste Freunde. Er war der erste Mensch in meinem Leben, der die gleichen Interessen besaß wie ich.Doch das war noch nicht alles. Schnell merkten wir, dass wir nicht nur gleiche Interessen, sondern auch die gleichen Gedanken besaßen.Es war als, würden wir die Welt mit den selben Augen betrachten. Wir waren so etwas wie Seelenverwandte. Wir wussten zu jedem Zeitpunkt,was der andere gerade denkt. Wir hatten in der gleichen Nacht die gleichen Träume, verliebten uns zur selben Zeit in die selben Mädchen und waren unabhängig voneinander an den selben Tagen krank.Unsere Beziehung wurde so eng, dass wir alle Unternehmungen nur noch gemeinsam unternehmen. Wir sagten alle Einladungen ab, wenn nur einer von uns eingeladen war. Waren wir bei Freunden zum Geburtstag eingeladen und hatte einer von uns keine Lust, so ging der andere auch nicht hin. Das ganze ging so weit, dass wir von unseren Mitschülern und Freunden als eine Person gesehen und immer im Plural angesprochen wurden. Es hieß nicht mehr: „Hast du Lust mit mir etwas zu unternehmen?“ sondern „Habt IHR Lust etwas mit mir zu unternehmen?“

Es war die schönste Zeit meines Lebens. Ich hatte zwar auch mit anderen Leuten Kontakt, allerdings nur, wenn auch mit Freund mit ihnen befreundet war. Da wir allerdings andere Interessen und Ansichten als alle anderen Menschen in unserer Umgebung hatten, trafen wir uns nur mit anderen Leuten um hinterher über sie zu lästern und uns zusagen, dass wir niemand anderen brauchen, da wir uns ja haben. Das führte dazu, dass viele unserer Freunde uns nicht mehr gleichzeitig,sondern nur noch einzeln einluden, da wir uns sonst immer gegen sie verbündeten.
Das ging bis zur 10. Klasse so, als ein neues Mädchen in unserer Klasse kamen. Mein Freund und ich fanden sie komisch und lästerten andauernd über sie, doch dann in auf der letzten Mittelstufen-Klassenfahrt, begann sie auf heftigste Art und Weise mit meinem Freund zu flirten. Meinen Klassenkameraden und mir war sofort klar, dass sie es nur auf seinen sportlichen Körper abgesehen hatte.Denn das war einer der wenigen Unterschiede zwischen uns: Er liebte Sport und hatte einen sportlichen Körper, ich hasste Sport und war dementsprechend relativ unsportlich (aber nicht dick)

Jedenfalls kam es wie es kommen musste und er verliebte sich trotz unserer Warnungen in sie. Sofort begann er alles in seiner Umgebung,einschließlich mir zu ignorieren und schottete sich mit seiner neuen Freundin, die, da sie erst vor kurzem in die Stadt gezogen war,selbst keine Freunde hatte, komplett von uns anderen ab. Ich hoffte,dass es nur die erste Phase in seiner ersten Liebesbeziehung sein wird, wurde allerdings schwer enttäuscht. Alle anderen, auch unsere gemeinsamen Freunde (die überwiegend weiblich waren), fingen an über ihn zu lästern. Obwohl ich nie mit anderen, als meinem nun ehemaligen Freund, über meine Gefühle und Gedanken sprach, merkten sie, dass ich ziemlich traurig wurde und versuchten mich mit Worten und Umarmungen zu trösten. In meiner Trauer fing ich an, mich an den Lästerungen über meinen ehemaligen Freund, zu beteiligen.
Es passiert zwei oder drei mal, dass mein Freund Streit mit seiner Freundin hatte, und er mich daraufhin anrief und mir unter Tränen erzählte, wie sehr es ihm leid tut, dass er mich stehen lassen hat und dass er sich eigentlich von seiner Freundin trennen will, er es aber nicht schafft, da er sich für sie verantwortlich fühlt. Er versprach mir mehrmals, sich wieder mit mir zu treffen. Jedes mal habe ich ihm verziehen. Passiert ist es jedoch nie. Dann, als wir in eine neue 11. Klasse kamen, wurde sie von ihm schwanger und er beschloss, gemeinsam mit ihr wegzuziehen. Seitdem habe ich nie wieder etwas von ihm gehört.

Die einzigen Leute, mit denen ich noch Kontakt hatte und ab und zu etwas unternahm waren sein älterer Bruder, eine unserer ehemaligen Freunde und ein paar Jungs aus meiner neuen Klasse. Doch es war nicht mehr das gleiche. Niemand dieser Leute interessierte sich für die gleichen Dinge wie ich und vertrat die gleichen Ansichten und Gedanken über die Welt. Mit niemanden von ihnen kann ich, der seit seiner Kindheit ein verschlossener Mensch ist und sich nur seinem ehemaligen Freund öffnete, über Gefühle oder dergleichen reden.Unsere Gespräche beliefen sich immer nur auf Schule.
Leider hatten bzw. haben mein ehemaliger Freund und ich nur Interessen, die sich nicht in Form eines Hobbys ausleben lassen. Einzig der Computer bot uns eine Möglichkeit in Form von online-Computerspielen, uns mit anderen Menschen über unser Interesse auszutauschen uns sie auszuleben. Das war damals unser gemeinsames Hobby.
Da mir nach dem Verlust meines Freundes nur noch der Computer blieb, um mit anderen Leuten über das Interesse zu sprechen, floh ich in diese virtuelle Welt und entwickelte eine Computer-Sucht. Ich vernachlässigte die Schule, woraufhin ich beschloss, den PC zu verkaufen. Zwar konzentrierte ich mich nun wieder mehr auf die Schule, allerdings gab es nun niemanden in meinem Leben mehr, mit dem ich mich austauschen konnte. Ich verbrachte meine gesamte Freizeit damit, mich zu langweilen und über die guten alten Zeiten mit meinem Freund nachzudenken, worauf hin ich in tiefe Trauer versank.

Ich begann mehrere Kilo zuzunehmen, da ich nur noch Süßes aß, und an meiner Haut rum zu pulen, die nun vollkommen vernarbt ist. Zudem reagierte ich zunehmend gereizt und aggressiv, sobald ein Mensch anfing mit mir zu reden. Ich begann einen regelrechten Hass auf die Menschheit zu entwickeln. Ich hasse es, wenn mich irgendjemand von diesen dummen und naiven Menschen anspricht und möchte sie am liebsten einfach alle umbringen. Ich habe das Gefühl, dass es niemanden auf diesem Planeten gibt, der halbwegs Verstand und Intelligenz besitzt. Ich glaube auch, dass es keinen Menschen gibt,mit dem ich mich auf gleichem Niveau unterhalten kann.

Heute will ich mit niemanden mehr zu tun haben. Ich bin genervt und hasse es, wenn mich eine Klassenkameradin oder eine ehemalige Freundin anschreibt und/oder fragt, ob wir etwas zusammen unternehmen wollen.Sie finden es schade, dass ich nie danach frage. Ich hingegen frage mich, was sie überhaupt noch an mir finden und warum sie immer noch Kontakt zu mir suchen, obwohl ich doch nur noch zu Hause sitze und immer Ausreden finde, weshalb ich keine Zeit für ein Treffen habe. Es geht einfach nicht in mein Kopf rein, warum eine Person Kontakt mit jemanden haben möchte, der dauernd gereizt und genervt reagiert!Sie wollen einfach nicht verstehen, dass ich es nicht wert bin, gemocht zu werden. Ich würde ihnen doch eh nur Trauer und Kummer bereiten,wenn ich ihnen erzähle, dass ich sie hasse. Kommt es dennoch zu dem seltenen Fall, dass ich mich mit einer oder mehreren treffe, empfinde ich nur Langeweile. Mich strengt es förmlich an, mich mit ihnen unterhalten zu müssen und ich bin froh,wenn das Treffen beendet ist.

Besonders mit meiner Mutter habe ich in letzter Zeit sehr viel Streit. Sie schreit mich nur noch an, dass ich ein armseliger Mensch sei, aus dem nie etwas Vernünftiges wird und das ich mich gefälligst mit Freunden treffen soll. Verstehen wir uns dann doch wieder einen Moment lang gut und will ich ihr von etwas, das mich interessiert,erzählen, sagt sie, dass sie sich dafür nicht interessiert. Mir erzählt sie aber andauernd von ihren seelischen Leiden (sie leidet unter einer schweren posttraumatischen Belastungsstörung) und über die Probleme bei ihr auf Arbeit. Sobald ich mich allerdings wieder mit ihr streite bin immer nur ich Schuld, da ich keine Rücksicht auf ihre Situation nehme. Am schlimmsten für mich ist allerdings, wenn sie mir ab und zu von ihren Selbstmordgedanken erzählt, sie aber immer davon abkommt, da sie noch erleben möchte, wie ich groß werde. Manchmal, wenn ich so dasitze und über alles mögliche grübele, kommt mir der Gedanke, dass es das beste sei, wenn die gesamte Menschheit ausgestorben ist, damit die Dummheit und Naivität der Menschen der Natur nicht mehr schaden kann.

Ich weiß echt nicht mehr weiter. Ich wünsche mir so sehr eine Person in meinem Leben, mit der ich mich über meine Gedanken und Gefühle unterhalten kann, und die mich versteht. Ich weiß nur nicht wie und wo ich eine solche Person finden soll. Ich hasse Partys oder sonstige Veranstaltungen, da ich immer nur Leute sehe, die einfach nur dumm und asozial sind. Früher habe ich mich öfter in Mädchen verknallt, hatte aber nie den Mut, sie anzusprechen. Heutzutage sehe ich kaum noch Mädchen die mich interessieren. Und selbst wenn mich ein Mädchen interessiert weiß ich, dass sie mich niemals lieben wird. Ich hasse mich und meinen Körper. Niemand wird einen Jungen, der überall vernarbt ist und fette Oberschenkel, Brüste hat lieben und wenn dann nur die Menschen, die selber hässlich sind. Selbst meine Mutter sagt mir, dass ich so nie eine Freundin finden werde und ich einfach nur abscheulich aussehe. Ich wünsche mir einfach nur noch den Tod, aber traue mich nicht, zu sterben. Immer wenn ich ein Messer sehe stelle ich mir vor, wie ich es mir in den Bauch ramme. Dann nehme ich das Messer in die Hand und richte aus auf mich, aber ich schaffe es einfach nicht zuzustechen.



 
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Mondtatze

Gast
Erstmal ruhig Blut. Ich finde es ziemlich ignorant von dir wie du über andere Menschen urteilst, ohne sie zu kennen. Gleichzeitig aber kein Selbstwertgefühl besitzt und dich nur in dich selbst einschließt. Viele Menschen haben es schwer hinnein zu passen.
Ja Freunde verlassen einen, mit der Zeit aber man findet auch wieder neue. Und es ist nicht gut nur mit Leuten befreundet zu sein, die genauso denken wie man selbst. Natürlich will jeder Gleichgesinnte um sich haben, aber nur mit der Konfrontation mit anderen Denkweisen bleibt man gesellschaftsfähig. Außerdem wart ihr noch Kinder und da muss sich erstmal jeder selbst finden. Was einige ihr Leben lang nicht schaffen. Neue Freunde findet man ebenfalls nur wenn man was unternimmt und offen ist. Da wäre ein Treffen mit deinen alten Bekannten doch gut geeignet gewesen. Diese scheinen dich doch zu mögen, sonst hätten sie dich nicht eingeladen.
Warum dich jemand einladen sollte? Schon mal was von Sympathie und Freundschaft gehört?
Du warst ihnen ja trotz deines Verhaltens immer noch wichtig. Warum diese entgegengebrachte Aufmerksamkeit nicht erwidern?
Jeder Mensch ist etwas Wert, egal wie er aussieht. Hör auf dich selbst zu bemitleiden und anderen die Schuld zu geben. Auch wenn uns die anderen beeinflussen, sind am Ende wir selbst es die unseren Weg bestimmen.
Natürlich ist es schwer, wenn deine Mutter mit sich selbst zu kämpfen hat und ihren eigentlichen Mutterpflichten nicht nachkommt. Eigentlich sollten sich Eltern um ihre Kinder kümmern nicht umgekehrt. Aber auch sie sind nur Menschen und Menschen machen Fehler.
Du bist noch jung und kannst alles schaffen was du möchtest, einen Beruf erlernen, eine Familie gründen, die Welt steht dir offen. Du musst nur den Willen und die Karft haben diesen Weg auch zu gehen.
Also blicke nach vorne und nicht zurück. Du bestimmst den Leben selbst.
 

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