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Was kann ich tun um meine Therapie besser voranzubringen? Gibt es Strategien oder hab

Traurige87

Mitglied
... ich nicht genug danach gesucht!? :(

In einen anderen Thread habe ich geschreiben, dass ich mit meiner Therapie unzufrieden bin:

Die Therapeutin hat mir soviele Blätter gegeben und irgendwie hat sie damit nicht mehr aufgehört. Ich habe schon mehrere Male angesprochen, dass ich nicht zufrieden mit der Therapie bin. Ich weiß nicht ob das was ändert. Jedenfalls waren die ganzen Arbeitsblätter auch nicht grad ein Zuckerschlecken. Ich habe durchaus vorgehabt & immer noch vor eigene Anteile mit einzubringen, aber auch aufgrund der vielen Blätter hat das dann nicht geklappt.

Vieleicht vor allem für Therapieerfahrene eine gute Frage.
Habt ihr bestimmte Strategien oder Rituale um eure Therapie voranzubringen?

An und für sich interessiert mich auch ein bisschen ob ihr findet, dass Therapie vor allem leidvoll sein sollte.
Ich weiß nicht ob das nötig ist. Ich habe das Gefühl, dass mich die Therapie seitdem ich in September
angefangen habe, seit Dezember eher runterzieht und verunsichert.

Letztendlich ist es ja schon recht schwierig einen Platz zu bekommen und da die Therapeutin mir fähig zu sein erschien, habe ich mich auch dafür entschieden. Ich frage mich aber immer noch , ob das gut war. Nur denke ich letztlich ist es vielleicht doch erstmal besser bei ihr zu bleiben und zu gucken was ich denn selbst noch machen kann, um die Lage zu verbessern.

Positiv an der Therapie ist bisher schonmal gewesen, dass ich ihr gegenüber meine Bedenken bereits geäußert habe.Und ich mache mir eben selbst Gedanken was ich dazu beitragen kann das es besser läuft.
Wenn ihr irgendwelche Ideen habt, würde ich mich freuen davon zu lesen!

Die Traurige ;)
 

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Burbacher

Aktives Mitglied
Hallo Traurige,

es ist durchaus eine nicht ungewöhnliche Erfahrung, dass sich der Therapie-Erfolg nicht sofort und auf Anhieb einstellt.
Dinge, die sich vielleicht über Jahre entwickelt haben, können nicht in ein paar Wochen, auch nicht in ein paar Monaten abgearbeitet werden.

Was Du allerdings über die Methode deiner Therapeutin berichtest, gibt mir schon zu denken. Eine solche "Zettelwirtschaft" habe ich in etlichen Therapien noch nie erlebt. Es ist durchaus nicht ungewöhnlich, dass ein Klient während der Therapie bestimmte Aufgaben bekommt.

Bei mir waren das etwa Themenfelder, will sagen, ich bekam die Aufgabe, mir noch einmal zu vergegenwärtigen, wie ich in konkreten Situationen reagiert hatte. Oder ich sollte mir noch mal ganz bestimmte Ereignisse in Erinnerung rufen, über die wir dann in der folgenden Sitzung gesprochen haben.

Eine Therapie, egal, wer sie für dich zahlt, ist ja nicht billig. Und ich vertrete schon die Auffassung, dass ein Klient einen gewissen Fortschritt erleben sollte, also im Laufe der Therapie Erleichterung spüren muss. Dazu ist eine Therapie da.

Gib deiner Therapeutin doch einfach ein Feedback und sprich an, was dich belastet.

Das muss sie ertragen können.

Viel Erfolg!

Burbacher
 

Querdenker

Aktives Mitglied
Hallo Traurige, ich bin nicht mal ansatzweise ein Fachmann und kann dir nur meine Erfahrungen und vor allem mein Bauchgefühl anbieten. Es mag sein, dass eine Therapie einen erstmal runterzieht und dass das möglicherweise sogar notwendig ist, damit es dann wieder aufwärts geht.

ABER: In deinem Fall ist das für mich nicht wirklich stimmig. In allererster Linie und ohne wenn und aber ist es nicht deine Aufgabe, die Therapie voranzubringen oder dafür zu sorgen, dass es besser läuft. Ganz im Gegenteil, ich würde an deine Stelle eher die Therapeutin mit genau den Gedanken konfrontieren, die du hier beschrieben hast. Wenn ihre Reaktion von deinen Gefühlen dann als bescheiden bewertet wird, würde ich das echt abbrechen. Aus meiner Sicht ist es dann auch egal, dass man für einen Therapieplatz langen warten muss. Ich denke, das ist dann nicht nur Zeitverschwendung sondern auch kontraproduktiv. Das ist - wie gesagt - nur meiner Meinung, vielleicht guckt du mal, was die dein Gefühl mitteilt, wenn du du das alles liest.
 

SternSucher

Aktives Mitglied
Das kommt mir in etwa so vor, wie früher in der Schule.
Ich habe eine Matheschwäche und anstatt mir Lernmethoden zu zeigen,
knallt mir mein Lehrer ein Mathebuch vor die Nase und sagt, ich soll Seite 1-5 durchpauken.
Als ich dann einen neuen Lehrer bekam, hat der versucht, mir das Lernen schmackhafter zu machen.

In etwa so kommt mir dein Fall auch vor,
sie weiß nicht ,was sie mit dir machen soll und
versucht dich mit auf Papier gedruckten Aufgaben abzuspeisen,
anstatt den Kern zu suchen und zu packen.
Am besten machst du das, wie Querdenker sagt, sprich sie auf deine Probleme mit ihr an und wenn sie darauf nichts erwiedert, bzw. dir nur weitere Arbeitsblätter gibt, brichst du ab.
Wenn eine Therapie nicht funktioniert, ist sie sinnlos.

viel Glück und Kraft wünscht
der SternSucher
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gast

Gast
Was für eine Therapie machst du den? Hört sich nach einer Verhaltenstherapie an. Ich mache eine Analyse und diese lebt von meinem Engagement. Da bin ich der Hauptakteur und die Ergebnisse erarbeite ich mir selbst. Therapie heißt für mich sich nicht zurück zu lehnen und andere Leute machen die Arbeit, niemand kann meine Gedanken und Einstellungen ändern außer ich selbst.
Muss eine Therapie weh tun? Ich war in einem so desolaten Zustand, dass ich sowieso ständig geweint habe am Anfang. Sich mit schmerzhaften Erfahrungen/Erinnerungen auseinander zu setzen tut weh, sonst wären die Erfahrungen ja nicht schmerzhaft/traumatisierend und man bräuchte keine Therapie. Aber klar solltest du auch nicht retraumatisiert werden. Ich vermute, es muss am Anfang schon weh tun, sonst ist man noch immer in der Verdrängung und es lässt mit der Zeit nach.

Wenn es dir zu viel Material ist, sprich doch deine Therapeutin darauf an. Therapie lebt von der Beziehung zwischen dem Patienten und dem Therapeut - so kenne ich es auf jeden Fall von meiner Analyse.
 

Traurige87

Mitglied
Es ist eine Verhaltenstherapie.

Ich habe absolut nichts dagegen etwas selbst dafür zu tun,
dass ich glücklicher werde. Mir kommt die Idee, dass es vielleicht
sinnvoll wäre gemeinsam nochmal genauer meine wichtigsten
Ziele auszuloten.

Naja. Ich will bald eine Arbeit aufnehmen.
Letzte Woche hat sie mir aufgegeben mal bei einen Arbeit-
geber nachzufragen, ob das Gesuch noch aktuell ist. Im Prinzip
ist das ganz in meinen Sinne. Momentan denke ich mir aber muss
das sein!? Ich habe doch so schon genug zu tun... Dabei ist das
doch nur ein klitzekleiner Anruf ^^° ...

Es kann sein, dass ich Probleme sehe, wo es eigentlich keine
Probleme zu sehen gibt. Telefonieren mag ich nicht. Ich hätte
einfach so meine Bewerbung zugesandt. Von daher zwecks
des Vermeiden eines unnötigen Arbeitsaufwandes eine gute Idee.
Und Streß hat man auch so oder so öfter im Leben. Wobei der eine
Anruf den Kohl nicht hiß macht. Es ist einfach nur so, dass ich die
Prüfungen momentan als wichtiger erachte.
Ich bin letztlich wohl einfach nur unzufrieden, dass ich meine
Prüfungen in der nächsten Woche nicht so vorbereiten kann wie
ich gern würde...

Vorletztes Mal war die Aufgabe auf die Prüfung orientiert und es
war eine gute Aufgabe, aber diese Woche fehlt mir der Prüfungs-
bezug und das finde ich auch wenn die Noten in der Gesamt-
bewertung nur wenig zählen einfach nur schade.
Ich war danach richtig inspiriert von meiner Therapie, nur diesmal
eben eher wieder nicht =(

Es ist so einfach gesagt... kann man das denn schnell heraus-
finden ob eine Therapie hilft? Meine allererste Therapie war
auch eine VT. Ich war sehr niedergeschlagen, auch durch die
Therapie, aber letztlich hat sie mir dennoch geholfen.
 
G

Gast

Gast
Genau dein Aufgabe ist es aber:
Wie in der Turnhalle, da gibt es ein Trainer und Geräte, der leitet an, wer turnt ( DU ):
Der muß im unbewußten wühlen wo deine seelischen Schmerzen verborgen sind, was sonst?
Über den Kopf Streicheln und dich bedauern, was wäre das für eine Therapie, das kann jeder Laie!
Es macht einen großen Unterschied, ob wir uns darüber bewußt sind, mit welchen Verhaltensmustern wir mit unserer Umwelt in Beziehung stehen … oder auch nicht in Beziehung stehen.
Und grad das Leid und Schmerzhafte ist es ja, was du vermeiden willst, dann bleibt das wo gespeichert und was passiert damit...
Ist ja grad Teil des psychischen Krankheitsbildes, das die Einsicht fehlt, die eigenen Defizite und Fehler zu erkennen.
Selbst Reflexion ist ein Teil der systemischen Therapie und Verhaltens therapeutischen Selbsterfahrung.
Allzu oft befinden wir uns nur im Außen – bei unserem Gegenüber (z. B. dem Chef oder Kollegen).
Wir bewerten impulsiv das Wahrgenommene und reagieren darauf.
Unreflektiert!
Ist ja auch schön einfach: „Schuld“ sind sowieso die Anderen.
Selten hinterfragen wir dabei, was es ganz konkret ist, daß mich so oder so reagieren läßt bzw. den Anderen hat so reagieren lassen.
Sonst bräuchte es kein Therapeuten, ich lese das im Buch und alles wird gut...
 

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