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Was kann ich machen?

KeinName147

Mitglied
Hallo

Also ich weiß net ob ihr mir da helfen könnt aba ich weiß einfach net was ich dagegen machen soll... ich bin 17 Jahre alt nur mal so... also als ich neun jahre war fing alles an... meine mama hat nen neuen mann kennengelernt anfangs war alles in ordnung... da ich noch bei meinem vater gewohnt habe aber dann bin ich mit meiner größeren schwester mit zu ihr gezogen... ab da fing alles an erst hab ich es nicht so mitbekommen weil ich ja noch nicht so alt war... das erste mal hab ich geschlafen als ich aufwachte und aus dem fenster schaute sah ich einen krankenwagen... ich bin aus meinem zimmer gegangen und sah nur ne rießen blutlache und meine mutter wie sie alles sauber machte... ich hab gefragt was passiert is und sie sagte mir das mein stiefvater durch die glastür gefallen sei... nach einiger zeit hab ich die wahre geschichte gehört mein stiefvater wollte meiner mama hinterher um sie zu schlagen aber sie machte die tür zu und er konnte nicht mehr rechtzeitig stoppen.... des ist schon mal die erste geschichte.... es kommt aber noch viel härter wir sind umgezogen... und ab da fing alles noch mehr an wo ich alles auch hautnah miterlebt habe... wegen kleinigkeiten fingen sie immer an zu streiten manchmal auch wegen mir oder meiner schwester... es war natürlich alkohohl im spiel... sie stritten sich meine mama hat ihn immer mehr provoziert weil sie sich nichts von ihm gefallen lassen wollte so aber wurde er immer aggressiver und schlug sie... ich habe immer versucht hilfe zu holen wie zum beispiel meinen onkel gegenüber im haus... nach einiger zeit bin ich selbst dazwischen gegangen... habe auch manchmal unabsichtlich etwas von den schlägen abbgekommen weil ich meiner mama helfen wollte... ich habe dies nie jemandem gesagt weil ich nicht wusste wie... es war auch des öfteren die polizei bei uns... dann hab ich ne wirkliche freundin kennengelernt... der ich es gesagt habe... in dieser zeit wurde es alles noch schlimmer mit den schlägen... ihr könnt es euch nicht vorstellen... überall blut... meine mama bewusstlos... dabei auch noch meine kleineren geschwister... die jüngste 2 jahre alt... ich habe immer versucht ihr zu helfen... nach einiger zeit ist meine ältere schwester zu meinem papa gezogen weil sie es nicht mehr ausgehalten hat also war ich mit meinen kleinen geschwistern alleine... nach 7 jahren bin ich immer noch dazwischengeangen nur mit dem unterschied das ich jetzt auch schläge abbekommen habe einmal hat er mich durch eine glastür geschmissen... einmal nen glasaschenbecher an meinen kopf geworfen und einmal auch durch die ganze wohnung gezehrt... naja mir war des eigentlich egal hauptsache meiner mama ist nichts passiert... da diese dinge mit mir ja nur passiert sind weil ich mich vor meine mama gestellt habe... naja jetzt vor ein paar monaten sind wir immer wenn er zu viel getrunken hatte aus der wohnung raus damit die kleinen das alles nicht mitbekommen.... einmal haben wir sogar im auto irg. wo an einem see geschlafen... weil wir angst hatten heimzugehn... naja seit drei bis vier monaten ist alles vorbei er trinkt zwar immer noch ist richtiger alkoholiger und wird auch aggressiv aber schlagen tut er nicht mehr... trotzdem bekomme ich es nicht aus meinem kopf diese ganze sache ich muss immer wieda daran denken obwohl ich nicht will... angst habe ich keine weil ich weiß das ich auch ganz stark sein kann... und mich wehren aber trotzdem ich will diese geschichte einfach aus meinem leben verschwinden lassen zumindest so das ich nicht jeden tag dran denken muss... warum geht das denn einfach nicht..... ?????
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
... trotzdem ich will diese geschichte einfach aus meinem leben verschwinden lassen zumindest so das ich nicht jeden tag dran denken muss... warum geht das denn einfach nicht..... ?????
Hallo Du!
Ich finde es beeindruckend, wieviel Fürsorge du für deine Geschwister, deine Mutter und auch für dich selbst zeigst. Die Umstände haben dich zu einer starken jungen Frau gemacht. Du wirst bestimmt noch oft in deinem Leben auf diese Stärke zurückgreifen können. Auch hast du Verständnis gewonnen, was den Unterschied zwischen harmonischen und unharmonischen Familien ausmacht.

Der "Preis" für diese Stärke ist jedoch, dass dir diese Erinnerungen bleiben werden. Sie einfach "verschwinden" zu lassen geht nicht. Was geht (ich schreibe auf dem hintergrund meiner therapeutischen Ausbildung und Lehrtätigkeit) ist, dass diese Erlebnisse neu bewertet, in neuen Zusammenhang gebracht oder weniger emotional abgespeichert werden. Hierzu gibt es erprobte therapeutische Werkzeuge, z.B. aus dem sogenannten "NLP".

Wenn du offen bist, kann ich dir gerne eine Übung aufschreiben, die du selbst für dich machen kannst - vielleicht bringt dich das schon ein Stück weiter.

Generell könnte es darum gehen, dass du die "unerwünschten" Gedanken immer mehr durch "erwünschte" ersetzt - lege dir also mal ein paar gute Gedanken und Situationen, Erlebnisse zurecht, die du anstelle der weniger schönen beachten willst. Das ist wie bei einem dunklen Zimmer: Die Dunkelheit raustragen geht nicht, aber wenn man Kerzen reinstellt, wird sie weniger ...

Gruß und alles Gute!
Werner
 
I

ICH&DU

Gast
Hallo,
die erinnerungen wirst du nicht vergessen können :(
aber wenn es dich immer beschäftigt,würde ich mal mit einem therapeuten aufsuchen...
ist echt schlimm was da passiert ist.
würd mir echt hilfe suchen.
wie gehn den deine mutter und deine kleinen geschwister mit den erlebnisen um?das muss sie doch auch sehr beschäftigen?
LG
 

KeinName147

Mitglied
Naja keine ahnung meine kleinen geschwister sind noch zu klein um zu sagen was sie davon halten oda wie sie das verarbeiten sind ja noch nicht mal 9 jahre alt und mit meiner mutter red ich da nicht drüber...
 

KeinName147

Mitglied
Also ich wüsste echt nicht was ich anstelle dieser gedanken, denken soll... und noch was zu nem therapeuten oda so will ich nicht gehen, weil ich nicht will das meine mama mitbekommt das mich das so beschäftigt... und auf der anderen seite will ich auch nicht das dann irgend welche behörden eingeschaltet werden, da sonst meine kleinen geschwister darunter leiden müssten... ich war schon mal mit meiner mama bei so nem anonymen dings wo man hilfe bekommen kann, diese frau hat auch gemeint ich kann auch ne eigene wohnung bekommen und so... damit ich des nicht mehr so mitbekommen muss... aber das alles will ich nicht sonst wäre ich ja schon zu meinem papa gezogen.. ich bin einfach der meinung das ich hier bleiben muss um meine mama nicht alleine zu lassen damit ich ihr immer helfen kann... wenn wieder mal was sein sollte...
 
Zuletzt bearbeitet:

Werner

Sehr aktives Mitglied
Wäre echt nicht schlecht wenn du mir mal so ne Übung aufschreiben könntest vllt hilft es ja ich kann es ja mal ausprobieren...
Okay - gerne, in kleinen Schritten (wenn was unklar ist, bitte nachfragen):

1. Die Trockenübung: Erinnere dich an ein sehr unangenehmes Bild aus dem Fernsehen oder aus einer Zeitschrift, das dich geärgert oder aufgeregt hat. Teste, wie du es in deinen Gedanken/in deinem Hirn verändern kannst - klappt es, das Bild wegzuschieben, bis es klein wird oder kannst du es verbrennen, mit Farbe zumalen oder wie an einer Tafel wegwischen?

Da gibt es viele verschiedene Varianten. Wichtig ist, dass du eine findest, die für dich sehr leicht klappt. Merk dir die für die richtige Übung!

2. Jetzt richtig: Lege dir zuerst ein "Ersatzbild" zurecht, mit dem du die unangenehmen Bilder ersetzen willst. Es kann auch ein Ersatzfilm sein, wenn es ein Film ist, den du ersetzen willst. Dies kann z.B. ein positive Szene aus der Familie sein, die auch einen Teil eures Lebens darstellt - oder eine fiktive aus der Zukunft, in der du deine eigene, harmonische Familie hast. Trotzdem möglichst realistisch bleiben, dann spielt das Gehirn eher mit. Meist ist das Ersatzbild besser, wenn man sich selbst darauf sieht (z.B. wie du glücklich und zufrieden bist).

3. Nun suche dir einen Platz, wohin du die unangenehmen Bilder ablegen willst. Vielleicht hast du ein inneres "Album" für weniger schöne Erinnerungen oder auch einen Papierkorb. Manche finden diesen Platz indem sie nachschauen, was sie mit erfolgreich ersetzten Erinnerungen gemacht haben - z.B. mit peinlichen Situationen aus der Grundschule. Oft sind die nur noch klein und verschwommen gespeichert. Da wäre ein guter Platz für die Bilder, um die es hier geht.

4. Jetzt wird es ernst sozusagen: Lege/schiebe die alten Bilder mit der Methode, die du in der Trockenübung als geeignet herausgefunden hast, in den passenden Platz und setze an die freigewordene Stelle das positive Ersatzbild. Mach es so schnell wie möglich.

5. Überprüfe, ob das Ersatzbild schön groß und leuchtend gespeichert ist - und das alte klein und unbedeutend. Falls die alten Bilder nochmal so stark auftauchen, schiebe sie wieder an den passenden Platz und schau dir das Ersatzbild an.

Diese Methode hat übrigens ein gewisser Richard Bandler erfunden und sie wird seit vielen Jahren auf der ganzen Welt angewendet, z.B. um traumatisierte Menschen aus Kriegsgebieten den Umgang mit ihren schlimmen Erinnerungen zu erleichtern.

Lass mal hören, ob es funktioniert hat.

Gruß, Werner
 

KeinName147

Mitglied
Irgendwie funktioniert des bei mir nicht weil wenn ich ein anderes bild versuche dort hin zu tun wo vorher das ist dann geht des nur wenn ich mich konzentriere für diesen moment aber wenn ich dann kurz an etwas anderes denke, dann kommt gleich danach wieda dieser gedanke und ich hab des jetzt ausprobiert ein paar mal aber des klappt irg. wie nicht... vllt mach ich was falsch aber ich denk mal nicht...:confused:
 

polgara

Aktives Mitglied
Hallo,

das ist wirklich harter Stoff...

Gut, dass du es jetzt erzählt hast.
Ich möchte dir die Hoffnung nicht nehmen, aber es ist ziemlich wahrscheinlich, dass er nicht friedlich bleibt.

Wenn im Moment aber Ruhe ist, dann könntest du jetzt planen, was du im Fall, dass er wieder zuschlägt, unternimmst. Und das solltest du tun! Dieser Mensch gehört hinter Gitter und heutzutage ist es nicht mehr schwer in einem solchen Fall von häuslicher Gewalt einen Platzverweis zu erlangen. Wenn deine Mutter mitzieht. Tut sie das?
Oder musst du alleine agieren?

Wie alt sind deine Geschwister?
 

karma

Aktives Mitglied
AW: Ich weiß nicht was ich machen soll!!!

Du bist ein Gewaltopfer genau so wie deine Mutter. Die jahrelangen Demütigungen, Schläge haben bei dir große psychische Schäden angerichtet. Auch deine Mutter muß schon sehr krank sein, da sie dies jahrelang mitgemacht hat. Aber eins kann ich nicht verstehen, warum hat sie das zugelassen und ihre Kinder nicht geschützt. Warum hat sie mitangesehen wie du auch geschlagen wurdest. Das grenzt schon an eine abhängige psychische Störung und kein Selbstwertgefühl. Sie hätte in ein Frauenhaus Unterschlupf gefunden und mit euch eine Trauma-Therapie beginnen können.

Du siehst ich habe viele Fragen des Warums. Viele hätten auch kein Verständnis für deine Mutter und das ist normal. Denn eine Hölle wünscht sich keine Mutter für ihre Kinder. Man kann in der Hölle leben, aber dann muß man sie auch ertragen. Aber in dem Moment wo Kinder im Spiel sind da hört jedes Verständnis auf.


Mein Rat wäre an dich. Zieh aus und suche dir ein eigenes Heim. Damit du diesen Mann nicht mehr siehst. Hol dir Hilfe beim Jugendamt, wenn du minderjährig bist und wenn nicht dann zeih zum Vater oder in eine kleine Wohnung. Deiner Mutter kannst du nicht helfen, weil sie nicht will. Sie erträgt diese Leben lieber als zu gehen. Wenn deine Geschwister nicht in Gefahr sind, dann passe in der Ferne auf sie auf. Und wird er wieder gewalttätig dann rufe das Jugendamt, damit sie geschützt werden

Du mußt erstmal raus. Dann in eine Thrauma -Therapie und vermeide den Kontakt mit ihnen, weil du erst stark werden muß. In der Therapie werden viele Fragen kommen die dich beschäftigen und du möchtest sie dann auch beantwortet haben. Und wenn dies nicht geschieht bricht manchmal auch der Kontakt.

http://www.segeberg.de/pics/medien/...lt___Auswirkungen_auf_die_Kinder_07.11.07.pdf


Karma
 

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