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Was ist nur mit mir los?

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Gast

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Hallo, ich weiß nicht mehr weiter.
Bin Anfang 20 und erkenne mein altes Ich kaum noch wieder. Das Ganze geht jetzt schon seit Monaten so. Die genaue Ursache weiß ich nicht, doch ich vermute dass u.a. die Trennung von meiner letzten Freundin da mit reinspielt. Diese erfolgte praktisch von gestern auf heute und ist für mich selbst nach einem knappen halben Jahr völlig unverständlich, da sie von ihr ausging usw. Sie meinte damals lediglich, es läge nicht an mir. Stimmt auch, ich habe nämlich wirklich viel für sie getan. Kann auch sein dass es nur eine Ausrede war, doch wer ist denn schon wirklich ehrlich? Ist halt unschön verlaufen. Habe mich seitdem ziemlich zurückgezogen und bis dato einfach keine Lust mehr, noch irgendein Mädel kennenzulernen. Ich hab die Kraft einfach nicht, dafür habe ich schon zu viel verbockt, was Frauen angeht. Obwohl man mir des Öfteren sagt, ich sehe echt gut aus. Aber als Mann muss man ja selber immer den ersten Schritt machen. Von Anfang an werden von Frauen in meinem Alter hauptsächlich Erwartungen geäußert, hab ich so das Gefühl. Und einige Freunde bzw. Bekannte geben mir da auch Recht.
Den Mut dazu hätte ich sogar, aber nicht mehr die Nerven auf das ganze Kennenlern-Gedöhns - selbst wenn sich daraus evtl. wieder was ergeben würde. Doch der Sex fehlt halt.

Aber das ist nur einer von mehreren Gründen. Ehrlich gesagt verstehe ich sowieso kaum noch wen in unserer Gesellschaft. Das beginnt schon dabei, wenn man was mit Freunden ausmachen will. Sich zu zweit treffen geht meistens noch klar, aber als Gruppe ist es fast unmöglich (v.a. über whatsapp etc.). Generell antworten eh nie alle, oder möchten sich alle Optionen offen halten, sagen kurzfristig ab usw. Fast jeder glotzt nur noch auf's Handy und verliert dabei den Sinn für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.
Es ist einfach alles so schnelllebig geworden. Und am liebsten würde ich komplett aussteigen aus dieser Scheiße.
Aus dieser scheinheiligen Schmierenkomödie die hier so abläuft. Könnte das Thema noch ewig fortsetzen...

So viele Fragen, worauf ich keine Antwort finde.
Und immer wieder am Überlegen, ob die Gesellschaft falsch liegt oder ob ich es bin. Fühlt sich so an, als hätte ich längst die Orientierung verloren.

In ein paar Monaten werde ich in eine fremde Stadt ziehen und ein Studium beginnen. Doch auch wenn mir der Studiengang an sich auf den ersten Blick gefällt, glaube ich nicht dass ich das wirklich durchziehen werde. Dafür bin ich (momentan?) einfach zu lethargisch und verstimmt.
Die letzten Monate seit dem Abitur habe ich hauptsächlich "verchillt". Ansonsten ein wenig gearbeitet, Sport getrieben, weggegangen und ein Projekt vorangetrieben, was mir unheimlich viel Freude bereitet und so ziemlich der einzige Grund für mich ist, warum ich noch hier bin.
Dafür werde ich dann von ehemaligen Klassenkameraden hauptsächlich belächelt. Von denjenigen, die jetzt schon studieren und mindestens 2 mal pro Woche saufen sind. Diejenigen, von denen die meisten doch selber noch nicht mal wissen, was sie eigentlich wollen. Und ehrlich gesagt will ich auch gar nicht so sein wie sie.

Aber ich möchte mal langsam zum Punkt kommen:
Ich schätze mal, ich habe Depressionen. Hab' schon des Öfteren überlegt, für immer wegzugehen - wenn ihr versteht was ich meine... Angst vorm Tod habe ich nicht.
Ich habe einfach die Lust an den meisten Menschen verloren, es liegt wahrscheinlich zum Großteil an meiner Vergangenheit.

Doch nur annähernd so weiterzumachen wie die letzten Monate, sehe ich für mich nicht.
Es gibt eigentlich nichts, was mich hier noch hält.
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Ansonsten ein wenig gearbeitet, Sport getrieben, weggegangen und ein Projekt vorangetrieben, was mir unheimlich viel Freude bereitet und so ziemlich der einzige Grund für mich ist, warum ich noch hier bin.
(...)
Ich habe einfach die Lust an den meisten Menschen verloren, es liegt wahrscheinlich zum Großteil an meiner Vergangenheit.
Hallo Gast,
manchmal gibt es halt nur "ein Projekt", das
einem die Freude am Leben gegen alle Widrig-
keiten erhält oder nur einen oder zwei Menschen,
auf deren Gesellschaft man Lust hat.

Ich würde dir raten, das zunächst einmal als den
Ist-Zustand zu akzeptieren und von da aus zu
schauen, ob es noch Dinge oder Menschen gibt,
die deine Lebensfreude bestärken.

Alles Gute!
Werner
 
G

Gast

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Wenn nicht die andern was tun, sind die Schuld, ich ( kann ) es ja nicht.
Du weißt nicht was du willst, die andern auch nicht ( deiner Meinung nach ):
Wer soll dir da wie, helfen?
Das kannst du nur selber, lasse dich einweisen zum Selbstschutz: Freiwillige Klinikeinweisung und Therapie in der Psychiatrie
Sonst könnte das passieren:
"Die geschlossene" ist für Patienten, die nicht freiwillig dort sind.
Man kommt da rein per Gerichtsbeschluß, wenn man eigen- oder fremdgefährdend ist.
Also " Suizidversuche ", Randalieren, Leute angreifen aufgrund von psychischen Krankheiten.
Noch hast du es in der Hand!
 

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