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Was ist das? (TRIGGER)

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Gast

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Kann mir jemand sagen was das war? Vor einem Jahr wurde ich an meine Vergewaltigung erinnert, weil jemand von soetwas geredet hat. Ich wollte nichts sagen weil ich wie gelähmt war, aber daraufhin habe ich kötrperlich gemerkt wie meine Nerven richtig kaputtgehen, das Gefühl kann ich nicht genau beschreiben. Jedenfalls war meine Psyche total überlastet und ich habe meines Empfindens nach unerträgliche Qualen erlitten, weil ich an alles erinnert wurde. Und das war so schlimm dass ich die ganze Zeit das Gefühl hatte, dass es zu schlimm ist um es lebend verkraften zu können. Also bin ich auf den Boden gefallen, habe einen Heulkrampf bekommen und konnte meine Bewegungen kaum mehr kontrollieren und habe halt geschrien.
Was war das, ein Nervenzusammenbruch?
Ich bin nie damit zum Arzt oder Psychologen gegangen,
Im Moment passiert es irgendwie alle halbe Stunde am Tag, dass ich erinnert werde und irgendwie alles nochmal durchlebe. Aber das macht mir weniger Sorgen, ich muss nur wissen wie man das nennt was damals war, also was mit meinem Körper passiert ist. Vielen Dank im Vorraus.
 

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Gelöscht 60940

Gast
Wird wohl sowas wie ein Nervenzusammenbruch gewesen sein.
Dein Gehirn kann das nicht verarbeiten und setzt die Situation mit Schmerzen gleich. (Kann sein, dass sich die Erinnerung nahe der Schmerzempfindungsregion "gespeichert" hat.)
In dem Moment schüttet dein Körper unzählige Stresshormone aus, die deinen Körper in eine "Alarmbereitschaft" setzen. Diese Reize ziehen sich natürlich durch deinen ganzen Körper. Manchmal ist der Organismus dann aber dermaßen überfordert von den Hormonen und Reizen, dass er "abschaltet" und "reseten" muss. In dem Moment wirst du dann körperlich quasi gelähmt.
Weil sich die Hirnreize quasi selbst aussetzen und Befehle nicht mehr einordnen können.

So kommt es auch dazu, dass der Körper versucht zu kompensieren, und der Umwelt klarmachen zu wollen "Ich brauche Hilfe" und man fängt an zu schreien bzw zu weinen. (Auch wenn wir aus dem Kleinkind- bzw Kindesalter raus sind, sind immer noch die mütterlichen Bindungen in uns. Das heißt, in Situationen in denen wir nicht mehr reagieren können versucht unser Gehirn diese mütterliche Bindung zu starten, wir fangen an zu schreien.)

Eine Therapie wird in diesem Fall eingesetzt um diese Erinnerung in neue Hirnregionen zu "versetzen", d.h. sie mit anderen Erinnerungen bzw neuen zu verbinden, um es quasi aus der Region wo es liegt "rauszulocken". Alleine, ohne Hilfe, ist das halt wirklich sehr schwierig, da man keine Anleitung dafür hat.

Aber ja, alles in allem, wird wohl sowas wie ein Nervenzusammenbruch gewesen sein.
 

°°°abendtau°°°

Sehr aktives Mitglied
... Das bedeutet Auslöser.

Bei traumatisierten Menschen können das Worte, Bilder, Gerüche sein = alte Sinneseindrücke welche das traumatisierende Ereignis in dem Moment des lesens, sehens , richens, etc.PP nochmals durchleben lassen. Eine Art Kopfkino (Reizüberflutung durch Stresshormone) beginnt, welches das seelische Gleichgewicht gravierend durcheinander wirbeln kann. Ganz besonderst bei Opfern vom sexualisiert Gewalt, als auch bei Menschen die Bspw. einen schweren traumatisierenden Autounfall hatten.

Kommt ein Auslöser in ein vorhandenes psychisches Ungleichgewicht, dann führt das unter umständen zur Dissoziation (das Abspalten vom eigenen Ich) und zwar schlagartig!!! = Retraumatisierung bzw. Traumaaktivierung.

Aber gut das Du fragst, dass erinnert mich an den Artikel den für das Forum noch weiter schreiben muß.

@ Surrender: Versprochen ist versprochen. Angefangen ist schon länger. :unschuldig:
 

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