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Was ist das für eine Scheißwelt - Werde überall abgelehnt

T

Tajan

Gast
Ich werde mal versuchen, hier alles nach und nach zu berihten. Ich bin schon relativ lange und größtenteils isoliert. Seit ich nicht mehr arbeitstätig sein konnte (aus psych. gründen) , habe ich auch kaum wikrlichen kontakt zu leuten überhaupt, wenn man mal das normale rausgehen/einkaufen/kasse oder die oberflächlichen täglichen "hallo" mit den gegenüberwohnern ausklammert. Ich habe i. d. r. bereits als jugendlicher wenig mit meinem umfeld zu tun gehabt. War immer ein sehr zurückhaltender mensch und kann mit vielen nix anfangen. Vor allem aber haben mich die dinge in der schule angekotzt, später ging das in der ausbildung mehr oder weniger weiter. Es ist auch totaler schwachsinn immer dieses angeblich positive denken, weil wie soll einer selbswertgefühl aufbauen wenn er jedesmal immer nur negative erfahrung und rückschläge hat.
Ich habe im grunde jetzt keinen plan mehr was oder wie ich eine zukunft anfangen soll. Das Exisiteren scheint ein einziger langsamer Tod zu sein, der mit seelischer Folter jahrzehnte dauert. Früher dachte ich, vielleicht kann ich mal eine familie gründen oder nicht unbedingt, zumindest eher eine frau und so weiter... Jetzt schaffe ich aus lauter innerer Blockade den grundkontakt mit einem menschen nicht aufzubauen, weil ich so lange nur allein gelebt und mich daran gewöhnt habe. Dieses Höllenleben ist einfach nur noch fürn a...

der
 

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unschubladisierbar

Aktives Mitglied
Geh zu einem Therapeuten und lass dir helfen.
Wenn einen alles nur ankotzt, dann kotzt die Welt zurück.
Hast du denn schon versucht Kontakt mit Menschen herzustellen? Wenn nicht, woher sollen dann neue Bekanntschaften kommen?

Was kannst du dir vorstellen zu tun um deine Situation zu ändern?
 

GrayBear

Mitglied
Hallo Tajan,

ja, manchmal ist das alles ganz großer Mist und kein Ende absehbar. Aber in meinen 60 Jahren auf dieser Welt habe ich gelernt, dass es immer irgendwie weiter geht und sich neue Chancen finden lassen, auch wenn man vorher einige verpasst hat. Nur eines darf man nicht: aufgeben. Lass mal die Flügel hängen, verkriech Dich eine Weile und dann mach Deinen Rücken wieder gerade. Ja, Du hast recht, das braucht Übung und wird weder Dir noch anderen leicht gemacht. Aber das ist kein böser Wille und keine Verschwörung gegen Dich. So ist es nun mal.

Wenn Du gerade blockiert bist, dann finde heraus, woran das liegt. Spüre in Dir nach, welche Gefühle da in Dir gegeneinander kämpfen und was Du gerade tun kannst und was nicht. Und auf das Erstere konzentrierst Du Dich. Du, ich und auch alle anderen Menschen werden irgendwann sterben. Aber heute vielleicht noch nicht. Also kannst Du einen Fuß vor den anderen setzen und schauen, wohin Dich das bringt. Und dann noch einen und noch einen und vielleicht kommst Du zwischendurch an ein Plätzchen und in die Nähe von Menschen, mit denen es sich lohnt. Aber er fängt nun einmal mit Deinen Schritten an. Dazu wünsche ich Dir morgen einen Sonntag, der Dir ein Lächeln bringt.
 

Simenya

Mitglied
Es ist auch totaler schwachsinn immer dieses angeblich positive denken, weil wie soll einer selbswertgefühl aufbauen wenn er jedesmal immer nur negative erfahrung und rückschläge hat.
Hallo Tajan..

ich bin auch so ein Mensch der das gerne anderen als Ratschlag mit auf den Weg gibt.. doch weiß ich auch, dass es manchmal einfach nicht funktionieren will mit dem positiven Denken..

Was mir persönlich in solchen Momenten geholfen hat war, dass ich alle Gedanken die ich so über mich tagtäglich dachte aufschrieb..
Diese Gedanken arbeiten unterbewusst in einem.. man nennt sie auch Glaubenssätze.
Höre in dich hinein und schreibe sie dir auf.. alles was du selbst über dich denkst, aber auch Glaubenssätze die du von anderen (Eltern, Freunde, Klassenkameraden usw..) übernommen hast..

Dann sortiere die aus, die nicht mehr passen oder nie gepasst haben.. die anderen kehrst du ins Positive um..

Ich habe die alten Glaubenssätze dann immer entsorgt.. und nur die Aktuellen behalten.

Ansonsten: werde dir deiner Stärken bewusst.. was kannst du besonders gut?

Dazu wünsche ich Dir morgen einen Sonntag, der Dir ein Lächeln bringt.
Den wünsche ich Dir auch..
 

Doratio

Aktives Mitglied
Du schreibst, das du aus psychischen Gründen nicht mehr arbeiten kannst.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sich diese Probleme auf dein restliches Leben übertragen.
Hinzu kommen dann noch die Kontaktbeschränkungen durch Covid.
Ich denke man sollte bei den psychischen Problemen beginnen.
Wurde da schon mal was dagegen unternommen?
Bekommst du Medikamente, oder bist du in Therapie?
 

Geißblatt67

Aktives Mitglied
Bist du in Therapie?

Ich persönlich denke, aus psychischen Gründen gar nicht zu arbeiten ist oft eher kontraproduktiv, weil man zum einen keine Kontakte mehr hat und zum anderen viel mehr Zeit, um über sein Elend nachzudenken.

Wie sieht es mit ehrenamtlichen Tätigkeiten aus?
 

Schokoschnute

Aktives Mitglied
Ich kenne das nur zu Gut, es zwingt einen irgendwann nicht nach Außen,sondern nach Innen zu schauen.
Deine Lebensposition ist wirklich nicht einfach, doch scheint das ein Weg zu weisen...

Ich denke das ALLES seine Berechtigung hat, nicht umsonst bist du genau in dieser Lebenslage, das Problem ist der Widerstand und negative Gedankenkraft.
Gedanken sind die Kraft des Lebens. Gedanken können schöpfen, erhalten und zerstören.
Laut Yoga Philosophie gibt es keine größere Kraft als Gedankenkraft in diesen Unsiversum.

Der Mensch ist Gedanken geformt: Gedanken gewinnen durch Wiederholung an Stärke.
Wenn man einen schlechten Gedanken oder einen guten Gedanken einmal denkt, hat dieser gute oder schlechte Gedanke die Tendenz, erneut aufzutauchen.
Gedanken ballen sich zusammen, denn Gleich und Gleich gesellt sich gern.
So werden, wenn Du einen schlechten Gedanken pflegst, alle möglichen schlechten Gedanken zusammenkommen und dich runterziehen.
Wenn Du einem guten Gedanken nachgehst, werden sich alle guten Gedanken verbinden und dir Auftrieb geben.
Gedanken sind anziehend und formen das Leben.
Vielleicht mags du dich damit etwas beschäftigen.

https://wiki.yoga-vidya.de/Gedankenkraft

Für deine Blockaden:
https://www.chakren.net/chakra/

Ich hoffe du kommst damit weiter,alles Gute.
Lieben Gruß Schokoschnute*
 
Zuletzt bearbeitet:
T

Tajan

Gast
doratio:


danke der nachfrage. Ja, bzw. ich bin beim arzt und habe medikamente, antidepressiva, die nicht wirken. es gibt auch keine andren, alles haben wir durchgenommen. der arzt kann selbst nichts mehr verschreiben, weil er auf die resistenz gegen medikamente keine lösung parat hat. natürlich reißt das einen noch mehr in die sch... rein.
und was viele anscheinend irgendwie nicht kapieren: Einer der in einer existentiellen krise ist, hat rein mental und physisch gar nicht mehr den ELAN um nochmal jedesmal neu anzufangen. diese sprüche a la "optimismus" haben noch keinem geholfen, das ist nur wenn die krise nicht sehr akut oder die umstände anders sind. das dumme ist, diese außenstehenden können das gar nicht beurteilen. es geht nicht um eine leichte erkraknkung, wo man nach ein paar wochen yoga, reha und autogene training voll happy ist. die psychische dauer-durchhängen plus absolute isolation/keine unterstützung oder kumpels etc. ist da schon ein viel härteres kaliber, und das läßt sich nun nicht mit den üblichen wundermitteln mal schnell therapieren.

und ja: falls die frage kommt, ich war auch schon in diversen "kliniken". leider.
 

Geißblatt67

Aktives Mitglied
Außer Medikamenten gibt es ja auch noch Therapie - da hättest du auch jemanden zum Reden. Wie sieht es damit aus? Die Medikamente ändern ja nichts an deiner Einstellung zum Leben. Eine Therapie vielleicht schon, langfristig.
 
G

Gelöscht 118178

Gast
Einer der in einer existentiellen krise ist, hat rein mental und physisch gar nicht mehr den ELAN um nochmal jedesmal neu anzufangen. diese sprüche a la "optimismus" haben noch keinem geholfen, das ist nur wenn die krise nicht sehr akut oder die umstände anders sind.
Es ist aber auch ein Fakt, dass man mit Selbstmitleid nicht weiterkommt. In manchen Fällen hilft die radikale Akzeptanz "Es ist so wie es ist. Ich kann daran nichts ändern." Damit man vom Grübeln wegkommt. Was bleibt, wenn man nicht mehr grübelt? Langeweile. Und gegen die kann man etwas tun.

Vielleicht gibt es noch andere Dinge die du ausprobieren kannst. Tagesklinik, Betreuung für psychisch Kranke, Behindertenwerkstätten. Diese Dinge können dir helfen eine Tagesstruktur aufzubauen und Menschen kennenzulernen. Die meisten Menschen sind sehr speziell und nervig aber es gibt immer wieder Personen mit denen du vielleicht angenehmen Kontakt haben kannst.
Wenn du deine Depression nicht auflösen kannst, kannst du vielleicht lernen mit ihr zu leben.
 

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