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Was für eine Nacht

Es gab keine "Opfer" im krassen Sinne. Das ist nun wirklich Aufbauschen, wenn es um "Opfer einer Sachbeschädigung" geht, oder?
Ich persönlich halte es nicht für "Aufbauschen", wenn einem jemand eine Wohnungstür einschlägt oder eintritt. Das ist meines Erachtens schlimmer als reine Sachbeschädigung, weil damit der Schutzraum der eigenen Wohnung beschädigt wird. Ich würde es jedenfalls als sehr bedrohlich wahrnehmen und keinesfalls als Bagatelldelikt.

Für kaputte Türen (insb. die Reparatur) ist die Polizei nicht zuständig.
Wenn eine Tür aufgrund einer Straftat kaputt geht, würde ich schon meinen, dass das in den Zuständigkeitsbereich der Polizei fällt. Klar wird sie wahrscheinlich nicht für die Reparatur zuständig sein, aber die Tür ist andererseits nicht wegen Baufälligkeit kaputt gegangen.
 
Nun, es ist zumindest Sachbeschädigung. Die Reparaturkosten dürften erheblich sein. Vielleicht nützt es, den Vermieter einzuspannen, denn der dürfte wohl nicht begeistert sein.
 
Jedenfalls ist der Typ gestern nicht mehr aufgetaucht. Keine Ahnung, ob die Polizei schon mit ihm gesprochen hat. Ich habe mir jetzt aber vorsichtshalber Pfefferspray gekauft. Ja, ich weiß, dass der Einsatz eigentlich streng geregelt ist, aber nach dieser Sache habe ich einfach Angst. Am liebsten würde ich auch eine Alarmanlage für unsere Wohnung kaufen, aber mein Mann hält das für übertrieben.
Ich überlege außerdem, das Jugendamt zu informieren, weil in der Wohnung eine Mutter mit einem ein- oder zweijährigen Kind lebt. Jetzt kann man die Tür nicht mehr abschließen, und wer weiß, wie lange die Reparatur dauert. Nicht, dass es richtig böse endet – auch für das Kind –, wenn der Typ demnächst wiederkommt. Die Frau mit dem Kind ist immer noch in der Wohnung, wahrscheinlich weil sie nirgendwo anders hin kann. Ich hoffe, dass das Jugendamt die Mutter und das Kind zumindest woanders unterbringen kann, bis die Tür repariert und wieder abschließbar ist.
 
Gott sein Dank war die Frau nicht anwesend.
Leider passiert sowas viel zu oft und natürlich ist man erstmal erschrocken+geschockt.
Man sieht auch wie schnell man in etwas hingezogen werden kann, da kann die Mutter mit Kind
in der Whg auch nix für, bzgl; Jugendamt ??
Aber das überall gescheiter Wohnraum fehlt, zeigt es schon.

Hier war es ja noch Glück im Unglück, das es schnell wieder auslief..
Die Polizei musste wohl Prioritäten setzen, wegen dem Großeinsatz.
Aber natürlich musste die kommen, allein schon wegen dem Protokoll der Sachbeschädigung,
damit das schnellsten an die Versicherung gehen kann.
Ich denke mal das wird die Polizei auch so mitgeteilt haben.

Wenn das jetzt etwas länger Dauert, machen tatsächlich Notdienste erstmal ein Riegel davor.
Leider muss man da meist in Vorkasse gehen, bis die Versicherung auch das übernimmt.
Aber da kann man den Türennotdienst ja mal vorweg Fragen,bzgl des Polizei Protokoll
und der Versicherung.
Vielleicht kannst da ein bisschen helfen Minimaus, wenn du gerne gescheit Helfen möchtest,
und die Frauen das möchten.
Vielleicht hilft aber auch der Hausmeister mit der Tür aus, wenn für ihn Möglich.
Wahrscheinlich können die Frauen sich selber auch ganz gut helfen, als das man sich da weiter
einmischen muss.
 
Ich hoffe, dass das Jugendamt die Mutter und das Kind zumindest woanders unterbringen kann, bis die Tür repariert und wieder abschließbar ist.
Du könntest auch beim Vermieter anrufen und Druck machen. Die bekommen die Tür schon ausgetauscht. Es gibt genug Firmen, bei denen man zeitnah eine neue Tür und ein neues Schloss kaufen kann. Und wenn du die anderen Mieter noch darüber informierst, dass sie niemandem die Haustür öffnen sollen, den sie nicht kennen, dann bleibt die Tür unten auch zu.

Oder ihr bietet den schweren traumatisierten Frauen und Kindern aus Nächstenliebe euer Sofa für nachts an, bis die Tür ausgetauscht wurde. Also ich würde das machen, anstatt das Jugendamt zu informieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe hier nicht alles gelesen, aber gesehen, dass manche gleich mit Dienstaufsichtsbeschwerde drohen, was ich für unangemessen halte. Es kommt wahrscheinlich drauf an, ob das Ganze in einer Großstadt passiert oder in einer übersichtlicheren Stadt.

Der Grund, warum ich mich nun hier einmische ist der, dass ich gerade gelesen habe, dass sich z.B. in München im Schnitt 2 Polizisten dienstunfähig melden müssen, weil sie tätlich angegriffen wurden. Die Gewaltbereitschaft gegenüber Einsatzkräften steigt enorm.
Überlegt mal, was das für eine Menge an Leuten ist, die nicht arbeiten können. Ein Tritt gegen das Knie ist meist nicht in 3 Tagen wieder gut wie z.B. ein Durchfall.
Hinzu kommen große Nachwuchssorgen, weil den Job keiner machen will. Er ist anfangs schlecht bezahlt, verlangt Schichtdienst und auch den ein oder anderen Feiertagsdienst, was sowieso keiner machen will. Auch die vielen Überstunden, die alle vor sich herschieben, weil sie nicht abgebummelt werden können. Der Personalpool scheint nicht unerschöpflich zu sein.
Wenn sie doch schon sagen, dass sie gerade einen Großeinsatz haben, dann müssen sie halt priorisieren, weil nicht unendlich viele Einsatzkräfte rumsitzen und sie kamen ja dann später.
 

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