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Warum wird überall Gendersprache verwendet?

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HalliGalliSuperstar

Aktives Mitglied
Hallo,

neulich wurde ja gemeldet, dass laut einer Umfrage die Mehrheit der Deutschen gegen die Gendersprache sei. Trotzdem sehe ich ständig, dass auch Institutionen, die man normalerweise als eher konservativ einstufen würde (Caritas, Krankenhaus, IHK), das Gendersternchen verwenden (eher "linke" Organisationen wie NGOs sowieso). Warum ist das so? Wenn die Mehrheit das nicht gut findet, dann müsste es doch gerade in eher dem konservativen Teil der Politik nahestehenden Organisationen wie der IHK genug Menschen geben, denen das überhaupt nicht gefällt. Mich interessieren weniger Meinungen (Diskussionen zur Gendersprache gibts schon genug, z.B. in den Kommentarspalten entsprechender Medienberichte), sondern Berichte von Insidern bzw. Mitgliedern solcher Organisationen. Danke.
 

Egobin

Aktives Mitglied
Gehirnwäsche.
Wenn ich dir über Jahre oder Jahrzehnte immer wieder den gleichen Singsang ohne Unterlass um die Ohren haue, verbunden mit Belohnungen und Strafe ("Hatespeech"), wird das irgendwann deine Religion.
Je nach Labilität des Klientels geht es schneller oder langsamer. Steter Tropfen höhlt den Stein.
 

beihempelsuntermsofa

Sehr aktives Mitglied
Hallo,

neulich wurde ja gemeldet, dass laut einer Umfrage die Mehrheit der Deutschen gegen die Gendersprache sei. Trotzdem sehe ich ständig, dass auch Institutionen, die man normalerweise als eher konservativ einstufen würde (Caritas, Krankenhaus, IHK), das Gendersternchen verwenden (eher "linke" Organisationen wie NGOs sowieso). Warum ist das so? Wenn die Mehrheit das nicht gut findet, dann müsste es doch gerade in eher dem konservativen Teil der Politik nahestehenden Organisationen wie der IHK genug Menschen geben, denen das überhaupt nicht gefällt. Mich interessieren weniger Meinungen (Diskussionen zur Gendersprache gibts schon genug, z.B. in den Kommentarspalten entsprechender Medienberichte), sondern Berichte von Insidern bzw. Mitgliedern solcher Organisationen. Danke.
Warum willst du das so genau von Insidern wissen?
Stört dich das?
Und wenn ja, warum?
 
D

Die Queen

Gast
Eine kleine laute Minderheit hat eine entsprechende Lobby, die sich gut an ihre Geistesverwirrung verdient.

Kreativlose Unternehmen und Organisationen , die mit dieser Sprachbehinderung werben, erhoffen als besonders gut und tolerant angesehen zu werden um mehr Kunden und Ansehen zu bekommen. Floppt immer wieder, aber sie sind zu feige mal den Weg den Vernunft einzuschlagen.
 

recuperation

Aktives Mitglied
Weil es eine kleine laute Minderheit und eine große schweigende Mehrheit gibt. Die Leute wissen, auf welchen Zug sie aufspringen müssen, um Resonanz zu bekommen oder das durchzusetzen, was sie wollen. Und das ist momentan der Gender-Zug.

Ich mache mir allmählich ernsthaft Sorgen, was passieren wird, wenn die Stimmung kippt. Und das wird sie, weil so etwas immer in Wellen verläuft (konservative 1960er - Hippiezeit - konservative 1980er - 1990er als "Spaßjahrzehnt" - 2000er mit "schwul" als Schimpfwort - Gegenwart mit "homophob" als Schimpfwort)... Leider fällt die Gegenwelle in der Regel mindestens so stark aus wie die eigentliche Welle. In den "goldenen" 1920er Jahren war Homosexualität im progressiven Teil der Gesellschaft schon mal schwer in Mode. Wie sich die Dinge dann in den nächsten Jahrzehnten entwickelt haben, ist bekannt. Leider gibt es zurzeit eine Menge Parallelen zu der Situation vor 100 Jahren...

Ich habe überhaupt keinen persönlichen Bezug zu dem Thema. Mich interessiert 0, wer sich von wem sexuell angezogen oder abgestoßen fühlt. Ich erwarte aber irgendwo auch, dass man das irgendwann mal respektiert. Ich will mit der Sexualität wildfremder Menschen nicht behelligt werden, Punkt. Die allgegenwärtige Dauerbeschallung mit dem Thema ist einfach zu viel. Wenn Geschlecht und sexuelle Orientierung eines Menschen so nebensächlich sind, wie man uns ständig weismachen will, warum muss man es dann ständig und in jedem noch so unsinnigen Zusammenhang thematisieren? Und hier noch eine Sondersendung, und da noch ein "pride month"... Lasst die nicht betroffenen 90 % der Bevölkerung mit dem Thema doch einfach irgendwann mal in Ruhe...

Gendersprache hat in den Nachrichten etc. nichts zu suchen, weil es da ausschließlich um objektive Berichterstattung gehen sollte und nicht um die Frage, ob es dem Nachrichtensprecher gelingt, mit seiner Wortwahl auch die Zuschauer anzusprechen, die sich ihrer geschlechtlichen Zuordnung nicht sicher sind oder sich weder durch die männliche noch die weibliche Form des Wortes "Zuschauer" persönlich angesprochen fühlen. Man kann es nicht jedem recht machen und der Versuch, es doch zu tun, wird zu immer mehr Ausnahmen, immer neuen sprachlichen Verrenkungen, immer realitätsfremderen Abbildungen der Gesellschaft usw. führen. Und dazu, dass sich die Mehrheit der Menschen immer schlechter repräsentiert fühlen wird. Mit potenziell sehr gefährlichen Folgen.
 

Styx.85

Aktives Mitglied
Also vorab zur Einordnung, ich bin kein "Insider" in einer der genderfördernden Organisationen. Aber Gendern hat längst auch die freie Wirtschaft erreicht.
Auch wir sind angehalten, offizielle Emails, Briefe und Berichte zu gendern.

Dabei steht es uns frei, das Gender-Sternchen, einen Schrägstrich, neutrale Formen ("Mitarbeitenden") oder beide Geschlechtsformen ("Ärztinnen und Ärzte") zu verwenden. Der Zusatz männlich / weiblich / divers (m/w/d) verwendet meine Firma bislang nur in Stellenauschreibungen.

Das Gendern selbst hat meines Wissens nichts mit Homosexualität bzw. LGBT zu tun (zumindest nicht direkt) sondern soll dem generischen Maskulinum für viele Berufsbezeichnungen vorbeugen und somit zumindest sprachlich weibliche Kandidaten offener ansprechen.

Ich selbst verwende, wenn ich dazu gezwungen bin, am liebsten beide Geschlechtsformen... die Sache mit dem * oder dem / halte ich für Sprachverkrüppelung, umso mehr wenn Leute versuchen, sowas betonend zu sprechen (Tagesschau, Radio etc.). So etwas verwende ich nicht, weder beruflich noch privat.

Ich finde es aber prizipiell gar nicht verkehrt, gezielt bei allgemeinen Bezeichnungen beide Geschlechter anzusprechen, das macht zwar die Briefe und Ansprachen etwas länger, betont aber eindeutig beide Geschlechter als Adressat.

Was ich allerdings hier am meisten kritisiere ist, dass es selbst von Befürworten nur in positiven Kontexten konsequent umgesetzt wird. In negativen Kontexten wird selbst in den vom TE genannten Kreisen meist (!) das generische Maskulinum weiter verwendet, so liest man weiter von Straftätern, Mördern, Vergewaltigern.
 
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