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Warum haben Christen Probleme mit der Selbstliebe?

Sara7

Aktives Mitglied
Mir brennt diese Frage förmlich unter den Fingernägeln. Ich wäre auch sehr dankbar, wenn sich Nicht-Christen und Andersgläube oder Atheisten zu diesem Thema äußern würden. Denn es ist doch so, es wird gepredigt: Du sollst deinen Nächsten lieben WIE DICH SELBST.
So gesehen dürfte es doch gar nicht so ein Problem mit der Selbstliebe sein, oder?
Aber wenn man sich in christlichen Kreisen bewegt und fröhlich sagt: ja, ich liebe mich selbst, ich finde mich richtig klasse und danke Gott dafür! Dann sieht man Fragezeichen oder schlimmeres in den Augen der anderen. Woher kommt das? Was meint ihr? :confused:

Sara7, aufgeregt, ein einziges Fragezeichen.
 

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D

Dr. House

Gast
<----------- Atheist! :cool:

Das kommt wohl daher, weil Christen ihr ganzes Leben durch und von Gott definieren lassen. Nichts was sie vollbrachten, haben auch wirklich sie vollbracht. Es war immer nur Gott, Gottes Hilfe.

Dazu kommt noch, dass sie all ihre "Vergünstigungen", erst nach dem Tod bekommen. Dieses Leben ist nur eine Prüfung......

Edit: Ich befürchte schon, dass das eine neue "Gottesdiskussion" werden wird. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
L

Lena7

Gast
Hallo Sara,
ich antworte Dir so zu sagen als Christin :).
Ich kann das schon ein bisschen nach vollziehen offen gestanden, dass es unter Christen teilweise schockierte Blicke gibt, wenn man das Thema anspricht.Ich verstehe das Wort so, das wir den Nächsten lieben sollen wie uns selber, weil wir es ja normalerweise im Menschen steckt, das er ichbezogen ist und niemand mehr liebt als sich selber. Denn an wen denkt man zuerst, wessen Bedürfnisse stillt man normalerweise zu erst. Die eigenen. Wenn diese Eigenliebe nicht so fest in uns Menschen verankert wäre, würden wir uns nicht so aufregen, wenn uns ein anderer beschimpft oder beleidigt. Ich spreche jetzt von unserer natürlich menschlichen Reaktion ( unabhängig davon das Gott über solche Regungen Sieg schenken kann) Es gibt natürlich Außnahmen wo Menschen durch tiefe Verletzungen oder Traumata einen Hass gegen sich selber haben.Das liegt aber wieder auf einer anderen Ebene.

Ich staune über Dr. House, der sich ja selber immer als Atheist bezeichnet. Aber er studiert anscheinend die Christen;). Seine Aussage trifft den Nagel auf den Kopf.
Das kommt wohl daher, weil Christen ihr ganzes Leben durch und von Gott definieren lassen. Nichts was sie vollbrachten, haben auch wirklich sie vollbracht. Es war immer nur Gott, Gottes Hilfe.

Ich sage jetzt zum Beispiel nicht von mir, das ich so toll und super bin. In der Bibel steht ja:"Ich vermag alles, durch den, der mich stark macht "Christus". Es ist also nicht aus mir, nicht durch meine Kraft. Nicht ich bin super. Der Herr in mir ist super etc., der Vollbringer.
So sehe ich persönlich das. Alleine Gott gehört die Ehre ! Ich finde dadurch das ein Mensch anfängt, zu glauben, das er von Gott geliebt wird -bewirkt das in ihm eine Art gesunde Eigenliebe ohne Ichbezogenheit.



Liebe Grüße

Lena





Mir brennt diese Frage förmlich unter den Fingernägeln. Ich wäre auch sehr dankbar, wenn sich Nicht-Christen und Andersgläube oder Atheisten zu diesem Thema äußern würden. Denn es ist doch so, es wird gepredigt: Du sollst deinen Nächsten lieben WIE DICH SELBST.
So gesehen dürfte es doch gar nicht so ein Problem mit der Selbstliebe sein, oder?
Aber wenn man sich in christlichen Kreisen bewegt und fröhlich sagt: ja, ich liebe mich selbst, ich finde mich richtig klasse und danke Gott dafür! Dann sieht man Fragezeichen oder schlimmeres in den Augen der anderen. Woher kommt das? Was meint ihr? :confused:

Sara7, aufgeregt, ein einziges Fragezeichen.
 
Zuletzt bearbeitet:

pete

Sehr aktives Mitglied
Traditionell bedingt, hören Christen nicht auf das, was Jesus da gesagt hat. Weil sich durchgesetzt hat, dass sie ja arme, erbsündbehaftete und von Gottes Gnade abhängige Sünderlein wären, dadurch ist Jesus untergegangen.
Jesus hatte auch die Selbstliebe als Botschaft. Und in Wirklichkeit ist nicht Gott, sondern wir selbst sind unsre schärfsten Richter.


Peter
 

Lola1

Aktives Mitglied
Mir brennt diese Frage förmlich unter den Fingernägeln. Ich wäre auch sehr dankbar, wenn sich Nicht-Christen und Andersgläube oder Atheisten zu diesem Thema äußern würden. Denn es ist doch so, es wird gepredigt: Du sollst deinen Nächsten lieben WIE DICH SELBST.
So gesehen dürfte es doch gar nicht so ein Problem mit der Selbstliebe sein, oder?
Aber wenn man sich in christlichen Kreisen bewegt und fröhlich sagt: ja, ich liebe mich selbst, ich finde mich richtig klasse und danke Gott dafür! Dann sieht man Fragezeichen oder schlimmeres in den Augen der anderen. Woher kommt das? Was meint ihr? :confused:

Sara7, aufgeregt, ein einziges Fragezeichen.
Weil ein Christ sich "aufzuopfern" hat ? Vielleicht Stolz aus dem "aufopfern" zieht ? Dadurch "näher" an Jesus ?

Bin aber kein Anti-Christ, falls man das falsch versteht.
 

Child of Storm

Aktives Mitglied
Die Probleme dürften nicht in der Religion begründet sein, sondern in der Gesellschaft an sich, die nach der Weisung "Ober sticht Unter" lebt. Wer nicht "Ober" ist hat bescheiden zu sein, das ist eine gesellschaftliche, keine religiöse Norm. Dass es hierzulande am häufigsten Christen trifft liegt daran, dass die überwältigende Mehrheit einfach Christen sind. Die Frage ist also vergleichbar, wie wenn du in ein Burgerking-restaurant gehen würdest und fragen würdest, ob die Leute lieber Whopper oder BigMac essen - das Ergebnis wäre in keinem Fall repräsentativ, weil die "Testmenge" es schon nicht ist.
 

Linda

Mitglied
---ich bin gläubig, hab es aber nicht so mit Religion----

Warum Selbstliebe als etwas Schlimmes betrachtet wird? Ganz klar: Weil uns ständig erzählt wird, wie bösartig und schlecht der Mensch doch ist.

Die katholische Kirche vermittelt einerseits, dass wir mit Schuld beladen zur Welt kommen, unvollkommen und fehlerhaft sind. Und deshalb als ewige Sünder büßen sollen.
Andererseits wurden wir laut kK nach Gottes Ebenbild geschaffen.
Hä?
Das bedeutet also, dass auch Gott unvollkommen, fehlerhaft und ein Sünder ist. Merken die noch was???

Für mich jedoch ist das Göttliche das Ewig Gute, Verzeihende, Liebende.

Religionen wurden erfunden, um Menschen zu gängeln, zu unterwerfen und klein zu halten, damit sie vor lauter Schuldgefühlen schön alles machen, was DIE wollen. Und ein paar Leute haben dadurch enorme Macht und stopfen sich auch noch die Taschen voll.
 

JaneDoe

Aktives Mitglied
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!

Wenn ich dies täte, würden meine Nächsten nicht gut weg kommen.
Dieser Spruch geht bei mir glatt nach hinten los.

Es ist sicherlich etwas wunderbares, mit sich völlig im reinen und zufrieden zu sein. Doch es sind sicherlich wohl nicht so furchtbar viele (auch gläubige Christen), die dies von sich behaupten können; und wer beseelt von sich selber durch die Gegend schwebt, nur so vor SELBSTzufriedenheit strotzt, wird sicherlich etwas seltsam angeschaut.
Die narzistische Ecke ist da nicht weit.

Selbstzufriedenheit an sich ist doch eigentlich ein eher egozentrisch belegtes Wort.

Damit will ich jetzt nicht sagen, daß es keine Menschen geben darf, die mit sich selber (und ihren Mitmenschen?) zufrieden und im reinen sind.
Aber sollte man nicht doch etwas Raum für Selbstzweifel lassen?
Ich weiß es nicht!
 

pete

Sehr aktives Mitglied
Hmm - Christen haben Angst - vor einer möglichen ewigen Strafe wegen Fehlern/Sünden. Diese Angst ist m.E. die Ursache für das Problem mit der Selbstliebe. Und als Folge auch mit der Nächstenliebe.

Peter
 
Zuletzt bearbeitet:

Marcus

Aktives Mitglied
[FONT=&quot]Ich denke mal, wenn man rumläuft und sagt: „Ich liebe mich und finde mich richtig Klasse“, wird man nicht nur von Christen schräg angeschaut, oder?[/FONT]

[FONT=&quot]Das finde ich schon sehr seltsam.[/FONT]

[FONT=&quot]Auch weiß ich nicht, ob das so unbedingt stimmt, daß Christen sich nicht selbst lieben.[/FONT]

[FONT=&quot]Und wenn dem so ist, dann dürfte die Lehre der Kirchen daran einen erheblichen Anteil haben.[/FONT]

[FONT=&quot]Diese Lehren, die alles andere als menschendienlich sind.[/FONT]

[FONT=&quot]Aber wie schon gesagt wurde, Gott hat uns nach Seinem Ebenbild geschaffen, und somit möchte Er auch, daß wir uns so weit wie möglich in SEINE Richtung entwickeln.[/FONT]
[FONT=&quot]Also hin zum vollkommenen Liebesbewusstsein.[/FONT]

[FONT=&quot]Das sollte vor allem auch die Christen erst mal verinnerlichen.[/FONT]

[FONT=&quot]Alles andere baut sich darauf auf.[/FONT]

[FONT=&quot]Marcus[/FONT]
 

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