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Warum fallen so viele auf betrügerische CFD-TRader rein?

O

OhneSalz

Gast
In meinem Umfeld werden viele Leute täglich von Werbung von Betrüger CDF-Buden überschwemmt. Der Ablauf ist dabei immer gleich: Du sollst erst 250 Euro einzahlen, die ersten Tage werden Dir Gewinne vorgegaukelt, auf einem "Kontoauszug" stehen bis zu 20.000,- Euro, die Auszahlung klappt aber nie. Will man auszahlen, hat der Broker plötzlich alles verzockt. Tja, sagt er dann, Pech gehabt!
Der Schaden belaufe sich laut der VZ auf einen dreistelligen Millionenbetrag pro Jahr. Die Beschwerden bei den Verbraucherzentralen haben im vergangenen Sommer massiv zugenommen, aber die Bafin bleibt völlig untätig.
Muss man noch was zur Menschlichen Gier & Dummheit sagen?
Ist der Preis der Freiheit:
Was nützt die Freiheit des Denkens, wenn sie nicht zur Freiheit des Handelns führt.
In guten wie in schlechten Zeiten...
 

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Farnmausi

Aktives Mitglied
... darf ich mal fragen ob auch die Spekulationen mit Kryptowährung in diesen Bereich fällt? Ich persönlich vermute es, habe aber erfahren das aus meinem Umfeld jemand da mitmacht. Farnmausi
 

Andreas900

Sehr aktives Mitglied
Ich glaube es fallen so viele auf CFDs rein, weil sie diese nicht verstehen.

Bei Aktien ist es einfach: Kauf eine Amazon Aktie für 1.000 € und wenn sie morgen bei 1.100 € steht, hast du vor Steuern und Abgaben 100 € Gewinn gemacht. Versteht jeder.

Bei CFDs wettet man gegen eine andere Partei, also gegen die Bank oder gegen andere Anleger. Das ist wesentlich komplexer.

Werkzeuge wie CFDs sind der Grund warum die Börse als "Zockerbude" gesehen wird.
Leider wird die Börse deswegen gemieden, verurteilt oder falsch verstanden. Selbst unser Finanzminister will es nicht kapieren. Er besteuert Aktienkäufe aber CFDs nicht. Sprich: Die Zocker müssen keine Steuern zahlen, die Anleger aber schon....

Ich fürchte daran wird sich so schnell nix ändern. Nach wie vor haben Deutsche keine Ahnung von der Börse und sind deswegen besonders anfällig für Betrüger.
 

roman12

Aktives Mitglied
Werkzeuge wie CFDs sind der Grund warum die Börse als "Zockerbude" gesehen wird.
Wenn sie an der Börse gehandelt werden würden, bestünde ja immerhin ein Zusammenhang.
Aber diese Produkte werden außerbörslich gehandelt.
Also manches, wofür die Börse einseitig schlecht gemacht wird, hat mit ihr noch nicht mal was zu tun.

Als würde man einen Frisör wegen eines Fleischskandals schlechtreden....
 

Andreas900

Sehr aktives Mitglied
Wenn sie an der Börse gehandelt werden würden, bestünde ja immerhin ein Zusammenhang.
Aber diese Produkte werden außerbörslich gehandelt.
Also manches, wofür die Börse einseitig schlecht gemacht wird, hat mit ihr noch nicht mal was zu tun.

Als würde man einen Frisör wegen eines Fleischskandals schlechtreden....
Absolut, ja!

Den Unterschied kennen eben die wenigsten.
Bei CFDs muss einem bewusst sein, dass jedem Gewinner ein Verlierer gegenübersteht. Wettgeschäft eben.
Bei Aktien muss es keine Verlierer geben. 10 Anleger können Amazon Aktien kaufen und alle davon profitieren.
Unseriöse CFD Anbieter (ich finde fast alle unseriös) verraten dir das aber nicht.
Statistisch hat niemand mit einem globalen Aktienkorb bei einer Haltedauer von mindestens 10 Jahren jemals Verluste gemacht.
Statistisch machen aber 80% der Privatanleger kurz oder langfristig mit CFDs Verluste. Leider fälschen selbst die größeren Plattformen oft die Statistik und suggerieren, dass die Mehrheit der Anleger viel Geld verdiene.

Aber "Gier frisst Hirn" stimmt halt. Da man mit CFDs VIEL(!) mehr verdienen kann, sind sie beliebt.
 
W

WoasIs

Gast

Kann man heute wieder lesen. Echt frustrierend
Auch deutsche haben mehr Rente wenn die mehr einzahlen, nicht nur die Österreicher!
Die Sozialversicherung ist abhängig von Beschäftigungsart und -dauer.
Eine entscheidende Rolle im Bezug auf die Sozialversicherung beim Arbeiten in Österreich spielt die Form der Beschäftigung.
Die Österreicher zahlen mit einem Beitragssatz von 22,8 Prozent deutlich mehr ein als die Deutschen(18,7), das gesetzliche Rentenniveau ist damit erheblich höher.
Mit Einbeziehung der Selbstständigen, erhöht sich der Anteil der Beitragszahler in Österreich (71 Prozent) gegenüber Deutschland (64 Prozent).
Die bessere demografische Struktur in Österreich ergibt sich aus der schon seit längerer Zeit bestehenden Zuwanderung von möglichen Beitragszahlern.
Auf einen Rentner kommen 3,4 Erwerbstätige.
Zum Vergleich, in Deutschland ist es ein Rentner auf 2,9 Erwerbstätige.
Übrigens, in Österreich sind auch Politiker beitragspflichtig.
 

Uri

Aktives Mitglied
Das ist aber genau der Punkt, den ich kritisiere: Dass die Bafin nichts gegen die Werbung macht. Bei der Bafin arbeiten 2700 Bedienstete (Wikipedia).
Soweit mir bekannt, ist die BAFIN für CFDs kaum zuständig.
Selbst für den Börsenhandel im Freiverkehr wird es ja schon dünn. Für außerbörsliche Geschäfte erst recht.

Die BAFIN ist für Vorgänge zuständig, wie z.b. aktuell die Abzocke bei Rocket Internet durch die Samwer Brüder.
Die Samwer-Brüder wollen die Aktie delisten lassen, um sich die prall gefüllte Kasse selber anzueignen.
Leider hat hier die BAFIN dem unverschämt niedrigen Abfindungsangebot zugestimmt, was ich als sehr negativ für die Deutsche Aktienkultur empfinde.
Hier brauchen wir dringend bessere Gesetze zum Schutz von Eigentum in Aktienform.
Ansonsten wird das nichts mit Deutschen und Aktien.

Aber CFD's haben in dem Sinne ja nichts mit der Börse, Aktienmarkt und Unternehmensinvestition zu tun. Es ist schon wichtig hier zu unterscheiden.


Ich selber spekuliere grundsätzlich nur mit Aktien bzw. Optionsscheinen.
Ich besuche auch die HV's.
Selbst Knock Out's rühre ich nicht an.
Aber CFD's sind tabu und haben wirklich nichts mit dem normalen Aktienmarkt zu tun.
 

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