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Warum bin ich immer nur die Schulter zum ausweinen?

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Gast

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Hallo Ihr!
Ich möchte hier einfach mal etwas loswerden, was mich an mir selbst wirklich aufregt.
Wenn es darum geht:Ich habe keine Probleme neue Kontakte zu knüpfen oder sofort "Freunde" zu finden - denke ich. Nur irgendwie finde ich immer die 'falschen'.
Egal an wen ich gerate, ich bin immer das 5te Rad am Wagen. Wenn meine Freunde gemeinsam was unternehmen - Ich weiß nichts davon. Wenn irgendwo eine Party steigt - Ich werde immer vergessen einzuladen usw.

Ich bin nicht der Typ, der jedes Wochenende weggeht und sich bis zur Besinnungslosigkeit betrinkt oder Ähnliches, aber ich bin jemand, der offen, ehrlich und direkt zu jedem ist und das wird von vielen auch geschätzt. Ich glaube nur, dass viele auch davor Angst haben, dass ich ihnen sagen könnte, wie sie sich gerade benehmen o.ä.. Ich denke, dass das der Grund ist, warum es immer so ist. Besonders auffällig ist es bei denen, die ich als sehr gute und enge Freunde bezeichnen würde.

Ich werde im endeffekt eigentlich nur Ausgenutzt. Es wird ein Fahrer gesucht: Felix, mach mal! Man braucht jemanden, der Tickets für irgendwas organisiert: Felix, mach mal! Ihr wisst, was ich meine. Wenn es aber darum geht mal irgendwas einfach so zu machen: Felix, du bist unwichtig.

Das ändert sich erst immer wieder, wenn jemand eine Schulter zum ausweinen braucht, dann bin ich immer der allerbeste Freund und es tut demjenigen auch immer seeeehr leid, dass er nicht öfter was mit mir macht, etc.. Sobald die Probleme dann aber gelöst sind, rutsche ich immer in das obere Schema ab.


Ich erwarte jetzt nicht irgendwie eine Antwort, hier ist nur der einzige Platz, an dem ich einfach mal was dazu loswerden kann. Wenn doch jemand antworten mag freue ich mich :)


Liebe Grüße


Felix
 

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Weise Menschen werden trotzdem gebraucht.

Können die Menschen zu Recht Angst haben vor Deinem strengen Auge, ohne Dich verletzen zu wollen oder nicht zu wissen dass Du es gut meinst? Einfach real an Kräften kann es unerträglich und nicht kraftschöpfend sein sich persönlich auf Dich einzulassen, Deinen persönlcihen Gedanken zu folgen, viele Menschen haben mehr Probleme und mehr erlebt als Du denken könntest.... und sie erfrieren und wirken deswegen oberflächlich und kalt oder nehmen scheinbar das Leben mal zu kompliziert mal zu leicht.... das hat garnichts zu bedeuten.

Wenn Du aber wenigstens eine geistige Kraftquelle bist, eine Schulter zum ausweinen, eine Quelle an der man etwas Licht holt so ist das schonmal gut.

Das ist eine Art unfreiwillige (?) Seelsorge.

Du als Person musst etwas finden wo Du Anschluss finden kannst und erstmal nicht so aktiv als "seelsorgende" Person Dich zeigen, denn man könnte damit überfordert sein. Die Traumen anderer Menschen kannst Du nicht ahnen. Ich habe hier diese Familiengeschichte als Beispiel genommen etwas wirr zunächst denn ich wußte nicht wie man so ein Beispiel konstruiert ;), lasse ich lieber mal weg . Jeder kann das richtige sagen wenn man da heulen könnte, aber ob man das richtige TUT und die Realität wahrnimmt, anderen Kraft schöpfen gönnt und so dass die das auch seelisch spüren nicht nur wissen dass Du ihnen nichts madig machen willst (im Kopf) das ist da wo Bindung entsteht im Herzen und Seele.
Das ist auch dass was Deine Seele Dir gönnen muss, einbischen innere Entspannung dass man auf Dich zugehen kann. Vielleicht fühlen auch die anderen dass sie nicht persönlich gemeint sind sondern schätzen nur Deine "Weisheit"?

Hilft das weiter? Wenn nicht entschuldige ich mich im Voraus ;)
Und Du könntest dosenweise, dosiert auch mal was von Deiner Seele zeigen in ruhigen Momenten vielleicht triffst Du jemand der anknüpft und nicht nur ein guter "anonymer" Zuhörer ist sondern dir PERSÖNLICH was zurückgibt? Könnte sein?
 
Zuletzt bearbeitet:

MrHokusPokus

Mitglied
Mir ging bzw. geht es ähnlich wie dir.
Nur ist der Grund des Ausnutzens ein Anderer (gewesen).Meine schulischen Leistungen,die schnell faule "Abschreiber",desinteressierte "Nichtsversteher",etc. anzog,waren die erkennbare Ursache.Da mir auch keine durchaus wünschenswerten Gegenleistungen geboten wurden und man mein an keine Bedingungen geknüpftes Helfen als selbstverständlich ansah,entschied ich mich dazu eine totale,undurchlässige Gleichgültigkeit aufzutragen,die irgendwann zur Abschreckung führte und mich aus den vermeintlichen "Freunden" aussuchen ließ.

Zwar galt ich eine ganze Zeit lang als rücksichtsloses,nur auf sich bedachtes A*******,aber da mir auch das egal zu sein schien,wurde auch davon abgelassen.
Zwar musst du nicht diesen Weg einschlagen,aber einiger "Freunde" solltest du dich mit der Zeit entledigen.
Hoffe ich konnte helfen :),
MrHokusPokus/Artur
 
G

Gast

Gast
Erst mal vorweg: Darf ich fragen, wie alt du und deine Freunde in etwa seit? Die Gründe können da je nach Altersgruppe ja auch unterschiedlich sein.

Ansonsten, versuch es mal so zu sehen: Du wirst gebraucht, deine Fähigkeiten und Eigenschaften werden bewundert und gemocht, man vertraut dir.
Alles in Allem würde ich behaupten, dass du eine wichtige Rolle im Leben dieser Menschen spielst, sie mögen und schätzen dich, sicherlich auch um deiner selbst willen.

Wenn du nicht der Party-Mensch bist, kann es auch sein, dass sie dich nicht langweilen oder drängen wollen oder befürchten, dass du dich dort vielleicht unwohl fühlst, da sich auf Partys wohl wenige finden, die da ähnlich ticken, im Bezug auf Alkohol.

Vielleicht kann ich auch etwas die andere Seite schildern:
Ich habe einen guten Freund, vertraue ihm grenzenlos und wenn ich Rat oder jemanden zum reden brauche, ist er meine erste Wahl, da er einfühlsam, aufrichtig, liebenswert und realistisch ist.
Andererseits habe ich das Gefühl ihm viel zu wenig zurückgeben zu können.
Er scheint alles zu können, ist sehr selbstständig, intelligent.
Ich biete ihm immer wieder an, zu mir zu kommen, wenn etwas ist, mehr kann ich nicht tun.

Allerdings meldet er sich ungedreht kaum bei mir, wenns ihm schlecht geht. Meistens merke ich das und sprech ihn dann an, frag was los ist, versuch ihn zum reden zu bewegen.
Trotzdem habe ich das Gefühl, ihm nicht gerecht zu werden und Angst, dass er sich manchmal ausgenutzt oder alleingelassen fühlt.

Da würde es mir helfen, wenn er auch mal aktiv mit Forderungen, Problemen und Wünschen auf mich zukommen würde.
Vielleicht klappt das bei dir und deinen Freunden ja auch. :)
Zumindest (auch wenn sie kein schlechtes Gewissen haben) bringst du damit mehr Ausgleich in eure Beziehung.
Manche Menschen sind da auch einfach ignorant und merken nicht, dass sie mehr fordern als geben. Denen fällt aber oftmals auch nicht auf, wenn du anfängst das Selbe zu tun und im Endeffekt entsteht dadurch dann ebenfalls Zufriedenheit.

Vielleicht hilft dir die Ansicht ja.
 

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