Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

War es eine Vergewaltigung?

Berdine

Aktives Mitglied
Ich stimme dir voll und ganz zu: Es ist ein Vertrauensmissbrauch. Die Frage des TE war aber "War es eine Vergewaltigung". Und hier muss man nein sagen.

Das es sich für einen selbst emotional anders darstellt will ich gar nicht in Abrede stellen oder die Situation klein reden. Es ist schlimm, was passiert ist.
Es ging hier nicht um den rechtlichen Aspekt. Es war ein sexueller Übergriff, nachdem klar kommuniziert wurde, dass Sex nicht erwünscht war. Da muss man nicht um Begrifflichkeiten rumreden.
 

Anzeige(7)

Bodenschatz

Aktives Mitglied
Man muss mit dem Thema ein bisschen vorsichtig umgehen und einfühlsam argumentieren.

Der gesetzliche Schutz ist nun mal klar definiert: nein heißt nein.
Von daher kann man sich in den Schutz des Gesetzgebers begeben. Du weisst was ich meine.

Nun ist es aber so, dass verschiedene Leute - und dazu muss man auch noch die Handlung betrachten - mit dem eigentlich klaren Sachverhalt verschieden umgehen.

Zum einen könnte man die Rolle des "Täters" betrachten.
Einem Vergewaltiger geht es - auch - um Macht, um Missbrauch, um Ausüben von Gewalt.
Die Gewalt tritt erschwerend im Schutzbereich der Intimität auf.
Bei Dir könnte man sich auch fragen, ob Liebe zu Dir (auch? überwiegend?) im Spiel war oder worum es ging?
(Hört sich so an, als wolle ich ihn in Schutz nehmen? Nein, das möchte ich nicht, es geht um Dich.)

Dann muss man die Opferseite betrachten.
Wenn jemand sich in einer Beziehung zu einem Partner befindet und nachts aufwacht, weil etwas ungewöhnlich ist, dann kann der "behandelte" Partner sich - wenn er wach wird - freuen und mitmachen oder ablehnen. Manchmal hieß es auch vorher "lieber nicht", aber die gefühlte Situation bestimmt die Konsequenz.
In Deinem Fall hat er Dich wohl nicht noch einmal gefragt, jedoch hat er (hmm) Deine Intimität (Nacktheit) nicht in dem starken Maße verletzt, als hätte es davor und danach nie GV gegeben und als wärst Du ein "fremdes Opfer im Park" gewesen.

Dennoch hast Du die Situation in Deiner Erinnerung als einschneidend verbucht, und nun ist der Krug in den Brunnen gefallen.
Für Dich selber - rein körperlich - war es dasselbe, geistig aber eben nicht.

Also müsstest Du überlegen, wie Du wieder (geistig gesehen) gesund wirst.
Man wird Dir empfehlen zu versuchen, positiv zu denken, da eine strafrechtliche Würdigung jetzt sofort heute nicht zu Deiner Heilung jetzt sofort heute führt.
Wäre dies so, so bräuchte man weniger Ärzte und mehr Richter, und das hieße, dass man zur eigenen Heilung einen anderen "behandeln" lassen müsste.

Deine Frage, ob es definitiv Vergewaltigung war, solltest Du Dir daher selber beantworten und dies auch wollen.
Kommst Du zu dem Ergebnis dass Du vergewaltigt wurdest und willst du das hören, so besteht die Gefahr, dass Du in eine Rolle hinein kommst, in der du Dich als Opfer siehst und einen Anspruch darauf entwickelst, (von Ärzten) geheilt zu werden. ( aktiv geheilt zu werden im Sinne einer Reparatur).
Genau die Heilung kann aber nicht eintreten, solange Du dazu die Opferrolle nicht verlässt.

Kommst Du jedoch innerlich zu der Überzeugung, dass es keine war, dann hast du keinen Grund mehr, darüber nachzudenken. Dies würde dazu führen, dass du umsonst nachdenkst und dies auch mit der Zeit merkst und dadurch mit der Zeit abstellst.
Du wärst deine eigene und wertvollste Hilfe, weil Du direkt die Gedanken beeinflussen kannst.

Also musst Du anhand von Analysen Deiner Einstellung zu Dir selbst und der Einstellung zu dem Ereignis überprüfen, wie es für dich am Ende besser und gesünder und erstrebenswert wäre!

Und das machst Du dann.
 
Zuletzt bearbeitet:

Enjoy97

Aktives Mitglied
"Vergewaltigung ist nach Artikel 36 des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbul-Konvention) das nicht einverständliche, sexuell bestimmte vaginale, anale oder orale Eindringen in den Körper einer anderen Person"
und
"die mit einem Eindringen in den Körper verbundene oder sonst besonders erniedrigende Vornahme sexueller Handlungen an einer anderen Person (bzw. das Vornehmenlassen dieser Handlungen an sich selbst durch eine andere Person) ohne deren erkennbaren Willen " § 177, Absatz 6, Nummer 1 Strafgesetzbuch

Die Frage ist, was du langfristig draus machen willst. Klar könntest du es der Definition nach Vergewaltigung nennen wenn dir das hilft. Die Frage ist nur, wie du es wirklich siehst? Deiner Beschreibung nach wollte dein Freund im Schlaf in dich eindringen (also schonmal ohne deinen erkennbaren Willen). Vermutest du bösartige Absichten? Diente es der Erniedrigung? Reue zeigte er ja unmittelbar danach, obwohl ihm zu dem Zeitpunkt noch keine Strafe drohte.

Es bleibt die Frage was dir hilft. Willst du eine Anzeige aufgeben, willst du ihn dafür belangen? Würde dir das helfen, besser damit umzugehen? Wenn Ja, dann solltest du dich rechtlich beraten lassen, insbesondere wie ein Jurist das ganze Einordnen würde und welche Chancen du vor Gericht hättest.

Unabhängig davon, ob du das ganze rechtlich verfolgen lassen willst, ist meine Empfehlung einen Psychiater oder Psychotherapeut hinzuzuziehen. 1. Weil der evtl. Prozess für dich sehr aufreibend sein kann und 2. Du davon unabhängig DEINE Gefühle diesbezüglich aufarbeiten musst. Psychologischer Beistand ist demnach die oberste Priorität.

Ich wünsche viel Erfolg und alles Gute
 

littleNina

Aktives Mitglied
Es war möglicherweise keine klassische brutale Vergewaltigung mit Erniedrigungsabsicht, sondern ein Trieb. Das schon. Aber sorry an die die hier schreiben es sei eindeutig keine Vergewaltigung. Wie könnt Ihr sowas sagen? Wenn es überhaupt eindeutig geht in diesem Fall dann war das EINDEUTIG EINE!!!. Sie schlief, das nennt man Vergewaltigung widerstandsunfähiger Personen. Und ja sie schreibt wage er hat versucht in sie einzudringen. Hat er das denn schon getan als sie geschlafen hat? Wollt Ihr das wirklich so formell? IST er ins sie eingedrungen: Eindeutig ja dann wäre es eine Vergewaltigung. Nur nicht eben das klassische was ein Täter so in Schadensabsicht macht. Aber eben eine innerhalb einer Beziehung. Verharmlosen würde ich das nicht. Ihn belangen würde ich jetzt nicht zwingend da er selbst schnell erkannt hat was er da tut.

Ich rate Dir auch schnell zu versuchen aufzuhören daran zu denken. Weil Frauen spielen auch manchmal an schlafenden Männern rum bis sie aufwachen und dann kommt es zum Sex. Also ist das wirklich ein Graubereich der extrem verletzend ist aber eben nicht das klassische Tätersein mit Schädigungsabsicht. Deswegen musst du die Sache trotzdem ernst nehmen und heilen. Und hinzu kommt dass ich Männer kenne die Reue vorspielen. Also schon schwierig das einfach zu verharmlosen. Kannst Du das jetzt besser für Dich einordnen? Der Schwere nach ist es schwer. Gesetzlich würde ich es nicht verfolgen.
 

littleNina

Aktives Mitglied
was denn nun ? mal ist es eine vergewaltigung, dann soll es aber trotzdem nicht angezeigt werden. und der begriff triebtäter kommt nicht von ungefähr. was die absicht hinter einer vergewaltigung ist, ist unwichtig.
und einer frau zu sagen sie solle schnell aufhören daran zu denken, nachdem sie opfer einer vergewaltigung wurde, geht nicht. schnell schon gar nicht. und es zu verarbeiten ist der definitiv bessere weg, was verdrängt wird ist nicht weg.

und frauen die männer unsittlich berühren ohne deren einverständnis oder mit entsprechender absprache oder ihnen körperteile in körperöffnungen stecken sind nicht besser,

in absprache und bei gegenseitigem einverständnis, ist es natüröich etwas völlig anderes, auch wieder komplett geschlechtunspezifisch.

und schnell vergessen und heilen sind komplett unterschiedliche dinge.
Das war eine Antwort an die die schreiben es sei eindeutig angeblich keine. Ist ja auch unklar ob er es nur versucht hat oder schon geschafft hat während sie noch schlief. Ich wollte die Grenze klar ziehen. Ich würde es nicht anzeigen weil Gewalt nicht im Spiel war und es letztlich nicht dazu gekommen ist. Aber mir in Zukunft andere Menschen als Partner suchen, zum Eigenschutz, nicht zum Vorwurf an den unreifen Herrn. Ich sehe hier eine Grauzone, eine Beziehungstat und eben ohne Schädigungsabsicht, wobei das geheuchelt sein kann, wie ich erwähnte. Klar ist schnell vergessen nicht heilen, aber darin herumzustochern kann es schlimmer machen. Die körperlichen Gefühle der TE sagen ihr dass sie sich missbraucht fühlt und das sollte sie heilen. Heilen ist nicht einfach vergessen, aber Gedanklich sich gutes zu tun und sich mit gutem zu beschäftigen statt vor Gericht zu ziehen, bei so einer schwammigen Angelegenheit, da macht sie sich weniger seelischen Schaden, das vermute ich so. Ich habe nur die Grenze gezogen wo sie ist. Wieso ignorieren hier die Leute im Thread dass sie schlief? Und sie entscheidet auch in einer Beziehung ob sie jemand nackt sehen darf.
 
Warum fragst du da noch, was lässt dich zweifeln?? Als was soll man es denn sonst bezeichen, vielleicht "männliches Recht auf deinen Körper, weil du so naiv warst, neben ihm einzuschlafen", oder was?
Bitte hole dir heute noch Hilfe und arbeite an deinem Selbstbewusstsein. Und suche dir künftig nur noch Sexualpartner die ein nein für voll nehmen. Nicht mal in einer Ehe muss man sich sowas bieten lassen!
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
M Warum? Was war das Gewalt 65
S War das schon missbrauch? Gewalt 1
M Was war das? Gewalt 70

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • L (Gast) LemonGirl
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!
  • Chat Bot:
    Gast LemonGirl hat den Raum betreten.
  • (Gast) LemonGirl:
    Ist das der richtige Ort für Fragen zum Forum ?
    Zitat Link

    Anzeige (2)

    Oben