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Wann zur Therapie?

G

Gast

Gast
Hallo.. ich weiß nicht ob ich nun unter einer sozialen Phobie leide oder nicht. Außerdem quält mich die Frage, wann man zur Therapie gehen sollte, heißt, wann die Symptome alarmierend sind. Ich kann ja einfach mal schreiben, was mit mir ist:
In der Schule kann ich mich nicht im unterricht einbringen, ich habe eine höllische angst davor, etwas zu sagen und sitz nur still da, versuch mitzukommen. Wenn ich dennoch dran genommen werde versagt mir die stimme, ich kann nichtmal mehr richtig atmen. In gesprächen mit lehrern, die mir ebensfalls soviel angst einjagen, kommen mir ganz schnell die tränen und ich ernte nur noch irritierte blicke.
Ich habe morgens angst, wenn ich aufwache, ich wüde am liebsten verschwinden und niemanden sehen. Ich bin nicht nur in der Schule so still, auch sonst überall. Ich bin total unfähig was kommunikatioin angeht und während der ein oder andere sich schon bescheuerte themen zusammenreimt, weil ich einfach nichts sage (ich finde kein thema, nichts!), hör ich immer noch still schweigend zu. In Beziehung ist es auch extrem, nie findet sich ein Thema. Ich weiß nicht, vielleicht habe ich angst davor, zuviel mist zu reden oder etwas falsches zu sagen. Mein selbstwertgefühl/Selbstbewusstsein ist gleich null und ich will den anderen undbeingt gefallen, wenn ich auch meine prinzipien habe und mich nicht gern anpasse. Ich habe angst vor berührungen, selbst durch vertrauete menschen. Ich ziehe mich dann shcnell zurück und lass niemanden mehr an mich ran. Einerseits sehne ich mich nach Nähe, andererseits finde ich sie schrecklich. Sobald ich über gefühle rede oder es versuche, stotter ich und finde kein wort, kein satz, kann mich nicht mehr ausdrücken. Ich komm mir total bescheuert vor und mach dem nach auch alles mit mir selbst aus. In Gedanken. Gedanken, die niemand kennt, die sich schon sehr in mich riengefressen haben und die ich nicht mehr loswerde. Durch meine extreme Schüchternheit distanziere ich mich bewusst und fühle mich sogar eingeengt wenn ich ihn nur einmal die woche sehe (wenn ich einen freund habe) und wenn auch nur eine stunde. dadurch habe ich schon viel kaputt gemacht, aber es ist einfach so, dass ich plötzlich nicht mehr will, keine lust mehr hab, was ich am ende doch wieder bereue. Durch meine Distanzierungsmethode habe ich schon viele andere, "normale" freunde verloren und ich hab sowieso schon nicht viele. Ich sitze abends lieber allein zu hause, sag absichtlich ab, dnek mir ausreden aus. Als ob ich einsam sein WILL.
Mit mir selbst bin ich auch extrem unzufrieden. Eine zeitlang habe ich mich andauernd auf radikaldiäten gesetzt um abzunehmen. Ich find mich noch immer abscheulich, abstoßend. Ich hasse nicht nur meinen körper, ich hasse mich selbst, mach mir slebst mit allen dingen der welt druck und kann schon gar nicht mehr anders. Es ist in mein gehirn geschrieben und in allen situationen muss ich daran denken, bekomme angst davor und es geht wieder von vorn los. Einige würden sagen "denk einfach nich dran, mach einfach" aber ES GEHT EINFACH NICHT. so sehr ich mich bemühe. Ich bin total am verzweifeln, weiß nich mehr was ich machen soll.
Ich bin in letzter zeit immer sehr müde, kann mich auf nichts konzentrieren. Hab die lust auf meine hobbys verloren, die ich ma über alles geliebt habe. Eigentlich ist alles total sinnlos, niederschlagend. Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll bzw mit mir anfangen soll..

liebe grüße.
 

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Polux

Aktives Mitglied
Hallo Gast,
du hörst dich traurig an.
Wahrscheinlich ist es gut, wenn du dir eine Vertrauensperson in deinem Umfeld suchst, vielleicht dein Hausarzt und dort einmal deine Beschwerden erzählst. Auf jeden Fall ist es immer gut auch erst einmal die 'körperliche' Seite abzuklären, auch deine Lebensumstände anzuschauen. Wenn dann immer noch unklar ist, was mit dir los ist, kommt vielleicht auch einmal ein Gespräch mit einem Psychologen in Frage.
Stimmt meine Vermutung, dass du noch relativ jung bist?
...
In der Schule kann ich mich nicht im unterricht einbringen, ....
dann wären vielleicht auch deine Eltern, oder ein Freund/Freundin ein erster Anlaufpunkt?

Und du hast völlig recht, der Rat:
..."denk einfach nich dran,
ist oft nicht so 'einfach' umzusetzen. Dass dir das nicht gelingt ist ganz normal.
viel Erfolg. polux
 
G

Gast

Gast
Ja, ich bin 16. Ich kann mit meinen Eltern über so etwas nicht reden. Wenn ich mein Umfeld anschaue könnte man es glaub ich relativ stabil nennen. In der Schule treffe ich ab und zu auf gnoranz, Ablehnung aber Freunde habe ich dort dennoch. Wenn auch nicht viele. Ich hab mir überlegt mit meiner besten Freundin darüber zu reden, aber wenn es um sowas geht komm ich immer gleich ins stottern und weiß nicht mehr, was ich sagen soll. Am Ende ist sie selber total überfordert mit mir, weil es soviel ist. Sie kennt diese Seite auch nicht von mir, deshalb hab ich sehr viel Angst davor. Ich weiß auch gar nicht, wie ich ihr das alles erzählen soll. Das kostet mich glaub ich die größte Überwindungskraft, die ich je aufbringen musste. Ich habe bei mir in der Nähe eine Beratungsstelle entdeckt und die Frau, die diese leitet, bietet ein unverbindliches Gespräch an. Vielleicht werde ich das in näherer ZUkunft mal in Betracht ziehen. Je nachdem, wie es mir geht.
Wegen der Traurigkeit.. naja.. das ist auch son Punkt. Ich krieg diese Melancholie kaum noch aus mir raus, finde kein Gefühl zum Lächeln.

Liebe grüße
 
G

Gast

Gast
Wann ich das richtige mal richtig zufrieden war? Es ist komisch, ich weiß es nicht. Es sind immer diese Momente zwischendurch, wenn etwas passiert ist, wodurch man Hoffnung schöpft. Sei es nur eine gute Note in der Schule oder ein Wochenende, dass ich bei meiner besten Freundin verbracht habe. Irgendetwas hat mich immer sehr stark beschäftgt und mich dann insgesamt runtergezogen. Mein Körper (viele haben gefragt, ob ich krank wäre, weil ich so dünn war, obwohl ich normal gegessen habe, dann hab ich zugenommen und bin wieder unzufrieden), meine schulische Leistung (immer durchschnittlich bis schlecht, selten ma richtig gut), das Gefühl, nicht reinzupassen. In meine Klasse, manchmal in meine Familie, in diese Stadt, dieses Land. Ich war immer schon sehr in mich gekehrt, wollte immer schon weg, in eine andere Stadt. Weg von allen. Das Gefühl, wenn wir in Urlaub fliegen ist dann besonders schön. Man lässt alles hinter sich. Früher hatte ich große Angst vorm Fliegen aber mit der Zeit kam dann dieses Gefühl, wodurch ich auch darauf gekommen bin, meinen Flugschein zu machen. Naja, usw.

LIebe grüße
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Der Flugschein ist doch ein spannendes Ziel. Da kannst du selbst darauf hinarbeiten.

Aber das mit der Hoffnung finde ich auch interessant. Kannst du auch aktiv selbst Hoffnung schöpfen oder brauchst du dafür immer den Zufall oder Glück?
 
G

Gast

Gast
Aktiv selbst Hoffnung schöpfen? Nein, das wäre ja schön. Dafür brauch immer irgendwas, was mich für den Moment oder die nächsten paar Tage aufbaut/glücklich macht. Ansonsten versinke ich in der Hoffnungslosigkeit, im Selbstmitleid usw. Melancholie, Ängste. Ich würd das alles so gern ablegen. Es will nicht loslassen.
 

Polux

Aktives Mitglied
... Es will nicht loslassen.
'Es' - was ist das denn?

Das klingt ein bisschen nach: 'ich bin halt so, ich kann nicht anders - ich bin klein und hilflos, 'Es' macht etwas mit mir, ich kann nichts dagegen tun, 'Es' ist Schuld, dass es mir so schlecht geht'

Wenn du etwas gegen das 'Es' tun willst musst du es (;) ) ein wenig besser beschreiben.
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Aktiv selbst Hoffnung schöpfen? Nein, das wäre ja schön. Dafür brauch immer irgendwas, was mich für den Moment oder die nächsten paar Tage aufbaut/glücklich macht.
Witzig, du vergisst sogar im zweiten Satz dein "ICH" - würde mich daher nicht wundern, wenn du das generell etwas zu wenig einsetzt und so auf das "von außen", auf jemand anderen angewiesen bist.

Gab es irgendwann mal etwas, wo du selbst dich motiviert hast oder dir Hoffnung gemacht hast? Hier im Forum hast du dich doch selbst angemeldet z.B., oder?
 

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