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Wann ist der richtige Zeitpunkt zum sterben?

Corpse Bride

Aktives Mitglied
...Wenn man niemanden mehr hat?
...Wenn man schwer krank ist?
...Wenn mal alt ist und gelebt hat?

Oder wenn man nicht mehr kann.? Gibt es vielleicht Menschen, die zum Sterben geboren sind?
Unfähig zu Leben, sich anzupassen?

Menschen, die sich für andere quälen..immer weiter. Weil sie die schönen Momente nicht genießen und behalten können?
Menschen, die einfach nicht mehr wollen...
Menschen, die nur eine Hoffnung haben, die sich nie erfüllen wird?

Ich bin traurig. Sehr traurig. Ich möchte es fassen, es halten.
Ich möchte leben oder tot sein, aber nichts dazwischen..

Ich möchte weinen, um Hilfe schreien. Immer wieder.

Ich möchte gehalten werden.

Umarme mich. Sei bei mir, wenn ich gehe!
Sei bei mir, wenn ich bin!

-seufz-

Wen spreche ich an? Ich will... niemanden und alles.

sorry... :(
 

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PadraigOfGlencoe

Aktives Mitglied
Hi Corpse bride,

hmmm . . . wer SO POETISCH darüber schreiben kann, kann SO TOT noch nicht sein . . . *sobeimirdenk* . . . .


. . . vermute aber mal, zu wissen, was Du meinst . . . diesen unerquicklichen Zustand irgendwo dazwischen . . . . zu paralysiert oder stumpf, um es wirklich "Leben" nennen zu können, aber zu sehr in all dem Alltagsgedöns gefangen, zu sehr unter den ganzen Belanglosigkeiten leidend, um als "sanft entschlafen" (ums mal euphemistisch zu benennen) duchzugehen.

ACHTUNG, TONWECHSEL(!):

HEUTE scheint mir ein superguter Tag dafür zu sein, sich wieder neu auf das Leben einzulassen, denn der (sch....-)Hochnebel hat sich verzogen und es ist 7 (!!) Grad wärmer als gestern (hoffe bei Dir auch) . .

DIESER ist der optimale Tag, um mal wieder zu versuchen, die KLEINEN Dinge, an denen man sich freuen KÖNNTE, zu sehen (ist nicht belehrend gemeint . . . "predige" mir nur grad selbst!) . . .

Ich bin traurig. Sehr traurig. Ich möchte es fassen, es halten.
Ich möchte leben oder tot sein, aber nichts dazwischen..

Ich möchte weinen, um Hilfe schreien. Immer wieder.

Ich möchte gehalten werden.

Umarme mich. Sei bei mir, wenn ich gehe!
Sei bei mir, wenn ich bin!

-seufz-

Wen spreche ich an? Ich will... niemanden und alles.

sorry... :(
wieso sorry?? finde es gut, dass Du diese Stimmung äusserst und das nicht einfach nur in Dir gären lässt!

Hmmm . . . . "virtuelles Drücken" ist ja schon auch n bissl arm, oder?? Aber wenn das trotz der langen Datenleitung bei Dir ankommt, dann fühl Dich mal ganz lieb in den Arm genommen und gedrückt . . . . :)

Und behalte das bei und schrei um Hilfe, wann immer das dran ist . . . . viel zu viele lassen einfach nur langsam ihr Licht verlöschen . . . was auch immer der Sinn unseres Daseins ist, DAS sicher nicht!

LG, P.O.G.
 

tulpe

Sehr aktives Mitglied
Ich möchte leben oder tot sein, aber nichts dazwischen..

Genau dieser Satz beschreibt mich vor ca. 8 Jahren! Ich war schwerst depressiv. Ein tote Hülle Menschenkörper, der für andere jedoch als lebend wahr genommen wurde. Jede Sekunde war eine Qual, weil man diesen Zustand einfach nicht mehr ertragen konnte........


Ich dachte damals auch, dies sei der richtige Zeitpunkt, um sich vom Leben zu verabschieden und zu gehen........Ich konnte es jedoch nicht! Ich wollte nicht, dass meine Eltern und engen Freunde daran kaputt gehen. Für sie war ich stark, hab es weiter ertragen....in der Hoffnung, dass es besser wird!

Und: es wurde besser!
Nimmst Du Antidepressiva?

LG tulpi
 

Tyra

Sehr aktives Mitglied
dann wenn der Tod kommt..auf natürliche Weise versteht sich.

Bei Selbstmordgedanken bitte rasch zum Facharzt, denn dann liegt ne akute Depression vor die seine Gedanken verfälscht und negativ einfärbt..in einer akuten Depression schrumpft aufgrund eines biochemischen Ungleichgewichts im Hirn (was an sich leicht behebbar ist) dein Intellekt in einigen bereichen auf Kleinkindniveau und du brauchst dann Schutz vor dir selbst.

Kennzeichen von ner Depression: Niedergeschlagenheit, Schlappheit, negatives Denken, Todessehnsucht etc.

Mittel gegen Depressionen: Kombitherapie psychiatrisch-medikamentös + psychologisch (Verhaltenstherapie), gesunder lebensstil, keine Drogen nehmen, Schlafhygiene, Seelenhygiene, genügend Sozialkontakte pflegen, viel Sport (3-4 Stunden pro Tag...wenn es geht aber mindestens täglich 1-2 Stunden), Kampfsport und Zentraining damit das Denken geerdet wird...man psychisch nicht die Bodenhaftung verliert und irre wird...Menschen die ne Anlage dazu haben ein wenig abzudrehen...sollten da besonders auf sich achten und ihr Leben so gestalten, dass man einigermaßen normal drauf bleibt.
Du bist Architektin deines Lebens und voll verantwortlich für alles was du erlebst und erleidest..daran solltest du immer denken und dementsprechend handeln.
Buddhistisch ausgedrückt ist ne Depression sone Art Vermüllung der Seele, dein Karma ist mies, da zu viel unerledigten Kram in deinem Alltag besteht, der dich wortwörtlich niederdrückt, sprich ins Lateinische übersetzt de-primiert..niederdrückt.

Auf keinen Fall solltest aus dem Leiden (bzw. der Depressionserkrankung) ne Tugend oder ein Pathos machen was ein wenig aus deinem Beitrag durchklingt.

Kein Mensch ist zum Sterben geboren...sondern zum Leben, natürlich ist die Geburt auch mit dem Sterben und Tod verbunden, da dies der natürliche Lauf der Dinge ist. Das Leben ist ein wertvolles Geschenk dem man mit Achtung und Würde begegnen sollte. Unwürdig finde ich es den Tod an zu beten und herbei zu sehnen...sowas ist Idolatrie und Götzenanbetung...krankes Denken..manchmal depressionskrankes Denken gegen das man angehen muss. Mit Therapie, Medis und weiterer Action im Alltag....dort mal kräftig aufräumen, die Seele entmüllen....dazu ab zum Psychologen und anfangen auch im Alltag mal Seelenhygiene ein zu führen.

Prüf mal deinen Lebensstil auf Schwachstellen...aber bei akuter Depression zunächst ab in eine Klinik...und danach für längere zeit ambulant weiter. Durch aktive Mitarbeit und Aktionen im Leben weitere Akutschübe vermeiden, die vermasseln dir das Gehirn und das Leben.

Tyra

Internet ist kein Ersatz für Therapie oder Freundschaften..sondern eher ne Sackgasse und Isolationsdings (= Depressionsmitursache) wer sich zu sehr ins Netz verkrümelt der verlernt und verpasst das Leben.
Mensch braucht mehr als Virtualität...ne richtige Berührung und richtige Umarmung, richtige Zuhörer, richtige Freunde etc...gieb dich nicht mit weniger zufrieden! Und fang an dir ein richtiges Leben in 3 D, also in der realen Welt auf zu bauen.

Den an deinen Nickname angelehnten Film The Corpse and The Bride kenne ich und fand ihn genial und superschön....als Film...Fiktion ist und bleibt natürlich sowohl was das Leben als auch das Leben betrifft Fiktion und Realität ist oft ein wenig anders ;) Wunsch (ggf. Fiktion) und Wirklichkeit bitte trennen!
 
Zuletzt bearbeitet:

Lichtwesen

Mitglied
Gibt es vielleicht Menschen, die zum Sterben geboren sind?
Unfähig zu Leben, sich anzupassen?
Hi ,


also...geboren werden WIR ALLE um zu sterben ! Nur, was mach ich mit der Zeit DAZWISCHEN ??
Nun, entweder man lebt bis "dahin" ,oder man wartet bis "er" kommt.

Ganz einfach ....jetzt...für mich ...


Dir würde ich ganz ganz dringend raten Hilfe zu holen!
Der Grat zwischen Gedankenwelt,Fantasien und Taten ist so klein und scharf, das solltest du nicht unterschätzen ....wirklich nicht !

...oder ...du entscheidest dich dafür, weiter im Dunkeln zu sitzen und das schönste und einzigartigste was es gibt zu verlieren

--> Dich <----


Ich hoffe ganz fest das du dich für das Licht entscheidest und wünsche dir den Mut und die Kraft die du brauchen wirst!

ps: es gibt NIEMAND der unfähig ist zu leben ! ...und wer sagt denn das man sich um jeden Preis anpassen muss? ;)
 

ewk

Mitglied
Hallo,

der richtige Zeitpunkt ist nie, denn es bleibt immer eine Lücke. Du wirst einem Fehlen auch wenn du gehst auch wenn Du das nicht siehst.

es gibt Menschen die dich lieben.

Ansondsten kann ich mich nur der Antwort vom Lichtwesen anschließen

Gruß Erwin
 

Tyra

Sehr aktives Mitglied
schöner Beitrag von Lichtwesen und ich stimme dem ebenfalls zu. In einigen Punkten ist ein wenig Anpassung natürlich notwendig...allerdings kann man sich in einigen Bereichen natürlich seine Freiheiten erlauben...jeder muss da für sich seine Niesche bzw. seinen Platz im Leben finden.
 
K

Klanster

Gast
nicht wundern, wenn ihr meine Nachricht hier im Forum nochmal liest, wollte das aber eigentlich hier reinschreiben

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

Hallo,

ich bin seit etlichen Jahren depressiv. Es gibt Phasen die besonders schlimm sind und Phasen da kann ichs irgendwie verdrängen, gaukel mir da was vor.

Momentan bin ich auch extremst depressiv. Angefangen hats letztes Jahr im Frühling und ab Sommer wurdes immer schlimmer. Seit 1,5 Monaten gehts mir besonders schlecht. Fühl mich total nutzlos auf dieser Welt. Das hat vielerlei Gründe, dass ist nicht spontan gekommen. Es sind Sachen vorgefallen und fallen noch vor die mich Tag für Tag immer mehr in Richtung Abgrund treiben.

Ist den niemand da, der für mich da ist? Der mich mag wie ich bin? Immer für andere da zu sein, aber niemand der für einen da ist. Man wird ausgenutzt, keiner meint es wirklich ehrlich mit einen. Immer nur an den eigenen Vorteil denken. Ist die Welt so verkorkst? Muss ich auch so sein wie die, die einen wie Dreck behandeln um im Leben geliebt zu werden oder nur Freunde zu finden? Das kann es nicht sein. Ich kann es nicht und ich bin nicht so! Ich bin am Ende. Dennoch könnte ich mir nichts antun. Doch ob mein Körper und mein Geist da noch lang mitmachen, dass weiß ich nicht, den mir gehts wirklich sehr sehr schlecht. Ich bin so unendlich traurig und einsam, fühl mich verlassen und hintergangen. Bin verletzt und enttäuscht, der Schmerz sitzt so tief.

Und es gibt keinen richtigen Zeitpunkt zum sterben!!! Ich bin extremst depressiv, ich versteh dich also. Mir gehts wie gesagt sehr sehr dreckig, ich könnte mir aber nie was absichtlich antun. Trotz allem denke ich, dass ich ein guter Mensch bin und ich es wert bin zu leben und geliebt zu werden. AUCH DU!!! Und ich bitte dich, dass du dir nichts antust. Ich denk mir oft, wer wird mich vermissen, ich hab niemanden. Auch wenns ich vielleicht nicht wahrhaben möchte, es gibt Leute die mich vermissen würden und die um mich trauern würden. Wie könnte ich das ihnen antun? Es wäre ein leichtes für mich, die Qualen endlich zu beenden. Aber will ich das wirklich? Nein! Ich liebe das Leben und ich glaube trotz den Sachen die mir vorgefallen sind an das Gute im Menschen und das schöne im Leben. Ich will leben, es fällt aber oft sehr schwer, dass geb ich zu. Bitte tu dir nichts an, du bist wertvoll, genauso wie ich und alle anderen! Bitte gib nich auf! Ich mache es auch nicht!
 

maximilian

Aktives Mitglied
Du hast dir leider eine psychische Krankheit eingefangen, sonst hätteste solche Gedanken nicht. Ich an deiner Stelle wäre ja ziemlich sauer auf die Krankheit, dass sie dir so ein verzerrtes Bild des Lebens und solche Gedanken eingibt.

Ich hatte auch schon ne depressive Verstimmung oder leichte Depression, mit Suizidgedanken und so. Irgendwann vor Jahren hab ich die Kurve bekommen. Und hab versucht mich zu erden. Hab erkannt dass Enttäuschungen nur die Folge übersteigerter Ansprüche sind (Gier), hab mich auf mich konzentriert, mir selbst mein Leben schön gestaltet, mir eine Arbeit gesucht wo ich mich absolut wohl fühle. Es ist mein Leben, ich hab nur eins, und jetzt mach ich was draus.

Würde ich meinem damaligen Ich begegnen und ihm erzählen wie wohl ich mich mittlerweile im Leben fühle, richtig glücklich, ich vor 7-8Jahren hätte mich in meinem Alter für nen Spinner gehalten, der anscheinend keine Probleme hat und gut reden. Aber ich hab ja noch die gleiche Vergangenheit.

Lass dir nicht von der Krankheit dein Leben wegnehmen. Lass es dir nicht verderben.

Jedes Jahr dass du nicht genießt ist wech, einfach wech. Aber ein Jahr was man genießt kann so ausgefüllt sein. Für mich bedeutet das geniessen frühmorgens nach dem Spätdienst zum Sonnenaufgang mit dem Rennrad nen Baggersee zu umrunden, und so leise zu sein, dass die Tiere nicht flüchten. Solchen Genuss mir selbst zu suchen musste ich erst lernen. Aber wenn man sich aufs Leben einlässt, kann es so toll sein. Mir könnte manchmal das Herz explodieren vor lauter Glück am leben zu sein (ganz wortwörtlich!), vor allem in der Natur. Geh mal alleine in die Natur, such nen Wildwechsel, sei leise, leg dich paar Meter daneben, mit nem Hörbuch im Ohr, beweg dich nicht, und warte.

Hol dir Hilfe gegen deine Krankheit. Mit Krebs gehste doch auch zum Arzt? Oder fragste da in nem Hilfeforum: "ich huste Blut, wohin soll ich mich wenden?" Es gibt einige Krebsarten die weniger tödlich sind als ne Depression!
Hol dir Hilfe und weine, und wenn du nicht mehr weinen kannst, warte ein bißchen, und dann weine wieder. Weine solange bis du wieder lachen kannst.

EDIT: Warum nimmste nichtmal 5-6Wochen lang hochdosiertes Johanniskraut? Wenn du ne Empfehlung für ein gutes Präparat haben willst, schreib mir ne PN. Aber gleichzeitig sehr bald mal zu ner Sprechstunde eines Psychiaters gehen und ihm deine Krankheitssymptome schildern.

Wirklich, du musst immer bedenken, du bist jetzt nicht du, wie du sein könntest, wenn es dir besser geht. Das ist die Krankheit, und nichts was in deiner Person steckt.
 
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