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Wahlkampf in Deutschland

D

Dr. House

Gast
Habt ihr euch mal gefragt, warum die deutsche Politik in Sachen Wahlkampf so den USA hinter hinkt?

Wenn ich da an die Nutzung des Internets bei Obama oder Ron Paul denke, da ist Deutschland noch in der Steinzeit. Oder auch die Youtube Debatte.

In der Etablierung von gewissen Sprach-Codes gibt es hier auch einen gewaltigen Rückstand. Wenn man etwas oft genug wiederholt bzw. es einen eigenen Namen gibt, dann bleibt das hängen.

Wieso werden solche politischen Kampfbegriffe nicht genutzt?

Ein weiteres Beispiel sind die Wahlkampfspots. Hier verstehe ich auch nicht, warum man mit dem Gegner so sanft umgeht?

Negative Campaigning würde sich auch hier anbieten. So wie die Spots von Obama und McCain. Es gibt genügend Material.

Ich versteh das nicht. Ist das vielleicht verboten? :confused:
 

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E

EuFrank

Gast
Hallo Dr. House!

Habt ihr euch mal gefragt, warum die deutsche Politik in Sachen Wahlkampf so den USA hinter hinkt?

Wenn ich da an die Nutzung des Internets bei Obama oder Ron Paul denke, da ist Deutschland noch in der Steinzeit. Oder auch die Youtube Debatte.

In der Etablierung von gewissen Sprach-Codes gibt es hier auch einen gewaltigen Rückstand. Wenn man etwas oft genug wiederholt bzw. es einen eigenen Namen gibt, dann bleibt das hängen.

Wieso werden solche politischen Kampfbegriffe nicht genutzt?

Ein weiteres Beispiel sind die Wahlkampfspots. Hier verstehe ich auch nicht, warum man mit dem Gegner so sanft umgeht?

Negative Campaigning würde sich auch hier anbieten. So wie die Spots von Obama und McCain. Es gibt genügend Material.

Ich versteh das nicht. Ist das vielleicht verboten? :confused:
Meines Erachtens unterscheidet sich der US-amerikanische Wahlkampf von dem unsrigen hauptsächlich dadurch, dass gewisse Show- und UnterhaltungsElemente in ersterem stärker vertreten sind. Der Wahlkampf besteht dort in starkem Maße aus Methoden, die dem Zuschauer Spass machen sollen. Am liebsten würde man die Kandidaten in einen Ring stellen und eine Schlammschlacht ausführen lassen.

Das hat mit der Würde und Wichtigkeit einer Wahl nichts mehr zu tun.

Ich wünsche mir, dass der Bürger seine Entscheidung auf der Basis von Vernunft fällt. Dazu benötigt er Fakten. Dazu ist es hilfreich, wenn ihm Informationen über die Kandidaten möglichst transparent und unverfälscht zur Verfügung stehen. Ich möchte keine mit Fähnchen wedelnden stumpfsinnigen Wähler sehen, sondern freie selbstdenkende Bürger, die sich ihre Meinung auf der Basis von Fakten bilden.

Dem US-Wahlkampf geht es nicht in erster Linie um die Vermittlung relevanter Informationen, sondern lediglich darum, die Stimme des Wählers zu bekommen. Da ist die Lüge schon vorprogrammiert. Klar, jede Partei will immer die Stimme des Wählers. Aber der Show- und Unterhaltungscharakter des US-Wahlkampfes lenken von den eher wichtigen Fakten ab. So etwas wünsche ich mir nicht für Deutschland. Hier wirkt manches im Vergleich etwas dröger. Dafür ist der Blick für viele Wähler aber etwas klarer (und nicht so sehr durch Lametter und Luftballons verhangen).
 

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