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Von Bestem Freund und Stiefbruder zu Enttäuschung und Qual

I

IsThisUsernameTakenYet

Gast
Also äh... Hey. Mein Stiefbruder war jetzt zwei Jahre lang mein bester Freund... Dachte ich damals jedenfalls... Ich fange am besten ganz am Anfang an. Ich war 14, er 18. Eines Tages kam er zu besuch. Er stank furchtbar nach Zigaretten. Die ganze Familie war geschockt und enttäuscht wie stolz er vor allen verkündete dass er sich mit mit seinen Kumpels vorgenommen hatte, noch mehr zu saufen und zu rauchen. Hier möchte ich anfügen dass mein Grossvater und seine 3 Brüder durch Lungenkrebs, verursacht durch das rauchen, ein furchtbares Ende gefunden hatten. Ich konnte das nicht mitansehen, wie jemand seine Gesundheit wegwarf ohne ihm wenigstens davon abzuraten. Ich weiss - es war seine Sache. Vielleicht war es ja kindisch, aber ich sagte ihm, dass er es bitte überdenken sollte. Ich redete alleine mit ihm, riet ihm vom zu viel trinken und rauchen ab. Er erzählte mir von seinen Sorgen. Ich sah ihm ernst in die Augen und bat ihn nicht auch mit dem kiffen anzufangen. Ich erzählte ihm von meinem konstant bekifften Vater und wie er mich mental und körperlich misshandelte. Er sah mich ernst an und schwor es mir. Eine Woche später schrieb er mir auf Whatsapp - völlig bekifft. Obwohl es vielleicht nicht dramatisch klingt, war das das erste von vielen Traumas dass er mir verpasst hat. Ich hatte nach all den ruhigen Jahren ohne meinen Vater meine erste Panikattacke. So begann das alles. Ich half ihm auf seine bitte hin mit all seinen Lastern. Er belog und enttäuschte mich wieder und wieder . Ich hatte nerven zusammenbruch nach nervenzusammenbruch. Und ich verzieh ihm wieder und wieder. Ich stellte ihn wieder auf die Beine. Er verlor massiv Gewicht, hörte mit Drogen und rauchen und saufen auf. Seine Noten waren wieder oben. Zwischenzeitlich verliebte er sich in mich. Ich dachte zuerst dass der Körperkontakt rein freundschaftlicher Natur war. Dann fing er an mich anzugrapschen. Nach einiger verwirrung sagte ich ihm ich würde nie auf diese weise interesse an ihm haben. - er drohte mir zu kiffen. Und hier kommt der Teil wegen dem ich mich schuldig und eklig fühle und der für mich nie stattfand. Ich habe versucht mich in ihn zu verlieben. Ich dachte es würde alles gut werden wenn es passieren würde und er würde nie wieder dummheiten machen. Ich weiss jetzt wie dumm das war. Ich habe ihn zwei Mal geküsst. Das ist alles. Es fühlte sich alles andere als gut an. Deshalb habe ich es später nie als echte Küsse gezählt. Ich sehe ein ich habe ihm etwas vorgemacht. Es war falsch von mir. Doch sogar nach der Sache versuchte er zu verhindern dass ich mit anderen ausgehe, obwohl er behauptete darüber weg zu sein. Was mich auf die spitze trieb war, dass er mich einmal ansprang. Als wollte er mich vergewaltigen. Ich habe heute noch probleme mit körperkontakt. Doch ich verzeihte und vergass. Alles schien besser zu werden. Ich kam vor 8 Monaten mit seinem besten Freund zu sammen. Der netteste und liebevollste Mann der mir je begegnet ist. Er hatte auch eine neue Freundin aus Deutschland (Wir leben in der Schweiz). Dann brach alles wieder zusammen. Seine Freundin verliess ihn nach schlappen 2 Monaten, sagte ihm sie könne ihn nie so lieben wie er sie liebt. Ich tat das, was man halt so als teenager tut der einen Freund tröstet und lästerte über sie ab, was wohl nicht so schlau war. Ich sagte ihm er hatte besseres verdient und das alles. Und ihm ging es langsam besser. Doch noch mal ein Monat später stand sie bei ihm vor der Haustür. Er nahm sie natürlich sofort zurück. Ich sagte ihm er kann sich verpissen und dass ich keinen Bock mehr auf sein Drama hatte. Ich war recht glücklich endlich mit dem Typen abgeschlossen zu haben als mir seine Freundin eine ellenlange Nachricht schrieb. Was für eine furchtbare Schwester ich wäre und wie ich es wagen konnte über sie abzulästern. Sie war gefüllt mit infos die privat waren. Er hat ihr alle unsere Chats gezeigt. Alle meine tiefsten Geheimnisse die ich nur ihm anvertraute. Ich war bei meinem Freund und hatte einen kompletten Nervenzusammenbruch. Ich musste mich sogar übergeben. Er ist nun nicht mehr der beste Freund meines Stiefbruders. Ich hab ihm alles was in der Vergangenheit passiert ist erzählt und er entschied sich dazu ihn nicht mehr zu mögen.
Ich war später mal zwangsweise in den Ferien mit ihm und er hat keine Gelegenheit ausgelassen mich zu verletzen und anzuschnauzen. Ich deswegen jede nacht in den Ferien, mein Geburtstag war keine Ausnahme. Ich habe von der ganzen Erfahrung grosse schäden davongetragen. Ich fühle mich dreckig, schuldig, misshandelt, verraten und traumatisiert. Ich habe das Gefühl ich kann keinem mehr vertrauen. Ich weis auch nicht wie ich ihm gegenübertreten soll, alle drängen mich dazu mich mit ihm zu vertragen weil sie die ganze Geschichte nicht kennen. Ich will einfach nur vergessen und ihn nie wieder sehen, doch weiss ich nicht wie ich das anstellen oder anfangen soll... das hier schreiben hat gut getan. Danke fürs bis hierher lesen.
 

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