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Vom Pornokonsum und Ehekrise

frozen heart

Mitglied
Hallo.

Ich bin hier weil ich Porno- und Orgasmussüchtig bin.
Um kurz zu schildern wie alles begann, möchte ich ein wenig in die Vergangenheit schauen.
Ich stamme aus der ehemaligen DDR, und da gab es zwar die „Freie Körperkultur kurz FKK“ jedoch an harte Pornografie kam man ohne Beziehung da nicht ran.
Mein erster Kontakt damit waren Fotos auf denen abfotografierte Pornohefte zu sehen waren, damals war ich etwa 17.
Schon damals legte ich mir auf dem Dachboden meiner Eltern ein kleines Arsenal von solchen Fotos an und onanierte danach regelmäßig.
Dann kam die Wende und damit ab nach Westberlin das Begrüßungsgeld abholen und gleich in den ersten besten Erotikshop.
Da hielt ich dann mein erstes eigenes Pornoheft in der Hand. Mit dem eröffnen der ersten Videothek begann sich das Pornokonsumkarussel immer schneller zu drehen.
Ich lieh mir fast jedes Wochenende ein Abspielgerät samt mindestens zwei Pornos aus.
Onanieren wurde alles für mich, ich onanierte wenn ich aufgeregt war, ich onanierte wenn ich Zahnschmerzen hatte weil ich für den kurzen Moment des Orgasmuses diese nicht spürte, ich onanierte an den ungewöhnlichsten Orten nur um einen Kick zu bekommen und mir zu beweisen wie toll ich doch bin.
Das ging so bis ich etwa 25 war inzwischen hatte ich geheiratet und der ersten PC hielt Einzug in unser trautes Heim. Wie bei vielen anderen denen es ebenso geht wie mir, war dies der Anfang vom Ende.
Immer wenn ich allein war surfte ich im Internet auf Pornoseiten, lud haufenweise Bilder später dann mit DSL Filme runter. Emule war für mich eine einzige Fundgrube.
Was meine damalige Ehe angeht, naja, das sexuelle Feuer brannte nicht all zu lange. Ich begehrte meine Frau, ich wollte trotz meiner Pornosucht sexuelle aktiv bleiben aber meine Frau empfand Sex eher als größte Nebensache der Welt statt als schönste.
So blieb für mich dann nur noch der Handbetrieb übrig. Auch spionierte meine Frau mir nach und mein Doppelleben was ich bis dato geheim gehalten hatte flog auf und wurde mir ständig als „ich will mit Dir nicht schlafen“ Grund vorgehalten. Nun gut die Ehe zerbrach vielleicht auch deshalb aber nicht nur.
Dann lernte ich meine jetzige Frau kennen und lieben.
Komischer Weise erlebte ich dabei ein Dechervue. Auch wir waren sexuell sehr aktiv am Anfang, wie es wohl bei allen Verliebten am Anfang so war. Meine Frau brachte ein Kind mit in die Ehe, welches ich adoptierte und nun als meinen Sohn bezeichne. Während dieser Zeit surfte ich auch auf Pornoseiten, es gab Zeiten, da war es schlimm und dann wieder wo ich es ganz gelassen habe. Auch meine jetzige Frau folgte meinen Spuren im Internet und es kam auch hier mehrmals zum Eklat. Dennoch konnte ich weder ihr noch mir eine Sucht zugeben obwohl ich bei jetzigem Rückblick sagen muss, dass ich schon lange, lange mittendrin war. Aber nun ist es so das ich mit meiner Frau seit Januar 2008 überhaupt keinen Sex mehr hatte, das lag einerseits daran das Sie schwanger war und mir im März einen kleinen Engel (meine Tochter) gebar und danach wollten wir warten bis sie abgestillt hat.
Während dessen hatte mir mein Handyanbieter eine Internetflat für kleines Geld angeboten und ich nutzte sie, ja wie ich sie nutzte. Jede Minute die ich mit meinem Handy zu Hause allein war verbrachte ich im Internet, fand Seiten auf denen man sogar Handytaugliche Pornofilme kostenlos herunterladen konnte. Von alledem wusste meine Frau nichts, bis wir kurz vor Weihnachten auf der Homepage meines Handyanbieters waren und sie sah dass ich diese Internetflat hatte. Ich glaube da brach für sie eine Welt zusammen. Meine Frau begriff sofort das dies nichts gutes in meinen Händen war. Dies war eine Situation, die mich / uns überforderte und ich reagierte wie immer in solchen Fällen, ich hatte den buchstäblichen Drang zum onanieren, den Streß abbauen, hoffen das alles wieder gut wird. Eines muss ich hier klar stellen, ich liebe meine Frau und meine Kinder über alles. Mittlerweile ist es so, das sie seit letzten Sonntag mit den Kindern bei meinen Schwiegereltern ist (ca. 400km von hier) um einen freien Kopf und etwas Abstand von mir zu bekommen. Ich habe seitdem von ihr nichts gehört, ich weiß nicht wie es Ihr und meinen Kindern geht, vor allem weiß ich nicht wie sie noch zu mir steht.
Ich will sie auf keinen Fall verlieren und deshalb bin ich hier.
Ich habe all meine Pornografie vernichtet, meinen Internetzugang auf dem Handy storniert, alle Dateien auf dem PC gelöscht, CDs und DVDs vernichtet.
Ich will im neuen Jahr die Hilfe eines Sexualtherapeuten in Anspruch nehmen um diesem Teufelskreis endlich zu entfliehen.
Ich weiß nicht wie meine Frau reagieren wird wenn sie dies hier liest, entweder wird sie gehen oder sie steht mir bei.
Ich frage nun hier in diese Runde, wer hat es geschafft davon loszukommen und wenn wie?
Ich bin dankbar für jeden Hinweis, Tipp, Ratschlag.
 

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V

venia

Gast
...da fallen mir nur drei Dinge ein:

- ist ne reine Kopfsache (weil Gewohnheit wie Trinken und Rauchen)
- Rede mit der Umwelt darüber
- nimm dir ggf. nen Therapeuten zur Hand...

*Gutes Gelingen*

***ach ja, ist nur MEINE Meinung***
 

Tashunka

Mitglied
Hallo du Mensch mit gefrorenem Herzen ;)

Danke, dass du so offen geschrieben hast. So sieht also die andere Seite aus *nachdenklich*

Ich bin in der Situation deiner Frau. Einiges mag hier anders gelaufen sein, kommt aber letztlich aufs Gleiche raus.
Unsere langjährige Ehe steht vor der Entscheidung (natürlich meiner), wieder mal eine Sucht als Coabhänige mitzuerleben (gibt es eigentlich auch mitzuersterben?) oder ich gehe ganz und fange alleine ein neues Leben an.
Nun, die Hoffnung stirbt zuletzt. und ich wäre ja nicht co, wenn ich es nicht doch versuchen würde. :p

zur Erklärung, ich komme aus einer Suchtfamilie, und es entbehrt nicht einer gewissen Komik, dass ich mit all dem Wissen über Sucht und Co-abhängigkeit soooooooooo blind sein konnte.

Pornos als Kick...um sich zu stabilisieren. Was ich seit einem halben Jahr weiß aber nienicht richtig verstehen kann.

Es verletzt mich ZUTIEFST, diese schönste Sache der Welt an digitale oder Papierdamen zu verlieren. Für mich ist da nix mehr über.

Der Sucht wird das gesamte soziale Umfeld geopfert, sogar der Arbeitsplatz riskiert. Und bis zum WE war mein Mann eher darauf aus, nicht erwischt zu werden, und seinen hochmoralischen Heiligenschein zu polieren.
Auch ich war mit meinem Sohn abgehauen. letzten Sommer. Immerhin schon nach 3 Tagen bequemte sich mein Mann, sich auf meinem Handy zu melden.
Er sagt, er hatte Angst...jaja, wie immer. und tut dann : NIX wie immer.
Folge war aber: ich war wirklich bereit, ganz zu gehen, und das brachte Bewegung in die Angelegenheit und unsere Beziehung.

Also ungefähr so wie bei Euch jetzt.
Am WE stellten sich weitere Komplikationen heraus, die ich mit einer Mordsmigräne als Notaus quitierte und meinen Blutdruck, der sonst normal ist, dauerhaft auf 220 zu 140 hochjagte.
Sucht macht krank, auch die andere Seite. Mich.
Mein Mann ist eher darüber erstaunt, so schlimm sei es doch nicht, was er tue. Und es kommt ganz langsam bei ihm an, vom Kopf zum wirklichen Begreifen, dass er sich tatsächlich genauso verhält und fühlt und handelt, wie all die vielen Leute, die er ja so verachtet.

Nun soll es so sein, dass nach dem wirklich konsequenten und aufrichtigem Brechen mit dem "Kick" es ca 8 harte Monate sein sollen, die schlimm werden.Wo er FÜHLT, ( hat dein Name frozen heart nur zufällig was damit zu tun, oder war das bewußt gewählt?) Wo er mir noch mehr auf meine Knöppe haut um mich hochzujagen, dann kann er ja auf mich sauer sein, mich schuldig machen.
Und es funzt wohl wirklich nur, wenn er bereit ist, sich selber zu kontrollieren.
Dann jedoch soll der schlimmste Entzug durch sein.

Wir haben professionelle Hilfe, ohne würd ich das für nicht machbar halten.

Weiß deine Frau, dass du deine Sucht wirklich einsiehst und angefangen hast, selber was zu tun? Weiß sie, was du an Therapie geplant hast?
Das nicht-melden meines Mannes als ich weg war, habe ich als glattes Desinteresse empfunden, aber deine Frau mag da anders empfinden.

Stelle gerad fest, ein wenig durcheinander geschrieben, aber das bin ich auch in einem Masse wie noch nie in meinem Leben. Und eigentlich dachte ich, genug Schlimmes ( Alkoholismus, Gewalt, und noch so einiges) erlebt zu haben, und mich nun mal einfach am LEBEN zu erfreuen. Gut, dann wird es eben nicht einfach, aber die Lebensfreude lass ich mir auch nicht mehr wegnehmen, macht einfach zu viel Spaß ... wirklich zu leben meine ich.:)

Ob wir es zusammen schaffen...

Ich wünsche dir die nötige Kraft zu deinem harten Kampf, Euch als Familie viel Erfolg!
Und danke, dass du so offen warst! So sehe ich, es ist tatsächlich auch bei anderen so.
 

frozen heart

Mitglied
Hallo du Mensch mit gefrorenem Herzen ;)

Danke, dass du so offen geschrieben hast. So sieht also die andere Seite aus *nachdenklich*

Ich bin in der Situation deiner Frau. Einiges mag hier anders gelaufen sein, kommt aber letztlich aufs Gleiche raus.
Unsere langjährige Ehe steht vor der Entscheidung (natürlich meiner), wieder mal eine Sucht als Coabhänige mitzuerleben (gibt es eigentlich auch mitzuersterben?) oder ich gehe ganz und fange alleine ein neues Leben an.
Nun, die Hoffnung stirbt zuletzt. und ich wäre ja nicht co, wenn ich es nicht doch versuchen würde. :p

zur Erklärung, ich komme aus einer Suchtfamilie, und es entbehrt nicht einer gewissen Komik, dass ich mit all dem Wissen über Sucht und Co-abhängigkeit soooooooooo blind sein konnte.

Pornos als Kick...um sich zu stabilisieren. Was ich seit einem halben Jahr weiß aber nienicht richtig verstehen kann.

Es verletzt mich ZUTIEFST, diese schönste Sache der Welt an digitale oder Papierdamen zu verlieren. Für mich ist da nix mehr über.

Der Sucht wird das gesamte soziale Umfeld geopfert, sogar der Arbeitsplatz riskiert. Und bis zum WE war mein Mann eher darauf aus, nicht erwischt zu werden, und seinen hochmoralischen Heiligenschein zu polieren.
Auch ich war mit meinem Sohn abgehauen. letzten Sommer. Immerhin schon nach 3 Tagen bequemte sich mein Mann, sich auf meinem Handy zu melden.
Er sagt, er hatte Angst...jaja, wie immer. und tut dann : NIX wie immer.
Folge war aber: ich war wirklich bereit, ganz zu gehen, und das brachte Bewegung in die Angelegenheit und unsere Beziehung.

Also ungefähr so wie bei Euch jetzt.
Am WE stellten sich weitere Komplikationen heraus, die ich mit einer Mordsmigräne als Notaus quitierte und meinen Blutdruck, der sonst normal ist, dauerhaft auf 220 zu 140 hochjagte.
Sucht macht krank, auch die andere Seite. Mich.
Mein Mann ist eher darüber erstaunt, so schlimm sei es doch nicht, was er tue. Und es kommt ganz langsam bei ihm an, vom Kopf zum wirklichen Begreifen, dass er sich tatsächlich genauso verhält und fühlt und handelt, wie all die vielen Leute, die er ja so verachtet.

Nun soll es so sein, dass nach dem wirklich konsequenten und aufrichtigem Brechen mit dem "Kick" es ca 8 harte Monate sein sollen, die schlimm werden.Wo er FÜHLT, ( hat dein Name frozen heart nur zufällig was damit zu tun, oder war das bewußt gewählt?) Wo er mir noch mehr auf meine Knöppe haut um mich hochzujagen, dann kann er ja auf mich sauer sein, mich schuldig machen.
Und es funzt wohl wirklich nur, wenn er bereit ist, sich selber zu kontrollieren.
Dann jedoch soll der schlimmste Entzug durch sein.

Wir haben professionelle Hilfe, ohne würd ich das für nicht machbar halten.

Weiß deine Frau, dass du deine Sucht wirklich einsiehst und angefangen hast, selber was zu tun? Weiß sie, was du an Therapie geplant hast?
Das nicht-melden meines Mannes als ich weg war, habe ich als glattes Desinteresse empfunden, aber deine Frau mag da anders empfinden.

Stelle gerad fest, ein wenig durcheinander geschrieben, aber das bin ich auch in einem Masse wie noch nie in meinem Leben. Und eigentlich dachte ich, genug Schlimmes ( Alkoholismus, Gewalt, und noch so einiges) erlebt zu haben, und mich nun mal einfach am LEBEN zu erfreuen. Gut, dann wird es eben nicht einfach, aber die Lebensfreude lass ich mir auch nicht mehr wegnehmen, macht einfach zu viel Spaß ... wirklich zu leben meine ich.:)

Ob wir es zusammen schaffen...

Ich wünsche dir die nötige Kraft zu deinem harten Kampf, Euch als Familie viel Erfolg!
Und danke, dass du so offen warst! So sehe ich, es ist tatsächlich auch bei anderen so.
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Hallo Tashunka,

um Dir als erstes auf deine Frage um meinen Namen zu antworten, nein mein Herz ist nicht gefroren. Ganz im Gegenteil, mein Herz ist voller Liebe zu meiner Tochter, meiner Frau und meinem Sohn. Aber im Hinblic auf das was mich beschäftigt könnte man schon von einem gefrorenen herzen sprechen.:cool:
Der Name rührt von einer meiner Lieblings-CDs her. Einen guten Nick-Name zu finden ist eh schon schwer aber diese erleichterte es mir in diesem Augenblick.


Weißt Du, hier in der Anonymität so offen zu schreiben ist doch recht leicht, ich weiß nicht ob ich das vor Publikum in dieser Form gekonnt hätte.

Aber nun zum eigentlichen Thema, meinem halt.

Es hat sehr lange gedauert, ehe ich für auch mich begriffen hatte das ich eigentlich krank bin - Suchtkrank. Jedoch nicht nach einer Droge sondern nach virtuellen Reizen die, die reale Welt in der Zeit wenn ich im WWW unterwegs war ausgeblendet hat.
Ich fühlte mich nicht schuldig, ich hatte nie den Eindruck jemandem damit zu schaden. Das ich meiner Frau damit mehr als weh tue, hat sie mir gesagt aber es kam bei mir nicht an. Ich verdrängte es, ich rechtfertigte mein Verhalten einfach mit der fehlenden körperlichen Nähe die mir einfach fehlte und auch jetzt noch fehlt.
Eines muss ich hier allerdings noch hinzufügen, ich habe mich zu 90% immer nur an kostenlose Seiten gehalten, ganz ganz selten habe ich mich mal in eine Seite eingekauft und wenn dann nur für einen Monat. Also rechtliche bzw. finanzielle Probleme hat es wegen dieser Sache nie gegeben.

Weißt Du, ich war 17 Jahre lang Raucher, und habe dann mit einem male aufgehört. Ich konnte mich aber der Allgegenwärtigkeit von Nikotin und Zigaretten nicht entziehen, was mit meiner Arbeit in einer doch recht großen Behörde zu tun hat. Ich habe es geschafft weil ich A: wußte das ich danach süchtig bin und die Unterstützung meiner Frau hatte (meine Frau hörte zeitgleich mit mir auf) und B: schon meines Sohnes wegen

Ich habe jetzt die Hoffnung in der selben Ausgangslage zu sein, ich habe mir meine Sucht eingestanden und ich will meine Frau und meine Kinder nicht verlieren die ich sehr sehr liebe. Die Allgegenwärtigkeit dieser virtuellen Welt die in Form unseres PCs in unserem Wohnzimmer steht will ich mich auch diesmal stellen, denn ich will zwar auf diese Seiten, nicht aber auf das Internet verzichten.

Ich bin froh, das Gewalt, Drogen oder ähnliche Dinge keinen Platz in unserer Familie haben und beneide Dich nicht um das was Du erlebt hast. Auch ich möchte Dir viel viel Kraft wünschen und das Du den richtigen Weg findest. ;)

es wäre schön wieder einmal etwas von Dir zu hören:).
 

Sigi

Sehr aktives Mitglied
Hallo frozen Heart,

hab grad deinen Bericht gelesen.

Was mich interessieren würde, wie ist dein Verhältnis zu deiner Frau, warum trägt es nicht dazu bei, dass dein Pornobedarf sich allein auf ein erträgliches Maß reduziert (unter erträglich verstehe ich, sich sowas zu gönnen, wenn es einem grad gut geht und die Frau nicht zur Verfügung steht und man etwas genießen will - eben aber nicht, um Frust abzubauen, so ein bisschen wie diese Art Raucher, die sagen, sie gönnen sich die Zigarre nach einem guten Essen, aber brauchen es sonst nicht).

Und würde es nicht helfen, für den Frustabbau andere Methoden zu wählen, andere Ehrgeize zu entwickeln, nicht diesen "schwachen" Weg zu wählen? Sport z. B. Gesundheitsbewusstsein oder sonstwas, was zwar auch, wenn man das von der Psyche her braucht, zur Sucht werden kann, aber mitunter zu einer "gesünderen".

Alles abbestellen, sich alle Möglichkeiten nehmen klingt so wie Rauschgiftentzug in der Gummizelle. Vielelicht ist es nötig. Aber ist es nötig?

Was ich schreibe ist also kein Rat, nur ein Gespräch.....;)

Sigi

Eben, weil ich einkalkuliere, dass ich falsch liegen könnte, unterhalte ich mich mit dir darüber
 

Tashunka

Mitglied
es wäre schön wieder einmal etwas von Dir zu hören:).[/quote]

jo, gerne! wir haben es gerad zusammen gelesen....fragt sich wie? PN?

@Sigi... die Frau nicht zur Verfügung steht und man etwas genießen will

glaub mir, hilft auch nix.

Es geht nicht um Genießen bei dieser Sucht ( da hätte mein Mann nu wirklich keinen Mangel, wenn er will :( )
sondern um stabilisieren von was-weiß-ich-gefühlen. Hat Frozen so gut beschrieben.
Wenn auch jeder Fall anders liegt und Menschen nu mal nicht alle gleich sind.

lg

Tashunka
 

frozen heart

Mitglied
Hallo frozen Heart,


Alles abbestellen, sich alle Möglichkeiten nehmen klingt so wie Rauschgiftentzug in der Gummizelle. Vielelicht ist es nötig. Aber ist es nötig?

Was ich schreibe ist also kein Rat, nur ein Gespräch.....;)

Sigi

Hallo Sigi,

Am Anfang halte ich es für das allerbeste sich von allem erst mal loszusagen, schon deshalb weil es für meine Frau sicherlich ein sehr sensibles Thema ist.
Ich für meinen Teil, weiß das es nicht leicht werden wird, das ich der Anziehungskraft die diese Seiten auf mich haben, nur mit sehr viel Willen entgegegen stehen kann.
Aber ich muß das für meine Familie tun und für mich um aus diesem Zwang endlich heraus zu kommen.

Denn nur wer eine Sucht kennt, weiß wie schwer es ist ihr zu entkommen!:(

Hier ist erwähnenswert, das ich sehr viel arbeite. Neben meinem Job in der Behörde (8,12h) habe ich noch einen Nebenjob in einem Handelsunternehmen (4 - 6h; 3x die Woche )und bin somit doch sehr oft fern von den Möglichkeiten ins Internet zu gehen. Dennoch können die (Suchtattacken) wenn ich die Möglichkeit habe ins Netz zu gehen manchmal sehr heftig werden. Dies jetzt gänzlich zu unterlassen um Abstand zu gewinnen kommt der sehr treffenden Darstellung der Gummizelle sehr sehr nahe.

Ich für meinen Teil sehe diese Vorgehensweise für mich als die Beste.

Danke Sigi für deine Anteilnahme an meinem Problem;)
 

frozen heart

Mitglied
es wäre schön wieder einmal etwas von Dir zu hören:).
jo, gerne! wir haben es gerad zusammen gelesen....fragt sich wie? PN?

________________________________________________________

PN wäre toll, hab nur noch nicht rausgefunden wie das geht, vielleicht kannst du mir mal helfen.
Bin morgen Nachmittag wieder hier.

Übrigens, mit Lust hat das Ganze nichts zu tun - eher mit einem Zwang.

Gruß fh
 

Tashunka

Mitglied
jo, gerne! wir haben es gerad zusammen gelesen....fragt sich wie? PN?

________________________________________________________

PN wäre toll, hab nur noch nicht rausgefunden wie das geht, vielleicht kannst du mir mal helfen.
Bin morgen Nachmittag wieder hier.

Bei der Anmeldung hab ich gelesen, dass die PN Funktion nach 2 Tagen erst freigeschaltet wird. :)

Übrigens, mit Lust hat das Ganze nichts zu tun - eher mit einem Zwang.

Ich weiß, ich hab es nun seit 8 Monaten immer wieder gehört, aber das gefühlsmäßige Begreifen geht halt auch nur tröpfchenweise.
gut, dass du deine Familie im Blick hast, ja, als Frau ist man zutiefst verletzt. Mir fällt es so schwer, da rauszukommen, um auch wieder handeln zu können. Handeln in dem Sinne, für mich was tun zu können.

@Sigi.... es ist hier zumindest so, dass mein Mann keine 4 eckige Kiste mehr alleine ansehen soll, also nicht einmal Fernsehen. Grund: damit er Kontakt zu sich und seinen Gefühle bekommt. Damit er seine Sucht wahrnimmt. Damit er andere Strategien entwickelt, damit umzugehen. Tabula rasa.
z.B. trink ich gerne ein Gläsche Wein, für einen Alki wäre das nicht möglich, ohne einen Rückfall zu bauen.



Gruß fh
:) und zurück ... Tashunka
 

frozen heart

Mitglied
@Sigi.... es ist hier zumindest so, dass mein Mann keine 4 eckige Kiste mehr alleine ansehen soll, also nicht einmal Fernsehen. Grund: damit er Kontakt zu sich und seinen Gefühle bekommt. Damit er seine Sucht wahrnimmt. Damit er andere Strategien entwickelt, damit umzugehen. Tabula rasa.
z.B. trink ich gerne ein Gläsche Wein, für einen Alki wäre das nicht möglich, ohne einen Rückfall zu bauen.
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Zu diesem Thema möchte ich sagen, das ein generelles Verbot wie z.B.:
"dass mein Mann keine 4 eckige Kiste mehr alleine ansehen soll" - insofern nichts bringt als das verbotene Äpfel sehr süß und begehrenswert sind.
Ich als selbst Betroffener muß mich vor allem auf meinen Willen und auf meine Familie stützen können. Verbote bringen hier garnichts. Außerdem wie will man dies Kontrollieren?

= Ich weiß was für mich auf dem Spiel steht. =:)

Hier handelt es sich um eine Sucht und da ist Vertrauen und Zusammenhalten mehr Wert als als eine plumpe Reglementierung.

- Meine Meinung

Gruß fh
 

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