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Völlig überfordert:Krise in jedem Bereich: Arbeit, Wohnung, Partnerschaft, Familie...

lütte

Aktives Mitglied
Hallo,

ich war früher (so vor ca 10-12 Jahren) sehr aktiv hier im Forum und nun habe ich mich entschieden hier erneut zu schreiben. Ich weiß momentan absolut nicht weiter und brauch dringend mal Ratschläge und Denkanstöße. Ich befürchte das hier wird ein längerer Text und ich hoffe es nimmt sich jemand Zeit...
Ich bin momentan völlig unzufrieden mit quasi allem in meinem Leben und weiß nicht, wo ich wie ansetzen soll, ich versuche es mal der Reihe nach zu beschreiben.

1) Arbeit: Ich bin selber Psychologin (haha, ich weiß!), aber keine Psychotherapeutin. Ich arbeite mit Menschen, die wieder in die Arbeit eingegliedert werden sollen, nicht alle sind also freiwillig da, manche nur des Geldes wegen und meine Arbeit frustriert mich. Es gibt schöne Momente, ja, meine Arbeitsbedingungen sind an und für sich gut und trotzdem bin ich sehr unzufrieden. Die Standortleitung sowie die Bereichsleitung sind meiner Meinung nach sehr nette Menschen aber leider völlig ungeeignet für die Tätigkeit. Sie sind faul und machen ihren Job schlecht, z.B. muss ich desöfteren die Fehler der Chefin ausbaden oder mich vor anderen für ihren Scheiß rechtfertigen. Das ganze Konzept und System dort hakt hinten und vorne und es ist total frustrierend dort zu arbeiten für mich. Teilweise schlage ich die Zeit tot, teilweise sind es so viele Gespräche an einem Tag, dass ich nicht weiß, wie ich alles schaffen soll (und nein, man kann es leider nicht besser verteilen). Ich merke, dass ich keine Motivation mehr habe und alles vor mir herschiebe bis Deadline ist. Letztens war ich 2 Wochen krankgeschrieben, weil ich einfach nicht mehr konnte, aber auch das hat rein gar nichts geändert (vermutlich wegen der anderen privaten Probleme). Nun sieht es so aus, dass mein Vertrag Ende des Jahres ausläuft, ich könnte also dann ziemlich leicht weg und hätte direkt Anspruch auf ALGI, was völlig ausreichend wäre vorerst. Aber 1) wie überlebe ich bis Ende des Jahren und 2) wäre es in einem anderen Job besser? Wie gesagt die Arbeitsbedingungen und Bezahlung stimmen schon...

2) Partnerschaft. Ich hatte eine 7-jährige Beziehung von der wir beide dachten sie hält den Rest unseres Lebens - hielt sie nicht. Zum Ende hin (eigl die letzten 2 Jahre) haben wir viel gestritten, immer weniger Sex gehabt und keiner hat sich mehr wirklich bemüht und irgendwann habe ich es nicht mehr ertragen und mich endgültig getrennt. Nur 6 Monate später fand ich mich in der nächsten Beziehung. Das war nicht mein Plan, aber ich habe mich einfach verliebt damals... Mit dem Mann bin ich auch heute noch zusammen, er wohnt inzwischen auch bei mir. Er hat ADHS und ist sehr impulsiv, das allein ist schon anstrengend und schwierig. Aber nach etwa der Hälfte der Beziehung kam raus, dass er die ersten Monate unserer Beziehung die ganze Zeit eine 2. Freundin sowie mehrere Affären hatte... irgendwie habe ich es ihm aber verziehen und war verständnisvoll. Aber es beschäftigt mich bis heute, weil er auch immer noch das Bedürfnis nach Dates und Sex mit anderen hat. Generell hat er einen sehr hohen Sexualtrieb (5-7x pro Woche sollten es für ihn schon sein). Aber selbst wenn ich das erfülle ist das Bedürfnis nach anderen noch da. Ich möchte an dieser Stelle bitte nicht den Rat mich zu trennen, weil das möchte ich nicht. Ich möchte ernst gemeinte Ideen, wie man es hinkriegt... Wir haben schon einiges versucht und ich bin auch generell offen für Dinge (3er, 4er, Swingerclub etc). Aber für mich sind Dates und Langzeitaffären einfach nicht okay, aber ich habe das Gefühl es lässt sich nicht abwenden auf Dauer. Er sagt er liebt mich und das eine hätte nix mit dem anderen zu tun. Er hat seine Stelle aufgegeben, um zu mir zu ziehen, da das Pendeln auch sehr belastend war. Aber besser ist es nicht, nur anders... Teilweise gibt er sich sehr Mühe, teilweise hab ich das Gefühl er ist sehr egoistisch... Nun stehen wir vor der Entscheidung zusammen in eine größere WOhnung zu ziehen, aber eigl ist die Beziehung viel zu instabil. Wir streiten sehr häufig auch sehr stark, schreien uns an und werden auch handgreiflich. Ich kann es dann nicht gut sein lassen, er möchte dann häufig seine Ruhe, aber ich habe so eine Angst Verlassen zu werden (Kindheit...), dass ich völlig irrational und unkontrollierbar handel in solchen Momenten...

3) Wohnung. Wie gesagt mein Partner ist zu mir gezogen, was schon herausfordernd war, da ich natürlich Platz für seine Dinge schaffen musste. Nun wohnen wir in einer 2 Zimmer Wohnung und er ist zur Zeit arbeitslos. Ich bin sehr ordentlich und er eher weniger (lässt häufig Sachen rumliegen, wo sie nicht hingehören etc). Also 1. ist die Wohnung uns zu klein, wir hätten gern ein drittes Zimmer und 2) gibt es schon Probleme mit den Nachbarn wegen unserer Streits... Die Wände sind wie aus Pappe und man hört selbst den Fernseher der Nachbarn durch die Wand, dementsprechend hören die auch wenn wir (nachts) streiten. Der Vermieter wurde sogar schon informiert und angedroht die Polizei zu rufen. Also fühle ich mich selbst zu Hause nicht mehr wohl. 1) weil es öfter unordentlich ist und ich von der Arbeit komme und erstmal aufräumen muss um mich wohl zu fühlen 2) weil ich selten Zeit für mich alleine habe weil das 3. Zimmer fehlt und 3) weil der Stress mit den Nachbarn da ist und ich mich teilweise schäme und teilweise einfach die Konfrontation meide... Nun die Frage: Umzug in gemeinsame größere Wohnung obwohl die Beziehung so instabil ist? Ein Auseinanderziehen kommt für mich nicht in Frage, da man sich dann gleich trennen kann, finde ich... ich möchte schließlich was langfristiges aufbauen...

4) Familie: eher eine Randerscheinung aber dennoch nervig und belastend. Ich bin als Einzelkind aufgewachsen und in den letzten Jahren hat sich die Beziehung meiner Eltern sehr verschlechtert, wie ich finde. Wenn ich dort bin meckern sie nur über einander aber reden tun sie nicht mal in Ruhe miteinander darüber. Meine Mutter ist selbst psychisch krank und dauer überfordert seit es mich gibt (Depression, generalisierte Angststörung, Panikattacken etc.). Mein Vater ist schon ziemlich alt und er tut mir häufig so leid, er weiß nicht weiter und wendet sich an mich aber ich kann ja auch nichts tun, solang meine Mutter nicht einsieht, dass seit 25 Jahren Antidepressiva schlucken statt sich mal mit den Themen auseinander zu setzen keine Lösung ist. Jedenfalls belastet mich auch das, weil sie mir beide leid tun und weil sie mich ständig mit reinziehen und dauernd streiten (ich bin eher selten da, vllt nur noch so alle 3-5 Wochen 1x)...

5) Lebensplanung. Ich bin fast 29 und wollte immer ein Haus, ein paar Kinder und einen Hund. Und das erste Kind bevor ich 30 bin... von dem Gedanken habe ich mich schon verabschieden müssen aber dennoch ist das Gefühl immer noch da. Einerseits will ich das alles, andererseits bin ich schon mit 30h Arbeit + Beziehung überfordert, geschweige denn schaffe ich Sport und verünftig zu Essen, auch meine Freundschaften leiden, da ich mich häufig nicht aufraffen kann... Ich habe einfach das Gefühl es ist alles zu viel, ich will einfach nur meine Ruhe, will, dass es ist wie früher... Während der Uni konnte ich mir alles frei einteilen, ich hatte nicht viel Geld aber ich war okay mit 1x im Monat Kino und hin und wieder einen Kaffeetrinken oder so... Aber mit dem Job und dem Geld steigen die Ansprüche, ich gehe häufig essen, unternehme teurere Aktivitäten oder fahre mal übers Wochenende weg. Vieles davon tue ich mit meinem Partner, da er (wegen ADHS) ständig Action braucht und wir leider auch einen unähnlichen Filmgeschmack haben, deshalb gibt es wenig "vor dem TV gammeln", was es früher sehr viel bei mir gab und ich gefühlt auch iwie brauche...
Ich habe 100 "ich sollte.." im Kopf aber nichts bekomme ich umgesetzt. Und wenn ich Zeit hab, fehlt mir die Kraft und wenn ich Kraft hab fehlt mir die Zeit. Ich wäre gerne arbeitslos und vielleicht würde ich nach ein paar Wochen meine Motivation finden etwas anzupacken aber aktuell hangel ich mich von WE zu WE und zum nächsten Urlaub mit Hoffnung auf Erholung die nie kommt. Ich bin völlig durch, ich weine ständig ohne konkreten Auslöser, mein Partner bringt es auch zum Verzweifeln, er würde gerne helfen, weiß aber nicht mehr wie... und ich, ich weiß nicht wo ich anfangen soll... der Umzug hängt an der Beziehung und am Job, der Job hängt am Wohnort, die Beziehung ist nicht reif für was ich alles gern hätte (Kinder etc), ich hab Angst, dass ich irgendwann zu alt bin und nichts habe von dem, was ich immer wollte... Mein Leben rennt an mir vorbei und ich hocke tatenlos daneben und weine drüber, wie scheiße alles ist :( Was ist nur mit mir los?
 

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B

Black Blue Sky

Gast
Hallo lütte. Den einzigen Rat, den ich dir geben kann, ist: streiche die "sollte's" aus deinem Kopf. Bei mir funktioniert das sowieso nie. Oft kommt es anders, als man denkt. Das Leben geschieht spontan und zu viel Planen blockt gerne aus. Jedenfalls ist es so bei mir.

Gute Besserung,

Black Blue Sky.
 

Sternhagel

Aktives Mitglied
Hallo lütte, alles der Reihe nach:

1) Arbeit: Ich bin selber Psychologin (haha, ich weiß!), aber keine Psychotherapeutin. Ich arbeite mit Menschen, die wieder in die Arbeit eingegliedert werden sollen, nicht alle sind also freiwillig da, manche nur des Geldes wegen und meine Arbeit frustriert mich. Es gibt schöne Momente, ja, meine Arbeitsbedingungen sind an und für sich gut und trotzdem bin ich sehr unzufrieden. Die Standortleitung sowie die Bereichsleitung sind meiner Meinung nach sehr nette Menschen aber leider völlig ungeeignet für die Tätigkeit. Sie sind faul und machen ihren Job schlecht, z.B. muss ich desöfteren die Fehler der Chefin ausbaden oder mich vor anderen für ihren Scheiß rechtfertigen. Das ganze Konzept und System dort hakt hinten und vorne und es ist total frustrierend dort zu arbeiten für mich. Teilweise schlage ich die Zeit tot, teilweise sind es so viele Gespräche an einem Tag, dass ich nicht weiß, wie ich alles schaffen soll (und nein, man kann es leider nicht besser verteilen). Ich merke, dass ich keine Motivation mehr habe und alles vor mir herschiebe bis Deadline ist. Letztens war ich 2 Wochen krankgeschrieben, weil ich einfach nicht mehr konnte, aber auch das hat rein gar nichts geändert (vermutlich wegen der anderen privaten Probleme). Nun sieht es so aus, dass mein Vertrag Ende des Jahres ausläuft, ich könnte also dann ziemlich leicht weg und hätte direkt Anspruch auf ALGI, was völlig ausreichend wäre vorerst. Aber 1) wie überlebe ich bis Ende des Jahren und 2) wäre es in einem anderen Job besser? Wie gesagt die Arbeitsbedingungen und Bezahlung stimmen schon...
Du weißt doch eh schon was zu tun ist: schmeiß den Job hin, steig so sauber wie möglich aus, versuchs mit einer einvernehmlichen Kündigung auf beiden Seiten um nicht nen Monat Arbeitslosengeld gesperrt zu werden(so funktioniert das zumindest in meinem Land).

Deine Arbeit da wird nicht gewürdigt, du machst mehr als du eigentlich solltest und das wird nicht gewürdigt, die Fehler die du machst werden als Ausgleich an die große Glocke gehängt und am Ende sogar, wenn es nicht einmal deine eigenen waren. Ich denke ich brauche einer Psychologin nicht erklären was so etwas mit der eigenen Psyche macht ;)

Protipp von Jemandem der schon mal ein paar Monate am Stück arbeitslos war: sehe die Zeit nicht als Urlaub oder Erholung an, mach was, tu was für dich ob das Weiterbildung ist oder einfach die Suche nach einem besseren Job der dich mehr würdigt als dein alter, hauptsache du liegst nicht nur deprimiert rum und "erholst" dich von deiner alten Arbeit...
2) Partnerschaft. Ich hatte eine 7-jährige Beziehung von der wir beide dachten sie hält den Rest unseres Lebens - hielt sie nicht. Zum Ende hin (eigl die letzten 2 Jahre) haben wir viel gestritten, immer weniger Sex gehabt und keiner hat sich mehr wirklich bemüht und irgendwann habe ich es nicht mehr ertragen und mich endgültig getrennt. Nur 6 Monate später fand ich mich in der nächsten Beziehung. Das war nicht mein Plan, aber ich habe mich einfach verliebt damals[...]
Wie auch schon bei der Arbeit gilt hier: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Der Mann verdient keine treue Partnerin wie dich und du solltest dich nicht selbst degradieren und nach seiner Pfeife tanzen. Stelle ein Ultimatum, ADHS ist zwar nichts Einfaches aber eine einfache Ausrede, zumindest in diesem Fall scheint es mir. Alle Ausreden haben aber etwas gemein: Sie sind Ausreden und rechtfertigen nur selten die Taten(wenns nicht gerade um Leben und Tod geht).

Eine Partnerschaft sollte immer eine Symbiose sein, da ist kein Platz für Parasiten wie deinen aktuellen Freund, der nur nimmt aber nicht geben will, für ihn mag das toll sein, für dich natürlich nicht. Ja, er ist egoistisch und es wird Zeit, dass du das auch wirst, besser heute als morgen.

[3) Wohnung. Wie gesagt mein Partner ist zu mir gezogen, was schon herausfordernd war, da ich natürlich Platz für seine Dinge schaffen musste. Nun wohnen wir in einer 2 Zimmer Wohnung und er ist zur Zeit arbeitslos.
Wirf ihn raus. Zimmerproblem gelöst, Nachbarn wieder happy, Win/Win Situation ;)

4) Familie: eher eine Randerscheinung aber dennoch nervig und belastend. Ich bin als Einzelkind aufgewachsen und in den letzten Jahren hat sich die Beziehung meiner Eltern sehr verschlechtert, wie ich finde. Wenn ich dort bin meckern sie nur über einander aber reden tun sie nicht mal in Ruhe miteinander darüber. Meine Mutter ist selbst psychisch krank und dauer überfordert seit es mich gibt (Depression, generalisierte Angststörung, Panikattacken etc.). Mein Vater ist schon ziemlich alt und er tut mir häufig so leid, er weiß nicht weiter und wendet sich an mich aber ich kann ja auch nichts tun, solang meine Mutter nicht einsieht, dass seit 25 Jahren Antidepressiva schlucken statt sich mal mit den Themen auseinander zu setzen keine Lösung ist. Jedenfalls belastet mich auch das, weil sie mir beide leid tun und weil sie mich ständig mit reinziehen und dauernd streiten (ich bin eher selten da, vllt nur noch so alle 3-5 Wochen 1x)...
Du weißt es sicher selbst, Antidepressiva haben bei so langer Einnahme eher einen negativen als positiven Effekt, sollten nur ergänzend zu einer Therapie eingesetzt werden und eher kurzfristig aufgrund des Potentials abhängig zu machen. Es tut mir Leid für deine Mutter aber aus diesem Tief kann sie nur selbst raus kommen, da ich selbst eine Mutter habe, weiß ich natürlich, dass sie nicht auf dich hören wird, selbst wenn du nen Dr. Titel erarbeitet hast, bleibst du die Tochter und nicht mehr für sie. Das ist eine ziemlich verzwickte Lage und ich kann dir hier leider wirklich keinen Tipp geben, wie du die Sache verbessern könntest.

5) Lebensplanung. Ich bin fast 29 und wollte immer ein Haus, ein paar Kinder und einen Hund. Und das erste Kind bevor ich 30 bin... von dem Gedanken habe ich mich schon verabschieden müssen aber dennoch ist das Gefühl immer noch da. Einerseits will ich das alles, andererseits bin ich schon mit 30h Arbeit + Beziehung überfordert, geschweige denn schaffe ich Sport und verünftig zu Essen, auch meine Freundschaften leiden, da ich mich häufig nicht aufraffen kann... Ich habe einfach das Gefühl es ist alles zu viel, ich will einfach nur meine Ruhe, will, dass es ist wie früher... Während der Uni konnte ich mir alles frei einteilen, ich hatte nicht viel Geld aber ich war okay mit 1x im Monat Kino und hin und wieder einen Kaffeetrinken oder so... Aber mit dem Job und dem Geld steigen die Ansprüche, ich gehe häufig essen, unternehme teurere Aktivitäten oder fahre mal übers Wochenende weg. Vieles davon tue ich mit meinem Partner, da er (wegen ADHS) ständig Action braucht und wir leider auch einen unähnlichen Filmgeschmack haben, deshalb gibt es wenig "vor dem TV gammeln", was es früher sehr viel bei mir gab und ich gefühlt auch iwie brauche...
Welcome to my World xD

Ja, Arbeit ist oft Gift, speziell wenn sie dich nicht erfüllt, das wird aber die wenigste Arbeit, ich persönlich arbeite auch extrem viel mit Menschen zusammen(als Verkaufsberater) und weiß was das bedeutet, das verstehen andere die chillige Bürojobs haben leider nicht, die langweilen sich höchstens zu Tode, aber das Arbeiten mit Menschen saugt einen mental aus und man hat wenig bis keine Kraft am Ende des Tages sich für Dinge zu begeistern, Sport zu machen, den man dringend nötig hätte und hockt dann erst vorm TV/PC und verschwendet seine Zeit in der Hoffnung entspannen zu können.

Ich persönlich habe mir vor ein paar Monaten ein Ergometer angeschafft, ich kann nicht sagen, dass ich es mag aber ich zwinge mich immer wieder mal drauf und fahre meine 30 Minuten am Tag. Der Trick ist, es steht vorm TV, ich schaue mir nen Anime oder eine YouTube Doku an während mich das Ergometer quält. Meine Stimmung hat sich dadurch gebessert, in Sachen Ernährung Zucker zu reduzieren und grünen Tee zu trinken hat aber wohl auch geholfen, habe seitdem mehr Kraft die Arbeit zu überstehen und generell eine etwas positivere Lebenshaltung.

Also ja, Sport hilft definitiv, wenn du einen hast der dir Spaß macht, um so besser. Du musst dich nur überwinden und ich weiß das ist leichter geschrieben als getan...
Mein Leben rennt an mir vorbei und ich hocke tatenlos daneben und weine drüber, wie scheiße alles ist :( Was ist nur mit mir los?
Ich kann dir sagen was mit dir los ist -und diese Diagnose ist absolut, du solltest dich also lieber hinsetzen:
Versteckter Text, Trigger-Gefahr:
Du bist ein Mensch


Es wird nie aufhören, du wirst immer kämpfen müssen, nichts wofür es sich zu kämpfen lohnt bekommt man geschenkt...
 

Homesick

Mitglied
Hallo Lütte,

Ich glaube dein Punkt 5 überschattet gerade deine Rationalität. Durch die übrigen Stressfaktoren, scheint es mir als hättest du vielleicht kein "Ventil" wo du mal Dampf / Druck ablassen kannst.

Vor dem Hintergrund "Punkt 5" verstehe ich auch, dass du dich nicht trennen willst und ich will dir nicht dazu raten - das ist allein deine Entscheidung. Du scheinst mir aber gerade in deinem Leben zu ertrinken - ohne Luft zum Atmen.

Gibt es vielleicht die Möglichkeit, dass du dir mal ein verlängertes WE frei nehmen kannst, von allem? Nur für dich? Kann er in der Zeit vielleicht zu seinen Eltern oder bei Freunden unterkommen? So dass du erst mal wieder Luft bekommst und einen klaren Kopf, um dir darüber Gedanken zu machen, was du wie willst? Ich weiß 2-3 Tage sind dafür nicht viel. Es wäre aber ein Anfang. Im Moment macht es nicht den Eindruck, dass du überhaupt noch weißt, wer du bist und was du willst. Nimm dir Zeit für dich und hör in dich hinein, bevor du dich vollkommen verzettelt und dich verlierst.

Kraft ist kein unerschöpfliches Gut - jeder muss mal auftanken, um weiter zu machen. Daran ist nichts verwerflich oder egoistisch.

Alles Gute
Homesick
 

Free Human

Mitglied
2) Aber selbst wenn ich das erfülle ist das Bedürfnis nach anderen noch da. Ich möchte an dieser Stelle bitte nicht den Rat mich zu trennen, weil das möchte ich nicht. Ich möchte ernst gemeinte Ideen, wie man es hinkriegt... Wir haben schon einiges versucht und ich bin auch generell offen für Dinge (3er, 4er, Swingerclub etc).

2) gibt es schon Probleme mit den Nachbarn wegen unserer Streits... Die Wände sind wie aus Pappe und man hört selbst den Fernseher der Nachbarn durch die Wand, dementsprechend hören die auch wenn wir (nachts) streiten. Der Vermieter wurde sogar schon informiert und angedroht die Polizei zu rufen. Also fühle ich mich selbst zu Hause nicht mehr wohl. 1) weil es öfter unordentlich ist und ich von der Arbeit komme und erstmal aufräumen muss um mich wohl zu fühlen 2) weil ich selten Zeit für mich alleine habe weil das 3. Zimmer fehlt und 3) weil der Stress mit den Nachbarn da ist und ich mich teilweise schäme und teilweise einfach die Konfrontation meide... Nun die Frage: Umzug in gemeinsame größere Wohnung obwohl die Beziehung so instabil ist? Ein Auseinanderziehen kommt für mich nicht in Frage, da man sich dann gleich trennen kann, finde ich... ich möchte schließlich was langfristiges aufbauen...

5 Mein Leben rennt an mir vorbei und ich hocke tatenlos daneben und weine drüber, wie scheiße alles ist :( Was ist nur mit mir los?
Die widersprüche sind schon Extrem :D

Das kannst nur Du beantworten, dazu hast du eine Ausbildung absolviert. :)

Gut das du dich hier öffnest. Klar, alles haben geht nicht. Du willst die Familie aber auch das Abenteuer in der Fremde.

Einge dich mit deiner Welt. So oder So weist du ja eine Einigung mit Werten, Philsophien und das betrachten des Sinns des Lebens könnne durchaus einen an den Rand der Verzweiflung der Paradoxien bringen, merkst ja selbst schon...klar Freiheit des Partners ist wichtig...drückt aber eben auch, denn du bist ja auch da als Partner.....
 
G

Gelöscht

Gast
Hallo lütte,
meine Gedanken:

1. ich würde mich an deiner Stelle wahrscheinlich um eine andere Arbeit bemühen, wenn der Vertrag sowieso ausläuft.

2. bei deinem jetzigen Partner sehe ich das Hauptproblem. Die ganze Streiterei und die Untreue von ihm prägen deinen Alltag und es beschäftigt dich auch bei der Arbeit. Warum möchtest du unbedingt mit dem Partner zusammen bleiben? Du scheinst dich für ihn zu verbiegen, weil ihr sexuell so viel ausprobiert und die Beziehung klingt doch sehr einseitig, was jetzt die Arbeit daran angeht. Ist das auf Dauer gesund?

3. Ja, es war keine gute Idee, dass er zu dir gezogen ist, es war doch absehbar, dass die Wohnung zu klein ist. Und dort habt ihr nun wirklich Stress, auch mit den Nachbarn, die eure häufigen Streitereien mitbekommen. Besser wäre gewesen, eine größere gemeinsame Wohnung zu nehmen. Aber ich sehe weiterhin nicht, dass dir dein Partner gut tut und eure Beziehung harmonisch ist. Am besten wäre es, er würde wieder ausziehen.

Du stemmst dich weiterhin gegen eine Trennung, damit du nicht alleine bist. Aber ist die Beziehung diesen Stress wirklich wert.

4. Bei deinen Eltern kannst du ihnen nur helfen, indem du ihnen zuhörst und unterstützt, ändern kannst du ihre Situation nicht.

5. Lebensplanungen funktionieren in der Regel so nicht. Da kommt ja immer das Leben dazwischen.

Du musst unbedingt mehr auf dich achten, eine Auszeit nehmen. Mal was alleine machen. Wie gesagt, dein Freund ist mehr eine Belastung für dich als ein Partner, der dich unterstützt. Solange du da nicht umdenkst, wird sich dein Leben nicht verbessern.
 

krümel.

Mitglied
Ich denke, du weißt selbst ganz genau was eigentlich die vernünftige Lösung wäre. Nur hast du Angst davor, deshalb klammerst du dich an deinem jetzigen Partner fest, weil du ja wie du sagst mit etwa 30 Familie, Haus und Hund haben willst.
Zum Thema Job würde ich dir raten, sich auf dem Arbeitsamt zu erkundigen, online Annoncen zu suchen etc um den Job zu wechseln, wenn nötig mit ALG übergangsweise. Deine Arbeit frisst dich auf, den Frust von dort nimmst du nach hause mit und dort hast du aber keine Möglichkeit, über das Erlebte zu sprechen, weil zuhause die nächsten Probleme auf dich warten.
Hierzu kann ich nur sagen, auch wenn du das nicht hören willst (weil du weißt, dass es wahr ist), ich würde mir einen anderen Partner suchen, einen, der ein offenes Ohr für deine Probleme hat, dich unterstützt und dir nicht noch mehr Ärger (Affären etc) bereitet. Der Drang nach Sexualität ist keine Ausrede/Entschuldigung. Das ist ein Charakterzug, und den kann man nicht ändern. Du bist nicht dazu da, seine etwaigen Bedürfnisse 24/7 zu befriedigen. Generell wirkt es in dem Absatz so, als sei der Sex Ursache alle Probleme mit ihm. Das ist Humbug.
Ich weiß genau wie du dich fühlst, ich bin zwar erst 24 aber habe genau das gleiche erlebt, und beiß mir heute noch für jeden mit ihm verschissenen Monat in den A*** :kopfgegenwand:
Damit erübrigt sich auch das Problem mit der Wohnung vorerst, und du bekommst wieder mehr Kraft für andere Dinge wie die Probleme deiner Eltern, die du nicht lösen kannst, oder auch für ein Hobby, welches dir sicher gut tun würde.
 

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