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Vielleicht kann mir jemand helfen mit meiner Angst vor Menschen

bipolar29

Mitglied
Ich weiss gar nicht wie ich anfangen soll. Ich habe auch noch nie in so einem Forum geposted. Aber wenn man wirklich Hilfe braucht braucht man sie..vielleicht kann mir hier ja jemand etwas weiterhelfen..

Ich habe Depression, soziale Phobie, und bin arbeitslos. Alles zusammenhängend. Und grosse Vermutung auf bipolar.
Und weil arbeitslos seit 3 Monaten keine Krankenkasse. Harz 4 werde ich nie beantragen, hab noch etwas Geld zum leben..

Ich bin 29, seit 2 Jahren in dieser Stadt, vom Ausland hier her gezogen. Davor hatte ich auch schon Probleme aber die letzten 2 Jahre ist es schlimmer geworden..

Ich glaub es ist immer die gleiche Wiederholung: Ich habe einen Job 3-6 Monate lang, kann dann nicht mehr hin, weil ich mich einfach so unwohl und "komisch" fühle und kündige.
Vorher hatte ich auch schon oft traumatische Erfahrungen mit Freunden und Gruppen gemacht, aber in den letzten zwei Jahren wurde es so schlimm das ich zum ersten mal eine Panickattacke hatte, dachte ernsthaft Leuten kommen um mich umzubringen..
Dann ziehe ich mich von der Welt zurück immer mehr und kann dann nicht mal alleine aus dem Haus weil es mir total Angst macht.
Ich habe einen Freund seit 2 Jahren sind wir zusammen aber er versteht das nicht so, ich hab es ihm versucht zu erklären aber geht nicht..er ist einfach froh wenn ich da bin..

Ich war immer eher gegen lange Therapie und Medikamente. Aber diesmal wurde es so schlimm das ich zu einen "richtigen" Arzt bin (habe schon alles "Alternativ" ausprobiert; Yoga, Meditation, tausende von Selbsthilfebücher, Hypnose, Heilpraktiker etc) Also bin ich zu einer Psychiaterin. Das erste Treffen war toll. Ich habe mich verstanden gefühlt und mich schon gefreut endlich ist Hilfe da!
Sie meinte ich hätte volle Depression und vermutete auch bipolar. So fühle ich mich auch.
Sie gab mir beim ersten Treffen auch gleich ein ... mit weil sie meinte ich brauche es. Ich habe mich erst gewehrt aber dann genommen weil es mir einfach zu schlecht ging..nicht richtig eine Veränderung/Verbesserung bemerkt und nach einer Woche zum nächsten Termin.
2.Termin war einfach nur eine Enttäuschung. Sie war gar nicht mehr wie beim ersten mal, und hat mir nur Job Ideen gegeben. Mich einen Depression & Bipolar Test machen lassen den man auch im Internet selber machen kann.
Ich dachte mir nur ja toll, ich will diese Jobs, ich will arbeiten so so sehr, aber ich brauche Hilfe wieder da hin zu kommen. Ich habe einfach zu grosse Angst vor Menschen. Ja Menschen haben mir schon seit Kindheit öfters weh getan, aber diese Menschen sind nicht mehr hier, ich weiss das im Kopf aber mein Verhalten ist einfach total verkrampft, immer ängstlich..
Ich habe absolut keine Freunde mehr in meinem Leben. Und von meinem Freund die Freunde denken alle auch schon ich bin arrogant oder so weil ich nie dabei bin oder wenn dann nicht sage. Es tut weh weil es ist echt nicht so.
Eigentlich liebe ich Menschen und wünsche mir nichts mehr als wieder Freunde zu haben, einen Job haben, das Leben halt einfach zu leben.
Und das kann ich nicht.
Ich fühle mich schon sehr wertlos und wie eine Versagerin.

Bitte keine "Reiss dich zusammen, mach's einfach" Kommentare. Diese Methode habe ich schon oft ausprobiert und das Ergebnis war immer das gleiche = voll Stress, mehr Distanz am Ende..

Ich weiss gar nicht was ich hier will. Vielleicht kann mir jemand helfen?

Danke.
 

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Mondtatze

Gast
Ich weiß nicht genau was ich dir raten soll. Vielleicht solltest du eine andere Therapeutin suchen. Vielleicht ist es auch hilfreich, die Angstsituationen aufzuschreiben, wie in einen Tagebuch.
 

Findefuchs

Moderator
Teammitglied
Guten Morgen :),

ich finde, dass das Schreiben in diesem Forum für dich ein erster Schritt für dich "nach draußen" sein könnte.

Ich denke, soweit ich das aus der Ferne beurteilen kann, dass eine analytische und die tiefen*psychologisch Psychotherapie dir sehr gut helfen könnte. Damit du deine inneren Prozesse verstehen lernst, woher diese kommen und warum. Eine Verhaltenstherapie könnte dir später helfen, dass du für dich schwierige und angstbehaftete Situationen besser meistern kannst, aber sie geht eben nicht so wirklich in die Tiefe und analysiert nicht so viel.

Ein Psychater muss nicht zwangsläufig Psychotherapeut sein. Wenn dieser nicht auch noch zusätzlich Psychotherapeut ist, kümmern sich Psychater häufig weniger um Therapien, sondern mehr oder weniger "das Chemische" drum herum.

Wobei Medikamente schon sehr entlastend und hilfreich sein können, wenn man zum einen auf einen Therapieplatz warten muss und zum anderen schon so einen hohen Leidensdruck hat, dass man seinen Alltag nicht mehr richtig bestreiten kann oder seinen Problemen völlig unterworfen ist. Auch dabei gibt es Abstufungen und ein guter Psychater versucht nicht "auszuknocken" und etwas zu verschreiben, was dich völlig sediert, sondern etwas zu finden, was dir hilft, dich aber auch deinen Alltag so gut und fit wie möglich leben lässt.

Ich würde ehrlich gesagt den Psychater wechseln, wenn du dich schon jetzt am Anfang nicht gut aufgehoben fühlst. Suche dir am besten einen, der auch Psychotherapeut ist, der kann dich entweder besser beraten, oder dich sogar noch zusätzlich therapieren neben Medikamenten.

Ich glaube unabhängig davon könnte es dir helfen, wenn du dir versuchst, schöne, positive und für dich wertvolle Hobbies und Interessen zu suchen, denen du dich in schwierigen Phasen widmen kannst. Gibt es etwas, das du besonders gerne macht und was dich erfüllt?
 
G

Gast

Gast

Und weil arbeitslos seit 3 Monaten keine Krankenkasse. Harz 4 werde ich nie beantragen, hab noch etwas Geld zum leben..
Du solltest Dich arbeitslos melden, bzw. Hartz IV beantragen, um Krankenversichert zu sein. Wer da jetzt der richtige Ansprechpartner für Dich ist, weiß ich nicht. Aber es geht ja nicht nur darum, dass Du Geld zum Leben hast, Du brauchst ja auch eine Krankenversicherung. (vielleicht war das auch der Punkt, dass die erste Therapeutin die "loswerden" wollte, weil Deine Therapie niemand bezahlt?)

Der zweite Schritt wäre die Suche nach einem Arzt, der Dich unterstützt. Und auch eine Therapie, die Dir hilft, mit Deiner Angst umzugehen. Auch wenn Du das eigentlich nicht möchtest, ich denke, anders kommst Du da nicht raus. Denk daran, dass am Ende dieses Weges eine neue Lebensqualität steht.
 

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