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Viele Freunde sind ein Griff ins Klo

D

Die Queen

Gast
Durch das Mobbing war ich früh gezwungen mich allein zu beschäftigen, weshalb sich bei mir ein ambivalentes Verhältnis zu Thema Freundschaft eingestellt hat.

Auf der einen Seite schätze ich Gemeinschaft, bin aber gerade bei fremden Menschen schnell überfordert oder gar genervt, weshalb ich das allein sein doch lieber bevorzuge.

Zudem achte ich sehr drauf, wenn ich "Freund" nenne, durch mein damaligen Ereignis in der Schule: Ich hielt mal zwei Mitschüler für meine beste Freunde bis ich ein zufälliges Gespräch mitbekam, wobei sie nicht merkten, dass ich anwesend war. Da offenbarten sie ausgerechnet vor meinen Mobbern, dass ich nur ihr Hündchen war, sie mich eigentlich nur nervig fanden, dass ich ihnen ständig hinterherlief und sie mich nur aus Mitleid tolerierten. Ich habe sie sofort gemieden und keinen Kontakt mehr zu ihnen gesucht. Es war damals eine sehr schmerzhafte Lektion für mich darüber, dass nur weil jemand zur Abwechslung mal freundlich zu dir ist, es nicht automatisch bedeutete, dass er dich mag, geschweige denn dein Freund mit dir sein will...
 

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A

Adryana

Gast
Ich komme allgemein mit Leuten in meinem Alter ganz schlecht zurecht.
Viel besser ist es mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die deutlich älter oder jünger sind als ich.
Dieser Beitrag hätte auch von mir sein können. Ich konnte schon seit der Schulzeit nicht mit Gleichaltrigen und sie nicht mit mir. Deshalb war ich viele Jahre allein und einsam. Vor drei Jahren habe ich meine beste Freundin kennengelernt, die 28 Jahre älter ist und wir gehen seitdem durch dick und dünn. Viele haben uns belächelt und in Frage gestellt, aber das ist uns so egal. Lieber eine richtige Freundin als 10 falsche.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Zudem achte ich sehr drauf, wenn ich "Freund" nenne, durch mein damaligen Ereignis in der Schule: Ich hielt mal zwei Mitschüler für meine beste Freunde bis ich ein zufälliges Gespräch mitbekam, wobei sie nicht merkten, dass ich anwesend war. Da offenbarten sie ausgerechnet vor meinen Mobbern, dass ich nur ihr Hündchen war, sie mich eigentlich nur nervig fanden, dass ich ihnen ständig hinterherlief und sie mich nur aus Mitleid tolerierten. Ich habe sie sofort gemieden und keinen Kontakt mehr zu ihnen gesucht. Es war damals eine sehr schmerzhafte Lektion für mich darüber, dass nur weil jemand zur Abwechslung mal freundlich zu dir ist, es nicht automatisch bedeutete, dass er dich mag, geschweige denn dein Freund mit dir sein will...
Was hast Du damals erwartet, aus "routinemäßiger" Freundlichkeit gleich eine enge Bindung oder so? Für ein Kind das keine Freunde hat - sich aber verzweifelt welche wünscht, auch aus bewußtem oder unbewußter Hoffnung, durch Freunde endlich vor den Mobbern geschützt zu werden - ist es wahrscheinlich normal, sich an den Erstbesten dranzuhängen, der es nicht sofort wegstößt. Aber wie Du selber schreibst, Du warst wie ein Hündchen, das ihnen nur ständig hinterherlief, an dem sie aber in Wahrheit auch kein Interesse hatten. Schmerzhaft aber leider die Wahrheit. Unerfüllte Hoffnungen Deinerseits. Somit gar nicht ihre Schuld, denn Du kannst niemanden dazu zwingen Dein Freund zu sein. Ein "Recht" auf Freundschaft gibt es nicht. Freundschaft muß man sich verdienen, und kann man auch schnell wieder verlieren wenn man sich ihrer nicht würdig erweist.

Daher muß jeder selber sich fragen, was er unter Freundschaft versteht und was er sich davon erwartet. Echte Freunde belästigt man nämlich nicht unnötig, und stellt auch keine Forderungen an sie, die sie "wegen der Freundschaft" erfüllen müßten. Wenn Du Dich ständig wegen irgendwas an einen Freund wendest, aber er sich nie an Dich, ist das gefährlich, weil Hinweis auf ein massives Ungleichgewicht. Bei einer echten Freundschaft sollte man auf gleicher Augenhöhe sein, und jedes Nehmen sollte durch ein mindestens gleichwertiges Geben vergolten werden. Freundschaft heißt nicht, daß man den anderen ausnutzt - oder sich von ihm ausnutzen läßt.
 

cafard

Aktives Mitglied
Wenn man sich Druck macht (oder von anderen gemacht kriegt), dass man unbedingt Freunde haben muss, dann setzt das die Lebensqualität mehr herab als wenn man keine hat.

Weg mit dem Druck, man frage sich, ob man ohne Freunde wirklich so unglücklich ist - zum großen Teil wird einem das nämlich tatsächlich wirklich nur eingeredet.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
In der Schule ist ein möglichst großer Freundeskreis ein Statussymbol. Genauso wie das was die Eltern haben. Haste was dann biste was gilt in besonders extremem Maß schon in der Schule, die Kinder vergleichen sich damit und tarieren so ihre Hackordnung aus (und wie jeder weiß der in der Schule gemobbt wurde, ist diese Hackordnung gnadenlos und wörtlich zu nehmen!).
Später ist es nicht mehr wichtig, Freunde auf Teufel komm raus zu haben. Dann hat man lieber einen einzig wirklich guten Freund, als hundert mit denen man mehr oder weniger nur bekannt ist weil man tagtäglich in der Schule, Arbeit oder sonstwo aufeinanderhockt.
... ein Glück daß die Schulzeit nicht ewig dauert. ...
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Echte Freundschaften ergeben sich meistens durch puren Zufall. Daher sollte man nicht sagen, will keine, werde nie welche haben. Schon der nächste Wind kann Dir einen echten Freund entgegenwehen. Wenn Du dann von vornherein ablehnend vorbeigehst, entgeht Dir vielleicht einiges. Offen sollte man daher bleiben, aber niemals blind vertrauend oder mit allem gleich auf Freundschaft machen. Echte Freundschaft ist keine Liebe auf den ersten Blick, sie muß sich erst beweisen.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Echte Freunde hüten sich vor Überbeanspruchung der Freundschaft. Du weißt daß Du einen potentiellen Freund gefunden hast, wenn jemand auf Deine mangelnde Energie Rücksicht nimmt. Wer Dich "trotzdem" als Freund haben will ... mit dem kannst Du es probieren.
 

BlueShepherd

Aktives Mitglied
Echte Freunde hüten sich vor Überbeanspruchung der Freundschaft. Du weißt daß Du einen potentiellen Freund gefunden hast, wenn jemand auf Deine mangelnde Energie Rücksicht nimmt.
Das ist sicher richtig. Aber ich kann für mich behaupten das ich keine anderen Menschen in meinem Leben möchte. Ich habe meine ordnung und nicht jeder Mensch braucht freunde.

Ich verstehe aber das die meisten Menschen freundschaften brauchen und es ist traurig wenn diese dann alleine sind.
 

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