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Viele Fragen, viele Gedanken...

Tina91

Mitglied
Hallo zusammen!


Viele Fragen, viele Gedanken, die in meinem Kopf herum schwirren und die ich nicht mehr los werde.
(Zitat)


Ich bin 24 Jahre alt und befinde mich in einer „kleinen“ Lebenskrise. Ich habe keine Geschwister. Meine Eltern ließen sich Scheiden als ich 16 Jahre alt war und mit 17 Jahren zog ich Zuhause aus, zu meinen beiden Tanten und Oma.


Ich bin ein Schüchtern und eine Introvertierter Typ, mir fehlt das nötige Selbstvertrauen und selbstbewusst sein um mit anderen in Kontakt zu kommen bzw. Anschluss zu finden. Was vielleicht auch daher kommt das ich in der Schulzeit gemobbt und ausgegrenzt wurde. Und ich deshalb lieber auf Abstand gehe, statt auf andere zu zugehen. Außerdem fällt es mir schwer Smalltalk zu führen oder ihn am laufen zu halten. Ich bin seit Anfang November in Therapeutischer Behandlung wegen einer mittlere Depression und einer Sozialphobie.


~*~

Ich werde mir dinge bewusst, die mir vor einiger Zeit noch nicht bewusst waren.


Zum Beispiel: Ich habe mir Jahrelang eingeredet, das es mir nichts ausmacht keinen Kontakt mehr zu der Familie von meinem Patenonkel zu haben. Seit etwa 10 Wochen trage ich den Ring den mir meine Tante vor 10-12 Jahren schenkte, zwischendurch habe ich ihn Jahrelang nicht getragen und zu der zeit ungefähr wurde mir bewusst das es mir doch etwas ausmacht.


Ich stelle mir seit dem Fragen wie:
Bin ich ihnen egal? Denken sie hin und wieder mal an mich?
Soll ich sie mal anrufen? Oder, soll ich meiner Cousine
die Mitte Februar Geburtstag hat gratulieren?




Aber auf der anderen Seite habe ich Angst, wie sie Reagieren werden. Wen sich möglicher weise herausstellt das sie bewusst den Kontakt zu mir beendet haben. Das ihnen daran kein wert mehr gelegen hat, mit mir Kontakt zu haben.


Ich weiß nicht was ich machen soll?!


~*~

In einer meiner Therapiesitzungen Fragte mich meine Therapeutin ob ich Schuldgefühle hätte, was ich zu dem Zeitpunkt verneinte ich diese Frage. Aber die Frage schwirrte mir seit dem immer wieder durch den Kopf und ich musste feststellen das es da doch etwas gibt für was ich mir die Schuld gebe. Nämlich dafür das der Kontakt zwischen meinem Vater und seinen beiden Geschwistern (bei denen ich wohne) abgebrochen ist.


Dazu kam es als ich auf Grund der damals herrschenden Situation es zuhause nicht mehr aushielt.
Mein Vater hat wieder geheiratet, seine neue Frau und ich haben uns gar nicht Verstanden, es kam immer wieder zu Streitereien. Die Situation spitzte sich immer mehr zu. Was letztendlich das Fass für mich zum Überlaufen Brachte, war dass das sie meinte eine Katzenfutterdose in meine Richtung an die Wand zu werfen.


Ich nahm meine Jacke und ging, seit dem lebe ich nun bei meinen Tanten.


Da ich zu dem Zeitpunkt wie geschrieben 17 Jahre alt und mein Vater daher noch unterhaltspflichtig mir gegen über war, sollte er diesen `Kostgeld´ meine Tanten geben.
Was aber nur bedingt klappte das es finanziell nicht besonders war/ist. Weshalb mein Vater mit seiner Schwester eine Streit hatte und der Kontakt seit dem abgebrochen ist.
Selbst der Kontakt zwischen mir und meinem Vater wird immer weniger. :wein:



Wen ich also damals nicht zu meinen Tanten gezogen wäre, dann würde der Kontakt noch bestehen und diese Tatsache belastetet mich, ich gebe mir die Schuld an dem. Aber das ich mir im Grunde die Schuld an dem gebe ist mir selbst erst vor ca. 2 Wochen bewusst geworden.


Hätte ich damals anders entscheiden sollen?
Eine andere Lösung für das Problem finden sollen?
Was kann ich jetzt tun, um das zu ändern?


~*~
Gruß Tina
 

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G

Gast

Gast
Hätte ich damals anders entscheiden sollen?
Geht das jetzt noch?
Nein, nur in der Gegenwart , jetz ist es möglich, was zu tun, zu entscheiden.
Was aber auch sofort wieder Vergangenheit ist und nicht mehr zu ändern.
Also überleg gut, was sind deine Ziele, was willst du, für dich, deine Zukunft.
Es ist einfacher neue Verhaltensweisen zu erlernen, wie sich alte abzugewöhnen.
So treten die neuen langsam an die Stelle der alten , die zwar noch da sind, aber in den Hintergrund treten.
Wer so ist , wie andre einen haben wollen , lebt ja nicht sein Leben, oder?
Entscheide dich für dich, nur so bist du Frei, aber mußt auch Konsequenzen tragen , die das mitbringt.
Erwachsen sein heißt nicht einfach, die Floskel "Verantwortung übernehmen" herunterzuleiern, sondern den Versuch zu machen, zu wissen, was man tut.
Man ist nur dann richtig erwachsen, wenn man zu dem steht, was man getan hat.
 

marota

Aktives Mitglied
Hallo Tina,

schön, dass du es geschafft hast, mit uns deine Gedanken zu teilen. Ich denke, auch das hat schon sehr gut getan.

Ungewissheit ist meistens nicht sehr schön. Du hattest Fragen gestellt wie: "Bin ich Ihnen egal?" etc. Um diese Fragen beantwortet zu kommen, solltest du dich bei ihnen melden. Nur dann wirst du diese Fragen beantwortet bekommen. Auch würde es bestimmt nicht falsch sein, wenn du deine Cousine zum Geburtstag einen kleinen Gruß schickst.

Auch zu dem Thema mit deinem Vater kann eigentlich nur Reden die Probleme aus der Welt räumen. Vielleicht schaffst du es ja auch, dass dein Vater und deine Tante sich an einen Tisch setzen können.

Noch ein kleiner abschließender Rat. Versuche, dir nicht für alles alleine die Schuld zu geben. Für einen Streit sind mindestens immer zwei Personen beteiligt. Deine Reaktion damals nach dem Streit mit der neuen Frau von deinem Vater kann ich absolut nachvollziehen und ich bin der Meinung, dass du in der Zeit nicht falsch reagiert hast.

Ich hoffe, es geht dir bald wieder besser und du kannst die damaligen Probleme aus der Welt räumen, damit diese dich nicht mehr belasten.

Viele Grüße
marota
 

Tina91

Mitglied
Danke für eure antworten!

Ungewissheit ist meistens nicht sehr schön. Du hattest Fragen gestellt wie: "Bin ich Ihnen egal?" etc. Um diese Fragen beantwortet zu kommen, solltest du dich bei ihnen melden. Nur dann wirst du diese Fragen beantwortet bekommen. Auch würde es bestimmt nicht falsch sein, wenn du deine Cousine zum Geburtstag einen kleinen Gruß schickst.
Das ist leichter gesagt als getan. Ich habe schon so oft, die Telefonnummer gewehlt, ich war schon einigemale auf ihrer Facebook Seite, hatte auch schon eine Nachricht geschrieben gehabt aber jedes mal den Mut nicht gehabt den Grünen hörer zu drücken oder die Nachricht abzuschicken.

Auch zu dem Thema mit deinem Vater kann eigentlich nur Reden die Probleme aus der Welt räumen. Vielleicht schaffst du es ja auch, dass dein Vater und deine Tante sich an einen Tisch setzen können.
Das sagt sich so leicht, vor allem weil beide sehr Stur sein können.

Gruß Tina!
 

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