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Vertreibung und Flucht Deutscher aus Ost- und Mitteleuropa

Dort vielleicht. Während meiner Schulzeit wurde es im Schulunterricht nur sehr sehr kurz behandelt. Die Zeit des Nationalsozialismus wurde dagegen recht ausführlich behandelt, so weit ich mich erinnere. Das Vertriebenenmuseum wurde zum Beispiel auch erst 2021 in Berlin eröffnet.
Es ist einfach nicht mehr so aktuell, da sich auch die Nachkommen nicht mehr so richtig dafür interessieren.
Aber es ist nicht vergessen.
Und es wird durchaus immer wieder davon berichtet.
 
Wer will kann sich in den Medien ausgiebig mit dem Thema beschäftigen.
Ja, genau. Die Berichte, aber auch die verschiedenen selbsterfahrenen Flüchtlingsbegebenheiten können in sehr vielen Büchern nachgelesen werden.
Ich kannte eine Volksschullehrerin. Sie kam aus Königsberg, erzählte viel über den dortigen Volksschlag, brachte ihren Schülern dortige Volkslieder bei, erzählte über die Flüchtlingskolonnen und vermittelte somit ein unüberwindliches Heimweh.
Deutschland erlebte ja auch die Totalzerstörung, die Städte lagen in Trümmern, es fehlte an Wohnungen, weil ja ausgebombt, an Nahrung und Heizung. Alles war nicht nur sehr deprimierend, sondern auch übermässig anstrengend. Viele Männer und Väter waren aus dem Krieg nicht zurückgekommen, und was zählte, das war das viele Leid, was Deutschland durchleben musste.
Ja, aber wenn man dann etwas später im Ausland erfuhr, welch fürchterliche Greueltaten deutsche Soldaten an der Zivilbevölkerung ausgeübt haben, und die Familien noch heute unter den Verlusten und den Umständen, wie ihre Kinder und Nächsten grundlos umgebracht wurden, da fragt man sich schon: wie konnte man darüberstehen und sich ein reiches mit sehr hohem Lebensstandard Land wieder aufbauen, ohne auch nur diese Seite der Geschichte zu erwähnen? Das macht uns nicht gerade stolz auf unsere Nationalität.
Es war halt Krieg. Zu einem gleichwertigen Verständnis zwischen den Völkern kann man wahrscheinlich deswegen nicht gelangen, weil Deutschland diesen Krieg erst zum Schluss auf eigenem Boden erlebte, während alle überfallenen Völker ihn von Anfang an erfuhren und erlitten.

Ich will damit sagen, dass jetzt, nach all den Jahren der Aufarbeitung und Erkenntnissen ein Zurückdenken an verlorenes Gut und viel Gram und Leid nicht sehr zielführend ist. Seien wir froh und zufrieden, es aus diesem Zustand heraus geschafft zu haben und vergessen wir nicht, wie sehr wir selber an den damaligen Zuständen beteiligt waren. Wir sind eben nicht die Herren der Schöpfung, das sollte man sich täglich sagen und auch verstehen.
 
Das Ganze ist eben lange her. Ich war kürzlich in Breslau, wo noch viele Anzeichen der Deutschen sind. Verrückt, dass diese tolle Stadt bis 1945 mal Deutsch war.

Man muss den Polen allerdings lassen, dass sie die Stadt besser bewahrt haben, als es die Deutschen gemacht haben. Alle Gebäude top gepflegt, kein Müll auf den Straßen, keine aggressiven Leute auf den Straßen. Man ist nach einem Besuch in Breslau traurig, wenn man wieder in Deutschland ist, weil man dann erst merkt, wie sich Deutschland die letzten 10 Jahre verändert hat.
Breslau sah vor 30- 40 Jahren wahrscheinlich aber auch sehr viel schlimmer aus als jetzt. Da wurde vermutlich viel mit Hilfe von EU-Geldern restauriert, u.a. vor allem viel mit deutschem Geld.
 
Breslau sah vor 30- 40 Jahren wahrscheinlich aber auch sehr viel schlimmer aus als jetzt. Da wurde vermutlich viel mit Hilfe von EU-Geldern restauriert, u.a. vor allem viel mit deutschem Geld.
Ja, das mag sein, aber warum lassen wir unsere Städte so verkommen? In Polen wandern Graffiti Sprayer ab der 3. Tat in den Knast, bei uns passiert nichts. Wir müssen uns nicht wundern, mit solch einem Justizsystem, wie wir es heute haben.

Die Drogendealer in Berlin oder Hamburg tun ihr Übriges und besetzen die öffentlichen Plätze, so dass sich kein normaler Bürger dort mehr aufhalten mag. Auch das ist in Polen nicht der Fall. Auf den Bänken sitzen normale Leute, die Bänke sind sauber, die Mülleimer geleert.

Ich war kürzlich beim Gleissdreieck in Berlin, einfach schlimm. Nur komische Leute mit Bauchtaschen in einem großen öffentlichen Park. Bürgergeld kassieren und Drogen verticken ist ein einträglicher Volkssport geworden in Deutschland.

Es ist wirklich traurig, wie abgerockt Deutschland im Jahr 2025 ist.
 
Eine Freundin meiner Oma ist in Danzig geboren 1936, die treffe ich bald und lasse mir spannende alte Geschichten erzählen. Ihre eigenen Eltern haben dort auch gelebt.
 
Mein Großvater kam aus einem Ort names Tannenwalde in der Nähe von Königsberg. Er ist dann mit seiner Familie vermutlich als Teenager geflohen. Er hat dann, so weit ich mich erinnere, in ein Flüchtlingslager nach Dänemark gekommen. Und dann weiter, bis er schlußendlich in das Dorf kam, in dem er dann sein restliches Leben lebte. Sein Bruder ist dann ins Ruhsgebiet gekommen. Mein Großvater wollte laut meinem Vater nie nach Tannenwalde zurückkehren.
 
Die Kinder und Enkel der Vertriebenen interessieren sich auch großteils nicht mehr dafür.
Nun, das kann ich für mich so nicht bestätigen!

Das was meine Eltern erlebt haben war grausam ohne Ende - meine Mutter den Flüchtlingstreck und zuvor die Bombennächte u. a. in Dresden, mein Vater wurde von den Russen als Kind verschleppt damit er als Dolmetscher fungiert. Nach dem Tod meiner Eltern fand ich bei der Wohnungsauflösung ein Schreiben über die Such nach der Mutter meines Vaters.

Sie war in ein Massengrab geworfen worden, einer derjenigen, der dieses Massengrab dann "auflöste" kannte sie lebend und hat sie noch wieder erkennen können - sie war verhungert....

Alle haben gelitten und auch ich als Kind in dem Wissen was sie erleben mussten und warum sie "lieblos" wirken mussten - in einem Überlebenstrieb, der es ihnen anders wohl nicht möglich machte....

Grisu
 
Mein Großvater kam aus einem Ort names Tannenwalde in der Nähe von Königsberg. Er ist dann mit seiner Familie vermutlich als Teenager geflohen. Er hat dann, so weit ich mich erinnere, in ein Flüchtlingslager nach Dänemark gekommen. Und dann weiter, bis er schlußendlich in das Dorf kam, in dem er dann sein restliches Leben lebte. Sein Bruder ist dann ins Ruhsgebiet gekommen. Mein Großvater wollte laut meinem Vater nie nach Tannenwalde zurückkehren.
Die Region um Königsberg ist bis heute russisch. Warum sollte irgendwer der bei gesundem Verstand ist, freiwillig dorthin zurückgehen?
https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsberg_(Preu%C3%9Fen) :

Seit den 1950er Jahren​

1951 notierte ein sowjetischer Besucher: „Kilometerweit öffnet sich ein unvergessliches Ruinengemälde. … Das alte Königsberg ist eine tote Stadt.“<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsberg_(Preu%C3%9Fen)#cite_note-44"><span>[</span>44<span>]</span></a> Um die Erinnerung an die deutsche Geschichte Kaliningrads zu tilgen, wurden in der Altstadt die meisten der wenigen historischen Gebäude, die den Krieg überstanden hatten, abgerissen.<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsberg_(Preu%C3%9Fen)#cite_note-Christopher_Clark_769-45"><span>[</span>45<span>]</span></a> „Um die Verwüstung herum entstand eine neue sowjetische Stadt, monoton und provinziell, von der Außenwelt abgeschnitten durch ein militärisches Sperrgebiet.“<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsberg_(Preu%C3%9Fen)#cite_note-Christopher_Clark_769-45"><span>[</span>45<span>]</span></a>

Zum Teil wurde berichtet, dass während der Verhandlungen zum Zwei-plus-Vier-Vertrag im Sommer 1990 der sowjetische Generalmajor Geli Batenin dem Leiter des politischen Referats der deutschen Botschaft, Joachim von Arnim, angeblich Verhandlungen über Kaliningrad angeboten habe, die Arnim allerdings abgelehnt habe.<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsberg_(Preu%C3%9Fen)#cite_note-46"><span>[</span>46<span>]</span></a>

Russland​

Erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1990 und der Öffnung der Region (Oblast) Kaliningrad war es der verbliebenen deutschen Minderheit möglich, ihre ethnische Identität zu offenbaren. Ihr Schicksal war Mitte der 1990er Jahre Medienereignis in russischen und deutschen Magazinen. Die Mehrzahl der Deutschen (0,6 % laut letzter Volkszählung) in der Stadt Kaliningrad sind jedoch Zuwanderer aus anderen Regionen der ehemaligen Sowjetunion bzw. deren Nachkommen. Ein Wiederaufbau der Altstadt in originaler oder abgewandelter Form wurde mehrfach diskutiert, jedoch bisher nicht realisiert.<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsberg_(Preu%C3%9Fen)#cite_note-47"><span>[</span>47<span>]</span></a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsberg_(Preu%C3%9Fen)#cite_note-48"><span>[</span>48<span>]</span></a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsberg_(Preu%C3%9Fen)#cite_note-49"><span>[</span>49<span>]</span></a>

Kaliningrads Einwohner, die 2005 750 Jahre Kaliningrad feierten, haben große Identitätsprobleme und setzen sich immer mehr mit der Königsberger Geschichte vor 1945 auseinander.<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsberg_(Preu%C3%9Fen)#cite_note-50"><span>[</span>50<span>]</span></a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsberg_(Preu%C3%9Fen)#cite_note-51"><span>[</span>A 1<span>]</span></a>
Den Ortschaften im Umkreis ist es garantiert nicht besser ergangen.

Ja, das mag sein, aber warum lassen wir unsere Städte so verkommen? In Polen wandern Graffiti Sprayer ab der 3. Tat in den Knast, bei uns passiert nichts. Wir müssen uns nicht wundern, mit solch einem Justizsystem, wie wir es heute haben.

Die Drogendealer in Berlin oder Hamburg tun ihr Übriges und besetzen die öffentlichen Plätze, so dass sich kein normaler Bürger dort mehr aufhalten mag. Auch das ist in Polen nicht der Fall. Auf den Bänken sitzen normale Leute, die Bänke sind sauber, die Mülleimer geleert.

Ich war kürzlich beim Gleissdreieck in Berlin, einfach schlimm. Nur komische Leute mit Bauchtaschen in einem großen öffentlichen Park. Bürgergeld kassieren und Drogen verticken ist ein einträglicher Volkssport geworden in Deutschland.

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In Bayern haben wir diese Zustände bisher zum Glück noch nicht. Vor kurzem erlebt, an einer Pension die (Zitat eines Anwohners!) "Zigeuner" beherbergt (die wilden Müllberge die dort jede Woche erneut heranwachsen sprechen für sich, der Löwenanteil davon stammt nämlich nachgewiesen von den Bewohnern dieser Pension, obwohl die auch mehrere von den großen Müllcontainern hat) gab es abends irgendeine Auseinandersetzung zwischen jungen Leuten, aber hastdunichtgesehen war sofort die Polizei mit mehreren Wägen vor Ort und hat für Ruhe gesorgt. Ich hatte den Eindruck die waren ganz verdutzt wie fix das ging und daß sie nicht einfach ignoriert wurden und ihr Ding untereinander drehen konnten wie sie es wohl von anderen Städten gewohnt waren. Da dachte ich mir, wer Berliner Verhältnisse haben will soll gefälligst auch in Berlin bleiben, in Nürnberg gibt es noch Zucht und Ordnung.
Liegt also an den betroffenen Städten selber, wie sie damit umgehen, ob sie das dulden oder ob sie es systematisch bekämpfen. Drogenunwesen und Vandalismus muß keine Stadt dulden.
 

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