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Vermisse gute Freundschaften

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Gast

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Hallo!
Ich bin 17 Jahre alt(weiblich) und hab die meiste Zeit das Gefühl überhaupt keine guten Freundschaften zu haben. Ja, ich kenne einige Leute mit denen ich ab und zu etwas unternehme, aber das sind großteils Zweckfreundschaften(Sportverein und Schule) und ich weiß ganz genau, dass ich mit diesen Leuten wenn wir uns nicht "gezwungenermaßen" regelmäßig sehen würden keinen Kontakt hätte. Ja, wenn Leute mit denen ich Sport mach am Abend fortgehen hätten sie kein Problem wenn ich mitkommen würde aber es interessiert mich halt nicht mit Leuten die ich mäßig mag mich zu betrinken oder herumzusitzen( was ich auch mäßig mag)
Das Problem ist nicht, dass ich zu introvertiert oder schüchtern wäre. Ich kann eigentlich mit allen Leuten(Erwachsenen, Jugendlichen, Kindern) schnell ins Gespräch kommen und bekomme auch nicht vermittelt, dass sie mich großteils unsympathisch fänden. Ein "Partymensch" werde ich zwar nie werden aber extrem ruhig oder schüchtern bin ich eben auch nicht. Ich betreue seit einem halben Jahr eine Kindergruppe(8-12) beim Sport und die Rückmeldungen sind von allen Seiten(Eltern, Kinder, andere Trainer) durch die Bank positiv.
Es ist auch nicht so, dass es keine Leute gibt die ich sympatisch finde. Nur ist es so, dass die Leute die mir von Beginn an sympatisch sind entweder viel älter als ich sind und die Themen die es im Leben so gibt einfach verschiedene sind, oder schon so ein verplantes Leben haben und eigentlich recht zufrieden in ihrem sozialen Umfeld scheinen, dass das Interesse jetzt öfters mit mir etwas zu machen auch nicht vorhanden zu sein scheint. Also im Grunde genommen kommt jeder mit mir zurecht, ich komm mit jedem zurecht aber wenn es um tiefere Freundschaften geht kommt mir, dass ich extrem wählerisch bin und bei den Leuten , die ich wirklich sympatisch finde, das entweder einseitig ist oder aus anderen Gründen nie passt.Ich weiß, dass es viele Jugendliche in meinem Alter gibt die auch viel mit Leuten unternehmen, die sie jetzt nicht zu ihren besten Freunden zählen würden einfach um "unter Leuten" zu sein aber das finde ich meistens einfach langweilig. und aber das ist es ja nicht was ich vermisse. Die Personen, die ich zurzeit als meine besten Freunde bezeichnen würde sind meine 28jährige Trainerin und ein Freund von mir, den ich seit 12 Jahren kenne, der aber in mich verliebt ist, was das ganze auch nicht ganz unkompliziert macht weil es von meiner Seite 100% nur freundschaftlich ist. Wenn ich mal in irgendwen verknallt oder verliebt bin ist es im Grunde genommen das selbe. Meistens gehören die dann genau zu die wenigen Leute, mit denen ich überhaupt keine Gesprächsbasis hab und die keinerlei Interesse an mir zeigen. Irgendwo gibt es da anscheinend eine gewaltige Diskrepanz zwischen den Leuten die ich mag und denen die mich mögen. Wenn ich mit 95% Prozent der Bevölkerung nett smalltalk führen kann wenn ich will und aber genau die anderen 5% gerne näher kennen lernen würde. Das lässt mich dann oft enorm an mir zweifeln, weil ich denke dass ich anscheinend ganz anders bin als ich mich selbst sehe oder einschätze.

Ich weiß einfach nicht wo das Problem liegt und bin einfach unglücklich weil ich nicht weiß wie ich je eine tiefe Freundschaft oder eine Beziehung aufbauen kann, wenn es einfach von einer Seite nie passt.
Lg
 

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marut

Aktives Mitglied
guten morgen,
freundschaft kann man lernen.
ich selbst habe ein diagnostiziertes nähe-distanz-problem aufgrund eines frühkindlichen traumas und hatte ganz ähnliche freundschafts- und beziehungsprobleme (was nicht bedeuten soll, dass du eine ähnliche diagnose hast).
jedenfalls habe ich angefangen zu lernen. fertig bin ich damit nicht (sonst wär ich nicht hier), aber ich merke, dass es langsam was bringt.
konkret: interesse zeigen auch bei leuten, die einen sonst weniger interessieren, lernen zu zu hören und dabei zu bleiben und nicht gedanklich auszusteigen und abzuwerten.
und bei leuten, die einen interessieren, lernen, diese nicht über zu bewerten (auf nen hohen sockel zu stellen), sondern erst recht smalltalk üben.
 

MamaSanne

Mitglied
Richtig gute Freundschaften sind selten und müssen wachsen, und es gehört viel Pflege dazu. Einseitige Freundschaften verlaufen im Sand. Ob es denn "passt" zeigt die Zeit.
 
G

Gast

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Bei mir ist es genau andersrum. Tiefe Freundschaften kann ich gut aufbauen. Hab mit meinen guten Freundinnen aber leider vor allem Kontakt übers Internet, weil sie z.B. weiter wegwohnen und beruflich eingespannter sind als ich zur Zeit. So hab ich eigentlich immer jemanden, mit dem ich über alles reden kann. Aber mir fehlen sehr die Unternehmungen mit anderen Leuten, also das, was du eher hast, weil ich eben nicht gut mit verschiedenen Leuten schnell ins Gespräch komme, schüchtern bin etc. Und ich leide da auch sehr drunter. Wenn mich nicht ab und zu mal ein paar Bekannte wohin schleppen würden, würde es mir sehr schlecht gehen.

Bei mir kommen engere Kontakte halt dadurch zustande, dass ich mich einfach auch recht stark auf jemanden konzentriere, den ich sympathisch finde, hilfsbereit bin, viel nachfrage oder auch nicht je nach Person, ich auch einfach gern nur dasitze und zuhöre. Da ich erstens nicht so der aktive Typ bin, der gerne dauernd weggeht und zweitens durch meine Schüchternheit zu wenig Leute frage, was sie so machen und zu wenig Interesse an Aktivitäten bekunde, hab ich eben nicht so viel von Unternehmungen zu erzählen.
Es geht dann halt auch eher darum wie Dinge für einen sind als nur um die Dinge an sich mal grob gesagt.
 

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