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Vergangenheit

L

Lena1678

Gast
Hallo,
TW!!
Mir gehen seit Wochen Gedanken durch den Kopf, negative Erinnerungen von früher.
Mein Vater hat mich früher geschlagen.
Hatte früher Wutattacken bis ca. Ich 11 Jahre alt war. Seit ein paar Jahren hab ich Agressions Ausbrüche mit Zerstörerischen Verhalten. Früher haben sie zu mir gesagt wenn ich diese Wutattacken hatte z.b "Wir holen das Jugendamt" "Wegen dir laden wir unter der Brücke" "Du gehörst in die Klapse" .
Es gab noch mehr negative Sachen.
Meine Psyche hatt darunter glieden.
Habe schon lange den Zwang mir Haare raus zu ziehen.
Ca. 2017 fing es mit Ritzen an (seit ca. 3Monaten clean) , Schade meinen Körper, hab depressive Phasen ,Suizidgedanken und Angst. 2018 war zwischen meinen Eltern und Geschwistern großer Streit, ist wieder gut. Durfte mich nicht mehr mit meinen Geschwistern treffen. Hab in der Zeit ein Abschiedsbrief geschrieben. Erster Suizidversuch,weiß nimand.
Bis der Brief meine Eltern gefunden haben und mich zum Therapeuten schickten.
Seit 2017 werden meine Freunde weniger, hab nur noch zwei. Intresse an dieser Welt wird weniger. Weiß nicht mehr was ich reden soll, Fehlen die Worten. Hass mich von Tag zu Tag mehr, so wie ich geworden bin.
Oft denk ich wär es besser wenn ich in ein Kinderheim gegangen wäre, weil ich Zuhause nicht glücklich werde zu viel Negative Erinnerungen. Bis heute ist es nicht besser geworden, es fallen immer noch böse Wörter wenn ich Agressions Ausbrüche habe. Meine Eltern gegeben mir oft das Gefühl ich wär Schuld an alles.
Bin seit ca. 4 Monaten wieder in Therapie, aber zur Hälfte sage ich nicht Wahrheit. Meine Eltern und Geschwister denken es wär wieder alles gut aber das Lächeln ist nur aufgesetzt.
Von Tag zu Tagen werden meine Gedanken schlimmer. Leide unter Antriebslosigkeit und alles ist mir egal sogar die Schule. Fühle mich Schlecht und habe Angst was Falsch zu machen.

Vielleicht Versteht mich jemand, habe das Gefühl das alles zusammenhängt

Lg Lena
16 Jahre alt, vllt ist es auch wichtig
 

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cucaracha

Namhaftes Mitglied
Dein Therapeut sollte auch mit deinen Eltern reden.
Vermutlich müssten sie auch etwas verändern, damit es dir besser geht.
Du hast auch die Möglichkeit auszuziehen, falls es dir zuhause schlecht geht.
Das könntest du mit dem Therapeuten besprechen.
Sei in der Therapie ehrlich.
Es wäre wichtig zu wissen was dich so wütend macht.
Man kann auch lernen die Wutausbrüche unter Kontrolle zu halten.
 

Bodenschatz

Namhaftes Mitglied
Meine Eltern und Geschwister denken es wär wieder alles gut aber das Lächeln ist nur aufgesetzt.
Von Tag zu Tagen werden meine Gedanken schlimmer.

Hallo Lena.

Wenn man nicht - wie ich - das gleiche erlebt hat, kann man nur versuchen zu verstehen oder man überlegt, wie man es selber machen würde, wenn man in die Vergangenheit zurück kehrt.
Diese Art von Kommentar ist übrigens bei weitem leichter, wenn man älter ist, als wenn man aus seiner Position in die Zukunft blicken möchte.

Du hast am Ende geschrieben, dass Du 16 bist. Also in der Mitte zwischen Kind und Volljährigkeit / Schulabschluß.

Wenn ich versuche mich zu erinnern, wie ich mich damals gefühlt habe, dann muss ich gestehen, dass ich als Kind geradezu hilflos war.
Meine Elternhaben mir gesagt, was ich zu tun hatte, und es war Gesetz. Fertig. Dass es andere Leute gibt, die etwas anderes erleben, war unvorstellbar, und deswegen gab es auch keinerlei Argumente gegen die elterlichen Entscheidungen. Übrigens waren sie unglaublich groß und stark, was ich deswegen genau weiss, weil ich eine frühkindliche Erinnerung habe, in dem mein Papa mich in einem Werkstatt-LKW mitgenommen hat. Ich saß in der Mitte auf der Motor-Abdeckung im Fahrerhaus und bin da raufgekrabbelt. Heute weiss ich, dass das Auto ein popeliger alter Ford Transit war, so groß wie ein kleiner VW Bus.
Du siehst also, welche Sichtweise Kinder der Welt der Erwachsenen gegenüber haben, und welch ein Abenteuer die Erwachsenen-Normalität für Kinder ist.

Anhand dieses kleinen Beispiels verstehst Du vielleicht, dass die Kindheit in Bezug auf Dein Leben eine Art Vergangenheit darstellt, die sich so nicht fortsetzt.
Schließlich ist man nur (ausserhalb der Stillzeit und etwas danach) wenige Jahre ein Kind und handelt überhaupt, aber kindgerecht. Danach wird man nach und nach erwachsen und weiss und versteht vieles und das bleibt dann auch so.

Deine Kindheit war – wie Du schreibst – belastend. Als Kind hattest Du aber keine Möglichkeit zu argumentieren oder Dich zu wehren und hast das getan, was Du gelernt hast, nämlich Gewalt angewendet. Weil Du zuhause niemanden schlagen durftest, hast Du es gegen Dich selbst gerichtet, und die Wutausbrüche sind ein Teil einer Ohnmächtigkeit, die an die Luft muss, weil man sonst „kaputt geht“.

Jetzt – aktuell, mit 16 – ändert sich enorm etwas in Dir. Es gibt Informationsmöglichkeiten, erweitertes Wissen, Verständnis um Zusammenhänge. Und Du bist in der Lage, etwas tiefgründiger mitteilen zu können, was Du empfindest. Also nicht nur: „tut gut oder weh“.

Du solltest also versuchen verstehen zu lernen, dass Du dabei bist, ein anderer Mensch zu werden als der, der Du als Kind warst. Diese Hilflosigkeit wird nämlich nicht zurück kehren und deswegen brauchst Du die Reaktionen von damals auch nicht mehr.
Es gibt aber noch etwas anderes.
Ab 16 wird der Körper für das Erwachsenen-Alter aufgebaut. Damit meine ich, dass man anfängt, Leistung zu bringen. Denke an die Tennis-Legende Boris Becker: seine ersten Siege hatte er mit 17! Oder an das holländische Mädchen, was mit 15 alleine im Kanu den Ozean überquert hat!
Du kannst also eigentlich jetzt schon schleppen, irgendwas bauen, wenn Dir jemand zeigt, wie. Mit dem Wissen und der Kraft, die jetzt anstehen, bist Du vollends aus der KindPhase heraus.
Alleine dass Du ab 16 die ersten Führerscheine machen kannst und Dir , nur mit einem kleinen Nebenjob, eine alte Kiste kaufen kannst, macht Dich mobil ohne Ende. Und damit kannst Du mal eben irgendein Ziel erreichen - und unabhängig sein.

Wenn Du das so verinnerlichst, hast Du eine total tolle Zeit vor Dir, und – ehrlich – ich glaub, Du solltest es probieren und negative Erinnerungen in positive Ziele eintauschen.
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöscht

Gast
Aus welchem Grund genau sagst du bei der Therapie nicht die ganze Wahrheit? (Ich kenn das auch.)
Der Arzt darf nicht mit deinen Eltern reden, wenn du das nicht willst. Und dieser Person darfst du wirklich die ganze Wahrheit sagen. Du "musst" sogar.
Denn deine Therapie wird nichts bringen wenn dein Arzt nicht weiss, was dir fehlt.

Stell dir vor du hast ein kaputtes Handy, und bringst es jemandem zur Reparatur. Es wird nur repariert werden können, wenn man herausfindet, was genau nicht geht. Es nutzt dir nichts, das Display zu ersetzen, wenn die Lautsprecher kaputt sind.
Verstehst du, was ich meine?
 
G

Gelöscht

Gast
Hallo Lena 1678,

liest du das hier noch?

Ich glaube ich kann dich ein wenig verstehen. Ich habe den Eindruck, dass du ein sehr liebenswertes und mutiges Mädchen bist. Es tut mir sehr leid zu hören, dass man es dir so schwer gemacht hat.

Meine Eltern hatten es auch schwer mit mir. Ich frage mich heute noch: "Warum habt ihr mir nicht geholfen?" Sie konnten es nicht. Sie waren selbst überfordert. Auch Eltern machen Fehler.

Ich hoffe du schaffst es aus dieser schwierigen Phase herauszukommen. Es wird auch in Zukunft nicht immer alles einfach werden, aber machbar.

Lass dir helfen, durch Therapeuten oder Gespräche wie hier im Forum. Vielleicht kannst du dich mit deinen beiden Freunden, von denen du Gesprochen hast, mal wieder treffen.

Pass auf dich auf und erzähl hier im Forum mehr über dich, wenn du möchtest.
 

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