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Verbot schmerzfreien Sterbens und damit Zwang zu potenziellem Leiden

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Narf

Aktives Mitglied
Halbe Sekunde Schmerz? Was ist mit der Überwindungskraft, die es für den Sprung braucht, mit der Angst, dass etwas schiefgehen könnte?
Die Überwindungskraft brauchst du ja auch wenn du eine Pille nimmst. Und die Angst, das etwas schiefgeht hast du auch immer …

Wenigstens beschwerst du dich nicht über die Anstrengung, die Klippe erst hochklettern zu müssen 👍
 

MissLisa

Mitglied
Also ich finde die Idee der aktiven Sterbehilfe gut. Allerdings an Bedingungen geknüpft, die natürlich bei psychisch Kranken andere sein müssen, als beispielsweise bei chronisch körperlich Kranken. Bei seelischen Krankheiten würde ich zum Beispiel eine Mindestfrist von der Beantragung des Suizids bis zum Vollzug setzen. Ein Jahr beispielsweise. In diesem Jahr müsste der Betroffene dann ganz eng betreut werden. Aber daran scheitert es doch schon wieder allgemein. Man darf zwar nicht sterben mit einer psychischen Erkrankung, aber ansonsten wird man ziemlich hängengelassen.

Und ja mit von der Klippe springen und sich vor den Zug schmeißen hat man zwei recht sichere Methoden. Allerdings nicht so schön für seine Mitmenschen. Da wäre ein ärztlich verordneter Pillenmix, der sicher und schmerzfrei zum Tod führt schon besser. Und wir wollen auch mal nicht die alten Leute vergessen, die dermaßen eingeschränkt sind, dass sie gar keine Suizid mehr herbeiführen können selbst. Obwohl sie nur noch Schmerzen haben und jede Minute auf das Ende hoffen. Das müsste wirklich nicht sein. Und nein, diese Leute werden nicht bis zum Ende schmerzfrei gehalten. Weiß ich aus eigenem Erleben. Die deutschen Mediziner sind sehr sparsam mit solchen Mitteln.

Es wurde tatsächlich schon diskutiert, ob man einem schwer krebskranken denn Morphin geben kann, davon wird man schließlich abhängig. Diese Frage ist auch von immenser Bedeutung vor dem Hintergrund, dass die Person so oder so höchstens noch 12 Wochen lebt. Ironiemodus aus.
 

KaffeeKatze

Sehr aktives Mitglied
Ich fände Sterbehilfe für unheilbar Kranke gut... für Menschen, für die es keine Hoffnung mehr gibt und deren Lebensende nur noch aus dahin vegetieren und Qualen bestehen würde... z.B. bei Krebs im Endstadium oder bei so Sachen wie ALS, wo der Gedanke, am Ende komplett gelähmt zu sein und nicht mal mehr selbst atmen zu können, sicher für viele der absolute Horror darstellt.

Finde es nicht richtig, dass Menschen sich bis an ihr Lebensende quälen müssen, selbst wenn sie todkrank sind und sowieso sterben... wieso muss man es dann noch rauszögern so lange wie möglich und die Menschen müssen sich quälen?

Wie oft gibt es alte und kranke Menschen, die sterben wollen und nicht können und sich nur noch 24/7 vor sich hin vegetieren und komplett auf fremde Hilfe angewiesen sind, um überhaupt noch zu "leben"... auch wenn man das in meinen Augen oft nicht mehr Leben nennen kann.

In Ländern wie Belgien, wo Sterbehilfe erlaubt ist, finde ich das gut geregelt und verstehe nicht, warum das bei uns nicht auch so sein kann.

Bei psychischen Erkrankungen, finde ich es hingegen schwierig... auch wenn das auch oft unendliches Leid bedeutet für die Betroffenen, aber wie genau soll man da einen Zeitpunkt sicher festlegen, ab dem es keine Hoffnungen mehr gibt? Wann kann man da sagen, dass alle Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft wurden und keine Besserung mehr zu erwarten ist? Das finde ich etwas heikel... letztlich kann das wohl nur der Betroffene selbst dann sagen und bestimmen.
 

weidebirke

Sehr aktives Mitglied
Bei der Pille, die man zu Hause "für alle Fälle" liegen hat, sehe ich eine hohe gefahr, dass man sie in einer schwarzen Stunde unüberlegt reinschmeißt. Auch wenn die Sache am nächsten Morgen vielleicht wieder ganz anders ausgesehen hätte. Oder man auf Grund depressiv veränderten Denkens glaubt, dass der Tod die einzige Möglichkeit ist.

Die Pille aus dem Schrank zu nehmen und einzunehmen, ist viel zu einfach.
 

Kylar

Sehr aktives Mitglied
Ich fände so eine Pille schon praktisch und verstehe nicht, wieso so viele gegen sowas wären.
Den Leuten, die ihr Leben mögen wird doch nichts genommen, und die die es nicht mögen, die haben eine einfache, schnelle, sichere Möglichkeit ihr Leben zu beenden. Und es ist doch nochmal um einiges leichter, als erst eine Klippe oder ein Haus raufklettern zu müssen und in den Abgrund zu springen. Oder sich anderweitig so schlimm zu verletzen, dass man ganz sicher tot ist. Man belästigt die Lebensfröhlichen damit auch weniger, wenn man dann gefunden wird.
Ich glaub ich würd schon so ne Pille am ehesten schlucken, wenns mir mal wieder ganz mies geht, und würde das begrüßen, wenn sowas entwickelt wird.
 

Knirsch

Aktives Mitglied
Das sehe ich übrigens völlig anders … und ich glaube auch fast alle anderen … wie viele sagen schon: „Ach die Operation wird weh tun? Dann machen Sie lieber ein Ende, Herr Doktor!“?
Wenn die Operation ohne Narkose stattfinden würde, würden wohl viele verzichten und eher sterben. Wer sowas sagt, hatte einfach noch nie richtig lange, richtig arge Schmerzen und keinen Ausweg. Ich würde eher sterben als mich noch mal in Behandlung zu begeben.
 

KaffeeKatze

Sehr aktives Mitglied
Bei der Pille, die man zu Hause "für alle Fälle" liegen hat, sehe ich eine hohe gefahr, dass man sie in einer schwarzen Stunde unüberlegt reinschmeißt. Auch wenn die Sache am nächsten Morgen vielleicht wieder ganz anders ausgesehen hätte. Oder man auf Grund depressiv veränderten Denkens glaubt, dass der Tod die einzige Möglichkeit ist.

Die Pille aus dem Schrank zu nehmen und einzunehmen, ist viel zu einfach.
Sehe ich auch so... an einem schlechten Tag, wo einem alles sch**** vorkommt, man sich dann vielleicht auch noch einen angetrunken hat... und dann in einem schwachen Moment oder in einer Kurzschlussreaktion diese Pille schluckt... das erscheint mir zu "einfach".

Klar könnte man jetzt argumentieren, man kann genauso in einer Kurzschlussreaktion aus dem Fenster springen oder sich mit dem Küchenmesser die Pulsader aufschneiden, oder oder oder.

Aber ich denke da ist die Hemmung wegen möglichen Schmerzen, oder das es nicht beim ersten Versuch oder auf Anhieb klappt und dann in Qualen endet, doch nochmal größer... als wenn man einfach nur eine Pille schluckt, nach der man schmerzfrei einschläft.

Ich finde es schon grad bei psychisch instabilen Menschen etwas riskant.

Wie gesagt, ich finde Sterbehilfe an sich schon nicht verkehrt... aber nur unter gewissen Aspekten und mit Beratung und ärztlichem Ablauf.... nicht einfach irgendeine Pille für zuhause oder so.
 

Postman

Aktives Mitglied
Die psychisch instabilen Menschen könnten aber auch eines Tages aus Verzweiflung vor ein Auto rennen, weiß ja nicht, ober das besser wär. Hier bin ich vom Grundsatz her mehr bei Kylar. Aber ich verstehe auch, dass es im Bereich psychischer Erkrankungen nicht so einfach ist.
 

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