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Verabschiedung in den Ruhestand - Das Essen selbst bezahlen?

G

Gast

Gast
Hallo,
Ich habe eine Frage. Nicht, dass uns das finanziell belasten würde, aber ich finde die Sache vom Prinzip her unverschämt.

Mein Mann arbeitet bei einer grossen deutschen Institution. Über deren finanzielle Situation kann man streiten, da möchte ich jetzt auch nicht drüber diskutieren, das würde zu weit gehen und igeht mich ja im Grunde genommen auch nichts an.

Mein Mann hat da einen höheren Posten und diese Leute werden zur Verabschiedung in den Ruhestand extra zu einer Feierstunde eingeladen. Das passiert viermal im Jahr, gesammelt aus ganz Deutschland, und es sind jedesmal weit unter zehn Teilnehmer mit Ehepartner. Dort gibt es dann eine Rede, eine Urkunde und ein Essen. Dieses Essen muss man selbst bezahlen, nicht nur der Ehepartner, auch der Pensionär. Das halte ich für ziemlich armselig von der Firma und habe deshalb Streit mit meinem Mann. Ich möchte nämlich nicht an dem Essen teilnehmen. Wenn die Firma nicht mal so ein Essen bezahlen kann, dann danke. Lädt grossartig zu einer Feier ein und dann soll man sein Essen selbst bezahlen? Wo gibt es dass, dass wenn man eingeladen wird, sein Essen selbst bezahlt? Ich bin schon immer ein Rebell und würde deshalb aus Prinzip da nichts essen wollen.Mein Mann kann das ja machen, aber ich persönlich sehe das nicht ein. Da er ja auch in den Ruhestand geht, hat er auch keine Konsequenzen mehr zu befürchten. Wofür fahren wir da eigentich hin, das sind mehrere Stunden Fahrt? Für das Geld kann ich auch hier so richtig gut essen gehen.
Wie seht Ihr das? Übertreibe ich? Ist das so üblich, dass man sein Essen bei so was selbst bezahlt? Habe ich da überzogene Ansprüche?
Würde mich über Antworten freuen!
 

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Guppy

Aktives Mitglied
Eigentlich überhaupt nicht üblich. Die Feier wird doch zum Dank
ausgerichtet, daher ist mir die Bezahlrunde nicht ganz klar. :D

Jedes Unternehmen hat da seine eigene Sitten. Ich würde wahrscheinlich
verzichten, wenn ich mich in der Firma nicht wohl gefühlt hätte und
mit Kollegen das letzte mal einen draufmachen wollte.

L.G.uppy
 

Regina M.

Mitglied
Nein, absolut nicht. Sowas hab ich noch nie gehört, wenn eine Firma einlädt dann muß man nicht bezahlen fürs Essen, sonst ist es doch keine Einladung, wie du ja schon sagtest.
 

Rhenus

Urgestein
Das ist absolut unüblich!
Was üblich sein kann ist, wenn die Belegschaft das selbst organisiert und dafür mit regelmäßigen oder unregelmäßigen Beiträgen sammelt.
Oder es wird vom Arbeitgeber ein "Verabschiedungsgeld" gezahlt und davon zahlt der Arbeitnehmer das freiwillig.
Dann ist der Arbeitgeber jedoch außen vor und es ist nicht seine Veranstaltung, auch wenn er die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.

Doch Dank oder nicht, dies ist ja die Frage.
Ich ginge da nicht hin... wenn der Arbeitgeber SEINE Veranstaltung erstattet haben möchte. Dazu wäre ich zu stolz, denn ich würde mich nicht letztlich selbst feiern...
Oder dankt er gar seinem Arbeitgeber? :D
 
G

Gast

Gast
Danke schon mal.
Die er dort trifft, sind nicht seine täglichen Kollegen. Für die machen wir natürlich selbst einen Ausstand. Das sind alles fremde Personen, ein paar Pensionäre, aus Deutschland zusammengewürfelt, und irgendwelche Vorgesetzte von einem anderen Standort.

Natürlich möchte ich meinem Mann nicht den Eintritt in den Ruhestand mies machen, aber ich finde das Vorhehen dieser Institution schon merkwürdig. Wenn ich da an die anderen Ausgaben denke, die die Chefin so versprochen hat...
 

Athanasia

Aktives Mitglied
Ich bin schon immer ein Rebell und würde deshalb aus Prinzip da nichts essen wollen.Mein Mann kann das ja machen, aber ich persönlich sehe das nicht ein.
Das ist nicht rebellisch, das ist hochgradig albern....

Je nachdem ob es schon immer Usus war so zu verfahren - who cares. Wenn mein Mann sich wünschen würde, ich wäre dabei, dann würde ich das für ihn tun - und keinen albernen Streit initiieren. Es sei denn natürlich, ich habe keine anderen Probleme.
 

maestro86

Mitglied
Du schreibst dass dein Mann bei einem nationalen Institut arbeitet, also im öffentlich Dienst, von Steuergeldern bezahlt?
Ich bin auch im öffentlichen Dienst, und wir müssen auch bei jeder Feier (Weihnachten, Betriebsausflug) unser Zeug selber zahlen, da Steuergelder für sowas nicht verschwendet werden dürfen/sollen.
Kann man blöd finden, ist aber so.

Nicht auf die Feier zu gehen und deinem Mann seinen Abschied vielleicht zu versauen ist aber schon ein bisschen albern. Da dein Mann in Ruhestand geht, schätze ich mal dass du keine 19 mehr bist und damit schon die Pupertät weit hinter dir gelassen hast!
 

Burbacher

Aktives Mitglied
Da bin ich leicht erstaunt, wird doch allerorts gerne über den Öffentlichen Dienst gelästert und kritisiert.
Als ich nach 35 Berufsjahren in den vorzeitigen Ruhestand versetzt wurde, bekam ich von meinem Dienstherrn, dem Land, eine Urkunde. Mein oberster Dienstherr dankte mir.
Von meinem Kollegium habe ich mich verabschiedet mit einem Buffet, das ich aus eigener Tasche bezahlt habe. Von meinen Kolleg/innen erhielt ich ein Geschenk, das sich im 100€uro-Rahmen bewegte, wie wir das selbst einmal festgelegt hatten.
Anders kenne ich das aus dem Schulbereich nicht. Zudem: Am Meisten gefreut habe ich mich über die völlig kostenfreien Beiträge von Schülerinnen und Schüler, die Bilder gemalt und zum Teil auch persönliche Texte geschrieben hatten.

Burbacher
 
G

Gast

Gast
Ich hatte hier auch schon geschrieben, dass er seinen Kollegen aus eigener Tasche einen Abschied ausgeben wird.

Es hat auch niemand eine tolle Abschiedsparty erwartet. Aber wenn man zu einer Verabschiedung vom obersten Dienstherren eingeladen wird und man dazu noch ein paar Stunden Anfahrt und Übernachtung in Kauf nehmen muss, erwarte ich schon, dass das Mittagessen, inklusive ist. Einzuladen und dann 30 Euro pro Person für ein Mittagessen zu verlangen ist schon sehr armselig. Ich weiss nicht einmal, was es da gibt, ob ich das gesundheitlich vertrage.

Die Urkunde hätte man ihm auch in seiner Dienststelle überreichen können. Dafür muss man dann nicht so eine Pseudo-Party veranstalten.

Und zur Verschwendung von Steuergeldern, ist es eine Verschwendung, wenn man seinen langjährigen Mitarbeitern zum Abschied ein Essen ausgiebt? Jede Private Firma kann Bewirtungskosten en masse geltend machen, das geht auch auf Kosten von Steuern. Und wenn man sieht, wofür Steuern so rausgeschmissen werden, halte ich es für sehr traurig, wenn dafür kein Geld da ist.

Und zu dem pupertären Gehabe. Ich lass mir eben nicht alles gefallen, bin nicht so ein billiger Mitläufer wie viele. Manchmal muss man sich auch wehren. Mein Mann lässt sich leider immer alles, aber auch alles, von jedem gefallen. Einer muss doch kämpfen.
 

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