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Vegetarierin ! Und jetzt !?!?!

SecretCountry

Mitglied
Guten Morgen,

ich weiss gar nich ob ich hier überhaupt richtig bin..... :eek:
Aber ein Versuch ist es immer Wert !

Also, ich bin seit ca. 1/2 Jahr Vegetarierin ( Anfängerin, muss mich noch einfinden usw. )
Befasse mich allerdings sehr mit dem Thema.
Meine Gründe sind:
1. Das Leid der Schlachttiere
2. Umweltverschmutzung ( CO2 )
3. Welthunger ( für 1 Kg Rindfleisch benötigt man 10kg Getreide // Wasser usw. gar nicht erwähnt)

Mein Problem ist jetzt wie ich mit meinen Freunden umgehe.
Bis vor kurzem war ich ja selber noch betriebsblind und wollte das Ganze nicht sehen ( denn jeder der kurz nachdenkt, erkennt die Logik ! SPeziell mein Punkt 3. )
Aber der Mensch ist nunmal so gestrickt das er gern mit Scheuklappen rumläuft, ich bin da keine Ausnahme. (will mich hier also absolut nicht als "Gut-Mensch" hinstellen )

Nun liegt mir dies Thema aber sehr am Herzen (vor allem wegen der Tiere ), aber in meinem Freundeskreis befindet sich kein Vegetarier und kommt das Thema zur Sprache will eigentlich auch niemand die Scheuklappen absetzen. ( wie gesagt, ich verstehe das )
Möchte aber SOOOO gern was ändern. Zumindest das man mir zuhört und meine Freunde sich BEWUSST für das Fleischessen entscheiden (mit dem Wissen was dahintersteckt )

Da ich auch sonst niemanden kenne der ähnlich denkt, fehlt mir auch der Austausch unter Gleichgesinnten..... :(

Jetzt meine Frage: Hat jemand sowas schon erlebt ?
Wie seid ihr damit umgegangen ?
Muss man sich wirklich von Freunden distanzieren ?

Danke fürs Lesen und freu mich über jede Antwort !

lg
S.C.
 

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C

Christine22

Gast
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß andere ziemlich "sauer" reagieren, wenn man an ihrem Ess-Verhalten rüttelt. Das bringt rein überhaupt nichts. Akzeptabel ist für andere, wenn man kurz in der "Ich-Form" und ohne Erwartungshaltung sagt, warum man vegetarisch isst. Sobald man beginnt, Überzeugungsarbeit leisten zu wollen, klappen die Ohren anderer zu.
 

Sisandra

Moderator
Teammitglied
Ich denke, sobald man missionarisch vorgeht, wird man eher seine Freunde verlieren als deren Essverhalten zu ändern. In der Ich-Form zu sprechen ist sicher eine gute Idee, aber auch nur kurz und nicht als Dauerbrennerthema. ;)
 

SecretCountry

Mitglied
Hallo !
Danke erstmal für die schnellen Antworten.

Ich schaffe es schon das ich NIE von selber über das Thema anfange, weil ich
der Meinung bin: jeder weiss was ich mache und wer was wissen will, der fragt.
Aber wenn das Thema kommt.... :rolleyes:

Jetzt mal davon ausgehend ihr seid auch Vegetarier (?!), hat sich an eurem
Freundeskreis was geändert oder seid ihr auf Dauer mit den Fleischessern ( klingt das moralisch ...... :eek: mein ich gar nicht so extrem) klargekommen ?
Neue Freunde gesucht / gefunden ? Zum Themenaustausch !

lg
S.C.
 

Sisandra

Moderator
Teammitglied
Also ich bin keine Vegetarierin. :D

Allerdings habe ich meinen Fleischkonsum deutlich reduziert aus Gründen, die du auch schon genannt hast. Ich merke aber dass ich ganz ohne Fleisch (noch) nicht auskomme. Ob ich das jemals schaffe weiß ich nicht. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier. ;)
 

kiablue

Aktives Mitglied
Hallo, ich denke, im Allgemeinen bekommt man den Respekt, den man anders Denkenden entgegen bringt auch zurück. Wie gehst Du mit "Fleischessern" um? Zumal Du ja auch noch nicht lange etwas anderes bist und ob es so bleibt, muss man erst sehen. Toleranz also von allen Seiten. Einen Atheisten wird man auch nicht von Gott überzeugen. Zumal ich gerade Deinen 3. Punkt doch als sehr kurzsichtig empfinde. Was passiert, wenn kein Getreide mehr angebaut wird, weil es für die Tiere nicht mehr gebraucht wird? Was passiert, wenn es keine Schweine, Hühner, Rinder mehr gibt, weil sie nicht gebraucht werden, da es ja niemand kaufen, weil essen will? Das Leder und die Federn können kein Grund sein. Das ließe sich heute alles auf andere Weise herstellen. All das wäre nicht nur ein enormer Eingriff in die Wirtschaft, sondern sogar auf das Gleichgewicht der Natur. (will ich aber nicht vertiefen)

Warum sollte sich ein Freundeskreis ändern, nur weil man anders isst? Solange Du die gleiche Toleranz aufbringst, die Du Dir gegenüber wünscht, ist doch alles in Ordnung. Du wechselst doch auch nicht die Freunde, wenn Du Dich entscheidest, ab morgen die Farbe rot zu lieben, wo es bisher grün war. Das Essverhalten sollte ja nicht gerade den Charakter bestimmen. Eventuell ein Teil sein davon, aber doch nicht die ganze Person. Es sei denn, Dir ist das Wichtigste, da jetzt einen gewissen Fatalismus an den Tag zu legen. Intoleranz wird keine Freunde machen, es sei denn, es sind genauso Intolerante.

Lieben Gruß, kiablue
 
A

adele

Gast
Ich halte es so, dass ich einfach nicht drüber rede - nur wenn ich direkt gefragt werde. dann sage ich, was mein "Philosophie" dazu ist und welche Beweggründe ich habe.

Da ich mittlerweile ein recht "radikales" Einkaufs-und Essverhalten habe, ist es zunehmend schwierig, wenn ich zum Essen eingeladen werde. Ich habe ich mich für eine "Kompromiß"Haltung entschieden: heißt, wenn ich wo eingeladen bin und da gibt es Essen, wo z.B. Eier oder Sahne aus Massentierhaltung drin sind, dann suche ich den Tisch nach Alternativen ab und wenn ich keine finde, esse ich halt das was da ist - sozusagen in unauffälligen Mengen ;-) Ich mag einfach so dogmatische und missionarische Haltungen nicht. Die daraus resultierenden meist sehr unerfreulichen Diskussionen bringen rein gar nichts, glaube ich. Adele
 
A

adele

Gast
Hallo !
Jetzt mal davon ausgehend ihr seid auch Vegetarier (?!), hat sich an eurem
Freundeskreis was geändert oder seid ihr auf Dauer mit den Fleischessern ( klingt das moralisch ...... :eek: mein ich gar nicht so extrem) klargekommen ?
Neue Freunde gesucht / gefunden ? Zum Themenaustausch !

lg
S.C.
Deine weiteren Fragen hatte ich noch nicht beantwortet ;-)

Ich bin "schon immer" Vegetarier - habe auch als Kind kein Fleisch gegessen. Die Erwachsenen in meiner Familie haben immer versucht, mich zu überreden oder mir was unterzuschieben, aber irgendwann war es gut und sie haben es akzeptiert. Das ist kein Problem. Beim Fleisch mache ich keine Kompromisse, weil ich das echt nicht essen kann, aber steht ja selten nur Fleisch auf dem Tisch, das ist zumindest relativ selten. Selbst beim Grillen haben auch die meisten Fleischesser heute schon auch Gemüse dabei und Salat gibts auch meistens. Also Freunde verloren habe ich deswegen nicht, weiß jeder, dass ich da einen "Tick" habe.
Neue Menschen habe ich jetzt schon kennengelernt -weil ich mich mit der Umstellung (bzw. dem Versuch, it works) auf vegan sehr viel informiert habe und "lernen" musste, hat sich das so ergeben. Zum Beispiel halt auch im Internet, in entsprechenden Foren. Aber ein Kritierium für Freundschaft ist das jetzt eigentlich nicht....
 

weltenwanderin

Aktives Mitglied
Sehr empfindliches Thema. Also ich vermeide es auch von mir aus auf mein Essverhalten zu sprechen zu kommen, weil die Reaktion ohnehin absehbar ist. Meine Freunde akzeptieren, dass ich keine Tiere oder irgendwas von ihnen esse, aber dafür soll ich umgekehrt auch nicht großartig viel davon reden. Die Reaktionen sind manchmal dann doch leicht genervt (lustigerweise sogar von Vegetariern; ich leb vegan). Für mich ist das jetzt kein Grund die Freundschaft an den Nagel zu hängen, allerdings habe ich mir auch andere, gleichgesinnte Leute gesucht, mit denen ich mich austauschen kann, weil es mit Fleisch essenden Freunden schlecht möglich ist ohne als Missionarin da zu stehen.
Vielleicht kann es dir auch passieren, dass du dich ein Stück weit von deinen Freunden distanzierst, einfach weil das eine solche Umstellung der Lebensweise mit sich bringt. Das wäre jetzt aber nichts allzu ungewöhnliches oder gar etwas verwerfliches. Warte einfach ab, wie sich das mit der Zeit zwischen dir und deinen Freunden entwickelt. Wenn du ihnen die Beweggründe für deinen Vegetarismus näher bringen willst, lade sie zu nem Filmabend ein und zeige ihnen mal Filme wie diesen hier: ACHTUNG schockierender Film: Earthlings - Erdlinge (deutsche Sprache , komplett) - YouTube
Das dürfte bei ihnen wenige Fragen offen lassen und ist effektiver als ewig viel rumzudiskutieren. Oftmals werden solche Diskussionen in selber Form wenig später sowieso nochmal durchgekaut.
 
N

Nickel

Gast
Hallo SecretCountry,

zunächst, ich bin kein Vegetarier, aber setze mich mit dem Thema auseinander. Nicht weil besonders viele in meinem Umkreis Vegetarier sind, nein dein Punkt 1 läßt mich stark überprüfen was ich esse. Deswegen achte ich einfach darauf, woher das Fleisch kommt, und ich esse ca. alle 2 Wochen mal Fleisch. Ich möchte dir aber, damit du deine Punkte nochmal überdenkst - und dir in Gesprächen darüber nicht das gleiche passiert wie anderen missionarischen Vegetariern bei mir *g* - noch ein bißchen was zum Nachdenken geben:

1. Das Leid der Schlachttiere
2. Umweltverschmutzung ( CO2 )
3. Welthunger ( für 1 Kg Rindfleisch benötigt man 10kg Getreide // Wasser usw. gar nicht erwähnt)
Auf CO2 möchte ich gar nichst so recht eingehen. Das Thema ist ja sehr komplex, und ich denke, wenn man die Relation zu Fabriken zieht, (besonders in fernen Ländern) die ungefilterte Abgase die Luft pusten - oder das wirklich furchtbare Geschehen um die Regenwälder, das seit Jahren passiert (schau mal zum Thema Palmöl, den Plantagen dazu, den Wunsch darum CO2 zu "sparen", und die tatsächliche CO2-Bilanz nach Abholzung der Wälder um die Plantagen zu bauen), ist dieses Argument leider nicht so wirklich toll.

Zu deinem 3. Punkt:
Was sagst du denn zu der Tatsache, daß mittlerweile mmh 50% eher 60? der Felder zum Anbau für Energiepflanzen wie bspw Mais benutzt werden, also nur um in Energie umgewandelt zu werden, die dann nicht von Tieren, geschweige denn von Menschen gegessen werden?

Wie gesagt, ich finde deine Einstellung gut! Ich möchte nur daß du an deinen Punkten ein bißchen feilst, damit du mehr Überzeugungskraft gewinnst und überhaupt eine Chance hast die Menschen zu erreichen. :)

Ansonsten gilt das, was meine Vorposter schon schrieben: Nur darüber reden wenn das Gegenüber das überhaupt hören will und nicht missionieren wollen. Man erreicht die Menschen bei sowas nur durch eine gewisse Zurückhaltung und dem anbringen des Themas an der richtigen Stelle - nämlich wenn es sie interessiert. Und wenn es deine Freunde sind, werden sie irgendwann, wenn du sie nicht damit "nervst", auch danach fragen. :) "Weniger ist mehr."
 

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