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Vater unzufrieden mit mir

Emptyness

Mitglied
Hallo liebe Community,

Seit kurzem bin ich zu meinem zuvor alleinlebenden Vater gezogen. Für mich würde eigentlich alles passen, bis auf, dass er immer an mir rummeckert. Er ist mit mir total unzufrieden. Seiner Meinung nach würde ich viel zu viel mit meinem Freund machen und viel zu wenig im Haushalt. Ich würde ihm nur auf der Nase herumtanzen. Das sehe ich allerdings ganz anders.

Zuvor war ich es von meiner Mutter gewohnt, dass ich alle heilige Zeit mal saugen oder eventuell mal die Wäsche aufhängen muss und 1-2 mal im Monat habe ich den Kompost raus getan. Es ist nicht so, dass ich eigentlich nicht mehr gemacht hätte, aber wozu wenn sie an meinen Sachen spart um sich dann ein schönes Leben zu machen? Mittlerweile habe ich den Kontakt abgebrochen, denn es war noch so einiges mehr, aber zurück zum Hauptthema. Ich war es also gewohnt im Prinzip nichts zu tun, das gebe ich offen und ehrlich zu, aber ich bemühe mich mittlerweile wirklich. Jeden Tag richte ich das Frühstück und Abendessen komplett alleine her, während mein Vater oft daneben sitzt und nichts tut. Beim Abräumen ist er so gnädig seinen Teller und Besteck wieder in die Küche zu tragen, den Rest mache ich. Ich räume die Spülmaschine ein und aus, spüle und trockne ab, sofern es nötig ist, mache beim Mittagessen so viel ich kann. Meistens läuft es auf Salat und Tisch decken/ abräumen raus, da ich so gut wie nichts kochen kann. Den Kompost und den Abfall bringe ich regelmäßig raus, 1-2 Mal die Woche (eher ein mal) kehre ich unsere 8-Zimmerwohnung oder sauge. Die Wäsche mache ich auch hin und wieder. Ich kümmere mich um die Katzen und um den Computer, Router etc. wenn er nicht funktioniert (wirklich selbst bei jeder Kleinigkeit, weil mein Vater in dieser Hinsicht noch schlimmer ist als ich beim Kochen:D). Letzte Woche habe ich allein im kompletten Haus und der Firma meines Vaters (bestehend aus Verkaufs- & Lagerraum sowie WC) die Fenster geputzt, die teilweise 2 Jahre (!!) nicht mehr geputzt wurden. Wie dreckig die waren & was für ne Arbeit das war , wollt ihr euch nicht vorstellen. Vor etwa 2-3 Wochen habe ich das große Bad geputzt (Spiegel, Ablage, Wanne, Dusche, ...), das auch teilweise ziemlich dreckig war. Zum Bäcker und Metzger gehe ich übrigens auch regelmäßig und je nach Lust und Laune kehre ich auch bis zu 1 Mal die Woche die komplette Firma meines Vaters. Eigentlich finde ich, dass es passt, was ich im Haushalt mache, aber dadurch, dass ich in der Abschlussklasse bin fände ich es ganz gut, wenn ich in Zukunft etwas weniger machen könnte, da ich nicht sehr viel Zeit habe.

Und da wir jetzt schon beim Thema Zeit sind, mein Vater meint ja, ich würde viel zu viel mit meinem Freund machen. Ja, ich mache eigentlich ziemlich viel mit ihm (fast jeden Tag, wenn nicht sogar jeden), aber es ist nicht so, dass ich rund um die Uhr was mit ihm mache. Wenn mein Vater in der Arbeit ist und ich von der Schule nach Hause komme, kommt er halt vorbei, kocht abundzu mal für mich, ... Er ist dann so ca. 2-4 h da, je nach dem ob er meinem Vater dann noch in der Firma hilft. Für die Schule muss ich natürlich auch lernen und die Hausaufgaben machen und jetzt wo ich in der neuen Schule Freunde finde, werde ich natürlich auch mal was mit denen machen und dafür etwas weniger mit meinem Freund. Danach (9 Uhr) ist dann auch schon wieder Zeit fürs Bett, weil ich ja unbedingt fit für die Schule sein muss, ... Ich muss um halb 7 aufstehen, spätestens Viertel vor, stehe aber freiwillig schon um 6 Uhr auf. Meiner Meinung nach würde um 11-12 Uhr ins Bett gehen reichen, weil ich nur 5 h Schlaf pro Tag brauche um fit zu sein, aber 11 würde mir völlig ausreichen. Das Thema sorgt auch immer wieder für Frust.

Sorry für den ewig langen Text ... :/
Was haltet ihr davon? Mache ich wirklich zu wenig im Haushalt und zu viel mit meinem Freund oder allgemein Freunden?

Liebe Grüße
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Emptyness,

ich denke, ihr solltet mal beide eure "Okay-Liste"
schreiben und nebeneinander legen. Dann könnt
ihr abgleichen und verhandeln, bis es eine gemein-
same Liste gibt, mit der ihr euch beide wohlfühlt.

Du hast Forderungen an ihn, er an dich. So ist das
bei Menschen, die miteinander leben und da muss
man halt Kompromisse finden und sich arrangieren.

Zur Not, wenn ihr das alleine nicht schafft, könnt
ihr einen Schiedsrichter einschalten - vielleicht
deine Mutter? Oder jemand, den ihr beide dafür
geeignet findet.

Das Wichtigste ist, dass ihr nicht zu verhärtet seid
und kompromissbereit. Es kommt ja vielleicht auch
mal eine Zeit, wo du den stärkeren Part hast und
dein Vater bei dir wohnen darf ;)

Alles Gute,
Werner
 

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