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Unzufriedenheit und Hilflosigkeit

G

Gast

Gast
Hi,

weiß garnicht wo ich anfangen soll. Eigentlich müßte ich glücklich im Leben sein, aber ich bin unzufrieden und das schon seit sehr langer Zeit. Ich habe einen lieben Freund, den ich sehr schätze, habe einen Job und gönne mir mindestens dreimal im Jahr einen Urlaub. Mal sind es ein paar Tage, ein Kurztrip oder sonst was. Das macht mich schon sehr glücklich und lässt mich immer wieder aufleben. Trotz allem habe ich das Gefühl, das mir irgendwas fehlt.
Freundschaften haben für mich schon lange keine Bedeutung mehr und wenn ich ehrlich bin habe ich keine. Eine einzige Freundin ist mir noch geblieben, die sich aber zu meinem Bedauern sehr verändert hat und wir nicht unbedingt regelmässigen Kontakt haben. Meine beste Freundin, die ich jemals hatte, ist vor Jahren nach Spanien ausgewandert. Wenn, dann sehen wir uns alle paar Jahre mal. Das macht mich sehr traurig. Kontakte sind also rar. Irgendwie habe ich auch nur ein paar virtuelle Kontakte im Netz.

Ein weiterer Punkt ist, das ich über mich selber erschrocken bin, wie verhasst ich des öfteren bin. Ich habe so eine Wut in mir, das ich platzen könnte. Ein Blick, ein dummer Spruch oder sonst was reicht schon, das ich innerlich koche. Ich fühle mich immer gestresst, ärgere mich über vieles und wenn es nur Kleinigkeiten sind, aber sie regen mich auf. Bin auch ständig neidisch auf andere und denke, das sie alle ein besseres Leben haben als ich oder irgendwas besitzen was ich nicht habe. Immer diese Angst oder dieser Gedanke nicht gut genug zu sein macht mich irre. Ich weiß selber, das dies nicht normal ist, aber ich kann es nicht ändern.

Meine Arbeit lässt mich auch total verzweifeln. Ich kann nicht mehr. Der ganze Stress und das ganze Drumherum treibt mich in den Wahnsinn. Die vielen Überstunden, die sich über Wochen hinziehen, der Druck, alles ist mir zuviel. Oft sitze ich dort mit Rückenschmerzen, Schulterstichen, Kopfschmerzen usw. und denke mir, wann ist der Alptraum bald zu Ende. Ich sehe wie immer mehr Leute entlassen werden und beneide sie darum, das sie dort nicht mehr arbeiten müssen. Für mich scheint es einfach kein Ende zu geben. Immer trage ich diese Sorge mit mir rum, wann es endlich für mich soweit ist. Überhaupt habe ich immer Angst vor vielem, das ich nicht gut genug und schnell arbeite, das ich noch lange so arbeiten muß wie jetzt, das ich irgendwas verpasse in meinem Leben usw.
Könnte manchmal nur heulen, verkneife es mir aber und versuche mich zusammenzureißen. Anderen geht es viel dreckiger, haben nichts zu essen, leben auf der Strasse oder haben eine unheilbare Krankheit.

Ich weiß nicht was mit mir los ist oder passiert ist. Möchte einfach diesen Hass und den Neid los werden. Es ist nicht schön so zu denken...
 

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der gast

Gast
ich kenne dieses gefühl. das geht momentan vielen menschen so. die gesellschaft verändert sich und über all nimmt der druck zu. du hast wahrscheinlich schiss alles zu verliehren und deswegen ziehst du auf der arbeit deine schultern ein und frisst alles was dich unter diesem druck belastet in dich hinein.
das macht unglücklich.

aber du musst einen weg finden damit umzuhehen.
 

megg

Neues Mitglied
Leider weiss ich nicht, wie alt du bist. Aber wie dem auch sei: bedenke, dass du deinen Job unter Umständen noch sehr sehr lange machen willst. Und das Ganze dann immer mit Stress und Druck. Willst du das wirklich? Ich denke, dein Hass spiegelt nur die Unzufriedenheit mit dir selbst wieder.

Also fang einfach an, was zu ändern. Gehe aktiv an die Geschichte ran. Such auf jeden Fall nach einem neuen Job, und zwar einen, der dir wirklich Spaß macht und dich fordert.
Erkundige dich ggf. bei der Arge, welche Möglichkeiten du in der Weiterbildung hast.

Parallel kannst du auch den Stier bei den Hörnern packen. Also sprich deinen Chef an und lass ihn deine Ängste wissen. Frage ihn, wie sicher deine derzeitige Anstellung ist und was du tun kannst (wenn du denn willst) um die Position abzusichern.

Und vergiss dabei bitte nie: Du arbeitest um zu leben und lebst nicht, um zu arbeiten.

Außerdem würde ich dir empfehlen, dich in etwas einzubringen, was du gut kannst und gern machst: Also kannst du z.B. gut schwimmen, geh ich einen Sportverein. Tanzt du gern, besuche eine Tanzschule oder einen anderen Kurs (Zumba?).

Mach einfach mal was, was dir wirklich Spaß bringt und wo du dich nicht beweisen musst.

Wenn du dann auf der einen Seite zwar den Stress hast, dich dabei aber etwas sicherer fühlst und du auf der anderen Seite die Bestätigung durch die Freude an deinem Hobby bekommst, geht es dir (hoffentlich !) bald besser.

Alles Gute!
 
M

marcHSG

Gast
Hey,

vieles kenne ich gut... zwar weiß ich auch keinen genialen Ratschlag, um das alles zu umgehen, aber ich kann dich total gut verstehen. Kann schon alles verdammt kompliziert sein.
Prinzipiell geht es uns gut, vorallem in Deutschland. Aber das ganze Leben kann einen schon ziemlich verrückt machen.
 

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