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Unterhaltsabfindung ohne Rechtsanwalt

redangle

Aktives Mitglied
Liebe Leser,

mich würde eure Meinung dazu interessieren oder war schon mal jemand in der situation...

Ich bin für meinen Mann vor fast 3 Jahren 300 km in seine heimatstadt gezogen.
Wir waren jetzt 1,5 Jahre verheiratet und vor 3 Wochen meinte er er will ein neues leben anfangen ohne mich. Hab hier eh schon einen thread darüber eröffnet.mögliche depressionen burn out.
Egal, nun bin ich sofort in meine Heimatstadt zuruückgezogen,bin ohne noch ohne arbeit und Wohnung.(bin bei meiner Mutter untergekommen).

So, jetzt war ich beim Anwalt und hab mich beraten lassen. Der meinte er müsse mir unterhalt bezahlen und umzugskosten und man könne sich auch eine Abfindungszahlung ausmachen.
Es geht mir nicht um das Geld, ich will nicht das er ein leben lang zahlen muss aber so ganz ohne kommt er mir aus der Sache auch nicht heraus, schliesslich hab ich damals alles voller vertrauen zu ihm aufgegeben.
Der Anwalt meinte auch ich soll das persönliche Gespräch zu ihm suchen und das mit ihm klären und sollte er auf stur schalten, kann ich immer noch ihm über dem Anwalt schreiben lassen.

Das hatte ich auch vor, wir haben uns ein treffen Anfang Jänner an einem neutralen Ort ausgemacht, an dem ich wir uns treffen und das finanzielle klären. Wie gesagt ich will keinen unterhalt monatlich, würde darauf verzichten, wenn er mir eine abfindungszahlung macht,damit ich mir eine Wohnung nehmen kann und einrichten.

Meine Psychologin meinte rät mir davon aber dringend ab.
Sie meinte ich soll das alles über den Anwalt laufen lassen.....
Weil sie denkt, wenn er weint oder was auch immer auf Mitleid tut, das ich da vielleicht weich werden würde und was zu meinem Nachteil unterschreiben würde....

Da wir aber noch eine gesprächsbasis haben, will ich diese nxiht über den Anwalt zerstören, schliesslich haben wir uns mal geliebt....

Was würdet ihr an mei er Stelle tun:confused:

Lg red
 

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R

Real

Gast
Ich würde es dem Anwalt in die Hände geben.

ich würde mich nämlich auch über den Tisch ziehen lassen und würde mit vielen Emotionen Rückfälle erleben und die Beziehung dann wieder sehr persönlich sehen.

Das tut ein Anwalt nicht . er geht rechtlich und sachlich an die Sache ran, im Gegensatz zu den persönlich Betroffenen. Und wenn du eh in Therapie bist, kannst du diese Auseinandersetzung um Geld eh nicht gebrauchen. Bei Geld hört jede menschliche Regung nämlich auf, besonders bei dem, der zahlen soll und muss.

es gibt rechtliche Bestimmungen, die du nicht kennst und schon alleine deswegen würde ich das über einen Anwalt machen.

Die Freundin meiner Frau hat auch auf den Mann vertraut und erst nach der Scheidung erfahren, wie er sie beschissen hat. So was kann kein Mensch gebrauchen.
 

Sisandra

Moderator
Teammitglied
Hallo redangle,

ich denke, ich würde den Weg dazwischen wählen.

Das könnte so aussehen, dass ihr euch trefft an einem neutralen Ort und besprecht, wie es in finanzieller Hinsicht weitergehen kann. Bei diesem Gespräch würde ich mich aber auf keinen Fall festlegen lassen und das auch deutlich aussprechen.

Ich würde die Vorschläge von beiden Seiten schriftlich festhalten als Vorschläge!!! Diese Vorschläge würde ich von einem Anwalt prüfen lassen und gegebenenfalls Gegenvorschläge unterbreiten (zu denen dir dein Anwalt rät).

Ich kann verstehen was dein Anwalt meint, aber auch was deine Psychologin meint. Dein Anwalt möchte nicht dass sich die Fronten verhärten und deine Psychologin möchte nicht, dass du über die emotionalen Blessuren hinaus auch noch finanziell bluten musst.
Beide haben aus ihrer Sicht natürlich Recht.

Hast du dir schon einmal überlegt, was genau du von deinem nunmehr Ex fordern möchtest?
Halte das schriftlich fest - auch in Zahlen - und bereite dich argumentativ gut darauf vor, denn du musst damit rechnen, dass dein Ex versucht, so billig wie möglich davonzukommen, es sei denn, er hat ein extrem schlechtes Gewissen.

Noch eine Variante wäre, dass du jemanden aus deiner Familie mitnimmst als Vermittler, natürlich nur mit Vorankündigung.

Alles Gute
Sisandra
 

Nordfalke

Aktives Mitglied
Ich finde Sisandras Vorschlag sehr gut. Ich kann absolut Deine Einstellung nachvollziehen,das Du mit deinem Mann,den Du geliebt hast nicht im Krieg auseinander gehen möchtest und Du einen weg suchst das das zu können ohne dabei aber auch auf deine Ansprüche zu verzichten.

Ich glaube auch das Du Dich um den Finger wickeln lassen würdest,denn er weiß wo er Dich kriegen kann. Und natürlich hat er auch ein Interesse daran nicht für Dich zahlen zu müssen.
Also prüfe erst mal was Dir rechtlich zusteht, schreib auf was Du möchtest und brauchst.
Denk auch daran welche Folgen für Die Zukunft es für Dich hat- also was das Materielle angeht.
Kompromisse machen kannst du in Dingen wie- den Schrank kannst Du behalten und die Vase..aber nicht wo es um Deine Existenz geht. Und Du sagst ja selber Du willst ihn nicht mehr als nötig bluten lassen. Von daher nimmst Du schon sehr viel Rücksicht. Deinen Emotionalen Schmerz kann er ohnehin nicht entschädigen, aber er sollte wenigstens für das was er getan hat auch die Konsequenzen tragen. Es ist immer leicht sein Leben zu ändern und dem Menschen der Zurückbleibt die Folgen aufzubürden. Und Ihr seit verheiratet- das heißt er hat Dir eine Verprechen gegeben - zu Dir zu stehen in guten und in schlechten Zeiten und darauf hast Du vertrauen müssen. Wen er sich nicht daran hält, oder Gedächtnisprobleme hat, dann mag das so sein, aber es ist nicht einsichtig das Du das ausbaden sollst. Wenn Du das für Dich herausholst was Dir zusteht merkt er vielleicht einmal das man solche Versprechen nicht leichtfertig machen darf.
 

redangle

Aktives Mitglied
Zunächst mal danke für eure antworten.

Ich will wie gesagt nicht sofort mit Anwalt kommen. Ich weiß genau wie er dann reagieren würde. Nämlich auf stur schalten. Das kostet zeit, nerven und jede Menge Geld für die anwälte:D

Es ist mir bewusst, das er so wenig zahlen will wie möglich.
Und wie gesagt, ich kann arbeiten gehen und mich selber versorgen, so wie ich das auch vor ihn gemacht habe.

Am besten wird es sein die vorschlage beider Seiten aufzuschreiben.
Unterschreiben würde ich sowieso noch nichts.
Als ich ging, hab ich ihm gesagt er braucht keine Angst haben, ich will finanziell ncihts von ihm. Naja, nach längeren überlegen, dachte ich mir aber das er so nicht davon kommt.
Schliesslich Sitz ich jetzt im Schlamassel,für ihn geht alles normal weiter.

Meine Psychologin meinte vielleicht auch das ich emotional wieder zurückgeworfen werde.
Das glaub ich eher nicht.
Ich hab das abgeschlossen, wege zurück gibt's keine.

Dennoch denke ich, oder will im die Change geben, das ganze mit Respekt zu beenden.
Und Achtung voreinander.

Hätte jemand noch einen guten anfangssatz, wie ich das ganze Gespräch wg. Finanzen angehen soll......
:confused:
 

Sisandra

Moderator
Teammitglied
Ich bin für meinen Mann vor fast 3 Jahren 300 km in seine heimatstadt gezogen.
Wir waren jetzt 1,5 Jahre verheiratet und vor 3 Wochen meinte er er will ein neues leben anfangen ohne mich.
Egal, nun bin ich sofort in meine Heimatstadt zuruückgezogen,bin ohne noch ohne arbeit und Wohnung.(bin bei meiner Mutter untergekommen).
Die Argumente für den Gesprächsbeginn hast du doch schon aufgeschrieben. :)

Es ließe sich also daraus eine Summe errechnen für die dir entstandenen Umzugskosten, incl. auch Kaution für neue Wohnung, zumindest anteilig etc.

Und verzichte auf gar keinen Fall auf Trennungsunterhalt, zumindest so lange bis du eine dir entsprechende Arbeit gefunden hast. Lass dich da um Himmels Willen nicht über den Tisch ziehen.

Alles Gute
Sisandra
 

Sisandra

Moderator
Teammitglied
Hallo redangle,

in deinem Eingangspost beschreibst du doch die Argumente für die finanzielle Regelung. Du bist zu deinem Mann gezogen, hast in deiner Heimat alles aufgegeben und nun hat er die Beziehung beendet und du hast deine Arbeit aufgegeben, bist in deine Heimat zurückgezogen. Dadurch entstehen dir erhebliche finanzielle Belastungen.

Verzichte auch nicht auf Trennungsunterhalt bis du eine neue, dir entsprechende Arbeit gefunden hast. Du musst nicht den ersten besten Job annehmen, nur damit dein nunmehr Ex aus der finanziellen Verantwortung entlassen ist.

Alles Gute
Sisandra
 
A

Aloha

Gast
Hallo Redangel,

auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen...

Ich sehe das anders:

Du bist 300 Km von Daheim weg gezogen...FÜR Deinen Mann??:confused:

Ich denke, Du wolltest mit ihm dort leben...es war also Deine eigene Entscheidung - für die Beziehung!

Ihr habt keine Kinder, so dass Du arbeiten gehen kannst und gegenseitiger Unterhalt
nicht in Frage kommen kann...das ist aber nur meine unmaßgebliche Meinung!;)

Für was/Wofür beanspruchst Du eine Abfindung?

Kann man sein Glück/Unglück dem Partner denn anlasten/ihn dafür verantwortlich machen??

Ist eine Ehe nicht immer ein gewisses Risiko?

Und was ist mit Stolz? :D

Würdest Du Geld von Deinem Noch-Ehemann annehmen können?:confused:

Meiner Meinung nach hast Du (sehr viel?) Lehrgeld bezahlt...welches das am besten
angelegte Geld überhaupt ist...auch wenn dies im Moment sehr, sehr hart klingen mag!!

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass 2012 DEIN Jahr wird!:)

LG

Aloha
 

_cloudy_

Urgestein
Hallo Redangle.

Na Gott sei Dank denkst du jetzt wenigstens auch mal an dich anstelle nur Mitleid mit deinem Mann zu haben!

Im Grunde ist es nun an ihm, dir ein faires Angebot zu machen was Abfindung betrifft, Burn out hin oder her.
Und diese Chance kannst du ihm ja noch geben bei eurem Treffen.

Ich glaube aber, er ist so von seiner Familie beeinflußt, daß er versuchen wird, dich wieder mit irgendwelchen tränenreichen Floskeln abzuwimmeln.
Ich finde es nach wie vor sehr schäbig, daß er dich quasi auf die Straße gesetzt hat mit deinen paar Sachen, die er dich sogar noch selber abholen also schleppen ließ, und das alles kurz vor Weihnachten..

Diese Familie behandelt dich wie eine Dahergelaufene deren man jetzt überdrüssig ist. Langsam solltest du auch ein wenig sauer werden.

Schön, daß du beraten wirst, das so nicht hinzunehmen wenn du schon zu gutmütig bist zu fordern was dein Mann dir eigentlich anständigerweise schon längst angeboten haben sollte

Aber hör dir an was er dazu meint.
Bin auch gespannt, was von ihm kommt..
 

redangle

Aktives Mitglied
Hallo Redangel,

auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen...

Ich sehe das anders:

Du bist 300 Km von Daheim weg gezogen...FÜR Deinen Mann??:confused:

Ich denke, Du wolltest mit ihm dort leben...es war also Deine eigene Entscheidung - für die Beziehung!

Ihr habt keine Kinder, so dass Du arbeiten gehen kannst und gegenseitiger Unterhalt
nicht in Frage kommen kann...das ist aber nur meine unmaßgebliche Meinung!;)

Für was/Wofür beanspruchst Du eine Abfindung?

Kann man sein Glück/Unglück dem Partner denn anlasten/ihn dafür verantwortlich machen??

Ist eine Ehe nicht immer ein gewisses Risiko?

Und was ist mit Stolz? :D

Würdest Du Geld von Deinem Noch-Ehemann annehmen können?:confused:

Meiner Meinung nach hast Du (sehr viel?) Lehrgeld bezahlt...welches das am besten
angelegte Geld überhaupt ist...auch wenn dies im Moment sehr, sehr hart klingen mag!!

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass 2012 DEIN Jahr wird!:)

LG

Aloha
Ich muss gestehen ganz unrecht hast du nicht, aloha.
Nun will ich folgendes dazu sagen, mein Mann konnte aus beruflichen nicht zu mir ziehen.
Damals war ausgemacht, das ich zunächst zu ihm ziehe, wir über kurz oder lang, aber in meine Heimatstadt ziehen. Das denke ich im Nachhinein hatte sowieso nicht/nie vor.
Wie gesagt ich kann für mich selber aufkommen, dennoch hat er mit der ehe ein versprechen eingegangen. Wir sind uns auch finanziell verpflichtet.
Das heisst natürlich, wenn er arbeitslos wird, ich genauso für ihn.
Mein stolz meinst du. Keine Angst, den hab ich.
Den kann er mir nicht nehmen.
 

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