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Unser Sohn macht uns seelisch fertig

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Gast

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Hallo , unser Sohn mitlerweilen fast 22 jahre alt bekommt sein Leben nicht in den Griff. Vor fast 5 jahren beedeter er die Hauptschule. Danach ging es bergab mit ihm. Eine weiterführende Schule brach er mit 18 ab weil ihm das kiffen wichtiger war. irgend wann als alles reden und besuche beim jugendamt nicht halfen setzten wir ihn vor die Tür.
Aus beruflichen Gründen mussten wir umziehen und nahmen ihn mit. Andere Gegend neues Umfeld neue chance dachten wir. Das ist nun auch schon 3 jahre her und bis auf gelegendlich Jobs die nicht länger wie einen Monat maximal währete nichts. Meistens kündigte er selbst oder ging einfach nicht mehr hin.
Im April letzten Jahres dann unser letzter anlauf ihn zu bewegen sich in therapeutischer behandlung zu begeben, ohne Erfolg "ich brauch das nicht". Wir setzten ihn ein Ultimatum zum letzten September . Entweder eine Ausbildung , eine Arbeit oder sonst was. Wir hatte die Nase voll das er Tag für Tag nur nichtstuend rumsitzt.
Auch ohne Erfolg. Alles Reden nutzte nichts wir setzten ihn vor die Tür vwo er bis heute auch noch ist. Nun sollte man denken er bewegt sich, er tut es nicht.
Was kann man noch tun?
Alle Ratschläge helfen nicht. man kann doch in solchen Fall nur Hilfe zur Selbsthilfe geben. Er ist Volljährig und kommt nicht in Bewegung.
 

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wichtl456

Mitglied
Kann es sein das er eim einzelkind war und früher immer alles bekommen hat was er so wollte?
Einzelkinder kommen oft schwieriger klar.
Denke mal früher oder später kommt er schon zu sich.denke ihr dürft euch hier nicht zuviel die schuld geben.
Oft liegt es auch an falschen bekanntschaften die ihn dann mit runterziehen.
 
G

Gast

Gast
na i-wie läuft es für euren sohn aber immer noch. er wird noch zu essen haben, kleidung und sein hasch.

lasst ihn bloss vor der tür, es liegt an ihm sich langsam zu bewegen. wenn er noch nicht grund genug dafür hat, dann muss es ihm erst richtig schlecht gehen bevor er endlich aufwacht.

denkt an euch. euer sohn ist für sein leben alleine verantwortlich. er weiß wo er sich was zu kiffen holen kann und somit wird er auch wissen, wo er wegen arbeit hin kann. vorausgesetzt er will es dann auch i-wann.
 

kiablue

Aktives Mitglied
*Was hat denn das jetzt mit einem Einzelkind zu tun? Ich kenne einige und meins darunter und da funktioniert das absolut super. Perfekte Ausbildung, danach perfekter Job und eigene Wohnung - aber das nur mal nebenbei für das Einzelkind.

Die Zeit der Erziehung ist sozusagen vorbei. Er entscheidet jetzt selbst über sein Leben und so schwer und so schlimm das ist, es ist nun an Euch loszulassen und Euch abzugrenzen. Ihr könnt nichts tun, außer Euch selbst aufzureiben. Warum auch immer, er hat entschieden, so leben zu wollen und es scheint ja zu gehen. Ja, es ist schwer, da zuzuschauen, besonders, wenn man ganz andere Lebensvorstellungen hat. Ihr könnt tatsächlich nichts weiter tun als ihn DANN zu unterstützen, wenn er sein Leben ändern will.

Gut ist ja schon mal, dass Ihr Euch räumlich getrennt habt von ihm, das gibt ein bisschen mehr Ruhe. Die Kontrolle über ihn und sein Leben habt Ihr ohnehin nicht, egal, wo er lebt. Wenn ihm sein Leben so gefällt, wie es ist, wenn es ihm damit gut genug geht, dann muss er das so tun, egal, ob Ihr Euch was anderes für ihn wünscht. Es ist SEIN Leben, seine Verantwortung. Er muss nun selbst dafür sorgen, dass es ihm gut geht, egal, wie das aussieht.

LG kiablue
 
G

Gast

Gast
Kinder haben eigene Wünsche, wie sie leben wollen. Wenn die Eltern sich was anderes für das Kind wünschen und es nicht bekommen, müssen sie sich damit abfinden. Wenn er sich gut fühlt mit Nichtstun und Rauchen und er hat sonst alles was er braucht, sollte man ihn tun lassen und nicht unter Druck setzen. Es kann für einen Außenstehenden schade aussehen, aber es ist in Ordnung. Cannabis macht gleichgültig, er lebt in der Gleichgültigkeit. Wenn ihr etwas gleichgültig verhaltet, werdet ihr denke mal besser bei ihm ankommen.
 

MariaM

Neues Mitglied
Hallo,
offensichtlich kann sich euer Sohn nicht selbst helfen. Klingt als wäre er depressiv oder in einer Negativspirale verhaftet.

Ich weiss nicht, wie eure Kommunikationsbasis ist, aber habt ihr ihn schon mal nach seinen Vorstellungen vom Leben gefragt, wie er leben will, was er machen will? Oder ihn gefragt, wie ihr ihm helfen könnt?

Offensichtlich tut das "vor die Tür setzen" euch mehr seelisch weh als ihm - und es nutzt auch nichts.

Wenn er an einem Mangel an Lebensfreude leidet, dann wäre es gut, ihm in diesem Bereich einen Anstoss zu geben. zB wenn er gerne reist - Rucksackpacken lassen, ihm ein Flugticket kaufen. Indien hilft da meist ganz gut, um auf den Boden zu kommen.

Ansonsten kann man ihm nur Hilfe anbieten - Psychotherapie, Familienaufstellung, wenn ihr eine/n guten Energetiker/in habt, kann ich das sehr empfehlen. Da hab ich sehr gute Erfahrungen gemacht - da geht viel weiter.

Alles Liebe,
Maria
 

cannonball

Mitglied
Ich würde ihn nicht so hart Beurteilen.
Es ist heutzutage wirklich nicht leicht für einen Hauptschüler, dann noch mit einem unsaueren Lebenslauf eine Ausbildung zu finden. Desweiteren scheint sich euer Sohn nicht orientieren können. Ich denke, dass ihn zum einen das Kiffen verlahmt und zum zweiten fühlt er sich sichtlich unzufrieden. Ein Mensch, der an sich glaubt und sich Ziele setzen kann handelt auch.

Ich denke nicht, dass es ihm zugut geht. Er braucht auf eine andere Art und Weise Unterstützung, dass ist sichtlich.

Ich würde euch Vorschlagen vor Ort Beratung bei einem Therapeuten aufzusuchen, der sie eben ein paar Stunden berät, denn scheinbar sind sie mit der Erzieherischen Position überfordert. Natürlich können sie damit argumentieren, dass er schließlich volljährig ist, jedoch liegt er Ihnen ja doch sehr am Herzen. Eine andere Möglichkeit, als die, dass sie ihren Sohn nicht am Besten noch mit dem Vorschlag zu einem Therapeuten zu gehen unter Druck setzen, sondern, dass er selbst einsichtig werden muss, sehe ich sonst nicht.
 
G

Gast

Gast
Vielen dank erst mal für Eure Antworten vorne weg. Ich bin mir sehr sicher das er nicht mehr kifft. Wenn wir dieses Verhalten verstehen würde könnten wir besser mit der Situation umgehen.
Er hatte eigentlich von meiner sichtweise her gesehen wie es laufen könnte. Meine Frau hat nach ewiger , erfolgloser Arbeitssuche noch mal eine Ausbildung gemacht und ist erfolgreich in ihrem Beruf und als ich arbeitslos wurde setzte ich erfolgreich alles daran einen neuen job zu finden auch wenn wir daraus resultierend umziehen mussten.
Um ihm die Sache etwas zu erleichtern half man bei Bewerbungsschreiben, fand Praktikumsplätze ja selbst einen Praktikumsplatz in einem beruf den er gern erlernt hätte mit aussicht auf eine Lehrstelle. Wir haben ihn dazu gebracht eine Therapie zu beginnen (die er dann nach zwei Stunden Klinikaufenthalt abbrach), ihn auf seinen Wunsch hin begleitet um einen anderen Therapieplatz zu erhalten ..................
Ich bin auch der Meinung das wir alles getan haben. Nachdem er vor die Türgesetzt wurde kam er des öfteren an den Wochenenden zu uns , wir wollte ihm das Gefühl vermitteln das wir nicht alle Hoffnung verloren haben und ihm zeigen das wir ihn unterstützen würden. Im laufe der Zeit gewann ich aber immer mehr den Eindruck , als wenn er sich mit dieser Situation abgefunden hat. Eine Wohnung sucht er konsequent nur in der Stadt in der er am liebsten leben würde nicht etwa im Umland.
In seiner Situation wäre mir das doch völlig egal wo ich wohnen würde hauptsache ein Dach übern Kopf.
Er nächtigt in einem Wohnheim für Jugendliche. Im März wird er 22 jahre alt und muss auch da raus. Selbst das scheint ihm noch immer nicht zu animieren in Bewegung zu kommen. Wenn er eine Wohnung bekommt so könnte ich wetten das er die Tage vorm Computer verbringt und nicht mit der suche nach einer Arbeit.
Wochenende reichte mir das endgültig und endschied ihm die Wochenendaufenthalte bei uns zu unterbinden. Vielleicht erwacht er zumal es mich ehrlich gesagt ankotzte das er sich benommen hat als wenn er ein Hotel all incl. gebucht hat.
Hat von Euch jemand Erfahrung damitß Was könnte man noch tun?
Liege ich da falsch wenn ich schreibe das Hilfe zur selbsthilfe der einzige Weg ist?
 

kiablue

Aktives Mitglied
Nein, Du liegst richtig. Mehr als Hilfe zur Selbsthilfe könnt Ihr nicht mehr geben und das auch NUR, wenn er selbst es will, sonst macht es keinen Sinn. So hart das klingt, manchmal ist sogar fallen lassen die einzige Lösung. Ich selbst habe das glücklicherweise nicht erlebt, aber Freunde von mir hatten genau so ein Problem und das mit beiden Söhnen. Sie haben, als gar nichts mehr ging, tatsächlich losgelassen. Es dauerte ein paar Jahre und nun hat der eine Sohn sein Leben sehr gut hingekriegt, sogar im Ausland, der andere hat erst mal das Gefängnis kennen gelernt und lebt nun auch sein Leben. Die Beziehung zu den Eltern ist deshalb nicht gestorben, sondern eher besser.

Lasst ihn leben, wie er das jetzt will. Kümmert er sich nicht um Wohnung und Job, dann ist das SEIN Problem und er hat doch gar keine Veranlassung etwas zu ändern, es funktioniert doch alles gut genug. Euer Job ist es jetzt wirklich, Euch um Euch zu kümmern und Euch abzugrenzen, Euch nicht mehr bieten zu lassen, was Ihr nicht wollt, so wie Ihr das ja schon angefangen habt. Nun müsst Ihr nur noch das schlechte Gewissen abschalten und dann mal sehen. Ein Auge drauf halten kann man immer, aber nicht mehr eingreifen, es bringt ohnehin nichts. Sucht er tatsächlich Hilfe, will er wirklich sichtbar etwas verändern und nicht nur in Worten, ist er endlich selbst aufgestanden, dann könnt Ihr ihm auch helfen, aber nichts abnehmen. Macht ihn nicht wieder zum Kind, auch wenn es schwer fällt. Man ändert immer nur dann etwas, wenn nichts anderes mehr möglich ist, wie Ihr das ja bei Euch selbst auch sehen könnt/konntet. :)

LG kiablue
 
G

Gast

Gast
Traurig, traurig aber wie Kiablue schon geschrieben hat leben lassen wie er es will. Den Eindruck oder besser zu der Erkentnis bin ich auch gekommen.
Ich habe ihm gestern Abend jedenfalls mitgeteilt das er die nächsten Wochenenden nicht bei uns verbringen wird. Meiner Frau tat es besonders weh und doch sehe ich keine andere Möglichkeit ihn vielleicht wenigstens zum Nachdenken zu bewegen.
Ich finde es schlimm das er eigentlich jedem aus unserem familären Umfeld erzählt wie emsig er versucht sein Leben zu ändern. jeder dem er es erzählt weis jedoch das es sich um "Geschichten" handelt.
Indirekt (so geht es uns jedenfalls) schürt er damit Hoffnung das sich vielleicht doch was ändern wird. So geht das schon seid Jahren. ich fürchte mich immer vor Silvester und seinem Geburtstag. Das sind die Tage an denen er bisher immer besonders direkt gesagt hat das das kommende jahr besser werden wird. passiert ist nichts , im Gegenteil es wurde immer schlimmer.
Wie soll man das mit sich selbst ausmachen?
indirekt nimmt er Einfluss auf unser Leben weil es von seiner Seite her keine klare Aussage dahingehend gibt ob ihm sein Leben so gefällt. Kann doch sein das er so wie es ist zufrieden ist.
Ich finde sein Verhalten einfach egoistisch. Er verlangt von anderen sich in ihrem leben dem seinen an zu passen. Er tut es in dem er zum Beispiel am Wochenende kommt. Allein lassen können wir ihn zu Hause nicht ohne vorher alles was an Alkohol weg zu schließen und selbst das ist keine Garantie weil er schon einmal mit einer Flasche nach hause gekommen ist und Abends dann sturz betrunken rumgetorkelt ist. Ich habe ihn darauf hin sofort vor die tür gesetzt.
Klar depressionen wird er schon haben. Nur wenn er nicht selbst drauf kommt sich therapieren zu lassen , wer sonst.
ich würde auch depressiv werden wenn ich untätig zu hause rumgessen habe und jetzt mit ansehen müsste wie es sich alles weiter entwickelt nur ich nicht. Holt man ihn nach Hause sitzt er nur rum spielt, isst , trinkt und schläft. von uns ist niemand da der ihn früh in die gänge bringt. jetzt wird er morgens aus dem heim gejagt und muss sich bewegen. bewegen tut er sich ja auch nur nicht im Bezug auf Arbeit bzw. Wohnung.
Wo soll das nur enden?
Mfg Andreas
 

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