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unpünktliche Lohnzahlung, Weiterbildung wird verweigert - kündigen?

Lieber TE,

das Verhalten deines Chefs auf deine normale Bitte, macht Finanzprobleme des Unternehmens eher wahrscheinlich. Ggf. befindest du dich auf einem sinkenden Schiff. In deinem Fall könnte eine Eigenkündigung zu keiner Sperre führen. Erkündige dich mal bei der Agentur für Arbeit. Falls eine Rechtschutzsversicherung vorliegt, dann auf jeden Fall sich anwaltlich beraten lassen. Parallel bereits nach einer neuen Arbeit schauen. Kannst du es dir finanziell leisten, 3 Monate zu überbrücken bei einer Sperre? Falls nein, ab jetzt Reserve für solche Fälle bilden. Gönne dir den Luxus, ohne finanzielle Einbuße, jederzeit abhauen zu können. Die Idee mit der Weiterausbildung finde ich auch sehr gut. Dir alles Gute!
 
Lieber TE,

das Verhalten deines Chefs auf deine normale Bitte, macht Finanzprobleme des Unternehmens eher wahrscheinlich. Ggf. befindest du dich auf einem sinkenden Schiff. In deinem Fall könnte eine Eigenkündigung zu keiner Sperre führen. Erkündige dich mal bei der Agentur für Arbeit. Falls eine Rechtschutzsversicherung vorliegt, dann auf jeden Fall sich anwaltlich beraten lassen. Parallel bereits nach einer neuen Arbeit schauen. Kannst du es dir finanziell leisten, 3 Monate zu überbrücken bei einer Sperre? Falls nein, ab jetzt Reserve für solche Fälle bilden. Gönne dir den Luxus, ohne finanzielle Einbuße, jederzeit abhauen zu können. Die Idee mit der Weiterausbildung finde ich auch sehr gut. Dir alles Gute!

Dass es ihm finanziell schlecht geht, glaube ich ehrlich gesagt nicht. Er hat das Unternehmen vor 20 Jahren von seinem Vater übernommen und seitdem scheint es ja zu laufen. Da ich auch Einsicht in seine Versicherungen habe, habe ich gesehen, dass er zusammen mit seiner Frau 5 Autos besitzt (Firmenwagen, Privater PKW von ihm, privater PKW von ihr, ein SUV sowie ein teures "Spaß"-Fahrzeug von ihm). Vielleicht bin ich naiv, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass man 5 Autos gleichzeitig angemeldet hat, wenn es einem finanziell schlecht geht.
 
Dass es ihm finanziell schlecht geht, glaube ich ehrlich gesagt nicht. Er hat das Unternehmen vor 20 Jahren von seinem Vater übernommen und seitdem scheint es ja zu laufen. Da ich auch Einsicht in seine Versicherungen habe, habe ich gesehen, dass er zusammen mit seiner Frau 5 Autos besitzt (Firmenwagen, Privater PKW von ihm, privater PKW von ihr, ein SUV sowie ein teures "Spaß"-Fahrzeug von ihm). Vielleicht bin ich naiv, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass man 5 Autos gleichzeitig angemeldet hat, wenn es einem finanziell schlecht geht.

Menschen können durchaus über ihre Verhältnisse leben. Letztendlich ist die Ursache auch egal, das Ergebnis stört dich. Die Einstellung deines Chefs fördert nicht gerade ein angenehmes Arbeitsklima. Aber das braucht jeder von uns, um 100% zu geben. Ich hätte da schon die Kündigung eingereicht.
 
Es ist ja auch nicht nur die Einstellung, sondern auch sein Benehmen. Er führt sich auf wie ein Kolonialherr, respektiert weder andere Meinungen, Gesprächsbedarf, berechtigte Interessen, noch ungeschriebene Gesetze, die es auch im Beruf gibt: Schränke mit Privatkram von Mitarbeitern sind tabu; davon hat er schlichtweg auch als Chef die Finger zu lassen.

In meinen Augen ist er ein ungehobelter Flegel. Demgegenüber müsste schon ein fettes Pfund auf der anderen Seite stehen (sehr gute Bezahlung, tolle Kollegen, spannendes Aufgabengebiet), dass ich zumindest mit mir ringen müsste, dort nicht die Segel zu streichen.

Dennoch würde ich erst bei Vorliegen eines neuen Jobangebotes gehen, um nicht in wirtschaftliche Probleme zu geraten. Du schreibst selber, keine Rücklagen zu haben. Kündigst du von dir aus, bekommst du m. W. erst mal eine ALG-Sperre. Und der Arbeitsmarkt ist im Moment auch wackelig, eingestellt wird verhalten (es sei denn, du kommt aus einem Mangelberuf). Hinzuschmeißen, ohne dass mein Auskommen gesichert ist, wäre mir persönlich da zu riskant.

Wenn du dann iwann mal gehst würde ich auch lediglich die fehlende Entwicklungsperspektive als Grund angeben, falls er nachhakt. Da sollte ihm dann einfallen, dass er das selber verschuldet hat. Bei allem anderen gäbe es wohl erneut Kleinkrieg, dessen Folgen du dann auf deinem Zeugnis wiederfinden dürftest. Mit ihm dazu auseinandersetzen würde ich mich nicht wollen an deiner Stelle. Er spielt in einer billigen Liga, in der Fairness ein Fremdwort zu sein scheint.
 
Du bist dann erstmal gesperrt für Bürgergeld und darauf angewiesen, das nächstbeste Angebot anzunehmen

Wenn, dann wäre man für ALG1 gesperrt. Aber wenn man vorher mit der Agentur Kontakt aufnimmt und die unpünktliche Zahlung nachweisen kann wird es da keine Sperre geben.
 
Für alle Zahlungen im SEPA-Raum gibt es eine klare Vorschrift, diese gilt für jedes Unternehmen. Sofern der Zahlungsverkehr online durchgeführt wird - 1 Tag, bei Belegbuchung 2 Tage. Die meisten Unternehmen führen den Zahllauf zur Monatsmitte zu einem mit der Bank festgelegten Fixtermin durch. Wenn Dein Gehalt/Lohn also erst zum 4. Tag eines neuen Monats ankommt, ist es definitiv zu spät angewiesen worden und liegt nicht an der Bank.
 
Ich würde mir zuerst nen neuen Job suchen und ihm dann genüsslich die Kündigung auf den Tisch legen. Bei der Jobsuche darauf achten, dass es Weiterbildungsmöglichkeiten gibt.

Er ist verpflichtet, das Gehalt pünktlich zu zahlen. Wenn er weiß, dass es bei manch Bank zu spät ankommt, dann soll er eben früher überweisen. Mein Gehalt ist z.B. oft schon 5 Tage zu früh da, weil die Firma sicher gehen will, dass es auch bei Arbeitnehmern der Schneckenbank noch pünktlich verbucht wird. Bei derselben Bank gehen Überweisungen übrigens in Sekundenschnelle. Wir überweisen in meiner Familie wirklich häufig hin- und her, das brauchte noch nie mehrere Tage. Im Gegenteil, meine Bank ließ mich und meine Mutter sogar schon mal in den Bildschirm gucken von wegen "hier überweise ich das Geld vom Konto der Mutter und wenn ich jetzt das Tochterkonto öffne, ist es wie Sie sehen können schon da". Die Banken sind mittlerweile sogar verpflichtet, Überweisungen binnen gewisser Fristen durchzuführen.

Zudem ist es eine Frechheit, wie er mit der Kritik umgeht. Der Chef meiner Cousine überweist das Gehalt auch noch händisch mit Überweisungszetteln und auch da war es mal passiert, dass er es verbummelt hatte. Aber der hatte sich dann entschuldigt und jedem ein kleines Präsent mitgebracht.

Gut möglich, dass sie finanziell nicht so liquide sind. Da muss es nur lange Zeit gut gelaufen sein und Chef hat sich dann - in der Annahme, es würde weiter so gut laufen - viel zu viele Autos gekauft. Dann kommt ne Auftragsflaute und schon kann er das Gehalt erst zahlen, sobald ein Kunde seine Rechnung überwies. Und sowieso - warum solltest du auf eine eigene Karriere verzichten und kaum über die Runden kommen, nur dass er sich nächstes Jahr ein 6. Auto in die Garage stellt? Soll er halt ne Karre verkaufen, dann ist auch genug Geld für Gehalt da.
 

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