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Unglaublich gefrustet und hoffnungslos

T

Triss

Gast
Grüße euch

ich (32/w) könnte so kotzen und bin unglaublich gefrustet. Und wütend. Verzeiht also meine Ausrucksweise.

Ich bin jetzt seit März 19 arbeitslos. Davor war ich Shop Manager. Habe nie eine Ausbildung abgeschlossen weil immer was anderes wichtiger war. Mit Mitte 20 habe ich meinen MSA nachgeholt und anschließend angefangen zu jobben. Ich wollte bzw will aber eine Ausbildung machen und mich beruflich neu orientieren denn ich hasse den Verkauf. Ich habe aber schon länger das Gefühl, dass ich meine Chance verpasst habe. Ich meine ich bin jetzt 31 und eine Frau. Dazu habe ich Ausländische Wurzeln. Und fühle mich wie eine Ausgestoßene. Das nimmt mich unglaublich mit. Ich habe sehr sehr viele Bewerbungen geschrieben und fast nie eine Antwort erhalten. Ich spreche fließend und akzentfrei Deutsch. Habe ein gepflegtes Erscheinungsbild also woran mags liegen? An meinem alter? An meiner Herkunft? Oder weil ich in dem alter bin wo die meisten Frauen Kinder bekommen? Alles zusammen?

Ich tue mich UNGLAUBLICH schwer mit Anschreiben. Ich weiß einfach nicht wie ich mich selbst am besten rüberbringen soll um den Leser zu überzeugen . Immer die selben Phrasen. Diese Arschkriecherei. Verdammt ich möchte doch nur eine Chance. Ich will nicht mein leben lang ALG2 bekommen oder von meinem Mann abhängig sein. Von der Arbeitsagentur bekomme ich keine Hilfe die halten mich nur hin. Ich versuche es alleine aber komme nicht weiter. Ich fühle mich so hoffnungslos. Muss ich nur noch Jobs machen die sonst keiner machen möchte? Möchte die Gesellschaft mir keine Chance mehr geben? Ich bin nicht wählerisch ich möchte einfach eine Ausbildung machen in einem Beruf was mich interessiert. Aber wie erkläre ich dem Leser warum ich mich jetzt nach 2 Jahren Berufspause auf eine Ausbildung bewerben möchte? Schreibe ich authentisch entspricht das nicht der norm. Ich bin einfach nicht gut darin . Ich bin nur motiviert und möchte das so gerne. Und es zerreißt mich, dass ich es nicht schaffe. Es wäre so schön jetzt im Herbst noch eine Ausbildung anfangen zu können. Ich denke auch ,dass ich mich sehr viel weiter entwickelt habe und eine Ausbildung ganz anders angehen würde als noch mit 20. Die Motivation ist einfach viel stärker und der Wille das durchzuziehen. Aber ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich weiß nur dass ich mich unglaublich mies fühle und Hoffnungslos. Ich möchte nicht so enden wie meine Mutter. Ich möchte was aus meinem Leben machen. Kann mir jemand helfen?

LG
 

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Eva

Aktives Mitglied
Ich weiß natürlich auch nicht, woran es liegt, aber meine Vermutung liegt bei deinem Alter.

Du könntest dich bei der Agentur für Arbeit erkundigen, in welchen Berufen noch Ausbildungsplätze angeboten werden. Vielleicht ist da etwas für dich dabei?

Ich habe am Rande mitbekommen, dass heute viele ins Büro wollen, und das es aber noch genügend Ausbildungsplätze in handwerklichen Berufen gibt.
 

Jsl93i

Aktives Mitglied
Hallo,

Deine Situation kommt mir sehr bekannt vor. Ich bin ebenfalls 31, und bin seit einem
Jahr auf der Suche nach einem neuen Job. Erfolglos. Auch ich bekam oft nicht einmal eine Antwort auf viele Bewerbungen und die wenigen Vorstellungsgespräche zu denen ich eingeladen wurde haben auch nichts gebracht. Es scheint derzeit einfach schwer zu sein mit den Jobs.

Deine Einstellung klingt sehr negativ. Warum sollten deine Wurzeln eine Rolle spielen? Gerade wenn du die Sprache perfekt sprichst. Einen Job zu bekommen ist einfach schwer. Und wie man die perfekte Bewerbung schreibt, weiß ich selbst nicht. Es gibt natürlich Vorlagen aber ich denke, dass man sowieso weiß, wie man das ungefähr zu schreiben hat und ich habe auch keine Ahnung, wie man auf eine Art und Weise schreiben kann, dass man jedem Leser positiv im Gedächtnis bleibt.

Warum bist du genau schon seit 2 Jahren arbeitslos?
 

Narf

Aktives Mitglied
Also meiner Erfahrung nach ist der Inhalt des Anschreibens eher weniger wichtig. Natürlich muss es formal passen, d.h. nicht zerknittert, schmutzig oder voller Rechtschreibfehler.

Wichtig sind der Lebenslauf und die Zeugnisse. Das Alter spielt eine Rolle, aber Anfang 30 dürfte kein Problem sein … ab 40 wäre es aber aus meiner Sicht schon ein Problem.

Wenn man schlechte Zeugnisse oder eine große Lücke im Lebenslauf hat und die Konkurrenz auf die Stelle groß ist,hilft eigentlich nur persönlich hingehen und die Leute von der eigenen Motivation zu überzeugen.
 
A

Anastasia26

Gast
Also meiner Erfahrung nach ist der Inhalt des Anschreibens eher weniger wichtig. Natürlich muss es formal passen, d.h. nicht zerknittert, schmutzig oder voller Rechtschreibfehler.

Wichtig sind der Lebenslauf und die Zeugnisse. Das Alter spielt eine Rolle, aber Anfang 30 dürfte kein Problem sein … ab 40 wäre es aber aus meiner Sicht schon ein Problem.

Wenn man schlechte Zeugnisse oder eine große Lücke im Lebenslauf hat und die Konkurrenz auf die Stelle groß ist,hilft eigentlich nur persönlich hingehen und die Leute von der eigenen Motivation zu überzeugen.
Darf ich fragen wieso es ab 40 aus deiner Sicht ein Problem wäre?
 

ms.cooper

Mitglied
Hast du für die fünf Jahre Jobben Arbeitszeugnisse? War das immer derselbe Arbeitgeber oder hast du öfter gewechselt?

Die Frage, die sich mir stellte beim Lesen deines Posts: Was möchte sie denn konkret machen? Welchen Beruf strebst du an?

Ich würde auch nicht gleich davon ausgehen, dass deine Herkunft das Problem ist. Das gebärfähige Alter mag eine Rolle spielen, vielleicht auch der Schulabschluss, eine nicht genug erkennbare Motivation für die Ausbildungsberufe, für die du dich bewirbst (Hauptsache, irgendwas? Das wäre für mich als Personalerin ein schlechtes Zeichen) oder oder oder. Manche haben vielleicht auch die Sorge, dich mit 16jährigen Mitazubis zusammenzustecken und /oder fragen sich, ob du dich als Azubi unterordnen kannst in dem Alter.

Der wichtigste Ausgangspunkt wäre aber für mich: Was genau möchtest du machen?
 

Narf

Aktives Mitglied
Darf ich fragen wieso es ab 40 aus deiner Sicht ein Problem wäre?
Heutzutage ist es eigentlich normal und akzeptiert, dass Leute keine geradlinige Laufbahn haben. Es gibt zahlreiche Leute, die in der Jugend (so eben bis 30) Fehler gemacht haben und dann eben diese versuchen zu korrigieren. Ich selbst habe mit 27 mein Studium abgebrochen und erneut studiert, war dann mit 31 fertig … und da gibt es einige in meinem Umfeld, d.h. Leute die selbst nur zu genau wissen, wie das ist. Es ist heute normal, dass es „zweite Chancen„ gibt … ja oftmals ist es sogar ein Vorteil, denn ein 18 Jähriger hat sich seinen Ausbildungsberuf vielleicht nicht überlegt oder von seinen Eltern vorschreiben lassen, ein 30jähriger weiß was er tut.

Bei einem 40-Jährigen ist aber klar, dass es mindestens seine 4. Chance wäre … und 4. Chancen gibt es sehr sehr selten …
 
D

Daniela26

Gast
Verstehe.
Aber hier muss dringend ein Umdenken stattfinden. Mit 40 ist das Leben nicht zu Ende. Gibt auch Frauen, die lange Hausfrau sind und mit 40 wieder ins Erwerbsleben einsteigen müssen ohne oder mit wenig Erfahrung. Und da kommt es oft vor, dass nur eine Umschulung einem Chancen verschafft.
Von Ende der Chancen mit 40 zu sprechen finde ich ehrlich gesagt sehr menschenverachtend.
Die Leute werden immer älter und da erwartet die Wirtschaft, dass wir länger arbeiten aber gibt uns keine Chancen.

Mit 31 stehen einem Menschen noch viele Türen offen. Wie wäre es mit einer Abendschule?
 

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