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Ungerechtfertigte Geldforderung der Wohnungsgesellschaft

TimUndStruppi

Mitglied
Hallo da draussen,

vorweg: dieser Threat passt eigentlich in zwei Bereiche: Finanzen sowie (psychische) Gesundheit.

Folgendes:
-Ich, 40 Jahre alt, bin vor einem knappen Jahr in eine Mietwohnung gezogen.
-Ein 75jähriger Nachbar ist Alkoholiker und komplett verwahrlost. Er stinkt bestialisch nach alten Schweiß, weil er nie duscht oder seine Kleidung wechselt. Seine Wohnung muss extrem stinken, wie mir der Schornsteinfeger mitgeteilt hat.
-Er macht auch andere merkwürdige Dinge, wie tagsüber das Fenster aufzureissen und (besoffen?) Schimpfwörter in den Hof zu brüllen. Oder er hängt Zettel mit Beleidigungen gegen die Wohnungsgesellschaft in der Landschaft auf.

-Anfangs bin ich freundlich aber distanziert mit ihm umgegangen.
-Dann habe ich ihn freundlich gebeten, dass er auch mal das Treppenhaus putzen kann. Daraufhin ist er wütend geworden.
-Weihnachten habe ich ihm und den anderen Nachbarn Nikoläuse vor die Türen gestellt, das hat ihn wohl besänftigt.

-Dann habe ich ihn nochmal gebeten, das Treppenhaus zu säubern. Seitdem beschimpft er mich. Aber wie. Wochenlang hat er mich auf dem Heimweg abgepasst und beschimpft. Ging ich aussen am Haus vorbei, hat er das Fenster geöffnet und mich beschimpft. Durch die Wohnungstür hat er mich beschimpft. "A*******" und "Schwein" sind seine Standartbeschimpfungen.

-Ich habe ihn fast immer ignoriert, auch wenn es mich innerlich natürlich gestresst hat.

-Dann habe ich mich an die Wohnungsgesellschaft gewandt. Der für unser Haus zuständige Mann stellte sich erst quer, der hatte keine Lust, tötig zu werden. Das hat mich erbost. Er hatte nichtmal Lust, die städtische Seniorenhilfe zu kontaktieren, obwohl der Alkoholiker einen Ruf als "beginnend demenzerkrankt" habt.
Da habe ich die Miete um 5% gekürzt.
Erst nachdem ich ihm Fotos der dreckigen, versifften Wohnungstür des Alkoholikers zugeschickt habe, wurde er tätig. Sie haben dann den Alkoholiker angeschrieben.

-Ich habe mehrfach die städtische Seniorenhilfe kontaktiert, weil ich der Meinung bin, er braucht einen gesetzlichen Betreuer. Die waren sehr sehr freundlich, haben aber keine rechtliche Möglichkeit, etwas zu tun.

-Das Verhalten des Alkoholikers hat sich etwas gebessert. Er stinkt zwar immer noch und hat noch nie in diesem Haus irgendetwas geputzt, aber er beleidigt mich immerhin nicht mehr.

Jetzt mein aktuelles Hauptproblem:
Die Wohnungsgesellschaft erkennt meine einmalige Mietminderung in Höhe von sensationellen 30€ nicht an.
Mahnungen, Mahnungen, heute sogar ein Inkasso Schreiben. Jetzt sinds 50€ Forderung.
Ich habe mich (kostenpflichtig) juristisch beraten lassen: Zum Teil verhalten die sich rechtswidrig. Ein Inkassobüro darf z.B. von einer großen Wohnungsgesellschaft überhaupt nicht beauftragt werden.
Und mein Ansprechpartner bei der Wohnungsgesellschaft ist ein echter Kotzbrocken. Es war ein Riesenkampf, ihn dazu zu kriegen, überhaupt mal tätig zu werden. Und ich bin derjenige, der hier das Haus in Ordnung hält.

Mich ärgert das unfassbar. Ich weiss jetzt schon, dass ich heute nicht gut schlafen werde.

Meine Frage an Euch:


Einerseits sehe ich es überhaupt nicht ein, diese 50€ zu bezahlen. Andererseits wäre ich mit läppischen 50€ den ganzen Ärger los. Denn mich ärgern diese Mahnungen und jetzt das (rechtswidrige) Inkassoschreiben unfassbar. Und sie schüchtern mich ein.


Wie würdet ihr Euch an meiner Stelle verhalten? Würdet Ihr bezahlen?
 

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SFX

Aktives Mitglied
Hallo,

die Kröte schlucken und 50 EUR bezahlen. Lasse den Anwalt trotzdem einen Brief an die Hausverwaltung schreiben, dass du die Forderungen lediglich zur Schlichtung der Situation begleichst, dir jedoch bei erneuten Auffälligkeiten oder derartigen massiven Belästigungen weitere juristische Schritte vorbehältst.

LG,
SFX
 

Yang

Sehr aktives Mitglied
Ich würde nur die 30 Euro zurückzahlen. Die Inkassogebühren nicht.
Denn wer die Musik bestellt, zahlt sie auch.
Für den verwahrlosten Mieter und sein Benehmen kann die Wohnungsgesellschaft nichts.
Wenn das Treppenhaus nicht ordnungsgemäß gereinigt wird, dann sollte eure Wohnungsgesellschaft einen Reinigungsdienst arrangieren und die Kosten auf alle Mieter gleichmäßig aufteilen, so entstehen keine Streitigkeiten mehr.
 

SFX

Aktives Mitglied
Wenn du nur die 30 EUR bezahlst, riskierst du einen Rechtsstreit. Und zwar nicht mit dem Vermieter (dem das wahrscheinlich zu blöde wäre), sondern direkt mit dem Inkassounternehmen (denen das nichts ausmacht und die davon leben)! Die haben meistens verdammt gute Rechtsanwälte oder sind gar selbst welche. Wenn du dann Pech hast, wird es richtig teuer wegen den 20 EUR! Von daher mein Rat... s.o.
 

Dragon234

Aktives Mitglied
Brauchst die inkasso kosten gar nicht beachten.

Wiedersprech dennen einmal.
Und dann hefte einfach die haltlosen forderungen von dennen ab.

Wegen nur mahnkosten machen die eh nichts weil die genau wissen das sie verlieren werden.

Also außer briefe schicken können die nichts machen.

Theoretisch könnten die irgendwann einen mahnbescheid veranlassen. Da kreuzt du dann wiederspruch an und sendest das zurück zum gericht. Dann müssen sie begründen warum sie geld bekommen. Und das schreiben bekommst du in kopie.

Du begründest dann, das die schreiben völlig gegenstandslos waren. Und du mit der wohnungsgesellschaft wegen gestank eine laufende auseinandersetzung hattest. Ihr da über 5% mietminderung verhandelt habt. Fall gegessen.

Die holen sich bei der summe aber eh keinen mahnbescheid da sie in vorleistung tretten mpssen und wissen das die erfolgschancen extrem gering sind.
 

Narf

Aktives Mitglied
Ich schließe mich den Ratschlägen von SFX an, lass deinen Anwalt einen Brief schreiben, dass du um des lieben Friedens bezahlst, aber Dir weitere Beeinträchtigungen nicht gefallen lassen wirst.

So eine Streitigkeit belastet immer (schreibst du ja auch) und es dauert Monate oder vielleicht mehr als ein Jahr bis das mal vor Gericht ist …

Ich sehe auch noch das Problem, dass normalerweise bei so einem Streitwert kein Anwalt besonders motiviert ist … ich hatte mal einen Streitfall über einen ähnlichen Betrag und mein Anwalt wollte immer noch einen kurzen Brief schreiben und noch einen obwohl ich schon bei der Beauftragung sagte, ich möchte so schnell wie möglich vor Gericht …
 

TimUndStruppi

Mitglied
Hallo Leute,

und vielen Dank für Eure Ratschläge. Ich tendiere auch dazu, meinen Stolz runterzuschlucken und zu bezahlen.

Einen Anwalt habe ich übrigens nicht, das wäre auch viel teurer als der Streitwert. Ich habe mich nur einmalig kostenpflichtig beraten lassen.

LG
Tim
 

TimUndStruppi

Mitglied
Hej Leute,

ich muss sagen, dass ich bis heute noch nicht bezahlt habe.

Ich habe so eine Wut auf den Kotzbrocken von der Wohnungsgesellschaft.

Es wäre wirklich sinnvoll, keinen Krieg um die mittlerweile 50€ anzufangen, aber ich bin im Recht.

Zudem kann es sein, dass ich nochmal eine Wohnung von denen mieten will - Die sind in meiner Stadt recht präsent.

Ich kann aber meine Wut und meinen Stolz nicht runterschlucken.

Liebe Grüße

Tim
 

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