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Unerwiderte Liebe zerstört mich :(

browneye

Mitglied
hey ihr,

part2 hat mich mit seinem beitrag zum schmunzeln gebracht ;)

ja es stimmt dass ich erst durch die zurückweisung anders geworden bin, nach einem halben jahr ""beziehung""... als ich meine gefühle offenbarte und er damit nicht umgehen konnte bzw sie nicht erwiderte. natürlich dachte ich am anfang "dann halt nicht" wie es so meine art war, männer die mich nicht wollten hatten mich nie großartig interessiert, wieso auch.
nur war da aufeinmal dieser eine, bei dem ich der beiderseitigen gefühle sicher war und sie so genoss, hatte einen seelenverwandten gefunden und wollte das nicht so schnell aufgeben. das märtyrium fing quasi dadurch an, dass ich dachte vielleicht ist das nicht seine endgültige meinung, manche verlieben sich eben nicht von heute auf morgen, gib ihm zeit und es wird alles gut. an dieser stelle fällt mir ein zitat ein mit dem er mich mal trösten wollte glaube ich...ich wäre eine ganz tolle frau, er vertraut mir voll und ganz und ich soll nicht traurig sein darüber. es würde nicht an mir liegen, er wäre erst zweimal in seinem leben verliebt gewesen, eine beziehung davon ging 6 jahre und er bräuchte lange um sich zu verlieben und dann richtig. er hätte schon ein paar freundinnen gehabt die er sehr lieb gehabt hat, aber nicht geliebt.
natürlich wollte ich dieses kostbare gut mein eigen nennen und versuchte ab da eben, ihm MEHR zu gefallen. und so fing die ganze misere an und das klammern...da ich wusste wie er empfindet hatte ich so angst ihn zu verlieren. und nun sitze ich hier an seinem pc und schreibe euch das. ich versteh mich ja selbst nicht. ich kann einfach nicht wiederstehen. ist das selbszerstörerisch? widerstehen ist so so schwer.
ich habe einen schlüssel, er wäscht meine wäsche, wir kochen zusammen... es scheint so absurd das aufgeben zu wollen. bei andren menschen würde ich sagen total bescheuert, du spielst beziehung und nimmst in kauf dass er dich nicht liebt. wieso habe ich das gefühl mich damit arrangiert zu haben auch wenn ich manchmal phasen habe in denen es mir so unfassbar schlecht geht...
 

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browneye

Mitglied
weil ich keine waschmaschine mehr habe seitdem die allgemein benutzbare im keller kaputt ist...ist doch auch total unwichtig. ist eben ein gefallen den er mir tut über den ich mich freue.
 

part2

Aktives Mitglied
Ich dreh den Spieß auch mal um - was verstehst du denn unter "Liebe" ?:).
Eine sehr schwierige Frage, für die jeder wahrscheinlich eine andere Antwort parat hat. Ich kann sie dir, wenn überhaupt, nur halb beantworten.

Liebe ist für mich in erster Linie eine selbstlose Grundhaltung gegenüber anderen. Liebe ermöglicht mir, die Dinge und Personen so zu nehmen, wie sie sind. Aber auch mich selbst. Liebe ist für mich in ihrer Erscheinung aber auch widersprüchlich und verlangt mir Demut ab. Dabei wird jeder eine andere Toleranzgrenze haben, inwieweit er Ergebenheit gegenüber anderen zeigt. Fängt sie an, mich in meiner Selbstachtung zu hindern oder ruft gar negative Veränderungen in meiner Persönlicheit hervor, werde ich zu sehr von anderen der Liebe wegen Verachtet, werde ich diese zumindest nicht mehr nach außen kommunizieren oder auch Abstand von der Person nehmen, wenn es gar nicht anders geht.

Es war nicht schwer - ich wollte es einfach nicht. Du wirst nun fragen warum: Damals kam sie mir immer wie eine kleine Schwester vor. Und das passte nicht zu einer Beziehung.
Heute glaube ich, dass sie mich unbewusst in eine Rolle drängen wollte, die mir nicht gefallen hätte. Mal ein Beispiel: Hatte ich schlechte Laune, dann bezog sie das auf sich und litt still vor sich hin. Damit die schlechte Stimmung wieder ein Ende hatte, musste ich letztendlich nicht nur mich, sondern auch sie aufheitern. Ihr sagen, dass sie nicht Schuld an meiner Laune war - obwohl ich ihr die Schuld nicht gegeben hatte.
Kurz gesagt, sie hat unbewusst und ungewollt immer wieder versucht sich von mir abhängig zu machen - und das hat mir nicht gefallen. Leider hab ich das damals nicht verstanden.
Kurios, als ich deine Zeilen las, fiel mir als erstes Folgendes ein:

Weil ich die erste und die letzte bin
Bin ich verehrt und verachtet
Bin ich Hure und Heilige
Bin ich Gattin und Jungfrau
Bin ich Mutter und Tochter
Bin ich die Arme meiner Mutter
Bin ich unfruchtbar, und die Zahl meiner Kinder ist groß
Bin ich gut vermählt und ledig
Bin ich die gebiert und niemals geboren hat
Bin ich die Trösterin der Wehen
Bin ich die Gattin und der Gatte
und es war mein Mann, der mich geschaffen hat
Ich bin die Mutter meines Vaters
Bin die Schwester meines Mannes
und er ist mein abgelehnter Sohn
Achtet mich immer
Denn ich bin die Anstoß Erregende und die Prächtige.

Hymne an Isis, 3. od. 4. Jh. n. Chr.,
entdeckt in Nag Hammadi

Ich bin mir sicher, dass sie mehr als nur "die Schwester" verkörpert. Natürlich bedarf es da eines genaueren Blickes, einer tieferen Auseinandersetzung mit der Person.

Versteh mich bitte nicht falsch, auch ich hatte bei 1 oder 2 meiner Verflossenen schon "schwesterliche" Gefühle entwickelt, aber eben nicht nur. Sie waren auch Liebhaber, Freund, einer hätte sogar potenzieller Ehemann und Vater sein können..... und wahrscheinlich waren sie soviel mehr. Wieviel ich wirklich von ihnen wahrgenommen habe, ich kann es dir heut nicht mehr sagen. Ich bin mir sicher, die Wenigsten davon in ihrer "Ganzheit" verstanden zu haben.

Netter Vergleich. Ich hab aber keine Lust in einer Beziehung so etwas wie eine Angestellte zu haben. Da sollten beide ihr eigener Chef sein. Wie schon gesagt.
Okay, diesen Aspekt habe ich bei meinem Vergleich natürlich übersehen :rolleyes: und deine Kritik ist völlig rechtens. Dann geh halt von 2 Gesellschaftern aus. Das Grundgerüst und das worauf ich hinaus wollte, bleibt. Es bedarf eines Übereinkommens, eines Vertrages und Regeln.
Jeder wird dem anderen auch in dieser Konstellation einmal Situationsbedingt "dienen" müssen und aber auch damit klarkommen müssen, sich bedienen zu lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:

browneye

Mitglied
hallo ihr lieben,

irgendwie hatte ich das bedürfnis nochmal über meinen werdegang zu berichten, vorallem da mir dieses forum in den schwersten stunden sehr geholfen hat.
komisch, dass man fremden menschen mehr anvertrauen, mehr von sich preisgeben kann.
danke auch für die verschiedenen meinungen und charaktere, die dieses gespräch reicher gemacht haben.
unterschiedliche sichtweisen zu kennen bringt einen wirklich weiter.

trotz allem musste ich den letzten schritt natürlich selbst gehen und hab es mir nicht leicht gemacht.
obwohl ich das kaum für möglich gehalten hätte ging es mir eine zeitlang noch schlechter als zu erstellungszeitpunkt meines beitrags.
ich sah weder himmel noch erde, sah die welt nur aus einem stetigen tränenschleier.
zum glück hatte sich das mit der wohnung zum guten gewendet und job ebenso. den ich leider wegen zu wenig kunden wieder verloren habe, aber ich kann nun ganz gut damit umgehen.


Seit 18.5. habe ich den Kontakt abgebrochen und es war einfach das schlimmste was ich je durchmachen musste.
zu gleicher zeit wusste ich aber genau, wenn du nicht JETZT aufhörst, loslässt, bringt es dich um.
und das glaube ich wirklich. nur noch eine einzige wahl zu haben, ich musste es tun. ich war absolut am ende.
nach ein paar wochen ging es auch besser. diese schwere zeit in ein paar zeilen zusammenzufassen erscheint mir der an der größe der trauer so wenig. aber hauptsache ist, wie es jetzt ist.
ich weine noch manchmal um ihn. habe einen glücklichen tag, gucke fernseh und sehe in einem film, wie ein mann einer frau unglaublich zärtlich über die wange streicht.
ich muss weinen wenn ich daran erinnert werde, wie liebe ist.
ich hab fast vergessen wie normale liebe ist, wenn man sich kennenlenrt und sich einfach liebt.
kann mich nur bedingt für meine beste freundin freuen weil die mit ihrem geknutsche und geturtel einfach nerven.
es tut weh nur glückliche menschen zu sehen.

aber es geht mir besser! ich finde langsam zu mir selbst. es fällt mir leichter, nein zu sagen. kann ihm meine meinung sagen, muss ihm nicht immer gefallen.

und, was ein sehr sehr wichtiger schritt für mich ist... nachdem ich in den letzten 3 monaten auf 2 partys geweint habe, weil seine ex aufgetaucht ist, habe ich beschlossen das ebenfalls hinter mir zu lassen. ich werde versuchen sie am samstag kennenzulernen, sie nicht mehr zu hassen, und am besten sympathisch finden, denn jemand zu hassen den ich nicht kenne erscheint mir so kindisch.
obwohl ich nichts dagegen tun kann.
aber ich hasse nicht sie persönlich, sondern nur das was sie verkörpert, was sie erfuhr und ich nicht.
was sie einfach geschenkt bekam und es nicht verdiente.

dieses denken muss ich loswerden und konfrontation ist wohl die einzige lösung. so mystisch verklärt wie sie momentan ist, ich muss einfach wissen wie sie ist.
und versuchen, mich NICHT zu vergleichen und sie einfach als mensch akzeptieren.

ich habe dirk nur 4 mal gesehen in dieser zeit, davon 2 mal auf einer party, einmal haben wir uns im park getroffen und einmal kam er mich in meiner neuen wohnung besuchen.
ich wollte neutrales gebiet und das war auch gut so.

ich fühle mich immer noch zu ihm hingezogen, eine starke liebe verblasst auch nicht einfach so das ist sicher normal.
ich will nur einfach keinen schmerz verspüren und das leben genießen.
ich kann schon stolz auf mich sein soviel alleine zu sein und nicht zu weinen oder durchzudrehen.
das ich den umzug und renovieren alles ohne ihn geschafft habe, tut richtig gut.
ich wollte seine hilfe nicht! er hatte sich extra freigenommen um mir zu helfen aber das erschien mir wie ein rückschritt nachdem ich ihn nicht mehr sehen wollte.

aber ich will mich endlich lösen. er ist immer noch das mass aller dinge. seine braunen augen, wenn er mich lieb anguckt und nicht weiß wie er mich behandeln soll. wenn wir uns ganz ganz fest drücken dass es wehtut und er dann immer traurig guckt.
aber ich darf mich nicht schlecht fühlen, er wollte alles so wie es jetzt ist. ich habe aber angst, dass eine freundschaft nie möglich sein wird.
würden wir uns wieder mehr sehen, flammen meine gefühle wieder auf.
er war auf einer party scheiße zu einem freund von mir weil er dachte ich hätte was mit ihm.
und als wir geredet haben sagte er dass er nicht weinen will und deshalb besser geht. als ich ihm dann sagte dass ich garnichts mit ihm habe war er sehr erleichtert.
das berührt mich alles so. mir sollte es egal sein da ER alles so wollte und jetzt die konsequenzen zu tragen hat.

ich hoffe ich zieh das mit der ex durch und werde frei, irgendwie.

viele liebe grüße an alle, und danke nochmal
 

shaddowangel

Aktives Mitglied
hallo browneye,

ich klinke mich jetzt erst ein, weil im grunde schon längst alles gesagt wurde.
aber genau jetzt nach deinem feedback möchte ich doch noch etwas dazu schreiben.

er kann nicht mit dir, aber auch nicht ohne dich.

ich kann mich sehr gut in deine situation reinversetzen, weil ich über jahre, genau das gleiche erlebt habe.

unsere freundschaft existiert immer noch. obwohl ich mich distanziert habe, meine gefühle zu ihm verändert habe, weiß ich trotz allem, das tief in mir die liebe zu ihm niemals vergehen wird.

auch er spielt den eifersüchtigen, wenn ich jemanden kennenlerne. fragt mich über ihn aus usw.
als ich im januar zu einem neuen freund gezogen bin, rief er mich sogar täglich an, so dass mein freund mir schon vorwurf ich hätte ja was mit ihm, bzw. er wollte ja mehr.
naja die beziehung hat nicht geklappt, aber er hatte sich regelrecht gefreut, dass ich wieder mehr zeit für ihn hatte.

so ging es immerzu.
ziehe ich mich zurück, geht er in die offensive.
gehe ich einen schritt nach vorn, sagt er, er will keine beziehung.

nun hatte ich mich wieder zurückgezogen und erst kürzlich rief er mich an, er möchte, dass ich ihn zu einer hochzeit begleite.
er meldet sich täglich bei mir, singt mir liebeslieder am telefon vor.

aber ich zeige ihm keine gefühle mehr.
ich rede mit ihm, wie mit allen freunden.
er ist für mich ein guter freund und wird es auch immer bleiben.

aber wenn er wirklich an mir interessiert ist, dann wird er auch eines tages bereit sein eine beziehung zu führen.
allerdings wird von meiner seite aus kein schritt mehr in die richtung laufen.
er ist am zug.
ich leide nicht mehr. das habe ich zu lange gemacht.

ich hab das gefühl, dass er im moment mehr leidet, weil er einfach nicht zu seinen wahren gefühlen stehen kann.

ein mensch muss bereit sein. man kann ihn nicht zwingen und ich kann damit leben.
es war ein harter prozess für mich, das zu bewältigen. aber ich habe es geschafft.

auch du wirst es schaffen, deine gefühle zu ordnen.
den anfang hast du ja schon geschafft.

liebe grüße
shaddowangel
 

browneye

Mitglied
Hallo,

zufällig musste ich die Tage an meinen Account hier denken und habe mich nochmal eingeloggt, weil ich das Bedürfnis hattte noch etwas dazu zu schreiben. Das Loskommen von meiner unglücklichen Liebe hat sich noch lange gezogen und war nicht einfach. Die endgültige Erlösung kam erst, als ich in eine neue Stadt gezogen bin und eine räumliche Distanz geschaffen habe. was dann kam, war nicht schön. je mehr zeit verging und meine rosarote brille verschwand, umso mehr sah ich sein fehlverhalten und versäumnisse. ich kann teils nicht glauben, wie verklärt ich hier über ihn geschrieben habe. er hat mich so oft versetzt und enttäuscht, mir nicht geholfen wenns drauf ankam. er ist ein riesen egoist und auch damals schon gewesen, der haupstächlich daran interessiert ist das sein leben für ihn bequem abläuft. wie es anderen dabei geht, interessierte ihn nur oberflächlich. die schritte zu tun, war ihm dann zu anstrengend. vieles empfinde ich im nachhinein als geheuchelt und falsch, und habe leider mittlerweile nur noch verachtung für diese person übrig. nach ein paar seltsamen gesprächen per nachricht, habe ich ihn auf allen kanälen geblockt und habe jahre gebraucht um endgültig darüber hinwegzukommen und meinen selbstwert wieder aufzubauen.
maßgeblich dazu beigetragen hat mein aktueller partner, den ich mitte 2010 kennengelernt habe. er hatte es nicht leicht, musste er mich doch erst davon überzeugen dass er mich nicht verletzen wird und ich ihm vertrauen kann. er hat aber nicht lockergelassen und mir geholfen, wieder ich selbst zu werden. dafür bin ich ihm unendlich dankbar. und was soll ich sagen, er scheint wie eine belohnung dafür zu sein, was ich durchmachen musste. er ist liebevoll, treu, fürsorglich, einfach ein toller mann und wir haben unglaublich viel spaß zusammen. und sind nun seit 6 jahren ein überglückliches paar. ich kann mir alles mit ihm vorstellen und weiß garnicht mehr, was ich damals in dirk gesehen habe. aber diese erfahrung musste vielleicht passieren, um mich weiterentwickeln zu können.
ich bin sehr froh darüber wie sich alles entwickelt hat und hoffe dass der eine oder andere vielleicht mut schöpft durch meine erfahrungen.
 

webcom-2000

Mitglied
Hallo browneye,

ich habe deine Geschichte gerade gelesen.
Auch die Antwort von Ramona auf deine Geschichte mit "Dirk" aus Köln habe ich gelesen.

Ohne, dass ich jetzt noch lange auf deine Geschichte mit "Dirk" eingehen muss, kann ich Dir eigentlich nur mitteilen, dass ich genau der gleichen Meinung bin wie Ramona.

Ich wünsche Dir von Herzen alles liebe und Gute.

webcom-2000
 

browneye

Mitglied
Ja, es ist komisch wie man manches erst mit gehörigem Abstand erkennen kann, Federvieh!
Heuet erscheint einem das so klar, vor vielen Jahren war das sehr schwierig.
Mit heutigen Augen lese ich auch Ramonas Beiträge anders.
Damals wollte ich ja anfangs den Gedanken noch nicht zulassen, dass er kein guter Partner für mich ist.
ich war wirklich regelrecht blind.
Zum Glück habe ich an Absprung geschafft und gelernt, was eine wahre Partnerschaft und Liebe ausmacht.
 

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