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Umgezogen,seitdem alles unerträglich

D

Dileyna

Gast
Hallo erstmal

wie es der Titel schon sagt, bin ich umgezogen.
Das war letztes Jahr im April und seitdem geht alles irgendwie nur noch bergab in meinem Leben.

Ich kenne mich hier in der Gegend kein bisschen aus, habe auch niemanden der mir sie zeigen könnte.

Meine alten Freunde haben mich nachdem Umzug einfach im Stich gelassen. Ich dachte immer sie wären meine wahren Freunde (es waren nur 4Freunde)
wir waren von klein auf zusammen, haben immer alles zusammen gemacht, wir haben uns gegenseitig ALLES erzählt. Sie waren immer da, wenn es mir mal nicht so toll ging. Sie waren einfach mein Leben, für sie hätte ich alles getan.

Doch dann wurden mir die Augen geöffnet, ich bin umgezogen und es hat sich wirklich KEINE mehr von ihnen gemeldet. In den 1halb Jahren, waren sie insgesamt nur 2mal da. Immer war ich die jenige die jedes WE 80km gefahren ist um sie zu sehen. Immer habe ich angerufen. Von ihnen kam absolut gar nichts :(

Ich sage immer Freundschaften sind wie Blumen, man muss sie pflegen, sonst verwelken sie. Aber sie zeigten mir regelrecht mit ihrem Verhalten, dass sie einfach keine Lust mehr hatten. Ich wurde einfach so abgeschrieben, wegen der Entfernung die uns trennte (wobei ich sagen muss, 80km sind nicht sooo weit. Ich bin die einzige unter ihnen OHNE Führerschein, sie haben alle eines und auch Autos,trotzdem bin ich jedesmal mit der Bahn hingefahren)

Ich hab das dann einfach so hingenommen und versucht mein eigenes Leben weiterzuführen. Ich hatte in der neuen Gegend eine Arbeit gefunden, arbeitete dort ein halbes Jahr, mit der Hoffnung neue Freundschaften zu knüpfen und somit das Leben ertäglicher zu machen. Aber "falsch gedacht", es änderte absolut gar nichts. Ich kannte durch meine Arbeit zwar einige Personen, doch sie hatten jedesmal keine Zeit für mich. Ich wollte auch nicht ständig anrufen und ihnen auf die Nerven fallen, also hab ich auch da nachgelassen.

Das Leben wurde immer unerträglicher, ich ging zur Arbeit, kam heim, essen, duschen, schlafen, am nächsten Morgen wieder zur Arbeit. Und das ohne ein enziges Gespräch zu führen, ohne jegliche Kommunikation zu Menschen. Ich war total deprimiert und kündigte.

Seitdem sitze ich jeden Tag zuhause, es ruft mich keiner an, ich rufe keinen an. Ich habe zwar eine Schwester die hier in der Nähe wohnt, doch sie hat ein kleines Kind und dadurch keine Zeit für mich. Auch sie habe ich oftmals gefragt, ob wir was unternehmen sollen, aber NEIN auch sie wollte nicht. Ihre Begründung: Sie möchte und kann mit der Kleinen nichts unternehmen, und sie für paar Stunden einmal bei einer Freundin zulassen, auch nicht.

Ich hatte am 20. September Geburtstag. Nicht mal an meinem Geburtstag haben sie sich an mich erinnert. Immerhin hatten sie es letztes Jahr getan und ich hatte mir erhofft dass sie es auch dieses Jahr tun, aber es kam nichts :(
Die einzigen die mir gratulierten waren meine Mutter und meine Schwester.

Zudem wohne ich in einem richtigen "Kuhdorf" in dem es nichtmal richtige Busverbindungen gibt. Ich bin völlig von der Außenwelt ausgeschlossen. Das einzige was ich noch habe ist mein Computer. Das hört sich komisch an, aber ist so!

Kann mir einer etwas raten, ich bin am Durchdrehen? Was soll ich denn tun? Ich möchte so nicht weiterleben! Ich schaue mir andere 20-jährige Mädchen an, die sind voller Freude und Lebensmut. Dann schaue ich mich an. Das totale Gegenteil.
Helft mir!...Bitte!
 

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binich

Mitglied
Ich kann mir nicht vorstellen, das es keinen Sportverein, Musikverein oder Kirchengemeinde gibt. Irgendwas, wo man Leute kennenlernen kann.

Ich verstehe nicht so ganz, warum Du den Job gekündigt hast, immerhin konntest Du doch auf der Arbeit reden. Man muss nicht mit jedem befreundet sein, aber man kann sich trotzdem mit den Leuten unterhalten - oberflächlich.

Vielleicht ergibt sich ja was, aber ich denke, das Du zu verkrampft bist. Das mit Deinen Freunden aus der Schulzeit tut mir leid, ist aber völlig normal. Du bist weggezogen, damit bist Du aus der Umgebung raus. Du bist nicht mehr im täglichen Geschehen dabei. Man lebt sich auseinander. So ist das im Leben, das ist völlig normal. Ist nichts Schlechtes, wir brauchen das für unsere Entwicklung.

Also, stürz Dich wieder ins Leben, vielleicht gibt es ja einen Ortsverein vom DRK, der Feuerwehr, dem THW - irgendwas wird sich finden, was Du machen kannst.

Viel Erfolg.
 
D

Dileyna

Gast
Danke für deine schnelle Antwort :)

Also, den Job habe ich gekündigt, weil mir das Leben SO kein Spaß macht.
Ich bin völlig deprimiert. Ich denke immer, wozu das ganze Geld, wenn ich es doch eh nicht ausgeben kann, wozu sich neue Klamotten kaufen, wenn ich doch eh 24Std. in meinen 4 Wänden sitze. Womöglich habe ich eine ganz falsche Einstellung, aber das ist nun mal das Resultat vom "24Stunden-daheim-sitzen"

Und das mit den Gesprächen auf der Arbeit: wie du bereits gesagt hast, es sind rein OBERFLÄCHLICHE Gespräche. Ich vermisse es, mit jemanden einfach mal reden zu können. Jemand der mich versteht, der mir zuhören würde, dem ich meine Sorgen erzählen könnte. Einfach nur eine Freundin!

Ja, diese Vereine gibt es in meinem Ort.
Daran hatte ich auch schon gedacht, habe mich auch schon erkundigt
aber es befinden sich dort wirklich absolut keine Gleichaltrigen wie ich.
Entweder sind alle viiiel jünger, oder älter als ich.

Ich glaube, ich werde das so hinnehmen müssen, wie es momentan ist.
Irgendwann wird sich schon etwas ergeben.
Bis dahin, Zähne zusammen und durch.
 

corazonroto

Mitglied
Hallo!

Erstmal Herzlichen Glueckwunsch nachtraeglich! :)

Weiss du ich kann dich sehr gut verstehen da ich in einer aenhliche Situation stecke wie du!
Ich bin auch umgezogen -in ein anderes >Land!
Es ist so schwer weil ALLES neu ist und man fuehlt sich allein, weil man alleine ist.Vertrautes ist alles weg...heim Ungebung "freunde" Job usw.
Habe Geduld!!!!
Das mit deinen Freunden tut mir sehr leid, ich habe leider die gleichen Erfahrungen gemacht-es tut weh aber es sind Lebenserfahrungen die wir nun mal alle machen muessen!
Freunde kommen und gehen aber es sind leider wenige die ein immer begleiten!
Erstmal hast du dieses Forum! :D
Es wird schon wieder..

viele gruesse
corazonroto
 
D

Dileyna

Gast
Umgezogen sind wir wegen meinem Bruder.
Er hat in der früheren Gegend wo wir gewohnt haben ziemlich viel Mist gebaut (wegen seinem Freundeskreis) Meine Eltern haben vieles getan, damit er weg von ihnen kommt, aber vergebens. Die letzte Hoffnung lag darin wegzuziehen.
Was wir dann auch getan haben :(
Er hat schon wieder neue Freunde gefunden. ICH muss die Konsequenten von dem Mist tragen, den ER angestellt hat. Und das kotzt mich saumäßig an :@

Danke corazonrote, das ist sehr lieb von dir :)
Du sprichst mir aus der Seele. Alles Vertraute ist weg.
Aber weswegen bist du denn umgezogen?
Und wie kommst du mit der neuen & ungewohnten Situation klar?

Ich wohne in Heilbronn

LG Dileyna
 

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