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Um wen geht es eigentlich: SPDi - Betreuerin oder Klientin?

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G

Gelöscht 120117

Gast
Hier habe sich die Positionen recht krass verschoben.
Aber bevor ich nun erzähle, wie es hier derzeit aussieht, würde ich gern von Fachleuten und/oder Betroffenen, die selbst vom SPDi bereut werden, wissen, welch Erfahrungen sie machen oder gemacht haben.
 

grisou

Sehr aktives Mitglied
ich glaube, Nicky, es kommt immer sehr auf die menschen an, die dort arbeiten.

und ja natürlich sollte immer der hilfesuchende im mittelpunkt stehen, seine anliegen und seine bedürfnisse. das ist oft leichter gesagt. auch profis sind eben nur menschen. manche sind fehl am platz, manche meinen es gut, machen es aber alles andere als gut.

ich kann nur erzählen, wie ich das erlebe vor ort, wo es eine reihe von leuten gibt, die wirklich gerne etwas verändern möchten, für die einzelnen aber auch für die gesellschaft, denen gerechtigkeit wichtig ist. und selbst die lernen noch viel von uns betroffenen.

ich bin gespannt auf das, was du erzählst. und vielleicht kann ich dir dann gezielter auch noch antworten.
 
G

Gelöscht 120117

Gast
Okay, mache ich einen Anfang:
Nachdem ich in HB emotional immer irgendwie auf der Strecke blieb und ausschließlich die Organisation eine Rolle spielt(e), habe ich meine Betreuerin darauf angesprochen.
Denn sowohl von Cux als auch OHZ kannt ichs anders, da stand die Psyche im Mittelpunkt auch seitens der Sachbearbeiter.

Und ich bekam in HB die klare und sehr krasse Antwort meiner Betreuerin - und das ist nun ziemlich wortgetreu zitiert:
"Mit Ihrer Psyche befasse ich mich nicht, das ist nicht mein Metier und interessiert mich nicht weiter; ich halt mich an Fakten und an die Organisation".

Ehrlich, ich war fassungslos, denn nur wenige Monate zuvor hatte sich eine junge Frau, grad mal 20, genau aus dem Grunde umgebracht und die verantwortliche Oberärztin war aus dem Dienst ausgetreten (worden?).....
Eine Antwort auf meine wohl berechtigte Frage, weshalb sie dann beim sozialPSYCHIATRISCHEN Dienst
tätig ist, wenn die Psyche der Menschen sie nicht tangiert, blieb bis heute unbeantwortet....

Sie hat zweifelsohne ihre ausgeprägten organisatorischen Fähigkeiten, aber wenn man in einem SO sensiblen Bereich arbeitet, sollte man sich auch genau dafür wirklich interessieren.
Doch das tut sie wie von ihr selbst benannt schlichtweg nicht.

Ich habe versucht, einen Betreuerwechsel zu erwirken, doch den hat sie im Kollegium erfolgreich verhindert; übersetzt: Entweder, ich bleibe bei ihr oder ich kann sehen, wo der Pfeffer wächst.
Was mir eben sagt: Es geht dort nicht um die Klienten, sondern um die Willkür der Sachbearbeiter,

Meine sog. oder auch "Betreuerin" weiß bis heute NICHTS von mir und meiner Vergangenheit - weil sie es schlichtweg auch gar nicht wissen will.

Dennoch (be)urteilt sie (aufgrund dieser Unkenntnis) immer wieder die Gegenwart - was zwangsläufig zu Problemen führt, denn viele meiner heutigen Schwierigkeiten basieren ja eben auf dieser von ihr ausgeblendeten Vergangenheit meinerseits.

Ehrlich, SO kannte ich die "Arbeit" des SPDis bisher nicht...... Und ich kann auch nicht sagen, dass dies in der Form hilfreich ist.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

grisou

Sehr aktives Mitglied
Und ich bekam in HB die klare und sehr krasse Antwort meiner Betreuerin - und das ist nun ziemlich wortgetreu zitiert:
"Mit Ihrer Psyche befasse ich mich nicht, das ist nicht mein Metier und interessiert mich nicht weiter; ich halt mich an Fakten und an die Organisation".
vorneweg, ich halte sie auch für eine krasse fehlbesetzung.

in der regel haben diese mitarbeiter soziale arbeit studiert und dabei auch psychologische grundlagen gelernt.

nun ist es eben auch so, der SpDi keine therapie sondern soll dafür sorgen, dass man im Alltag unterstützt wird. und so kann man diesen Satz auch verstehen. ob sie ihn so gemeint hat, weiß ich nicht und wenn sie das gemeint hat, man hätte das sicher besser ausdrücken können.


Eine Antwort auf meine wohl berechtigte Frage, weshalb sie dann beim sozialPSYCHIATRISCHEN Dienst
tätig ist, wenn die Psyche der Menschen sie nicht tangiert, blieb bis heute unbeantwortet....
finde ich auf jeden fall gut, dass du gefragt hast (habe ich jedenfalls so verstanden?!)

es ist ein job in dem braucht es viel organisatorisches geschick und wissen über die gesetze. und vielleicht ist sie sehr gut darin und gut darin, das leben von menschen in ordnung zu bringen. und das ist ganz sciher bei manchen genau ihr bedürfnis.

dein bedürfnis ist ein anderes. wenn ich das so interpretiere, du möchtest auch verständnis für deine lage, ein hinsehen, warum du an manchen punkten probleme hast. und damit passt ihr nicht zusammen. - wie du ja selbst schilderst.

und du hast ein recht darauf, dafür zu kämpfen, dass du einen betreuer bekommst, der deine bedürfnisse befriedigen kann. vielleicht hilft es dir, noch mal genauer darüber nachzudenken, was du brauchst und das zu formulieren?

Sie hat zweifelsohne ihre ausgeprägten organisatorischen Fähigkeiten, aber wenn man in einem SO sensiblen Bereich arbeitet, sollte man sich auch genau dafür wirklich interessieren.
Doch das tut sie wie von ihr selbst benannt schlichtweg nicht.
vielleicht war sie in dem moment überfordert? hat sich angegriffen gefühlt?

sie hat eine aussage gemacht, und die hat dir gezeigt, das passt nicht. und nach der aussage würde ich auch sagen, was macht die in dem job? aber das ist ja nicht unsere aufgabe, das zu beurteilen, sondern du willst für dich die beste betreuung.

es gibt bestimmt menschen, die kommen super mit ihr klar. also bei deinem kampf hilft es wenig, sie in frage zu stellen, sondern bleib bei dir.



Ich habe versucht, einen Betreuerwechsel zu erwirken,
wie hast du das gemacht? vielleicht könnte man an der schraube noch mal ein bisschen drehen. noch mal sehen, muss man dem team etwas anderes vermitteln, damit ihnen klar wird, was du brauchst.

doch den hat sie im Kollegium erfolgreich verhindert; übersetzt: Entweder, ich bleibe bei ihr oder ich kann sehen, wo der Pfeffer wächst.
Was mir eben sagt: Es geht dort nicht um die Klienten, sondern um die Willkür der Sachbearbeiter,
das hat SIE erfolgreich verhindert? woher weißt du das? warum macht sie das? mit klienten arbeiten, bei denen weiß sie, die haben keinen spaß daran, mit ihr zu arbeiten.

was wurde in dem team kommuniziert?

Meine sog. oder auch "Betreuerin" weiß bis heute NICHTS von mir und meiner Vergangenheit - weil sie es schlichtweg auch gar nicht wissen will.
muss sie es denn wissen?

schau, wenn ich mit klienten arbeite, dann frage ich nicht mal nach der diagnose. und die vergangenheit ist mir auch egal. ich schaue, wo liegen hier und jetzt die probleme und wodurch werden die hierund jetzt hervorgerufen und was blockiert.

ich sehe, der mensch kann nicht zum amt gehen wegen massiven ängsten. das hilft mir doch nicht, wenn ich weiß, der ist mal auf dem amt bedroht worden von einem sachbearbeiter oder so. ich kann nur sagen, wir müssen jetzt aber aufs jobcenter, weil sonst hat das massive probleme für meinen klienten.

dann kann ich schauen, was kann ich jetzt und hier tun, damit die ängste nicht mehr blockieren. aber ich arbeite nicht therapeutisch mit dem klienten. darf ich gar nicht. ich kann fragen, wsa ich tun kann, um zu helfen, ich kann sagen, das bearbeitet man am besten in der verhaltenstherapie. ich kann beim jobcenter anrufen, den fall schildern und fragen, können wir was machen, um es dem klienten zu erleichtern.

du bist nicht deine diagnose, du bist nicht deine vergangenheit.

Dennoch (be)urteilt sie (aufgrund dieser Unkenntnis) immer wieder die Gegenwart - was zwangsläufig zu Problemen führt, denn viele meiner heutigen Schwierigkeiten basieren ja eben auf dieser von ihr ausgeblendeten Vergangenheit meinerseits.
beurteilt sie oder urteilt sie, also

Ehrlich, SO kannte ich die "Arbeit" des SPDis bisher nicht...... Und ich kann auch nicht sagen, dass dies in der Form hilfreich ist.
was du schauen kannst, ob es in deiner umgebung eine unabhängige psychiatrische beschwerdestelle gibt. die würden für dich

auch der SpDi hat in der Regel eine Stelle, wo man sich beschweren kann. das ist immer etwas problematisch, weil man da allein ist (wobei man auf jeden Fall jemand mitnehmen sollte als zeuge, aber eben niemand, der sich für einen einsetzt:)

kannst du dir vorstellen, dass du dich für deine rechte einsetzt? weil es geht ja darum, dass du unterstütztung bekommst, die dir wirklich hilft, dich weiterbringt. und egal, wie gut die frau in ihrem job ist, du kommst mit ihr nicht klar. und das ist, was zählt.

wenn du magst, kannst du mir das bundesland verraten (gerne auch per PN), dann kann ich nachschauen, welche Möglichkeiten es dort gibt.
 
G

Gelöscht 120117

Gast
Danke für deine Mühe, Grisou. Doch vieles ist mir zu persönlich (ich hatte eigentlich auch mehr auf Erfahrungswerte anderer mit einem SPDi hier gehofft), um es hier zu beantworten; man würde mich eh nur sofort wieder in der Luft zerreißen (ein bisschen, wenn auch subtiler und dezenter, hast ja auch du es im Ansatz getan; es stand halt nur mehr zwischen den Zeilen...), den bekanntermaßen tragen an allem und jedem ja immer die "Osychos" Schuld....
Aber ich schätze dein Engagement, nur in der Form ist das für HR zu detailliert.
Nicky
 
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