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Typ meiner Mutter und einfach nur Chaos

Sadie02

Aktives Mitglied
@Mondsonne

Auch dir ein Danke :) . Ich glaube, du hast Recht. Ein bisschen bin ich da auch in der Mutterrollen. Ohja, Celina hat einige Freundinnen und eine sehr sehr wichtige beste Freundin, die auch nicht weit weg wohnt. Beschäftigt ist sie auch ohne mich und den August haben wir in jedem Fall noch für uns, bevor meine Ausbildung los geht.

Großes Danke für deine Worte !!!
 

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Sadie02

Aktives Mitglied
@Sisandra

Das stimmt natürlich, ab 1.9. wird es für uns beide anders werden. Ich denke, umso mehr werde ich mich freuen, wenn ich sie am Wochenende sehe und ihr ganz viel erzählen kann.
Ja...was den Urlaub angeht, wäre sie versorgt. Keine ihrer guten Freundinnen wäre um die Zeit in Urlaub. Das spricht dann schon irgendwie sehr dafür, dass ich dort mit fahren kann.

Großes Danke!

@Werwiewas

Auch dir ein großes Danke fürs Antworten und deine Meinung :)
 

Hr. Pinguin

Aktives Mitglied
Ich schließe mich an. Natürlich fährst du mit zum Mädels-Urlaub.
Nebenbei leben wir heutzutage im Zeitalter mobiler Telefonie und mobilem Internet. Ihr könntet ja ab und an mal einen kurzen Videoanruf oder so machen.
Schon mal einen schönen Urlaub vorab. :)
 

Sadie02

Aktives Mitglied
@Hr. Pinguin


Auch dir Danke für deine Meinung/Gedanken.

Es stimmt natürlich, dass wir auch zwischendurch mal Kontakt haben können, und sie wird auf alle Fälle ein fettes Geschenk von mir bekommen, wenn ich wieder da bin. Und sie darf die erste Augustwoche dann alles mit mir zusammen machen, was sie gerne möchte :) .

Wie erwartet hat sie selbst gesagt, dass ich unbedingt fahren soll. Jetzt muss das mein Kopf noch vollständig auf die Reihe bekommen und dass passt es!
 

Sadie02

Aktives Mitglied
Meine Schwester hat nun endgültig und in großer Sicherheit beschlossen, dass sie auch in einen Fußballverein möchte. In meinem geht das leider derzeit nicht, weil wir erst ab der C-Jugend Mannschaften haben. Nun kann man da manchmal ein bisschen tricksen und auch eine Jugend höher spielen, aber C-Jugend mit zehn bringt nichts. Ganz egal wie viel Begeisterung sie mit bringt, eine Zehnjährige hat körperlich im Normalfall gegen Vierzehnjährige keine Chance. Da sind vier Jahre einfach zu viel.

Aber es gibt ja noch den großen Verein in meiner Stadt, bei dem Mädchen Fußball sehr gefördert wird. Und die haben im August auch wieder einen Sichtungstag, der auch stattfinden soll. Sie ist jetzt schon total aufgeregt und bringt so viel Begeisterung mit, dass mir das Herz aufgeht. Und sie will ja ganz oft mit mir trainieren und hat weit mehr Talent als ich. Vor allem technisch hat sie echt schon viel drauf. Und wenn sie sich freut und dort Spaß hat, freue ich mich auch.

Freuen...war da was? Ja, natürlich meine Mutter. Deren Freude ist etwas getrübt, aber das wusste ich schon vorher. Dass die älteste Tochter, die in ihren Augen ja sowieso etwas gestört ist, Fußball spielt, fand sie noch okay. Dass ich aber Celina damit angesteckt habe, weniger. Dabei geht es ihr nicht um den Beitrag. Ich habe ihr angeboten, dass ich das übernehme, wenn ich ab September durch die Ausbildung selbst Geld verdiene. Dann hat sie keine Kosten. Aber das ist es gar nicht. Das kostet nicht so viel und wenn sie heiratet, sind die finanziellen Verhältnisse für sie sowieso anders. Es geht ihr eher ums Prinzip.

Sie würde nie so weit gehen, dass sie sagt, dass Fußball nichts für Mädchen ist. Auch wenn sie das eigentlich denkt. Aber bei Celina hofft sie wohl nach wie vor, dass sie da als Tochter ein echtes Mädchen hat. Eine, die wie sie sich viel mit Jungs beschäftigt, mit Schminken...Klamotten, das typische Tussi-Zeug eben. In der Hinsicht bin ich ja ein Total-Ausfall. Das war immer schrecklich, wenn sie mich gefragt hat, welche Klamotten ihr besser stehen und ich immer nur meinte: Warum ist das wichtig, es ist nur Kleidung? Mittlerweile fragt sie mich nicht mehr ^^.
Naja, und durch den Fußball befürchtet sie wohl, dass Celina dann so wird wie ich. Was aber völliger Unsinn ist. In meinem Team gibt es total gestylte Mädels und welche wie ich, die sich weniger daraus machen. Das hat aber mit dem Sport gar nichts zu tun. Und so wird es bei Celina auch sein. Die geht ihren Weg und ich helfe ihr dabei. Aber meinen Weg muss und soll sie nicht gehen. Sie ist ja auch ein ganz anderer Mensch als ich.


„War das nötig, dass sie jetzt genau wird wie du?“ hat sie mich angepisst gefragt, sich dann zwei Stunden später entschuldigt, wobei sie das sicher so gemeint hat wie sie es sagte. Ich habe nur gemeint, dass sie Celina völlig unterschätzt. Die geht ihren Weg, die ist keine Kopie von irgendwem.

Und wenn ich so sehe, was andere Mädels so treiben, ist Fußball sicher nicht das schlechteste davon. Ich werde sie jedenfalls unterstützen und so lange sie daran großen Spaß hat, ist alles gut!

Im Übrigen habe ich mich jetzt dazu durch gerungen, mit den Mädels auf die Hütte zu fahren. Celina hat mich überzeugt und hier im Forum war die Stimmung ja auch eindeutig. Meine Mutter hat wie erwartet nichts dagegen, und das heißt nun, dass es ab dem 24.7. zehn geniale Tage auf der Hütte geben wird. In der Zeit werde ich dann auch nicht groß hier im Forum sein, aber danach gibt’s natürlich einen Bericht ^^.
 

Sadie02

Aktives Mitglied
Heute war es in der Therapie etwas anstrengend. Nicht in dem Sinn, dass ich mich mit der Frau streite. Aber manchmal führen die Gespräche doch dazu, dass ich danach noch sehr lange am Nachdenken bin. Wir stehen ja noch am Anfang und tasten das alles etwas ab. Und ich habe ihr ja auch gesagt, dass es mir nicht so sehr ums Verarbeiten geht. Das mache ich schon selbst. Sondern eher um gute Tipps und um Hilfen im Alltag.

Sie wiederum mag das nicht so ganz voneinander zu trennen. Und meint eben, dass das eine das andere nicht ausschließt.

Meine Thera findet ja meinen Weg bisher eher außergewöhnlich. Sie kennt ja meine Biografie und meint, es ist nicht unbedingt die Regel, dass es jemand auf diese Weise verarbeitet wie ich es getan habe. Dass ich das nach außen sehr gut geschafft habe, erstaunlich gut, dass es aber natürlich auch ein innen gibt und gerade die Albträume und gewisse blockierte Gefühle in manchen Bereichen ein Zeichen sind, dass es innen nicht völlig optimal aussehen kann. Das sind alles Gedanken, die ich auch so sehe und verstehe und die mir logisch erscheinen.

Heute allerdings haben wir, obwohl es anfangs nicht geplant war, über meinen Vater gesprochen. Und das ist dann eher stressig, weil wir da unterschiedliche Meinungen haben.
Ich sage ja immer, dass er mich nicht bewusst stark machen wollte, es aber ein Nebenprodukt seiner Erziehung war und es mir heute mehr hilft als schadet.

Sie hält da dagegen und behauptet, das Positive, das ich erreicht habe, habe ich trotz ihm und nicht wegen ihm erreicht. Und dass viele Charakterzüge von mir schon vorher da waren und er sicher keine gefördert hat. Sie sieht es zwar auch wie ich, dass das, was meine Mutter und mein Bruder machen, also in ihm nur das Schlechte sehen und gemeinsam jammern, auch nicht unbedingt die beste Form der Verarbeitung ist, findet aber, dass da auch heute noch zu viel Loyalität von meiner Seite ihm gegenüber ist.
Und dass mir diese Loyalität seelisch eher schaden könnte oder kann.

Und ich wiederum denke eben, dass es nichts mit loyal zu tun hat, wenn ich Tatsachen schildere. Wenn ich sage, dass ein Grizzly-Bär körperlich stärker ist als ich, dann bin ich doch nicht loyal zum Bären, sondern schildere lediglich etwas, das logisch ist? Und wenn ich dann weiter sage, dass mir die Begegnung mit einem Grizzly, wenn ich sie überlebe, eben auch hilft, weil ich beim nächsten Mal vielleicht vorsichtiger bin oder schon weiß, wie ein Grizzly tickt, so klingt auch das logisch für mich. Natürlich will der Grizzly mich nicht für eine zweite Begegnung fit machen, wenn er mich nicht tötet. Aber ein Nebenprodukt ist es doch?

Aber es ist gut, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind, weil man mit der Frau sehr gut reden und diskutieren kann. Und zum Nachdenken bringt sie mich allemal. Ich denke mir ja immer, es ist erstaunlich, dass jemand den Job macht.

Psycho ist ein so schweres Studium. Und viele gehen dann in die Wirtschaft und verdienen ganz viel Kohle. Sie wird auch gut verdienen, aber ich glaube, das ist schon sehr schwer, sich immer den ganzen Tag traurige Geschichten anzuhören. Ich bin ja vielleicht noch ganz pflegeleicht, aber wenn da eine vielleicht die ganze Stunde heult und jammert, muss das ziemlich an die Nerven gehen. Daher habe ich schon große Respekt vor ihr. Und es ist bisher die absolut richtige Entscheidung gewesen, mich darauf einzulassen. Und es ist auch sehr sehr schön, dass sie es toll findet, dass ich zur Polizei gehe. Im Gegensatz zu gewissen anderen Leuten in meiner Familie ;) .

Achja...und am Freitag habe ich den letzten Schultag meines Lebens ^^. Da gibt es mein Abschlusszeugnis. Und danach ist das Kapitel Realschule endlich beendet :) .
 

Werwiewas

Aktives Mitglied
Sie hält da dagegen und behauptet, das Positive, das ich erreicht habe, habe ich trotz ihm und nicht wegen ihm erreicht. Und dass viele Charakterzüge von mir schon vorher da waren und er sicher keine gefördert hat.
Seh ich auch so. Das Gegenbeispiel ist dein Bruder, der daran zerbrochen und richtig kaputt ist.

Ich sage ja immer, dass er mich nicht bewusst stark machen wollte, es aber ein Nebenprodukt seiner Erziehung war und es mir heute mehr hilft als schadet.
Das siehst du nur noch nicht, wie sehr er dir geschadet hat, weil es für dein Überleben wichtig ist, dich nur auf deine Stärken zu konzentrieren. Momentan ist das auch gut so, weil es dich wirklich weiterbringt.

Wenn du aber soweit bist , das aufarbeiten zu wollen (und das bist du schon fast, sonst würdest du nicht hingehen, es ist halt nur furchtbar schwer, alles aufzugeben, was einem eingetrichtert wurde), sind da die Albträume, das Misstrauen, das Selbstwertproblem, dass „richtige“ Männer gefährliche Grizzlies sind und andere Männer nur Waschlappen.

Das sind schon einige Schäden. Aber du kriegst das hin, weil du trotz Differenzen deine Therapeutin ernst nimmst und nicht abblockst, auch wenn du nicht ihrer Meinung bist.

Das gefällt mir schon von Anfang an bei dir, dass du auch mit Meinungen, die dir nicht gefallen, gut und reflektiert umgehen kannst.
 

Mondsonne

Aktives Mitglied
Hey Sadie,
ich finde deine Therapeutin wirklich toll. Vor allem ihre Äußerung, dass man das nicht trennen kann, mit den Tipps für den Alltag und dem Verarbeiten.

Heute allerdings haben wir, obwohl es anfangs nicht geplant war, über meinen Vater gesprochen. Und das ist dann eher stressig, weil wir da unterschiedliche Meinungen haben.
Ich sage ja immer, dass er mich nicht bewusst stark machen wollte, es aber ein Nebenprodukt seiner Erziehung war und es mir heute mehr hilft als schadet.
Ja, das hilft dir sicher auch, diese Sicht. Ich könnte mir jedoch auch vorstellen, dass es auch eine Art Schutz ist... Wenn du nur das Negative sehen könntest, wäre es vielleicht schwer auszuhalten...

Ich bin ja vielleicht noch ganz pflegeleicht, aber wenn da eine vielleicht die ganze Stunde heult und jammert, muss das ziemlich an die Nerven gehen. Daher habe ich schon große Respekt vor ihr. Und es ist bisher die absolut richtige Entscheidung gewesen, mich darauf einzulassen
Es gibt leider auch Therapeuten, die genau das wollen: Dass man weint, dass man alles "raus lässt", man wird geradezu dazu aufgefordert. Das finde ich furchtbar.
Daher glaube ich nicht, dass Weinen denen auf die Nerven geht, ich glaube auch, dass die meisten eher weinen. Ich bin jedoch auch nicht so ein Typ.

Ich hab neulich übrigens eine Doku gesehen über Polizeiantwärter*innen. War ganz interessant :)
 

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