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Trotz Trennung weiter zusammen wohnen?

G

Gast

Gast
Hallo,

nach 8 Jahren habe ich vor mich von meiner Frau zu trennen. Wir haben einen gemeinsamen Sohn ( 6 Jahre). Sie möchte nicht, dass ich mir eine andere (neue) Wohnung suche, schon aus finanziellen Gründen (Ich voll berufstätig, Sie arbeitslos und kein Arbeitslosengeld!). So haben wir vorerst beschlossen zusammenwohnen zu wohnen, wir haben dafür extra das Arbeitszimmer umgebaut und so hat nun jeder sein eigenes Schlafzimmer etc.

Wirerstehen uns so ganz gut, solange es nicht um Beziehungsfragen etc. geht. Dadurch gibt es auch keinen Zoff unter uns.

Ich weiss, dass das kein Dauerzustand werden kann, das möchte ich auf Dauer auch nicht, aber die nächsten paar Monate wird es wohl erstmal so bleiben müssen.

Nun eine Frage, hat jemand von Euch Erfahrung ob man auch nach der Trennung zusammenwohnen bleiben kann oder ist es schädlich für die Beziehung im allgemeinen?

Viele Grüsse und Danke,
 

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-sofia-

Sehr aktives Mitglied
Wenn ihr euch mit der Trennung einig seid und keiner einen neuen Partner hat, warum soll eine WG nicht vorübergehend funktionieren? Warum trennt ihr euch überhaupt? Auf Dauer sollte sich deine Frau aber nicht von dir finanziell abhängig machen und sich nach einem Job umsehen, damit sie nach deinem Auszug auf eigenen Füßen stehen kann.
 

PadraigOfGlencoe

Aktives Mitglied
Hey Gast,

bei mir war das so, und ich würd´s nicht nochmal machen wollen, aber bei uns ging das mit dem anderen Zimmer nich, also hab ich zum Teil im WoZi auf´m Sofa gepennt. Von der Trennung bis zu ihrem Auszug waren es neun Monate, und obwohl wir uns auch nicht oft gezofft haben, war es für mich ne Scheisszeit - muss ja aber bei Euch nicht auch so sein.

Wie gesagt, wenn Eure Beziehung ansonsten unstressig ist und ihr das zumindest teilweise räumlich trennen könnt, kann´s vielleicht funktionieren.

Du solltest aber drauf achten, dass Du im Zweifelsfall auf Deine Grenzen achtest; manchmal schleifen sich in solchen Zeiten ungute Muster ein, die man hinterher nur schwer wieder korrigiert kriegt!

LG, P.O.G. :cool:
 

Omana

Urgestein
Hallo Gast,

wir lebten (nach 7 gemeinsamen Jahren) noch ein Jahr in der gemeinsamen Wohnung, die allerdings sehr gross war. Kinder hatten wir keine.
Irgendwann hatte ich wieder einen Freund, was anfangs problematisch war bis zu dem Zeitpunkt wo er wieder eine Freundin hatte.

Wir mochten uns sehr gerne und von daher wollten wir auch, dass es dem anderen gut geht. Im grossen und ganzen lief es sogar super.

Und dann... mit dem neuen Freund lebte ich dann nach einjähriger Beziehung drei Monate zusammen bis wir feststellen mussten, dass wir als Paar nicht zusammenpassten.

Seit 5 Jahren teilen wir immer noch eine Wohnung.
Ich bin letztes Jahr umgezogen und fragte ihn sogar ob er ab und an Obdach bei mir haben möchte, was für mich finanziell von Vorteil wäre. Er sagte zu.

Allerdings ist er nur ca. jedes zweite Wochenende hier. Er lebt und arbeitet im Ausland
Wir sind sozusagen gute Freunde oder fast wie Geschwister, die sich alle Schand an den Kopf werfen können ohne dass der andere sauer ist, eben wie Geschwister, aber kein Paar mehr.
Wir verstehen uns sehr gut.

Allerdings sind wir beide solo.
Wobei ich zwischendurch auch kleine Anflüge von Verliebtheiten zu anderen Männern hatte, von denen er auch wußte.
Kein Problem.

Viele fragen oft wie das funktionieren kann.

Nun wir lassen den anderen sein wie er ist, mischen uns niemals in das Leben des anderen und sind aber doch ab und an nicht ganz alleine, was angenehm ist.

Ich weiss allerdings nicht wie es wäre, wenn ich ihn jeden Tag um mich hätte.

Für den Anfang würde ich es wagen an deiner Stelle, weil ich aus eigener Erfahrung nur positiv sprechen kann. Und da ihr euch gut versteht ist es doch gut.

Wenn allerdings eine andere Liebe ins Spiel kommt und wenn eure Gefühle zueinander nicht richtig geregelt sind könnte es problematisch werden.

Viel Glück

LG
Omana
 
G

Gast

Gast
Hi, danke für die Nachrichten und Antworten. Inzwischen habe ich folgendes gefunden, das man auch in der gemeinsamen Wohnung getrennt leben ($ 1567 Abs. 1 S. 2 BGB)kann, wenn man sich nach wie vor relativ gut versteht. dann ist das eine schnelle und einfache Lösung. Man spart eine zweite Wohnung und damit bares Geld.
Um im rechtlichen Sinne in der gemeinsamen Wohnung getrennt zu leben, müssen die eben Räume aufgeteilt werden.

Beispiel-1: Schläft einer im Schlafzimmer, der andere im Wohnzimmer auf der Couch. Gemeinschaftsräume wie Bad und Küche kann man gemeinsam nutzen. Aber nur diese Räume, ein gemeinsamer Fernsehabend muss also unterbleiben (wie sieht das mit einem gemeinsamen Büro und PC tätigkeiten aus?)

Beispiel-2: Man trifft sich zufällig in der Küche, ist das kein Problem. Etwas anderes gilt, wenn der eine für den anderen kocht und sie gemeinsam essen. Das wäre keine Trennung von Tisch und Bett.
Man darf sich auch gemeinsam in der Wohnung aufhalten, also einer WG gleichen, darf aber keine intime Beziehung vorhanden sein.

Es muss klar erkennbar sein, dass man getrennt lebt. Ein Höchstmaß an Absonderung muss nach außen erkennbar sein.

Man muss zwei komplett getrennte Haushalte führen:
getrennte Kassen,
getrenntes Einkaufen,
kochen,
bügeln,
putzen,
schlafen,


Keiner versorgt den anderen mit. Es sei denn, es bestehen Notfallsituationen – der Partner wird zum Beispiel krank. Dann darf man uneingeschränkt helfen und die nötigen Maßnahmen vornehmen.

Man sollte Kontakte auf das nötigste beschränken, der Sex sowie gemeinsame Treffen mit Freunden in der Wohnung sind tabu.

Wenn Kinder in der gemeinsamen Wohnung leben, wird das Getrenntleben schwieriger. Die Elternrolle behält man wie gewohnt, muss aber klar zum Ausdruck bringen, dass keine eheliche Beziehung mehr besteht. Das ist nicht einfach, denn der Alltag mit Kindern ist häufig sehr genau geregelt und eingespielt. Vieles macht man gemeinsam, jetzt ist alles getrennt. Der Haushalt muss auf jeden Fall aufgeteilt werden, darf auch nicht zum Schutz der Kinder zusammenbleiben.
Ein gemeinsames Mittagessen, zum Wohle des Kindes / Kinder ist unter Umständen zwar erlaubt, mehr aber auch nicht.
Man muss es miteinander abklären wie das aussehen soll.
wo schläft das Kind (wenn nicht eigenes Zimmer)
wer kocht
wer bringt es zum Schule / Kindergarten
wer holt es ab,

Es sind Situationen zu vermeiden, in denen alle Familienmitglieder anwesend sind, auch wenn es schwerfällt.
 
G

Gast

Gast
Hallo Ihr,

ich weiß der Eintrag ist schon einen Moment her, aber habt ihr das ausprobiert?
Falls ja, wie hat es funktioniert?

Liebe Grüße A
 

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