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Trennung von den Eltern

S

SilverGrey

Gast
Schikaniert von Eltern und Sohn


Am 02.12. habe ich mich hier mit diesem Beitrag als Gast (Oma T….. , die Enkel nennen mich so nach unserem zweiten Hund) gemeldet.

Es hat mich ziemlich viel Überwindung gekostet mich noch einmal einem Forum anzuvertrauen, denn mein erster Versuch Hilfe zu bekommen war bei einem anderen Anbieter fehlgeschlagen. Mir ging es dann am Ende nicht besser sondern nur noch schlechter. Ich hab nur gedacht: das tust du dir nicht noch einmal an.

Ich hab schon vor langer Zeit angefangen Briefe zu schreiben, an meine Eltern und an meinen Sohn. Alles was ich ihnen gerne sagen wollte habe ich aufgeschrieben und dann wieder gelöscht, das hat mir ein wenig Entlastung gebracht. Bis am 02.12. der nächste Schlag kam. Dann habe ich den ganzen Abend vor dem Computer gesessen, mir dieses Forum hier aufgerufen und nicht mehr gewusst was ich noch machen sollte. Bis ich dann doch den Mut gefunden habe über meine Probleme zu berichten.

Am Ende hat es nur noch diesen kleinen Anstoß gebraucht um letztendlich das durchzuführen was mir meine Therapeutin schon vor 10 Jahren geraten hat und was ich selbst schon lange wollte: die Tür zuzumachen. Ich habe meiner Mutter eben in aller Ruhe gesagt dass es nun das letzte mal war, dass sie mich hintergangen haben und das sie mich nicht mehr wiedersehen.

Ich bin noch ziemlich aufgeregt aber ich bin froh dass ich es hinter mir habe.

An Gast vom 02.12., 22.59 Uhr: Danke für deine Worte (behaltet mich in guter Erinnerung). ich habe sie so übernommen.
An Gast vom 03.12., 19.11 Uhr: Auch meine Hausärztin hat fast dieselben Worte benutzt (Auf so eine Familie …..) Danke dafür.

Ganz herzlichen Dank. Schön dass es den Hilferuf gibt.
SilverGrey
 

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Gemini

Urgestein
Ich bin noch ziemlich aufgeregt aber ich bin froh dass ich es hinter mir habe.
Hallo SilverGrey,

ich kenne deine Geschichte nicht, finde es aber schön zu lesen, dass du wohl etwasgeschafft hast, was schon kängst überfällig war.

Ja, machmal hilft ein Anstoß von außen, von Menschen, die nicht in die eigene Geschichte verwickelt sind.

Ich wünsche dir, dass es dir mit deiner Entscheidung besser geht.

Alles Gute
 
J

Jun

Gast
Hallo SilverGrey,

das war ein mutiger und wie im anderen Beitrag von dir steht auch ein nötiger Schritt. Das hat bestimmt alles eine Menge Kraft vorher gekostet. Unnötig zu schreiben "ruh dich erstmal aus :)".

Willkommen im Forum.
Jun
 
S

SilverGrey

Gast
Hallo,

nun ist alles wieder auf Anfang.

Eine Woche in Freiheit, endlich kein schlechtes Gewissen mehr. Nie mehr die liebe Tochter sein sondern endlich erwachsen. Verstanden haben sie es nicht als ich mich verabschiedet habe, aber meinetwegen sollen sie denken, dass ich nun endgültig den Verstand verloren habe.

Und dann: heute morgen klingelt das Telefon, pünktlich zur Freitag- Neun-Uhr-dreißig-Pflicht-Telefonzeit: Meine Mutter. Ich hätte es wissen müssen!

Sie ist gefallen (schon wieder), es geht ihr gar nicht gut, die Hausärztin ist in Urlaub aber die würde sie doch nur zum Orthopäden schicken und der würde sie dann wieder ins Krankenhaus einweisen. Nein. Sie möchte doch lieber zu Hause bleiben.

Die Stimme leise, gebrochen, stockend. Ja sie haben mich doch lieb. Nein, ich solle nicht glauben sie würde meinen Bruder vorziehen (das wissen mittlerweile alle, nur sie will es nicht wahrhaben). Und sie wollen doch nur helfen, wenn sie meinen Sohn (34) unterstützen (das Geld hinterher schmeißen, so lernt er es nie!) Nein sie wollten mich nicht verletzen (ich glaube sie hat überhaupt nichts verstanden oder weggehört, ich war jedenfalls sachlich, aber deutlich genug)

Am Ende hat sie mir dann so leid getan dass ich mich wieder mit ihr vertragen habe.

Zwei Stunden später bin ich wieder zu mir gekommen und hab mir an den Kopf gefasst.

Ich bin gefangen in einem Familiengefüge, das mir nicht gut tut und in dem ich mich schon immer fremd gefühlt habe, aber noch einmal schaffe ich es nicht mich loszusagen. Wenn sie am Ende wirklich zu Schaden kommt möchte ich nicht daran schuld sein.

Liebe Grüße
SilverGrey
 
S

SilverGrey

Gast
Hallo,

nun hab ich die ganze Nacht nicht geschlafen, bin heute ziemlich daneben.

Es wird wieder so kommen wie vorher. Noch ein paar Mal telefonieren, dann werden die Gespräche immer dünner und am Ende haben wir uns nichts mehr zu sagen.

Ich komme da nicht wieder raus.

Lg. SilverGrey
 

Bandit2105

Urgestein
Schikaniert von Eltern und Sohn


Am 02.12. habe ich mich hier mit diesem Beitrag als Gast (Oma T….. , die Enkel nennen mich so nach unserem zweiten Hund) gemeldet.

Es hat mich ziemlich viel Überwindung gekostet mich noch einmal einem Forum anzuvertrauen, denn mein erster Versuch Hilfe zu bekommen war bei einem anderen Anbieter fehlgeschlagen. Mir ging es dann am Ende nicht besser sondern nur noch schlechter. Ich hab nur gedacht: das tust du dir nicht noch einmal an.

Ich hab schon vor langer Zeit angefangen Briefe zu schreiben, an meine Eltern und an meinen Sohn. Alles was ich ihnen gerne sagen wollte habe ich aufgeschrieben und dann wieder gelöscht, das hat mir ein wenig Entlastung gebracht. Bis am 02.12. der nächste Schlag kam. Dann habe ich den ganzen Abend vor dem Computer gesessen, mir dieses Forum hier aufgerufen und nicht mehr gewusst was ich noch machen sollte. Bis ich dann doch den Mut gefunden habe über meine Probleme zu berichten.

Am Ende hat es nur noch diesen kleinen Anstoß gebraucht um letztendlich das durchzuführen was mir meine Therapeutin schon vor 10 Jahren geraten hat und was ich selbst schon lange wollte: die Tür zuzumachen. Ich habe meiner Mutter eben in aller Ruhe gesagt dass es nun das letzte mal war, dass sie mich hintergangen haben und das sie mich nicht mehr wiedersehen.

Ich bin noch ziemlich aufgeregt aber ich bin froh dass ich es hinter mir habe.

An Gast vom 02.12., 22.59 Uhr: Danke für deine Worte (behaltet mich in guter Erinnerung). ich habe sie so übernommen.
An Gast vom 03.12., 19.11 Uhr: Auch meine Hausärztin hat fast dieselben Worte benutzt (Auf so eine Familie …..) Danke dafür.

Ganz herzlichen Dank. Schön dass es den Hilferuf gibt.
SilverGrey
Hallo,

nun hab ich die ganze Nacht nicht geschlafen, bin heute ziemlich daneben.

Es wird wieder so kommen wie vorher. Noch ein paar Mal telefonieren, dann werden die Gespräche immer dünner und am Ende haben wir uns nichts mehr zu sagen.

Ich komme da nicht wieder raus.

Lg. SilverGrey
Hallo SilverGrey,

warum sollst Du es nicht schaffen aus dieser Zwickmühle heraus zu kommen?
Du weißt ganz genau was Du tun musst! Dies wird nicht leicht sein, wie Du aktuell wieder festgestellt hast.
Nehme deine ganze Kraft und Mut zusammen und ziehe die Trennung durch.
Deine Mutter wird dich bestimmt lieben, nur sieht Sie nicht so weit wie Du und schadet eurer Beziehung deshalb immer wieder.
Setze den Punkt und bleibe standhaft. Tue es für Dich!

Liebe Grüße
Bandit :daumen::herz:
 

Rhenus

Urgestein
Hallo SilverGrey,

ich denke du gehst von falschen Voraussetzungen aus.
Man kann sich niemals von Eltern trennen.
Sie gehören zu deinem Leben wie deine Kinder.

Aber man kann lernen sich abzugrenzen, selbst bestimmen, wie viel man selbst zulässt oder wann man "NEIN" sagt.
Nach deiner Schilderung merke ich, dass du nicht wirklich nein sagen kannst und damit dich nicht selbst schützen kannst.
Ich verstehe, dass du nur wenige Fragmente deines Lebens und das deiner Familie preisgibst, doch dann kann auch nur oberflächlich einen Rat geben.

Mich würde interessieren, warum du Schuldgefühle hast, wenn du für dich entschieden hast, dich abzugrenzen.
Kann es sein, dass du von einem Extrem ins andere fällst?

Für Leute die nicht krank sind, ist so ein Verhalten schlecht nachvollziehbar, daher triffst du auf Unverständnis.

Das du den Brief geschrieben hast, ist sehr gut, doch er sollte verwahrt sein. Daraus sollte eine Auftragsliste werden, wie du den Kontakt zu deinen Eltern und Kind zukünftig gestalten möchtest.
Warum kannst du nicht mit ihnen einzeln sprechen, wie du dir das vorstellst.
Klar, sie werden mehr verlangen, doch es sollte nicht ihre Sache sein eine Grenzen zu fixieren, sondern deine.

Erwachsen werden kann man nur selbst. Es bedeutet auch nicht, dass man das daran misst wie gut man in Konfrontation zur Familie gehen kann. Nein, es bedeutet, dass man fähig ist ein selbstbestimmtes Leben zu führen, mit seinen ganz persönlichen Werten, mit eigenen Regeln und mit dem Wissen, dass man diese auch schützen muss.

Kann dein Partner dir nicht helfen?

Ich wünsche dir, dass du die Kraft hast, dich niemals mehr ganz vereinnahmen zu lassen. Das du erkennst, selbst den Takt zu bestimmen und diesen auch halten kannst.
Eine gewisse Nähe zuzulassen und dennoch Selbstbestimmt zu bleiben.
Man kann es niemals allen recht machen, höchstens sich selbst!
 
S

SilverGrey

Gast
Hallo,


Danke für eure Antworten. Ich weiß noch nicht wie das mit dem Zitieren geht, ich schreib einfach mal so auf was ich sagen möchte.



Meine Eltern haben schon in meiner Kindheit angefangen mir ein Leben vorzuschreiben, das nicht meines war sondern nur ihren eigenen Vorstellungen entsprach. Eigene Meinungen wurden nicht zugelassen, Versagen wurde mit Entzug von Zuwendung bestraft. Ein Abgrenzen war nie möglich, noch heute akzeptieren sie meine Lebenseinstellung nicht.

Schuldgefühle gegenüber meinen Eltern haben mich mein ganzes Leben lang begleitet. Ich war froh als ich jetzt die Trennung durchgezogen habe doch am Ende war ich wieder das kleine Mädchen das alles falsch gemacht hat. Ich habe gestern nach dem Gespräch mit meiner Mutter sogar noch zurückgerufen und mich für mein Verhalten entschuldigt.

Aber jetzt bin ich wieder in der Gegenwart. Ich werde eine klare Trennung durchziehen die Raum lässt für ein gutes Miteinander.

Meine Eltern halten meinen Sohn und meinen Bruder in finanzieller Abhängigkeit. Das ist nicht mehr meine Sache, mein Sohn ist erwachsen, er kann machen was er will, meine Eltern auch. Sie sind mir keine Rechenschaft schuldig.

So werde ich mein Leben, und dazu gehören mein Mann und unsere Hunde, abgrenzen. Ich werde die Vorstellung von unserem Leben meinen Eltern gegenüber klar definieren. Es wird ihnen wohl nicht gefallen (kleine Mädchen haben halt keine eigene Meinung zu haben).

Ich muss mit meinen Eltern nicht mehr zurechtkommen. Aber sie sind meine Eltern und ich liebe sie beide nur lasse ich mich nicht mehr bevormunden. Und wenn meine Mutter krank werden möchte, dann soll sie es tun. Ich bin für ihre Gesundheit nicht verantwortlich.

Mit meinem Mann als Rückhalt werde ich es schaffen für klare Verhältnisse zu sorgen, so dass wir ruhig miteinander umgehen können ohne uns gegenseitig zu verletzen.


Ich glaube fest daran, dass ich den Mut habe das auch durchzusetzen.


Liebe Grüße
SilverGrey
 
S

SilverGrey

Gast
Hallo Rhenus

Ich möchte die Trennung von meinen Eltern, alles andere wäre Quälerei.

Durch deine Worte habe ich wieder Zweifel an meinem Vorhaben bekommen und hatte das Gefühl nun einen Kompromiss finden zu müssen. Also habe ich eine Lösung zusammengesucht, die für beide Seiten befriedigend sein könnte. Deine Zustimmung in der letzten Antwort hat mir das Gefühl gegeben, dass ich alles richtig gemacht habe.

Aber es ist nicht für mich richtig. Ich hab im Elternhaus nicht viel Zuwendung bekommen. Für ein Dankeschön und ein Lob war ich schon immer bereit Zugeständnisse zu machen und von meinem Vorhaben abzulassen. Ich bin leider leicht beeinflussbar. Mir ist gestern Abend klar geworden, dass ich obwohl ich meine Eltern liebe, ihnen keinen Platz mehr in meinem Leben einräumen möchte.

Durch den Kontakt zu meinen Eltern, sei er auch nur telefonisch, falle ich immer wieder in die Rolle der gehorsamen Tochter zurück. Mir geht es den Tag vor jedem Telefonat nicht gut, und zwei Tage hinterher auch nicht.

Ich möchte endlich ich selbst sein, und das 7 Tage in der Woche.



Ganz herzlichen Dank für deinen Rat, auch an Bandit; ich bleibe standhaft.


Liebe Grüße
SilverGrey
 

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