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Trennung ohne Geld ???

Tigerauge777

Mitglied
Hallo liebe Forenmitglieder
Nun bin ich hier gelandet, weil der „ berühmte Tropfen „ das Fass zum überlaufen gebracht hat.
Nach 24 Jahren Ehe ( 3. August ) war Hochzeitstag, muss ich mir eingestehen, auch wenn es schwierig wird, es gibt keine Silberhochzeit. Steht für mich auf jeden Fall fest. Wissen, tu ich das schon lange und habe ausgehalten, auch wenn es oft unerträglich für mich war, ich keine Luft zum Atmen bekam.
Ich war jetzt reif, überreif für diesen Schritt.
Also mein GöGa ist ein ganz Lieber. Wir sind überall angesehen und beliebt. Eben ist er los gefahren, Feuerwehreinsatz nach dem großen Sturm den wir vor einer Stunde hatten. Ja, er ist sofort zur Stelle wenn er gerufen wird. Sehr hilfsbereit und höflich und nicht gerade schlecht aussehend.
Ehemann, Geliebter, Partner, Kumpel Frauenversteher ? NOOOOOOOOOOOOOOOO !
Er meint eine gute Ehe besteht darin, mit einem Küsschen verabschieden wenn man das Haus verlässt und wieder kommt. Ein leckeres Mal auf dem Tisch und frische Wäsche im Schrank.
Das ist Alles. Basta. Klar er war immer zur Stelle wenn mal ein Termin beim Kinderarzt, Elternabend usw. war. Auch jetzt, unser Sohn spielt in einer Band, wir sind bei fast allen seinen Auftritten.
Das war´s aber auch schon. Ich fühle mich hier als Haushälterin. Dabei sieht er überhaupt nicht ob irgend etwas im Haushalt gemacht wurde. Ob was schmuddelig ist oder nicht, sieht er doch gar nicht.
Und mich schon 3 x nicht. Ich könnte mir die Haare grün färben, er würde wohl erst nach einer Woche fragen was an mir verändert ist. Was er auch noch nie konnte, trösten. Als meine Oma starb und ich gerade unseren Sohn geboren hatte, als ich in der 2ten Schwangerschaft im 3 Monat das Kind verlor, als ich einen Schlaganfall vor 2 Jahren erlitt. Er ist da. Er ist zur Stelle, aber nur sein Körper ! Er kann mich weder in den Arm nehmen noch mit Worten trösten. Er meinte einmal „ er sei halt kein in den Arm nehmer „ !
Seit 3 Jahren bin ich zu Hause. Arthrose in den Knochen, Fibromyalgie, Angina pectoris, Kalkschulter usw. Mit dem Schlaganfall hatte ich wirklich Glück. Der ging ins Auge ( ein sogenannter Infarkt im Auge ) Die Sehkraft recht lag bei 1% und jetzt habe ich wieder um die 70 %. Ich muss halt in Zukunft aufpassen. Als Schmerzpatientin habe ich schon einiges an Medikamenten durch. 10 Jahre sehr starke Morphinhaltige Tabletten, Psychopharmaka und noch normale Schmerzmittel. Das man da mit der Zeit matschig in der Birne wird ist doch normal.
Ich war immer eine sehr starke Frau. Habe alles TipTop gemanagt. Haushalt, Kind und Beruf. Ich war auch das lebende Lexikon und aber vor allem „ erinnere mich daran, und merk dir mal das „. Mein Mann und mein Sohn konnten sich immer tausend Prozent auf mich verlassen.
Das ich keine 30 mehr bin, keine Kraft mehr habe durch die Medikamente und Schmerzen, ignoriert mein Mann komplett. Er verdrängt dann alles und seine Welt ist in Ordnung.
Es ist schwer mit ihm zu streiten, wenn ich anfange flüchtet er mit dem Kommentar „ ich will nicht diskutieren „ Ich werde dann immer lauter, weil ich der Meinung bin er hört es dann wenigstens.
Aber seine Ohren stehen auf Durchzug. Wenn ich sage, ich zerbreche an dieser Ehe, ich kann nicht mehr, dann schafft er es tatsächlich nach ein paar Stunden „ Schnucki können wir kuscheln „ von sich zu geben. Da könnte ich ihn dann alles mögliche !!!
Allerdings haben wir seit etlichen Jahren keinen Sex mehr. Ich kann auch nicht mehr – mit ihm !
Als wir kürzlich mal wieder bei einem Auftritt unseres Sohnes waren , trafen wir ein Pärchen das wir schon 20 Jahre kennen. Die sind 1 Jahr länger verheiratet als wir und noch richtig verliebt. Ihr merkt man es auch ganz stark an wie glücklich sie ist und wie gerne sie lacht. Als ich am nächsten Tag meinen Mann fragte ob er das nicht schön findet, war seine Antwort nur „ ach jetzt kommst mit denen daher „ !
So, habe jetzt mal kurz geschildert wie es bei uns aussieht. Jetzt zu meine Problem !!!
Für mich ist sehr schlimm, dass ich gar nicht mit ihm reden kann. Seine Antworten sind die eines kleinen Kindes. Das ist schrecklich. Ich denke immer er veräppelt mich. Obwohl er die bessere Schulbildung hat. Er ist fast 7 Jahre jünger als ich, was im Prinzip keine Rolle spielen dürfte. Auch hat er noch nie hinter mir gestanden, vor allem was seine Familie betrifft. Aber auch so, er gibt immer den anderen Recht, was mich natürlich sehr schmerzt.
Ich habe nur immer den Eindruck, dass er sich in den 24 Jahren überhaupt nicht weiter entwickelt hat. Ich habe ständig irgendwelche Kurse und Weiterbildungen gemacht und bin auf einem ganz guten Stand auch was die ganze Technik betrifft. ( Ohne Quatsch, er weiß nicht wie man die T,Net.Box abhört ) interessiert ihn auch nicht. Er hat noch nie gefragt wie was funktioniert. Aber wehe wenn sich mal ein Gerät aufhängt, womöglich bei einem Fussballspiel. Kreizsacklzement !!!!!
Also ich bekomme keine Frührente, kann auf keinen Fall länger als 2-4 Std. arbeiten. Wir stecken in einer Privatinsolvenz, nachdem wir 20 Jahre immer brav gezahlt haben und einfach nicht weiterkommen. Noch 4 Jahre. Klar, ständig in den leeren Geldbeutel zu schauen ist auch nicht so prickelnd.
Deshalb, wie kann ich mich trotzdem trennen ? Ohne Kohle ? Mich wieder in eine Abhängigkeit begeben, wegen Geld ? Never !!!
Ich möchte nur wieder aufatmen können, lachen, mich selber spüren, dass ich eine Frau bin und noch lebe. Ich mag ihn wirklich gerne und möchte ihm nicht weh tun, aber schon gar nicht will ich auf der Strecke bleiben.
Wir haben einen ganz tollen Sohn. Da er gerade seinen Bachelor macht und sich auch bereits für den Master angemeldet hat wird er noch bestimmt 2 Jahre mit uns wohnen. Seine Freundin ist auch meistens hier und ich habe ihr heute gesagt, dass wenn ich mich gerade viel zurück ziehe, das überhaupt nichts mit ihr zu tun hat. Es könnte alles so schön sein. Seufz !
Ich bin sicher, wenn bei uns mal die Fronten geklärt sind wird auch unser Sohn davon profitieren.
Er hat doch auch nichts von einer frustrierten Mutter und der ewig dicken Luft.
Liebe Grüße an euch alle ♥
 

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nebelkrähe

Mitglied
So wie du es beschreibst, sieht dein Partner keine Notwendigkeit irgendwas zu verändern. Weil für ihn ja alles rund läuft.
Sind von deiner Seite aus denn noch Gefühle da? Wenn ja, dann würde ich es ihm "ungemütlich" machen, so dass er in Zugzwang kommt und eventuell einer Paartherapie zustimmt.

Wenn du einfach nur alleine und von vorne beginnen möchtest, frei und unbeschwert, dann wende dich doch mal an eine Beratungsstelle wie es für dich alleine weitergehen könnte? :) Mit fällt auf Anhieb nur ProFamilie ein, aber da gibt es sicher auch noch mehr Anlaufstellen!
 

Tigerauge777

Mitglied
Das geht schon so lange hin und her. Wie du schon sagst, er sieht keine Notwendigkeit irgend etwas zu ändern.
Ich werde mich Montag an Telefon hängen und einen Termin machen. Ich wusste schon, dass z. B. proFamilia helfen kann. Ich habe allerdings erst mal geschrieben um auch zu sehen, dass nicht ICH alles dramatisiere und ständig in den falschen Hals bekomme. Mit den Jahren sieht man vielleicht schon weiße Mäuse. Für ihn alle toll , für mich Hölle.
Ich wusste echt nicht mehr wo ich stehe.
DANKE
 

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Hallo, liebes Tigerauge,

du erzählst eine sehr traurige Ehegeschichte. Das Grundproblem ist nicht unlösbar, behaupte ich mal. Jedoch die vielen Jahren sind ein zusätzliches Problem, denn die beidseitigen Verhaltensweisen sind schon so lange einstudiert, dass sie als "normal" empfunden werden und nicht als Ausdruck einer Störung.

Es gibt Menschen, die sich bei einem Problem um das Problem herumorganisieren. Das habt ihr jahrelang getan, wie mir scheint. Besser wäre es gewesen, sich rechtzeitig Hilfe zu holen, also das Problem zu lösen. Aber was ihr bisher versäumt habt, ist aus meiner Sicht immer noch machbar.

Schuldzuweisung ist nach meiner Meinung fehl am Platze.

Wenn Du Dich trennen willst, Scheidung, dann steht Dir (nach meiner Kenntnis für 2 Jahre) Trennungsunterhalt zu und ohne Job wird evt. Harzt IV auf Dich zukommen, denk ich mal. Wenn ihr eine Ehe auf Basis Zugewinngemeinschaft habt, dann wird Dir auch die Hälfte von dem aufgebauten Vermögen - Haus, Rente - zustehen. Inwieweit die Insolvenz Vermögen vernichtet hat, kann ich von hier aus nicht beurteilen. Eine anwaltliche Beratung bringt Klarheit, über welche Beträge gesprochen werden kann.

Hinsichtlich eines Auszuges und einer neuen Wohnung würde ich mich beim Sozialamt kundig machen.

Es gibt Menschen, die sagen: "Ja, vor 10 Jahren hätte man noch was machen können - aber jetzt ist alles zu spät."
Ich hinterfrage eine solche Meinung mit der Frage: "dass jetzt alles zu spät ist - ist das jetzt eine Vermutung oder eine fachliche Feststellung? Was macht Dich so sicher?
Aber das ist meine Einstellung. Ich bin eher positiv immer auf der Suche nach einer Lösung.
Solltest Du dazu Fragen haben, dann stelle sie.

Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute,
Nordrheiner
 
Zuletzt bearbeitet:

Portion Control

Urgestein
Hallo Tigerauge,

dein Eröffnungsbeitrag ist mir zu simpel geschildet. Ehrlich gesagt habe ich nicht herauslesen können, was dein Mann alles Falsch macht und was du dir anders wünscht. Zu wenig konkretes.
 
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49er

Gast
Hallo Tigerauge
Das ist schon verdammt hart, so eine Situation. Und deine Frustration und Entäuschung ist mehr als gerechtfertigt. Aber, war es/er denn früher einmal anders? Für mich liest sich deine Beschreibung, als wäre er halt so ein Mensch: eher sachlich, nüchtern und wenig emphatisch. Menschen können sich ändern?! Bestimmt! Wenn sie für sich die Notwendigkeit erkennen. Nach deiner Ausführung zeigt er aber nach all dem nullkommanix Einsicht. Da hätte ich dann auch Lust auf den kräftigen Tritt in den Hintern oder den Schlag auf den Hinterkopf. ;-)
Aber wenn mir ein Mensch wichtig ist, dann versuche ich doch zumindest zuzuhören und auf ihn einzugehen. Ob der richtige Paartherapeut mit deutlichen Worten zu ihm durchdringen kann, dass bei ihm der endlich der Groschen fällt?
Natürlich muß er erst einmal die Bereitschaft für diesen Schritt zeigen und dann wird man sehen.
Ich wünsche dir viel Kraft, gute Freunde, die zu dir stehen und das du die richtigen Entscheidungen für dich treffen kannst.
Grüße
 

Tigerauge777

Mitglied
Hallo Tigerauge,

dein Eröffnungsbeitrag ist mir zu simpel geschildet. Ehrlich gesagt habe ich nicht herauslesen können, was dein Mann alles Falsch macht und was du dir anders wünscht. Zu wenig konkretes.
Hallo, ich dachte mein Problem hätte ich ausführlich geschildert !
Nochmal in Kürze: Ich kann nicht mit meinem Mann reden, er verzieht sich jedes Mal mit dem Satz " ich will nicht diskutieren ". Das war schon immer so !
Er nimmt mich nicht wahr. Er steht nicht zu mir. Egal in welcher Situation. Selbst wenn mein Sohn mal frech mir gegenüber wird, hat er als Vater noch nie gesagt " so redest du nicht mit deiner Mutter "! Er meint dann : hätte ich ihn etwa schlagen sollen ? Er weiß nie worum es geht und wie man normalerweise handelt. Er ist kein dummer Mensch. aber er benimmt sich wie ein Trottel. Ich mache das schon so viele Jahre mit, habe schon wegen unseres Sohnes und der engen Finanzen immer durchgehalten. Jetzt ist einfach der Zeitpunkt da, an dem ich nicht mehr will . ~
 
G

Gast

Gast
was hast du getan um eure finanzen aufzubessern, damit es nicht mehr so eng wrd?

Wie ist es zur Privatinsolvenz gekommen?
 

Tigerauge777

Mitglied
wie ist es zu der Privatinsolvenz gekommen?
Wir hatten früher Eigentum, von der Bank finanziert. Durch eine große Portion Pech konnten wir diese Summe nicht mehr stemmen und mussten verkaufen. Das ist aber eine eigene Geschichte und viel zu lang um das alles zu erklären.
Fakt ist, dass wir 20 Jahre zurückgezahlt haben, über € 700.- monatlich, dazu noch die Miete etc.. Es wurde immer enger und enger und wir nahmen einen Dispo nach dem anderen auf. Zum einen um das Konto wieder auszugleichen und zum anderen um wieder etwas Luft zu haben. So machten wir die ganzen Jahre immer 3 Schritte vor und 2 zurück.
Selbstverständlich ist so eine Situation auch sehr belastend für eine Ehe.
Also nachdem wir 20 Jahre an die Bank gezahlt haben und ein Ende nicht absehbar war, entschlossen wir uns den Schritt in die Insolvenz zu machen.
 

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