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Traumstudium für immer verwehrt? Wege in die Psychologie! dringender Hilferuf!

rotsocke

Neues Mitglied
Hallo ihr Lieben, eigentlich bin ich nie Jemand gewesen, der neue Beiträge in Foren stellt um sich zu öffnen. Ich hatte bislang immer das Gefühl, das dass schildern von Problemen in Foren oftmals für viele Menschen der einfachste Weg sei um an einen Lösungsansatz zu gelangen, anstatt sich selber damit zu konfrontieren und sich auseinander zusetzen. Eigentlich hätte ich das auch weiterhin so gemacht aber ich bin gerade ratlos und komme echt nicht mehr weiter. Darum bitte ich euch um eure konstruktive Hilfe! Nun zu meinem Problem. Ich bin 21 Jahre alt, weiblich, komme aus Kassel und habe meine Fachhochschulreife mit einem Mittelmäßigen Abschluss (2,3) beendet. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher mein Traumstudium Psychologie gefunden zuhaben. Nein, ich bin mir zu 1000% sicher, so sicher wie ich noch nie eine Sache in meinem Leben war. Ich habe auch in Mathe, Chemie, Physik und Englisch in allen vier Fächern eine Note "1" stehen, doch mein Abschlusszeugnis mit den Noten aus meinen Fachbereich, welcher Gestaltung war, und unzähligen Fehltagen, ziemlich versaut. Gibt es für mich denn noch einen Weg in mein Traumstudium zu gelangen? Meine heimische Studienberatung war leider nicht sehr informativ. Ich habe mich bereits belesen und feststellen müssen, das ich zwei weitere Jahre die Schulbank drücken muss um meine allg. Hochschulreife auf einer BOS nachzuholen oder dass ich ggf etwas anderes, wie Soziologie, studieren könnte mit dem selben Nebenfach und später, nach meinem Bachelor vielleicht auf Psychologie wechseln könnte. Nun ist dies auch waage, weil es mir mit all den Nebenwirkungen als Zweitstudium angesehen werden kann. Oder die Noten des B.A nicht ausreichende seinen könnten. Zudem gibt es diverse Private Hochschulen, die gegen utopische Studiengebühren es wirklich machen. Mir ist auch bekannt dass dieses Thema oft in unzähligen anderen Foren diskutiert worden ist, was recht verwirrend und eher weniger hilfreich war. Daher wollte ich endlichmal Klarheit schaffen! ich hoffe wirklich wirklich, dass ihr mir helft! Ich hätte fast etwas sehr wichtiges vergessen, ich habe vorgehabt danach als Therapeut zu arbeiten.
 

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Tuesday

Aktives Mitglied
Das Psychologie-Studium ist nicht der einzige Weg hin zum Therapeuten.

Wenn du Psychologie studierst, lernst du eine Menge Theorie. Darunter sind viele Dinge, die du für den Alltag als Therapeut nicht brauchst. Nach deinem Studium musst du drei Jahre in Kliniken dranhängen. Da arbeitest du meist umsonst. Du bist in den Klinikalltag eingebunden und hast mit großer Wahrscheinlichkeit eine Stelle, in der dir sehr schnell klar wird, dass es um alles geht, aber nicht darum, dem Patienten zu helfen. Ich kenne Leute, die diesen Weg durchlaufen haben und für die war das der Vorhof zur Hölle. Für Null Geld die ganze Arbeit machen und dabei vom Oberarzt zur Sau gemacht.

Danach hast du nur eine allgemeine Ausbildung. Aber dann will man vielleicht noch eine bestimmte Richtung einschlagen, wie z.B. Traumatherapie. Das kostet nicht nur wieder drei Jahre sondern auch Geld, das du allein aufbringen musst. BaföG oder so was gibt es an der Stelle nicht mehr.

Dafür hast du als Belohnung anschließend eine Kassenzulassung und beim Stand unserer momentanen Gesellschaft einen Krisensicheren Job. Das heißt, wenn die Krankenkassen nicht irgendwann den Hahn zudrehen. Therapeuten jedenfalls werden gebraucht.


Dann gibt es die Möglichkeit, einen Job zu machen, wo du das Leben kennen lernst und nicht nur an der Uni rumhockst. Irgendwas im sozialen Bereich. Wenn du als Therapeut mit Kindern arbeiten willst, mach Kindergärtnerin, ansonsten mach doch Ergotherapie. Oder mach Sozialpädagogik an einer Fachschule.

Wenn du damit fertig bist, hängst du eine Ausbildung als Heilpraktiker Psychologie dran. Auch der kleine Heilpraktiker genannt. Und nebenbei besuchst du Kurse in Gesprächstherapie, machst Fortbildungen und spezialisierst dich.

Der große Vorteil ist, du lernst das Leben kennen und weißt, wovon deine Klienten reden.

Der große Nachteil ist, du bekommst keine Kassenzulassung.

Momentan ist es so, dass immer mehr Krankenkassen Zusatzversicherungen für Heilpraktiker anbieten und da ein großer Therapeutenmangel herrscht, kann man bei der Krankenkasse beantragen, dass ein HP Psych bezahlt wird. Das kann natürlich in sagen wir fünf Jahren ganz anders aussehen. Vielleicht haben wir bis dahin genug Therapeuten mit Kassenzulassung. Keine Ahnung, wie da die Aussichten sind.

Aber ein guter Weg für dich wäre Ergotherapie. Das ist eine sehr praktisch orientierte Ausbildung und wird dann später eben auch von der Krankenkasse übernommen. Die machen auch viel Begleitung im Alltag. Ist vielleicht auch eine viel schönere Arbeit, weil du bei den Leuten in die Wohnung gehst, ihnen aktiv hilfst, ihr Leben zu gestalten.

Also vielleicht wäre das für dich ein Weg,


Tuesday
 

mariechenkäfer

Aktives Mitglied
Die Option von Nebenfach auf Hauptfach zu wechseln, hast du dir schon selbst erlesen. Ich würde mich nicht nur bei der heimischen Hochschulberatung schlau machen, sondern bei den Universitäten, bei denen du dich ausserdem noch bewerben willst. Wenn es dein traum ist, solltest du doch einen guten/sehr guten BA machen können, dann würde dem nichts mehr im wege stehen. ansonsten kannst du dich während deines anderen ersten Fachstudiums auf die Warteliste setzen lassen, so wird der Notendurchschnitt "abgebaut". (zumindest war das "früher" so). währendessen könntest du auch schon in diesem BereichPraktika machen, Bufdine, etc.
Wäre zumindest mein Ansatz, bevor ich wieder die Schulbank drücken würde....
ansonsten find ich den Rat, Heilpraktiker-Ausbildung, die Tuesday vorgeschlagen hat, am praktischsten :)
 
G

Gast

Gast
Was ist dein primäres Ziel: Psychologie studieren oder Therapeutin werden? Das sind nämlich zwei komplett verschiedene Dinge.

Psychologie ist EIN Weg, Therapeut zu werden, und in manchen Bereichen der beste, sowohl vom akademischen Anspruch her als auch von den rein formalen Anforderungen im klinischen Therapiebereich. Dennoch gibt es auch andere Wege. Heilpraktiker solltest Du Dir nur überlegen wenn Du selbständig sein willst, attraktive Stellen in üblichen Therapiebetrieben wollen meist andere, herkömmlichere Ausbildungen sehen.

Göttingen ist ein guter Tip. Ansonsten ist der Ergotherapeut oder eine (klar spezialisierte!!!) Pädagogische Ausbildung auch ein guter Weg mit Aufbaumöglichkeit zum Therapeuten.

Wenn es Dir wirklich um den Studiengang geht, solltest Du versuchen ein möglichst gutes Abitur draufzusatteln, oder Dich mal im Ausland umsehen. Ohne Sprachkenntnisse ist Österreich hier wohl erste Adresse.
 
G

Gast

Gast
Wenn Du Psychologie studieren möchtest, aber NICHT als Therapeutin arbeiten kannst, wäre der BA Psychologie an der Fernuni Hagen eine Idee. Der enthält keine klinische Psychologie, deswegen kannst Du halt später nicht als Therapeutin arbeiten. Ohne Abitur müßtest Du dann den Weg über das sogenannte "Akademie-Studium" gehen (Probesemester). Hagen hat keinen Numerus Clausus :)
 
F

FernUniStudent

Gast
.. und wenn du in Hagen ausreichend ECTS sammeln konntest und einigermaßen vorzeigbare Noten hast, könnte ein Wechsel an eine Präsenzuni die Lösung sein. Dort hast du dann wieder Klinische Psychologie. (Geht das ohne Abi? Weiß ich nicht, sorry. Wollte es nur mal einwerfen.)

ABER:
1. Fernstudium wird gern unterschätzt.
2. Wechsel an Präsenzuni ist nicht leicht und furchtbar bürokratisch.

Liebe Grüße und viel Erfolg auf dem Weg zu deinem Traumstudium :)
ein FernUni-Psychologie-Student.
 
D

diemitderarbeitringt

Gast
Hallo,

ich studiere Psychologie an der Uni Münster und werde für den Master vermutlich zur Privatuni Witte Herdecke wechseln. Schau dir mal die Homepage an. Vielleicht wäre es ja etwas für dich. Dort wird nicht nach deiner Abschlussnote entschieden, sondern anhand von Motivationsschreiben und Lebenslauf. Wenn du in die zweite Auswahlrunde kommst gibt es Auswahlgespräche.

Die Studiengebühren sind zwar hoch, aber es gibt die Möglichkeit der Rückfinanzierung, ähnlich wie beim BaFöG. Dann müsstest du erst zahlen, wenn du einen festen Job hast.


Hier die URL: https://www.uni-wh.de/gesundheit/psychologie/bachelor-psychologie-und-psychotherapie-bsc/



Viel Erfolg und gib bloß nicht auf! Ich bin auch erst auf Umwegen zu meinem Studienplatz gekommen!

Liebe Grüße,

M.
 

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